Ich hab alle Schulsysteme mit großen Belastungen durchgemacht (Bayern).
Zuerst Grundschule, dann Übertritt aufs Gymnasium (mit Schnitt 1,4), völlige Überforderung, Schulwechsel in die 6. Klasse Hauptschule um dann in der 7. auf die Realschule zu wechseln. Wollte aber unbedingt Abi und bin dann nach dem Realschulabschluss (gerade noch geschafft, unheimlich schlechter Schnitt) in die 10. Klasse einer reformpädagogischen integrierten Gesamtschule (Internat Odenwaldschule). Resultat: Abitur mit Schnitt 2,3).
Sehr zufrieden und kann ich nur empfehlen!
Ich bin der Meinung, dass nur ein alternatives integriertes Schulkonzept die Kinder optimal in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützen und fördern kann.
Die Schwachen lernen von den Starken und die Starken lernen den Schwachen. Da jeder in einigen Fächern besser und in anderen schlechter ist, ergänzen sich die Neigungen! Ausserdem lernt man nur so, dass man nicht nur in einer Ellenbogengesellschaft leben muss, sondern auch sozial sein kann!
Gute Konzepte sind die Reformpädagogik nach Paul Geheeb oder Montessori. Waldorf finde ich ein bisschen zu extrem, da wird das Kind auch nicht wirklich so genommen, wie es ist, sondern es soll schon das Steiner-Konzept unbedingt übernehmen. Aber es gibt mittlerweile auch sehr gute Regelschulen.
Ich finde, man muss immer den Einzelfall sehr genau prüfen und dann entscheiden, ob das jetzt genau das Richtige ist!