Welche Schritte müssen erfolgen bevor der Gerichtsvollzieher vor der Tür steht?

... komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Du solltest Strafanzeige gegen das Inkasso stellen. Grund: Die versuchen dich mit irrsinnigen Drohungen und Erklärungen zur Zahlung zu zwingen, auch wenn du bereits klar gestellt hast dass du nicht zahlen wirst. Darüber hinaus würde ich den Briefkasten im Auge behalten und bei einem gerichtlichen Mahnbescheid widersprechen.
Wenn das Inkasso dich an die Schufa melden wäre das Kreditgefährdung, daher die auch mal im Auge behalten.
Angst vor gerichtsvollzieher brauchst du nicht zu haben, auch wenn du nicht zahlst.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Waren denn detailierte Rechnungen dabei? Bevollmächtigung des Gläubigers mit Originalunterschrift? Wenn Du bereits eine Zahlung geleistet hast, hast Du dem Vertrag zugestimmt. Da kannst Du mit Widerrufsrecht nicht viel erreichen. Schriftverkehr mit Inkassounternehmen grundsätzlich nur per Einschreiben/Brief, sonst wirst Du grundsätzlich ignoriert. Schreib auch noch mal eine Kündigung des Vertrages per Einschreiben mit Rückschein an die Firma. Halte noch mal Rücksprache mit der Anwältin. Im größten Notfall kannst Du Ratenzahlung vorschlagen und evtl. die Kostenaufstellung des Inkassounternehmens kürzen, die sind meist stark übertrieben.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ein Gerichtsvollzieher kommt nur, wenn es einen rechtskräftigen Schuldtitel gibt und ihm eine vollstreckbare Ausfertigung vorliegt.

An einen Titel kommt ein Gläubiger nur über das gerichtliche Mahnverfahren gepaart mit der kompletten Idiotie des Schuldners in keinster Weise auf gerichtliche Schreiben zu reagieren, oder eben durch ein Urteil im Zivilprozess.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Leider sind viele Inkassounternehmen nicht seriös und manche, die sich so darstellen, nin Wirklichkeit gar keine Inkassounternehmen. Sicher war es nicht geschickt überhaupt etwas zu zahlen. Aber Du sagst ja, dass Du das mit Deiner Kündigung verbunden hast.

Eine Mahnung ohne Rechnung ist nicht seriös und auch unbegründet. Selbst wenn ein Vertrag zustande gekommen sein sollte, muss nachgewiesen werden, für welche Zeit Du welchen Betrag zu bezahlen hast.

Insgesamt macht das alles einen äußerst unseriösen Eindruck. Selbst wenn Du einen Mahnbescheid bekämest, wäre das noch kein Nachweis der Rechtmäßigkeit der Forderung. Der Gerichtsollzieher kommt erst nach dem Mahnbescheid. Dem Mahnbescheid kannst Du widersprechen und dann müsste nachgeiwesen werden, dass die Forderung zurecht besteht. Dafür finde ich hier überhaupt keinen Anhalt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Welche Schritte müssen erfolgen bevor der Gerichtsvollzieher vor der Tür steht?

Zunächst eine Zahlungsaufforderung (gelber Brief), der Du widersprechen musst.
Evtl. ein Gerichtstermin, daraus folgend der Besuch des Gerichtsvollziehers.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von mepeisen
20.12.2015, 20:11

Ein einfacher Brief reicht nicht aus. Einige Inkassos wollen besonders schlau sein und verschicken selbst gelbe Briefe. tatsächlich muss es sich hier um einen "gerichtlichen Mahnbescheid" handeln (siehe Google). Dieser kommt, wie der Name es sagt, von einem GERICHT und durchaus in einem förmlichen gelben Umschlag.

Gerichtstermine gibt es keine im Mahnverfahren.

Aber selbst wenn man nicht widerspricht, kommt noch einmal ein Vollstreckungsbescheid. Erst wenn man da auch keinen Einspruch erhebt, ist der Weg für Gläubiger/Inkasso frei, einen GV loszuschicken.

0

Der Gerichtsvollzieher wird erst dann auftauchen, wenn du sowohl einen gerichtlichen Mahnbescheid als auch den darauf folgenden Vollstreckungsbescheid ignorierst.

Ich habe die Zahlung getätigt und am selben Tag noch eine Kündigung rausgeschikt, welche auch angekommen ist und man versicherte mir telefonisch, dass somit keine weiteren kosten entstehen würden

Das Problem sehe ich in der Kündigung, die du offenbar nicht belegen kannst. Damit dir daraus kein Strick gedreht werden kann, solltest du die Kündigung vorsorglich nochmals ausdrücklich schriftlich formulieren, in diesem Schreiben auf deine Kündigung aus 2014 verweisen und auch das Telefonat erwähnen, mit dem der Eingang der Kündigung bestätigt wurde. Versende die Kündigung möglichst vorab per Fax und anschließend per Einschreiben/Rückschein. Es geht in erster Linie darum, dass du in einem möglichen Rechtsstreit glaubwürdig wirkst.

Sollte dir ein Mahnbescheid ins Haus flattern, widersprich umgehend. 

Meine Vermutung ist, dass spätestens dann die Angelegenheit beendet ist. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von mepeisen
20.12.2015, 20:07

Das Problem sehe ich in der Kündigung, die du offenbar nicht belegen kannst.

Klarstellung: Eine schriftliche Kündigungsbestätigung reicht als Beweis. Wenn zudem im einem Online-Portal ersichtlich ist, dass man die Bearbeitung der Kündigung über ein Jahr verschleppt hat, gehen dem Gläubiger alle Argumente aus. Mehr noch: Man kann hier sogar schon von Böswilligkeit/ Vorsatz ausgehen und ich schließe mich Franneck an: Dann ist das strafrechtlich relevant und sollte angezeigt werden.

Weitere Vermutung: Da man den ursprünglichen Vertragsschluss schon nicht nachvollziehen konnte, aber gezahlt hat, um keinen Ärger zu bekommen, scheint der Anbieter hier zu denken, eine Melkkuh gefunden zu haben. Das ist ebenso eine Straftat.

Man muss das alles halt gut dokumentieren (Screenshots). Ob man wie du schreibst, nochmal auf Nummer sicher geht, kann man tun, muss man aber je nach Faktenlage nicht.

0