Frage von jeshn, 45

Welche Rolle hatte die Pragerbotschaft und Ungarn bei der Auflösung der DDR ?

Antwort
von SebRmR, 20

Ab August 1989 geriet die Prager Botschaft in den Blickpunkt der Medien, als DDR-Bürger dort Zuflucht suchten. In den folgenden Wochen besetzten Tausende das Gelände, worauf die DDR-Behörden einlenkten und ab 30. September insgesamt 17.000 ihrer Bürger die Ausreise in die Bundesrepublik erlaubten. Am 3. November erlaubten die ČSSR-Behörden den DDR-Bürgern die unreglementierte Ausreise in den Westen und hoben somit ihren Teil des Eisernen Vorhanges, was als eine der wichtigsten Vorstufen zum Fall der Berliner Mauer und für die folgende Deutsche Wiedervereinigung gilt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Botschaft_Prag
oder:
http://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/191938/30-september-1989-die-prage...

Zu Ungarn:

Als ungarische Soldaten am 2. Mai 1989 nahe der Ortschaft Köszeg an der Grenze zu Österreich mit dem Abbau der elektronischen Sicherungsanlagen und des Stacheldrahtverhaus begannen, war dies ein revolutionärer Vorgang: Ungarn kündigte damit die Solidarität der Ostblockstaaten bei der Abriegelung des kommunistischen Herrschaftsbereichs gegenüber dem Westen auf. Zum ersten Mal seit 1945 wurde das Prinzip des "Eisernen Vorhangs" grundsätzlich in Frage gestellt.

http://www.bpb.de/geschichte/deutsche-einheit/deutsche-teilung-deutsche-einheit/...

oder:

Ausreise über Ungarn

Ungarn beginnt Anfang Mai 1989, seine Grenzanlage zu Österreich abzubauen. Schließlich öffnet es im September die Grenze zum Westen vollständig und ermöglicht eine ungehinderte Ausreise. Das SED-Regime untersagt den Ostdeutschen zwar die Reise nach Ungarn - jedoch ohne Erfolg. 25.000 Menschen nutzen nach der vollständigen Grenzöffnung bis Ende September die Gelegenheit zur Flucht in den Westen. Der "Eiserne Vorhang" zerfällt.

Ausreise über Prag

Tausende Ostdeutsche fliehen zwischen August und Oktober 1989 in die Ständige Vertretung der Bundesrepublik in Ost-Berlin sowie in die Botschaften der Bundesrepublik in Budapest, Prag und Warschau. Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher verkündet am 30. September 1989 6.000 Flüchtlingen in der Prager Botschaft, dass ihre Ausreise nach Westdeutschland bewilligt wurde. Sie fahren mit Sonderzügen durch die DDR in die Bundesrepublik. Das SED-Regime erlaubt am 3. November schließlich eine Ausreise über die Grenze zur Tschechoslowakei nach Westdeutschland. Weitere 15.000 Menschen nutzen diesen Weg. Bis zum Mauerfall am 9. November 1989 verlassen insgesamt etwa 200.000 Ostdeutsche die DDR in Richtung Bundesrepublik.

http://www.hdg.de/lemo/kapitel/deutsche-einheit/wandel-im-osten/massenflucht.htm...

Antwort
von Kuhlmann26, 12

Es handelte sich nicht um die Prager Botschaft, sondern um die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in der damaligen Tschecheslowakei (heute Tschechien). Wie in allen Staaten üblich, stehen die Botschaften i.d.R. in den Hauptstädten der und das war und ist in diesem Fall Prag.
Ausreisewillige DDR-Bürger waren auf das Gelände geflüchtet, um ihre Ausreise in die Bundesrepublik zu erzwingen. Was auch geschehen ist.

Ungarn war das erste Land, welches den "Eisernen Vorhang", also die Grenzanlagen zum Westen abgebaut hat. In dem Fall war es die Grenze zu Österreich. das hat dazu geführt, dass viele DDR-Büger über Ungarn in den Westen gegangen sind.
Somit war eine Situation geschaffen worden, wie sie bereits vor dem Mauerbau bestanden hat. DDR-Bürger sind massenweise in den Westen gegangen, was zur Schwächung der DDR führte.

Gruß Matti

Antwort
von Kuestenflieger, 20

in der prager botschaft kam ein gelber pullover auf den balkon und konnte nicht ausreden ---vor begeisterung !   dort waren republikflüchtlinge auf gelände eingedrungen.

H.D.Genscher

die staaten haben trotz warschauer pakt , die ausreisenden in die BRD reisen lassen .    

jetzt haben wir flüchtende aus dem nahosten !!!!!

Kommentar von SebRmR ,

Zum Anschauen:
https://www.youtube.com/watch?v=iJWzXUGeUVM

jetzt haben wir flüchtende aus dem nahosten !!!!!

Was soll dieser Satz?

Kommentar von Kuestenflieger ,

...das wir denen freundlicherweise auch aufenthalt gewähren sollten.

Antwort
von dataways, 3

Beides waren eigentlich keine Sargnägel für die DDR, aber der Umstand, dass die DDR darauf bestand, die Flüchtlinge aus der bundesdeutschen Botschaft in Prag über DDR-Gebiet ausreisen zu lassen, war die größte Dummheit des Politbüros seit den gefälschten Kommunalwahlen im Mai 89.

Der Transitzug erregte die Gemüter der DDR-Bevölkerung und führten zu Unruhen in Dresden.

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