Frage von titop997, 41

welche Risiken gibt es bei einer Pfändung wegen Unterhalt für den Gläubiger?

folgende Situation: mein Vater müsste jeden Monat Unterhalt in Höhe von 326€ zahlen. Jedoch kommen immer nur 250€ an, sodass er sich nun wieder mit den Zahlungen im Rückstand befindet. Nun möchte ich gerne eine Pfändung einleiten um regelmäßig den vollständigen Betrag zu erhalten. Nach eigenen Angaben verdient er ca. 1400€/ Monat. Wie läuft so eine Pfändung überhaupt ab und gibt es da irgendwelche Risiken, die auf mich zukommen könnten?

Antwort
von Ronox, 16

Du brauchst zunächst einen vollstreckbaren Titel für die Unterhaltsansprüche. Meist liegt ein solcher aber in deiner Situation bereits vor. Damit kannst du beim zuständigen Vollstreckungsgericht eine Konto- und/oder Einkommenspfändung beantragen. Risiken an sich gibt es nicht. Du musst lediglich Gerichtskosten von ein paar Euro vorstrecken.

Antwort
von AntwortenBot, 23

So einfach ist es leider nicht eine Pfändung zu erwirken. Eine Pfändung greift sehr stark in die Recht des anderen ein und ist daher auch nicht sooo einfach gemacht.

Vor einer Pfändung muss erst mal gemahnt werden, also mehrere schriftliche Aufforderungen den nicht bezahlten Betrag bis zu einem bestimmten Datum zu leisten (meisten zwei Wochen).

Erst danach kann überhaupt eine Pfändung erwirkt werden. Das geht dann aber übers Gericht. Ob man als Privatperson das überhaupt kann ist fraglich, wenn dann muss das ganze wahrscheinlich über einen Rechtsanwalt erfolgen.


EDIT: Entschuldigung hab den Teil mit dem Ablauf nicht gesehen. 


Bei einer Pfändung wird dem Kontoführenden Institut ein Bescheid zugestellt. Am selben Tag der Zustellung des Bescheides werden alle Konten des betroffenen + evlt. ausgegebene Karten gesperrt. 

Anschließend wird der Kontoinhaber über die Zustellung der Pfändung informiert. Daraufhin wird im mitgeteilt das er eine Frist von 4 Wochen hat um darauf zu reagieren und ein Pfändungsschutzkonto einzurichten. Eins Pfändungsschutzkonto bewirkt nicht mehr und nicht weniger als das jedem Monat Ihm ein bestimmter Teil freigestellt wird,  welcher nicht gepfändet werden kann, nur was über diesen Freibetrag geht wird tatsächlich gepfändet und den Gläubigern überwiesen. 

Kommentar von titop997 ,

mahnungen wurden schon geschrieben

Kommentar von AntwortenBot ,

Falls bereits mehrere Mahnungen geschrieben wurden, würde ich mal einen Rechtsanwalt hinzuziehen. Meistens Vertreten diese Ihre Klienten dann.

Antwort
von Marshall7, 8

Du brauchst einen Titel,und wenn dein Vater noch jemand zu Unterhalt verpflichtet ist ,wird wohl nicht viel rüber kommen.

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