Frage von FragenBabo, 155

Welche Religionen lehren Lebensfreude?

Antwort
von tryanswer, 59

Christentum, Animismus und zumindest Teile des Hinduismus. Begründung: Zentrale Lehre des Christentums ist die Vergebung der Sünden im Gegensatz zu den anderen Buchreligionen (Islam und Judentum), welche Regeln vorgeben, deren Nichteinhaltung automatisch die Ungnade Gottes nach sich zieht (was aber auch viele Juden nicht von ihrer Lebensfreude abhält - Masel tov), kann der glaubige Christ jederzeit auf die Gnade Gottes hoffen.

Animismus und auch Hinduismus enthalten z.T. lebensbejahende Gebote, die der Lebensfreude durchaus förderlich sein können. Allerdings gibt es hier auch explizite Verbote oder Tabus, die genau das Gegenteil bewirken können.

Alle Lehren helfen aber nichts, wenn die Menschen "Zitronen gefrühstückt" haben.

Antwort
von MatthiasHerz, 71

Alle.

Das Problem dabei ist, wie diese Lehre von den Anhängern der jeweiligen Religion gegenüber Außenstehenden bzw. "Andersgläubigen" dargestellt wird und wie sehr und intensiv diese dann bereit sind, die gewählte Religion auch anzunehmen.

Der Islam lehrt die Einheit mit Gott, das Christentum ewige Liebe, der Buddhismus tiefe Glückseligkeit und Entspannung, Atheismus lehrt den Glauben an die Schaffenskraft der Menschen.

Zum Erreichen der jeweiligen Ziele ist mehr oder weniger intensives Lernen erforderlich und möglicherweise sogar völliges Umdenken gegenüber dem bisherigen Leben.

Auf das jeweilige Umfeld mag das befremdlich wirken oder sogar radikal. Jeder muss für sich selbst entscheiden, auf was er sich einzulassen bereit ist, und akzeptieren, dass er das "religiöse Ziel" ohne vollen Einsatz vielleicht niemals erreicht.

Kommentar von Ryuuk ,


Atheismus lehrt den Glauben an die Schaffenskraft der Menschen.


Atheismus lehrt garnichts. Es per Definition das Fehlen eines Glaubens an Götter. Sonst nichts.

Kommentar von MatthiasHerz ,

Ähm ... nein.

Wenn es nur nach der Wortherkunft ginge, lehrte uns keine Religion irgend etwas, denn nur Lehrer lehren.

Ich habe aber gerade keine Lust auf philosophische Grundsatzdiskussionen. Ein anderes Mal.

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Religion, 49

Ich bin zwar ein religiöser Mensch, aber der Ansicht, dass Lebensfreude nichts ist, was irgendwie gelehrt werden kann.

Genau wie es meiner Meinung nach unmöglich ist, glücklich zu werden - man kann nur glücklich sein. Freude und Glück sind Erfahrungen, keine Prozesse.

Religionen haben zwar häufig Versprechungen verschiedener Art - so etwas wie Lebensfreude lässt sich aber nicht in einem religiösen Gebot verordnen.

Lebensfreude bedeutet für mich, das Leben zu akzeptieren und wirklich bewusst zu leben, anstatt sich zu separieren, passiv zu verhalten und so zu tun, als wäre das Leben etwas bedrohliches, das von außen auf uns zukommt und einem plötzlich zustößt.

Für eine Haltung die Lebensfreude beinhaltet, bedarf es meiner Meinung nach keiner organisierten Religion.

Kommentar von Viktor1 ,
Genau wie es meiner Meinung nach unmöglich ist, 
glücklich zu werden - man kann nur glücklich
sein. Freude und Glück sind Erfahrungen, keine
Prozesse.

Oh doch. Man kann reif werden, krank werden oder gescheit.
Du machst hier Adjektiv zum abschließenden Substantiv.
Was man sein kann, kann man auch werden.
Adjektive sind sehr wohl Ausdrücke von Prozessen. Erfahrungen sowieso.
Du meinst wohl, daß Glück und Freude Wahrnehmungen sind.

Lebensfreude bedeutet für mich, das Leben zu 
akzeptieren und wirklich bewusst zu leben

Genau dies sind i.R. "Prozesse".
Religion lehrt zwar i.R. keine Lebensfreude an sich , kann aber sehr wohl den Weg dorthin aufzeigen, wo Freude und Friede gedeihen können.
Und dies wollen wir mal nicht klein reden.

Kommentar von Enzylexikon ,

Was man sein kann, kann man auch werden.

Ich denke nicht, dass man glücklich werden kann. Das ist dann lediglich ein Vergleich zu Vergangenem, wenn man sagt:

"Im Vergleich zu früher bin ich viel glücklicher geworden"

In diesem Moment ist man entweder glücklich, oder unglücklich, alles andere sind vergleichende Bewertungen.

Aber das ist letztlich philosophische Haarspalterei, jetzt über Begrifflichkeiten zu diskutieren, nachdem ich ein harmloser Wortspiel betrieb.

kann aber sehr wohl den Weg dorthin aufzeigen, wo Freude und Friede gedeihen können.

Das habe ich nicht bestritten.

Und dies wollen wir mal nicht klein reden.

Das mache ich aus meiner Sicht auch gar nicht, aber deutlich, das Religion kein Garant für Lebensfreude ist und man durchaus auch ohne Religion Lebensfreude empfinden kann

Kommentar von DottorePsycho ,

Du kannst klug werden, in dem Du durch den Prozess des Lernens = Klügerwerdens gehst. Dann bist Du heute klüger als gestern etc.

Du bist jedoch zu JEDEM Zeitpunkt Deines Lebens entweder glücklich oder unglücklich ...... und die meiste Zeit bist Du Dir dessen nichtmal bewusst. Vielleicht ist jemand heuer öfter glücklich als früher, aber er ist im einzelnen Augenblick trotzdem immer nur glücklich oder unglücklich.

Antwort
von wildcarts2, 59

Religion und Lebensfreude schießen sich gegenseitig aus, da Religion mit dem Verzicht und der Absonderung von der menschlichen Natur arbeitet. Religion verspricht in der Regel, dass man NACH dem Tod ein freudiges Leben bekommen kann. Aber zu Lebzeiten ist das nicht sonderlich fröhlich.

Aber es gibt genügend Menschen die in dieser Fantasiewelt glücklich sind bzw. es vorgeben. Tatsächlich haben sie aber meist mehr Ängste, geben es nur nicht zu, weil sie wie bei einer Droge die Realität ausblenden.

Antwort
von Andrastor, 55

Pastafarismus

Kommentar von hauseltr ,

Die Nudel sei mit dir! Ramen!

Kommentar von Andrastor ,

Ramen!

Antwort
von Everklever, 67

Kommt drauf an, was du unter

  1. "Religionen"
  2. "Lebensfreude"
  3. "lehren"

verstehst.

Antwort
von sugardaddyx1, 59

Keine. Seit dem ich mit Religionen nichts mehr zutun habe und nur noch an Gott glaube - fühle ich mich viel wohler. Als könnte ich jetzt wieder "atmen" .. Das ist meine persönliche Meinung, bevor jetzt welche ausrasten xd

Ich würde mich niemals als religiös bezeichnen wollen, wenn ich eh nichts dafür mache und nur Sünden begehe. Wenn ich diesen Buch nicht einmal öffne und mal drüber nachdenke was da steht. Wenn das nicht von Herzen kommt, sondern man es einfach nur aus dem Grund tut, weil das ja ein Buch verlangt. Tut mir leid aber solche Menschen sind die größten Heuchler und nicht mal ansatzweise religiös, ihr beschmutzt nur eure Religion :-) 

Kommentar von MatthiasHerz ,

Es gibt auch Religionen ohne Bücher, einfach mündlich überliefert von Generation zu Generation.

Du hast Dir jetzt Deine eigene Religion gebastelt, indem Du aus den unglaublich vielen vermeintlich zivilisierten, monotheistischen Glaubensströmungen die für Dich beste herausgefiltert hast, indem Du "nur" an "Gott" glaubst.

Warum glaubst nicht an eine Göttin oder gleich eine ganze Götterfamilie? Du fühlst Dich nicht "religiös", nur weil Dich nicht wiederfinden kannst in den Lehren Jahrtausende alter Bücher?

Willkommen in der Gegenwart.

Ich betrachte mich selbst als Atheisten und setze mich seit Jahrzehnten mit den Anhängern aller einzig wahren Götter auseinander.

(:

Kommentar von sugardaddyx1 ,

Naja ich glaub als Gott würde ich ihn nicht bezeichnen. Klingt irgendwie Mega arrogant, als würde ich den anbeten oder so, was nicht der Fall ist. Sagen wir mal dazu, etwas mächtigeres der uns und diese Welt erschaffen hat ^^ und ich sehe Gott auch nicht wie in den Religionen an, weder die "Merkmale" noch irgendetwas was ihn beschreibt .... Ich weiß eigentlich nicht mal ob ich überhaupt an Gott glauben soll bzw daran glauben soll dass er existiert, wenn ich jetzt so nachdenke kommt mir das ganze total sinnlos vor 😂 Naja, sehr kompliziert .. ^^ 

Atheismus ist doch wenn man überhaupt nicht an Gott glaubt oder irre ich mich? Wenn das der Fall ist, wieso interessieren dich dann die Götter anderer Religionen? 😊 Nur so aus Interesse, finde ich wirklich sehr interessant :-) 

Antwort
von Ryuuk, 37

LaVeyscher Satanismus. Es ist eine lebensbejahende Religion, die lehrt das Leben in vollen Zügen zu genießen.

Die meisten anderen Religion lehren nur krankhafte Selbstverleugnung.

Antwort
von Netie, 25

Mein Glaube an Jesus Christus hat mir völlige Freude und inneren Frieden gegeben.

Kommentar von crashy2002 ,

Gefällt mir :)

Antwort
von quopiam, 9

Jesus Christus sagte, daß wir uns nicht sorgen sollen und daß jeder Tag seine eigene Plage habe. Er lehrte damit, im Heute zu leben, hier und jetzt. Wenn das keine Anleitung ist, in Freude zu leben, dann weiß ich nicht, was eine ist.

Sinngemäß lehrte der Buddha dasselbe, indem er zur Achtsamkeit anleitete. Das JETZTzählt, nicht das Gestern und nicht das Morgen. Gruß, q.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten