Frage von Kachada, 108

Welche Religionen ehren die Tiere genauso wie den Menschen - oder geht es immer nur um das Heil des Menschen?

Und z. B.. darum, dass er nur in den Himmel kommt, wenn er die Vorschriften seiner Religion auch konsequent einhält?

Antwort
von ancanei, 39

Eigentlich alle Naturreligionen.
Das findest du bei den Ureinwohnern Nord- und Südamerikas, Afrikas und Australiens. Und du findest es auch im Buddhismus, wobei indigene Völker oft sowieso noch näher sind an der Natur, weil sie in ihr und mit ihr leben (wenn sie denn gelassen werden).

In den drei arabischen Religionen Judentum, Christentum und Islam ist es allerdings so, dass Mensch sich über den Rest der Schöpfung erhebt und sich ganz gerne als Krone der Schöpfung ansieht, wobei gerade diese Kulturen sich eher wie der Reißwolf der Schöpfung aufführen.

Interessanterweise gibt es da auch Parallelen zu ostasiatischen Kulturen
wie in China, Japan usw.. Diese Parallen betreffen allerdings nicht
nur die Religionen des abgehobenen Menschseins, sondern die Wirtschaft. Wo immer man hinschaut, gehen Wirtschaft und Missachtung von Tier und Natur Hand in Hand. Eine von der Natur abgehobene Stellung des Menschen in Verbindung mit der Einführung eines Bezahlmediums mündet überall darinnen, Schindluder mit der Schöpfung zu treiben - aber wie soll es auch anders sein, wenn Mensch der Idiotie verfällt, so was Besonderes zu sein, dass er aus der Natur Geschäfte machen darf?

Kommentar von ancanei ,

Ich hab etwas Wichtiges vergessen:

Wenn ich vom 'Christentum' rede, dann meine ich NICHT die Lehre von Jesus Christus, sondern die Interpretation der Schriftgelehrten bzw. deren Definition des Christentums. Das ist etwas völlig anderes.

Jesus Lehre fordert uns auf, Schöpfer und Schöpfung zu lieben mit allem, was uns ausmacht. Und aus dem, was man liebt, macht man keine Geschäfte.

Antwort
von Bessarion, 43

Diese, die wir heute Naturreligionen oder Schamanismus nennen.

Anders als die moderne Wissenschaft, die herausgestellt hat, dass Tiere und Menschen sich im (biologischen) Körper gleichen, und nur die "Kultur"/Lebensweise anders ist, besteht im Schamanismus ein umgekehrtes Weltbild, in welchem die Kultur gleich ist (sowohl Tier als auch Mensch besitzt eine Familie, muss sich ernähren, schlafen und besitzt Gewohnheiten) jedoch wie einen unterschiedlichen Körper besitzen. 

Daraus folgert: Tiere werden zwar nicht verehrt, dennoch als Wesen, das mit dem Mensch koexistiert geehrt. Die Jagd ist erlaubt, da sie der Ernährung dient - sowohl Puma als auch Mensch muss ja die Familie ernähren ;) 

Liebe Grüße, B

Kommentar von Kachada ,

Die Indianer jagten auch die Büffel und mit dem erlegten Bären rauchten sie symbolisch die Friedenspfeife. Wer bedankt sich schon nach dem essen eines Rinder-Steaks oder denkt an das jeweilige Tier?

Kommentar von ancanei ,

Ja natürlich jagten sie Tiere, sie haben sich ja nicht von der Natur abgehoben und als etwas Besseres betrachtet. Sie haben in der Natur von der Natur und mit ihr gelebt und vor allem haben sie keine Geschäfte aus der Natur gemacht.

Sie waren Jäger, ja - wie auch Wolf und Bär Jäger sind. Sie waren wirklich auf einer Stufe und darum gehts ja in der Eingangsfrage :) 

Und sie waren sich dessen bewusst - deswegen der Dank :)

Antwort
von gottesanbeterin, 40

Jesus hat niemals gesagt, man müsse irgendwelche Vorschriften einhalte, um "in den Himmel" zu kommen.

Der Himmel ist kein Ort, sondern ein spezieller, ein "himmlischer" Bewusstseinszustand. Hat man diesen Bewusstseinstand erlangt (durch die "2.Geburt", die "durch den Geist" wird man sich bestimmt nicht (mehr) an Tieren vergehen, man wird sie als Mitgeschöpfe achten und entsprechend (gut) behandeln.

Also: zueerst Bewusstseinsänderung, dann, weil eben dadurch, anderes Verhalten.

Kommentar von Kachada ,

Mitgeschöpfe - Auchgeschöpfe

Antwort
von piadina, 60

Im Buddhismus und Jainismus wird jedes Tier ebenso geehrt, wie der Mensch.

Kommentar von Kachada ,

Duldet man sie auch in ihren Klöstern?

Kommentar von piadina ,

Ja.

Kommentar von Kachada ,

Gehen diese Mönche auch unter das Volk zu deren Märkte oder in den Restaurants, wo sogar Hunde, die besten Freunde des Menschen, als Delikatesse verspeist werden? 

Kommentar von Kachada ,

Und diesen Tieren wird die Haut bei lebendigen Leibe entfernt. Im buddhistisch geprägten Thailand z.b.

Kommentar von Kachada ,

Und Hunde sind deswegen die besten Freunde des Menschen, weil der Hund vom Wolf abstammt: Das wohl sozialste Wesen der Welt-  wovon Menschen nur träumen können

Kommentar von ancanei ,

Liebe Kachada, kann es sein, dass du da Buddhismus mit fernöstlichen Praktiken in China usw. verwechselst? Weil es sich ein bisschen anhört, als würdest du ganz Asien in einen großen Topf werfen.

Das wäre im Fall nicht ganz korrekt :)

Kommentar von AaronMose3 ,

Gehen diese Mönche auch unter das Volk zu deren Märkte  oder in den Restaurants

Mönche kaufen Essen normalerweise nicht ein, sondern bekommen es gespendet. 

wo sogar Hunde, die besten Freunde des Menschen, als Delikatesse verspeist werden

Werfe ruhig weiter alle asiatischen Traditionen mit dem Buddhismus in einem Topf und pauschalisiere was das Zeug hält. Dadurch wird es aber noch lange nicht Wahr. Man liest von dir durchweg nur Fehlinformationen 

Antwort
von DerBuddha, 7

die früheren naturreligionen ehrten und verehrten alle die natur mit allen wesen darin.........sie sprachen auch oft nur von mutter natur und davon IM einklang MIT der natur zu leben.............

aborigines haben in ihrem glauben viele tiere mit enthalten, genauso wie die indianer amerikas, die z.b. die "büffelfrau" als großes geheimnis ansahen..... selbst die alten ägypter verehrten tiere als götterform...........der ganze religiöse glaubenswahn ist erst mit dem monotheismus aufgekommen und die letzten 2000 jahre haben bewiesen, dass eine welt ohne religionen mit sicherheit anders und schöner wäre, denn 85 prozent der menschen, die an ihren gott glauben, sind nicht in der lage, ein echtes paradies zu erschaffen.........WEGEN dem glaubenswahn..................:)

Antwort
von AaronMose3, 40

Im Buddhismus wird jedes Lebewesen geschätzt und eines umzubringen ist wie sich selbst zu töten.

Kommentar von Kachada ,

Nur geht man in ostasiatischen und somit auch in  buddhistisch geprägten  Ländern nicht gerade zimperlich mit manchen Tieren um... Da werden beispielsweise Hunde elendig in Käfigen zusammengepfercht auf dem markt verkauft 

Kommentar von ancanei ,

Liebe Kachada, ein gläubiger Buddhist geht nicht so mit Tieren um. Außerdem verwechselst du China mit buddhistischen Ländern. Aber China ist nicht buddhistisch, sondern hat Tibet besetzt und treibt den dortigen Buddhisten seit über 50 Jahren den friedfertigen Buddhismus ziemlich rigoros aus.

Kommentar von gottesanbeterin ,

Der "tibetische Buddhismus" ist ja kein Buddhismus, er ist  Bönreligion und Lamaismus; firiedfertig ist er auch nicht; er ist grausam,unbarmherzig und frauenverachtend.

Kommentar von AaronMose3 ,

Der "tibetische Buddhismus" ist ja kein Buddhismus

Falsch

er ist Bönreligion und Lamaismus

Ebenfalls Falsch

firiedfertig ist er auch nicht; er ist grausam,unbarmherzig und frauenverachtend.

Wird ja immer schlimmer. Aber das kommt eben dabei raus, wenn man sich nicht richtig informiert.

Kommentar von ancanei ,

Liebe Gottesanbeterin,
aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es nicht reicht, mal irgendwo irgendwas gelesen und sich 'eine Meinung gebildet' zu haben. Eine Meinung ist nichts anderes als ein Glaube und kann sich jederzeit als Irrtum herausstellen.
Heiliger Klabautermann, was hab ich mich schon geirrt und Mist von mir gegeben, im Eifer des Gefechts ist sowas schnell passiert. Aber es machts nicht richtiger. Und 'gegen etwas' zu sein, ist sowieso der schlechteste Lehrmeister von allen. Das kann man ihm Laufe des Lebens lernen, wenn man dem Leben aufmerksam zuhört :)

Antwort
von muhamedba, 21

Keine der bekannten Religionen. Tiere sind Tiere und keine Menschen und deshalb muss es einen Unterschied geben. Das bedeutet aber nicht, das diese Seele nicht in den Himmel kommt und das wir Menschen tun können, was immer wir wollen.

Kommentar von ancanei ,

Das ist so nicht ganz richtig. Natürlich sind wir darauf konditioniert, dass der Mensch eine gesonderte Spezies ist, aber der Mensch ist ein Primat, der sich in einigen Kulturen selbst über seine Natur erhoben hat. Natürlich hat er besondere Fähigkeiten, aber soviele sind das nicht. Seine Abgehobenheit entspringt vor allem seiner Überzeugung an diese Abgehobenheit. Und das war auch die Basis der Wissenschaften, die aber Gott-sei-Dank heute soweit sind, im Gallopp zurückzurudern. Und ein Schimpanse ist dem Menschen VIEL näher als dem Reptil, der Echse, dem Vogel oder dem Fisch.
Außerdem hat es weder Mensch, Tier noch Natur gutgetan, dass Mensch sich dem Wahnsinn hingegeben hat, von Gott auserwählt zu sein. Und wenn ich Gott wäre und mein Kind sich erdreisten würde, seine Geschwister und alles, was ich geschaffen habe, für sich im schieren Eigennutz und Größenwahn zu erniedrigen, dann würd ich ihmden Hosenboden so stramm ziehen dass er glaubt, sein Ar*** sei geliftet.
Für mich ist Gott natürlich kein persönliches Wesen, sondern die Essenz der Schöpfung und des Lebendigen, deswegen ist 'wenn ich Gott wäre' nur ein Fantasie-Wortspiel :D

Antwort
von Viktor1, 7
.....geht es immer nur um das Heil des Menschen? 

so ist es

Antwort
von rukkk, 54

am ehesten wohl der buddhismus

Kommentar von Kachada ,

"Die Tiere sind unsere Verwandten und lehren uns. Solange die Wölfe leben, lebe auch ich; wenn sie sterben, sterbe auch ich." TASUNKE HINTO, BLUE HORSE, DAKOTA

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