Frage von Snatiline, 117

Welche Rechttschutzversicherung ist gut und empfehlenswert?

Hallo liebe Community,

mein Mann und ich sind mit unserer Rechtsschutzversicherung nicht mehr zufrieden und möchten wechseln.

Im Internet stellt sich natürlich jede Rechtsschutzversicherung als super und entgegenkommend dar. Unsere persönlichen Erfahrungen sind da leider etwas anders. Eine ehemalige Rechtsschutzversicherung hat uns die Beiträge saftig erhöht, nachdem wir sie einmal in Anspruch genommen hatten. Vorher hatten wir ca. 10 Jahre brav unsere Beiträge bezahlt. Eine zweite Rechtsschutzversicherung hat uns gekündigt, nachdem wir sie einmal in Anspruch genommen haben. Und unsere jetzige Rechtsschutzversicherung ist ähnlich gestrickt....

Solche Erfahrungen würden wir in Zukunft gerne vermeiden. Welche Rechtsschutzversicherung hält denn wirklich, was sie verspricht? Ich freue mich auf Eure Empfehlungen.

Antwort
von DolphinPB, 111

hier passt Einiges nicht, bzw. Sie verschweigen wichtige Details.

Eine Rechtsschutzversicherung erhöht nicht die Beiträge, nur weil man sie in Anspruch genommen hat, beide Tatsachen fielen höchstwahrscheinlich nur zeitlich zusammen.

Eine Kündigung nach nur einem "normalen" Schadenfall ist sehr ungewöhnlich, was war das denn für ein Schaden und handelte es sich um eine ordentliche oder um eine außerordentliche Kündigung ?

Was heißt denn "ähnlich gestrickt" ? - Hat Ihre 3. RSV nun auch gekündigt ?

Was meinen Sie mit ".... hält was sie verspricht? " Jeder Rechtsschutzversicherer hat die Möglichkeit, ordentlich zur Hauptfälligkeit zu kündigen. Eine Kündigung nach einem Schaden ist (bis auf eine die mir bekannt ist) bei den allermeisten Tarifen nur nach min. 2 Schäden pro Jahr, bei einigen wenigen sogar erst ab min. 3 Schäden pro Jahr möglich.

Insgesamt, hier wird keiner wirklich weiter helfen können wenn alle möglichen wichtigen Infos fehlen oder lückenhaft sind.

Antwort
von Buerger41, 85

Die Handlungsweise Ihrer RSVersicherer ist ungewöhnlich, aber leider teilweise üblich am Markt.

Einen Ausweg aus Ihrem Dilemma bietet das Internet nicht. Sie brauchen einen Fachmann, der mit Ihnen Ihre Situation analysiert und danach eine gute Absicherung am Markt aushandelt. Dieser Fachmann muss Sie auch im Schadenfall betreuen können, d.h. er muss unabhängig sein und auch über solide Rechtskenntnisse verfügen.

Es käme also ein Versicherungsmakler oder ein Versicherungsberater in Betracht.

Eine andere Lösung sehe ich für Sie nicht.

Antwort
von Apolon, 105

 Eine ehemalige Rechtsschutzversicherung hat uns die Beiträge saftig erhöht, nachdem wir sie einmal in Anspruch genommen hatten.

Diese Vorgehensweise habe ich bisher von keinem Rechtsschutzversicherer gehört. Um welchen Versicherer handelt es sich denn ?

 Eine zweite Rechtsschutzversicherung hat uns gekündigt, nachdem wir sie einmal in Anspruch genommen haben.

Bitte um Information, um was für einen Schadensfall es hier ging. Dieser muss schon außergewöhnlich gewesen sein, dass ein Rechtsschutzversicherer gleich beim 1. Schaden kündigt.

 Und unsere jetzige Rechtsschutzversicherung ist ähnlich gestrickt....

Bitte dazu um weitere Informationen.

Wenn gleich 3 Rechtsschutzversicherer hintereinander bei einem Versicherungsnehmer so reagieren, dürfte es schwer werden eine neue Rechtsschutzversicherung zu finden.

Also wären mehr Informationen schon sinnvoll, um dir weiter helfen zu können.

Gruß N.U.

Antwort
von ichbinschris, 96

Naja das liest sich ja so, als seit Ihr Stammkunde bei eurer Rechtschutz, wenn Ihr denn eine habt :)

Ich bin jedenfalls bei der ARAG und hatte bisher gute Erfahrungen. Allerdings bin ich dort als Geschäftskunde + Privat in einem versichert. Und ich musste diese in 5 Jahren auch erst einmal in Anspruch nehmen und bin kein "Stammkunde" :)

Ob das einen Unterschied macht, dass weiß ich nicht.

Auf http://www.check24.de/rechtsschutzversicherung/ hast du schon einmal geschaut?

Kommentar von DolphinPB ,

Siehe mein Kommentar zu "suziesext06" - das Problem sind die Kündigung(en) des bzw. der Versicherer, und damit kannst Du Check24 vergessen, mehr noch als sowieso schon.

Antwort
von kenibora, 100

Grundsätzlich, nicht nur Rechtsschutzversicherungen sondern alle Versicherungen erhöhen jährlich ihre Prämien. Was wird nicht jedes Jahr teurer??? Um welche der vielen Rechtsschutzversicherungen und welche Sparten handelt es sich denn bei Dir...? Habe verschiedene Rechtsschutzversicherungen/Sparten und habe mir verschiedene Angebote, als Bündel(10% Nachlass auf alle Prämien), eingeholt. Also mehrere bei einer Versicherung. Da ich Mitglied und Kunde bei einer Volksbank bin, hat mir die Partnerversicherung R+V nicht nur das günstigste Angebot für alle gemacht...sondern musste schon den Verkehrsrechtsschutz in Anspruch nehmen, auch einen guten Anwalt in der Nähe empfohlen....


Antwort
von suziesext06, 104

ehrlich gesagt: nicht eine einzige. Es sind milliardenschwere Profitunternehmen, und das wohl kaum weil sie so kulant alle Prozesskosten ihrer Kundschaft finanzieren.

Die Leistungen sind wohl überall gleich schmal: grundsätzlich keine Verteidigerkosten; Vorprüfung ob ne Klage ausreichend begründet bzw aussichtsreich ist; jedes einzelne Recht wird in den Beitragssätzen extra berechnet

Unterschiede gibt nur bei den Tarifen, hier ein relativ sachlicher Vergleichscheck:

http://www.check24.de/rechtsschutzversicherung/

Kommentar von DolphinPB ,

Check24 ist Alles, aber sicherlich kein "relativ sachlicher Vergleichscheck", zumal hier das Problem der Kündigungen überhaupt nicht abgedeckt werden kann.

Kommentar von FreierBerater ,

Entschuldige, Hase, aber was willst du uns mit deinen jungen Jahren denn erklären: "grundsätzlich keine Verteidigerkosten" meint also WAS??

Ist dir bekannt, dass der Streitwert von beispielsweise 4.000 EUR ein Prozesskostenrisiko von erstinstanzlich 2800 und zweitinstanzlich 4800 bedeutet, mithin der 20-fachen Jahresprämie? Da ist die Prüfung der "hinreichenden Aussicht auf Erfolg" doch wohl mehr als berechtigt!

Kommentar von suziesext06 ,

mit Verteidiger meine ich: wenn du Angeklagter bist, übernimmt das die Rechtsschutz nicht, und zwar keine. Und was meine jungen Jahre anbetrifft, stell dir vor, ich hab sogar sowas wie n Vater, der is zufällig n Anwalt und den darf ich sogar was fragen, wenn ich ne Wissenlücke verspüre :)

Kommentar von DolphinPB ,

"wenn du Angeklagter bist, übernimmt das die Rechtsschutz nicht, und zwar keine"

Falsch, Rechtsanwälte sind eben keine Versicherungsspezialisten.

Es kommt darauf an und man muss unterscheiden weswegen man angeklagt wird (z.B. Verbrechen, Straftaten, Bereiche z.B. Verkehr) und ob ggf. sogenannter Spezial-Straf-Rechtsschutz besteht.

Insofern ist Deine Aussage pauschaler Unsinn.

Kommentar von Buerger41 ,

Ich habe nicht den Eindruck, dass die unterschiedlichen Defintionen zum Rechtsschutzfall in den ARB Ihnen bekannt sind. Wenn aber diese Essentials in der Beurteilung fehlen, dann sollten Sie sich zurückhalten. Halbwissen schadet nur.

Antwort
von FreierBerater, 88

Mit dem was du schreibst, bekommst du keinen normalen RS-Vertrag mehr!  Deine Einstellung ist aus meiner Sicht falsch und das wird Euch nun bestraft!

Es ist ja ganz offensichtlich, dass Ihr bei 3 Versicherern 3 Schäden gemeldet habt (JEDES Mal verloren!?) und entweder Ihr oder die Gesellschaft dann kündigt.

Prozesshansel will keiner versichern, aber mit keinem Wort habe ich Euch als solche bezeichnet...

Kommentar von Snatiline ,

Ja, wir haben Schäden gemeldet. Dabei handelte es sich um Folgendes:

Schaden 1: Mein Mann wurde nach 10 Jahren betriebsbedingt gekündigt, das Arbeitsamt verlangte von ihm eine Kündigungsschutzklage. Unsere damalige RSV meinte, kein Problem, und schickte uns eine Liste mit Anwälten. Einen nahm mein Mann in Anspruch. Das Verfahren endete mit einer Abfindung. Daraufhin kam eine empfindliche Beitragserhöhung. In dem Schreiben stand sinngemäß, sie müssten uns die Beiträge erhöhen, weil wir sie in Anspruch genommen hätten. Aha, und dass wir 10 Jahre lang gezahlt hatten, zählte da offenbar nicht.

Schaden 2: Unsere damalige Vermieterin wollte uns die Wohnung wegen vermeintlichen Eigenbedarfs kündigen - in Wahrheit wollte eine entfernte Bekannte von ihr die Wohnung. Das haben wir durch ein Schreiben des Anwalts unserer Vermieterin erfahren. Dagegen sind wir auch mit Anwalt vorgegangen. Unsere jetzige RSV sagte , kein Problem. Die Kündigung wurde niedergebügelt.

Schaden 3: Selbe RSV wie bei Schaden 2, etwa 3 Jahre später. Mein Mann wurde wieder betriebsbedingt gekündigt - seine Abteilung wurde aufgelöst. Das Arbeitsamt verlangte wieder Kündigungsschutzklage. RSV sagte, kein Thema. Wieder eine Abfindung.

Wenn Du das unter Prozesshansel verstehst, weiß ich auch nicht...

Kommentar von FreierBerater ,

Danke für die wertvollen Info. Euch fällt nun -nachvollziehbarerweise- der ständige Versichererwechsel auf die Füsse.

Man kann natürlich auch sagen, für die genannten Streitigkeiten braucht kein Mensch eine 300 EUR p.a. Rechtsschutzpolice! Die Arbeitsrechtsstreitigkeiten zahlt eh jeder hälftig und lassen sich locker aus der Abfindung begleichen (Steuerlich abziehbar) und für die Mietstreitigkeit dürften schlußendlich gar keine Kosten für Euch übriggeblieben sein.

Schließt den deutlich günstigeren VerkehrsRS ab und Fertig.

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