Meine Wohnungstür ist - sagen wir mal - minderwertig. Es handelt sich um eine Eigentumswohnung in einem Altbau. Das heißt, die Wohnungstüren sind Gemeinschaftseigentum und ich suche nach überzeugenden Argumenten, um den anderen Eigentümern nahe zu legen, dass alle Türen aufgearbeitet werden. Kennt jemand Qualitätsrichtlinien, auf die man sich berufen könnte?
Weitere Fragen zu verwandten Themen finden Sie hier:


Das Wichtigste ist, dass das Türblatt stabil ist und der Rahmen fest im Mauerwerk verankert ist. Das ist, neben einem guten Schließblech, Profilzylinder und Aushebelsicherung an der Bandseite die Voraussetzung für einen guten Einbruchschutz. Zusätzlich sollte man darauf achten, dass der Türflügel im unteren Bereich dicht schließt - das ist wichtig für Schall- und Wärmeschutz. Der meistgenannte Grund für eine Erneuerung ist aus meiner Erfahrung die nicht unbegründete Angst vor Einbrüchen.
Also - Es gibt heute Mindestanforderungen, die Wohnungseingangstüren erfüllen müssen. (Bei Neubauten) Je nach Position in der Wohnung (Gibt es einen Flur oder grenzt das Wohnzimmer direkt an der WE-Tür) und Beschaffenheit des Hausflures (Ist dieser Beheizt) gibt es unterschiedlichste Klassen.
Einbruchschutz: Vorschriften gibt es hier nicht, persönliche Geschmackssache. Normalerweise ist die Haustür "sicher". Wenn mann Einbruchschutz haben möchte, gibt es ET1 oder ET2 Türelemente mit z.B. Mehfachverriegelung, Aufhebelsicherung, Schussfester Einlage etc.
Schallschutz: Wohnungsabschlusstüren haben heute alle sog. SCHALLEX Bodendichtungen die sowohl Schallschutz als auch Klimaschutz bieten. Beim Schliessen der Türen senkt sich eine Dichtung auf den Boden ab. Dieser sollte dann jedoch auch hierfür "geeignet" sein. D.H. wenn z.B. grosse Fliesenfugen unter der WE-Tür laufen, kann die Dichtung nicht sauber abschliessen, bringt daher deutlich weniger etc. Ausserdem müssen die Zargen komplett hinterfüllt sein, sonst kommt der Schall durch die Hohlräume der Zarge.
Klimaschutz: Wenn der Hausflur nicht beheizt ist, gibt es Türelemente mit Klimaklasse 3 oder Prüfklima C o.ä. Die haben Alu Stabilisatoren die dafür sorgen, dass die Tür nicht krumm wird. Das ist nämlich zu befürchten, wenn die Temperaturunterschiede zu gross werden.
Feuerschutz: Meistens bei Mehrfamilienhäusern nicht vorgeschrieben, jedoch prinzipiell möglich.
Fazit: Türen aufarbeiten wird warscheinlich nichts, Austausch ist zu empfehlen. Greifbare Argumente sind die o.g. Überschriften wobei warscheinlich Schallschutz und Klimaschutz die am ehesten einzusehen sind. Je nach Ausstattung kann so ein Türelement dann jedoch schnell 400-1000 Euronen kosten.
Schallschutz
Wärmeschutz
DH.