Frage von emrauzun20, 12

Welche Pros und Cons gibt es zur Reichsreform?

Antwort
von archibaldesel, 10

Welche Reichsreform darf es denn sein? Oder erstmal welches Reich denn überhaupt? Deutsches? Wenn ja welches? Russisches? Chinesisches? Römisches? Das der Inkas oder Azteken?

Kommentar von emrauzun20 ,

14./15. Jahrhundert

Kommentar von archibaldesel ,


Im 14. /15. Jahrhundert wurde das chinesische Kaiserreich grundlegend reformiert. Im Jahr 1644 wurde die Ming Dynastie durch die Quing-Dynastie abgelöst.

Die Regierung des Qing-Kaisers https://de.wikipedia.org/wiki/Shunzhi">Shunzhi (1643–1661, neunter Sohn https://de.wikipedia.org/wiki/Huang\_Taiji">Huang Taijis) wurde von den beiden Prinzregenten Dorgon und Dsirgalang geführt. Schon 1645 änderten sie die chinesische Kleidung (https://de.wikipedia.org/wiki/Hanfu">Hanfu) und Haartracht und zwangen den https://de.wikipedia.org/wiki/Han-Chinesen">Han-Chinesen unter Androhung von Todesstrafe den https://de.wikipedia.org/wiki/Chinesischer\_Zopf">mandschurischen Zopf auf. Ansonsten wurden (wie zur https://de.wikipedia.org/wiki/Yuan-Dynastie">Yuan-Zeit) Ehen zwischen Han-Chinesen und https://de.wikipedia.org/wiki/Mandschu">Mandschu verboten. Die Hauptstadt https://de.wikipedia.org/wiki/Peking">Peking wurde zweigeteilt, in eine Teilstadt für Mandschu im Norden und eine für Chinesen im Süden. Die Mandschurei wurde für Han-Chinesen gesperrt.

Der Zorn der Han-Bevölkerung gegen die Fremdherrschaft der Mandschu und speziell auch gegen den „Zopf-Zwang“ entlud sich in mehreren Aufständen. Die Niederschlagung endete unter anderem in Massakern, beispielsweise in Jiading und Jiangyin mit fünfstelliger Opferzahl (1645).

Das Verbot der https://de.wikipedia.org/wiki/Interkulturelle\_Ehe">Mischehe wurde jedoch insbesondere von der Mandschu-Elite missachtet. Selbst die Qing-Kaiser nahmen Han-Chinesinnen als kaiserliche Nebenfrauen an, bereits Kaiser https://de.wikipedia.org/wiki/Kangxi">Kangxi hatte eine solche zur Mutter. Auch die Zweiteilung Pekings war höchst durchlässig, da die Innere (also nördliche) Stadt genau genommen den https://de.wikipedia.org/wiki/Acht\_Banner">Acht Bannern vorbehalten war. Die meisten Bannerleute waren aber Han-Chinesen und keine Mandschu. Um 1700 wohnten in der Nordstadt Pekings bereits über 70 % Han-Chinesen, und die Mandschu bildeten eine deutliche Minderheit, soweit man durch die Einheirat der Han-Chinesen überhaupt noch von echten Mandschu sprechen kann.

Mit dem Tod https://de.wikipedia.org/wiki/Dorgon">Dorgons, eines konservativen Mandschu, im Jahre 1650, erlangten die chinesischen Literaten und Beamten einen größeren Einfluss auf den jungen Kaiser https://de.wikipedia.org/wiki/Shunzhi">Shunzhi. Das äußerte sich darin, dass man nun bei Hofe die Bündnisbeziehungen zu den mongolischen https://de.wikipedia.org/wiki/Khan">Fürsten, (speziell den https://de.wikipedia.org/wiki/Chalcha">Chalcha) in https://de.wikipedia.org/wiki/Tribut">Tributbeziehungen umdeutete. Die gesamte Palastdienerschaft wurde wieder von Chinesen gestellt und https://de.wikipedia.org/wiki/Chinesische\_Sprache">Chinesisch zur offiziellen Hofsprache erhoben, wobei die https://de.wikipedia.org/wiki/Mandschurische\_Sprache">Mandschurische Sprache zunehmend verdrängt wurde. Im Laufe der Zeit beschäftigte sich Kaiser Shunzhi immer stärker mit religiösen Ideen, trat in ein buddhistisches Kloster ein und starb mit 23 Jahren an den https://de.wikipedia.org/wiki/Pocken">Pocken. 

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