Welche Probleme haben die Bürger der DDR in dem geeinten Deutschland gesehen?

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4 Antworten

Sicher gab es die.

Wir (zumindest ich) wußten schon lange vorher, dass sehr viele Menschen arbeitslos werden würden, dass die Mieten steigen würden, dass die sozialen Errungenschaften (kostenlose Kinderbetreuung, kostenlose ärtzliche Betreuung, kostenlose Brillen und Zahnersatz, billiges Essen in den Betrieben, sichere Rente ab 60 bei den Frauen und ab 65 bei den Männern)  beispielsweise) wegfallen würden.

Man muss es nur gewusst haben wollen.

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Natürlich haben die Leute gewusst was auf sie zukommen kann. Die waren doch nicht blöd. Ungefähr 80 bis 90 % der DDR Bürger sahen jeden Tag im Westfernsehen wie das Leben im Westen ist. Nur hat niemand gewusst wie groß das Ausmaß der Veränderung im Osten sein würde. Die meisten Leute haben wirklich geglaubt, dass sie auch nach der Wiedervereinigung in ihre marode Firma gehen würden um dort weiterhin zu arbeiten. Viele konnten sich nicht vorstellen, was passieren würde wenn die von ihnen hergestellten Produkte auf einem freien Markt gegen die gut eingeführten Marken aus dem Westen antreten. Sie kannten diese Marken aus der Werbung und waren neugierig darauf. Als sie dann endlich die D-Mark in den Händen hielten, kauften sie das was sie in der Werbung sahen und ließen die Ostprodukte links liegen. So sägten sie selbst an dem Ast auf dem sie saßen. Ihre Firmen konnten nichts mehr verkaufen und blieben auf ihren Waren sitzen. Nach wenigen Tagen gab es die ersten Pleiten und somit auch die ersten Arbeitslosen. Aber selbst dann, wenn jeder ganz genau gewusst hätte, was auf ihn zu kommt, hätten doch die wenigsten sich für die DDR entschieden. Wer will schon 15 Jahre auf einen Trabant warten, wenn er einen Golf fahren kann.

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Nun, die Stimmen, die vor negativen Folgen warnten gab es sicher. Aber im allgemeinen Hurra, hat man sie nicht gehört. Wir wollten Freiheit, Reisen, anständige Autos, Fernseher, Videorekorder, modische Klamotten...

Wer wollte da hören, dass die Wessis uns nur abziehen wollten, und uns nur als Rendite Möglichkeit sahen, das kapitalistische Bonzen zum Ausverkauf bitten, und das viele Ruck Zuck keinen Job mehr haben.

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Meinst du negative Erwartungen, oder das was tatsächlich eingetreten ist? Außerdem ist das immer ein wenig ungenau, wenn man von den Bürgern eines Landes XY spricht, denn jeder von ihnen hatte unterschiedliche Wünsche, Ziele und Ängste.

Aber ich würde sagen, dass das, was tatsächlich eingetreten ist, sehr gut auf die damaligen zu erwartenden Probleme umzumünzen ist:

-Geringere Grundsicherung (Bildung, Kita kostet mehr, Brot/allgemein Lebensmittel kosten mehr)

-kein Recht auf Arbeit

-weniger Rechte der Arbeiter (fristlose Entlassung, etc.)

-wenig Rente

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Kommentar von TrueLarsl
16.04.2016, 17:42

Gemeint sind die negativen Erwartungen, die wollen wir dann mit tatsächlich ereigneten abgleichen. Also der Ausblick von vor der Wiedervereinigung. :) Uns ist dabei bewusst, dass man immer nur von einem Teil der Bevölkerung sprechen kann, aber meistens gibt es eine breiter gestreute primäre Meinung/ Erwartung.

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