Welche Probleme gab es bei den Protest und Widerstandsgruppen der BRD der 50er bid 80er Jahre?

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3 Antworten

Die Studentenproteste erlahmten im Spätsommer 1968, als sowjetische Truppen in die Tschechoslowakei einmarschierten und das sozialistische Experiment unter Alexander Dubček beendeten. Ein weiterer Grund war die Wahl Willy Brandts zum Bundeskanzler. Jetzt hatten die Linken endlich ihren Mann im Kanzleramt. Brandt versprach ja auch in seiner Regierungserklärung: "Wir wollen mehr Demokratie wagen."

Die größten Proteste gab es allerdings Anfang der Achtziger Jahre gegen den Nato-Doppelbeschluß, wo bis zu 2 Millionen Menschen auf die Straße gingen. Der Doppelbeschluß wurde vom Bundestag durchgesetzt, Gorbatschow kam in der Sowjetunion an die Macht und der Ostblock zerfiel.

Heute gibt es nur noch ein Thema, das viele Menschen auf die Straße bringt: TTIP.

Bezüglich der 50er und 60er Jahre empfehle ich die Fernsehdokumentation "Als der Staat rot sah - Justizopfer im kalten Krieg" von Hermann G. Abmeier.

In dieser Zeit sind Linke kriminalisiert und verfolgt worden. Gegen 125.000 bis 200.000 wurden Ermittlungen eingeleitet und 7.000 bis 10.000 wurden zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.

Nicht selten wurde durch die Ermittler auch dem Arbeitgeber ein Tip gegeben, was überlicherweise zur Entlassung führte.

Literatur: Alexander von Brünneck: "Politische Justiz gegen Kommunisten in der Bundesrepublik", Suhrkamp, FfM 1978, Rolf Gössner: "Die
vergessenen Justizopfer des Kalten Krieges", Aufbau Taschenbuch Verlag,
Berlin 1998


Hä? Von welchen "Widerstandsgruppen" schwafelst du da?

Kommentar von mnijf
23.12.2015, 11:21

Studentenbewegung, Anti-Atomkraf-Bewegung, Friedensbewegung, APO, SDS,...

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