Frage von Marienkaefer70, 110

Welche Pflegestufe ist bei einer Demenzerkrankten Frau, die Tag und Nacht beaufsichtigt und betreut werden muss wie ein Kleinkind, angebracht?

Antwort
von Griesuh, 54

Seit 2014 gibt es die sogenannte Pflegestufe Null.

Diese wird vergeben, wenn ein demenzerkranker, die zeitlichen Voraussetzungen der Pflegestufe 1 nicht ereicht, jedoch einen erheblichen
Betreuungs und beaufsichtigungsbedarf hat.

Besteht auch ein pflegerischer Hilfebedarf, so kann es auch die Pflegestufe 1 oder 2 geben, je nach erforderlichem Hilfebedarf bei Grundpflege, Inkontinezversorgung, Mobilität und Ernährung.

Mit der Pflegereform 2015 wurde beschlossen, dass für diesen Personenkreis ( an demenzerkranker, personen mit psychischer oder geistiger Erkrankung) monatlich 123 € Pflegegeld ( wenn privat gepflegt wird) oder  bis 231 € für  Sachleistungen/Kombileistungen (wenn durch einen ambul. Pflegedienst und in kombination privat gepflegt wird) pro Monat gezahlt werden.

Zusätzlich hat der Pflegebedürftige den Anspruch auf Verhinderungspflege und  Kurzzeitpflege für jeweils 6 Wochen und jeweils jährlich 1612€ zur
Verfügung.

Weiterhin  stehen dem Pflegebedürftigen in PS 0,  entweder
104€ oder 208€ mtl. für Entlastungsleistungen zur Verfügung, ( je nachschwere der Einschränkungen) die jedoch
nur durch zugelassene Pflegeeinrichtungen mit der Pflegekasse
abrechenbar sind.

Für diese Entlastungsleitungen können Betreuungsleistungen und oder hauswirtschaftliche Hilfen eingekauft werden.

In 2016 und 2017 wird sich jedoch einges verändern (habe mich leider noch nicht in die neuen Gesetze eingelesen.)

Kannst ja mal hier nachlesen:

http://www.dmrz.de/pflege-neuausrichtungs-gesetz-png-pflegegeld-pflegesachleistu...

Antwort
von FelixFoxx, 81

Wenn sie sich z.B. noch selbst waschen kann und einigermaßen mobil ist, wird wahrscheinlich Pflegestufe 0 vergeben. Hier steht einiges dazu: www.wegweiser-demenz.de/informationen/gesetzliche-leistungen/pflegeversicherung/...

Antwort
von Blindi56, 67

Pflegestufen berücksichtigen leider bisher nur die Zeit, die für die Körperpflege aufgewendet werden muss, nicht die allgemeine Betreuung oder "Beaufsichtigung". Daher gibt es da je nach körperlichem "Zustand" nur Pflegestufe 1.

Es wird aber dran gearbeitet, die Stufen anzupassen. Da Demente aber wirklich rund um die Uhr beaufsichtigt und ja auch beschäftigt werden müssen, kann das keine Pflegestufe gerecht abdecken.


Kommentar von FelixFoxx ,

Dafür gibt es jetzt die neue Pflegestufe 0 extra für Demenzkranke. s. www.wegweiser-demenz.de/informationen/gesetzliche-leistungen/pflegeversicherung/...

Kommentar von Blindi56 ,

Ja, die sieht Erstattungen für Aufwendungen (oder z. B. Kurzzeitpflege, Vertetung für den pflegenden Angehörigen...) vor, wenn der Demenzkranke noch keine "richtige" Pflegestufe hat. Ansonsten bleibts bei 90 Minuten Aufwand für Stufe 1....

Kommentar von Griesuh ,

Blindi56, Wo hast du denn dieses halbwissen her?

Für an demenz erkrankten Menschen gibt es die Pflegestufe Null.

Mit der Pflegereform 2015 wurde beschlossen, dass für diesen Personenkreis monatlich 123 € Pflegegeld ( wenn privat gepflegt wird) oder  bis 231 € für  Sachleistungen/Kombileistungen (wenn durch einen ambul. Pflegedienst und in kombination privat gepflegt wird) pro Monat gezahlt werden.

weiter hat der Pflegebedürftige den Anspruch auf Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege für jeweils 6 Wochen und jeweils jährlich 1612€ zur Verfügung.

Weiter stehen dem Pflegebedürftigen in PS = entweder 104 oder 208€ mtl. für Entlastungsleistungen zur Verfügung, die jedoch nur durch zugelassene Pflegeeinrichtungen mit der Pflegekasse abrechenbar sind.

Für diese Entlastungsleitungen können betreuungsleistungen oder hauswirtschaftliche Hilfen eingekauft werden.

In 2016 wird sich jedoch einges verändern( habe mich leider noch nicht in die neuen gesetze eingelesen.)

Kannst ja mal hier nachlesen:

http://www.dmrz.de/pflege-neuausrichtungs-gesetz-png-pflegegeld-pflegesachleistu...

Kommentar von Blindi56 ,

Mein "Halbwissen" habe ich von meiner Freundin, die ihre Mutter pflegt.... klingt ja alles ganz toll, aber "Anspruch auf Kurzzeitpflege" z. B. setzt voraus, dass es Plätze gibt, und alle anderen Zusatzhilfen setzen voraus, dass es entsprechendes Personal zur nötigen Zeit gibt...zumal man nicht alles Monate im Voraus wissen kann.

Okay, die Pflegestufe 0 wird nicht mehr nach Zeit für Körperpflege berechnet. Trotzdem bekommt man kaum eine Entschädigung für Rund-um-die-Uhr-Sorge, dadurch soziale Einbußen bis hin zu Eheproblemen etc.

Aber es wird ja weiter dran gearbeitet. Denn Heimplätze gibt es ja auch nicht "nach Bedarf".

Antwort
von Griesuh, 38

Seit 2014 gibt es die sogenannte Pflegestufe Null.

Diese wird vergeben, wenn ein demenzerkranker, die Voraussetzungen der Pflegestufe 1 nicht ereicht, jedoch einen erheblichen Betreuungsundbeaufsichtigungsbedarf hat.

besthet auch ein pflegerischer Hilfebedarf, so kann es auch die Pflegestufe 1 geben.

Antwort
von Biberchen, 54

du stellst bei der Pflegekasse deiner Krankenkasse einen Antrag auf Erteilung einer Pflegestufe. Die schickt dir dann den medizinischen Dienst der Krankenkassen und sie bewerten die zu pflegende Person. Ihre Einschätzung schicken sie an deine Krankenkasse und die erteilt die Pflegestufe entsprechend des Pflegeaufwand.

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