Frage von Robert7194, 73

Welche Persönlichkeitsmerkmale treten beim Mann besonders hervor, wenn die Erziehung nur mit weiblichen familiären Einfluss stattfindet?

  • des Jungens Familienmitglieder: Mutter sowie eine Schwester die 2 Jahre älter ist.

Welche Unterschiede ( im Vergleich ) zu einem Jungen aus einer stereotypischen Familie wird es geben?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von BaluDerTanzbaer, 32

Hallo Robert,

zu dieser Frage melde ich mich doch auch gerne nochmal zu Wort, da ich sicherlich viel hilfreiches beisteuern kann. Auf der einen Seite habe ich mich sehr viel mit Psychologie und Persönlichkeitsentfaltung beschäftigt, auf der anderen Seite habe ich direkte Erfahrung als (inzwischen) erwachsener Sohn einer alleinerziehenden Mutter. Weiter ist auch mein Cousin ohne Vater groß geworden und ich behaupte mal, einen recht guten Überblick geben zu können.


Zunächst würde ich einmal gerne an krasiwois Antwort anknüpfen: Es ist wahr, dass man bei so einem Aufwachsen (wenn die Mutter zumindest liebevoll ist) eher dazu geprägt wird, Frauen mit "einem großen Herzen" attraktiv zu finden. Wenn man will, kann man das als Mutterersatz bezeichnen, muss man aber nicht.

Grundsätzlich kann man vornwegsagen, dass Dein Denken einfach anders funktioniert. Frauen achten auf viele Dinge, auf die eine männliche Persönlichkeit einfach nicht so viel Acht gibt. Das ist auch bei Kleinigkeiten wie Gesichtsausdrücke, Blicke, Handbewegungen, Gerüche etc so. In einer Umgebung, die hauptsächlich von Frauen beherrscht wird, wird man auch als Mann automatisch sensibler für solche Dinge, um die "Gruppendynamik" besser mitspielen und deuten zu können.

Positiv kann man dazu sagen, dass Du Frauen besser verstehen wirst, einfühlsamer sein kannst und Dich besser in die Denkweise einfühlen kannst. In einer Beziehung ist das eine große Stärke und Gabe, die Du noch schätzen wirst. Genauso lernt man von Anfang an, einen gewissen Grundrespekt vor Frauen aufzubauen - ebenfalls ein zweischneidiges Schwert.

Auf der anderen Seite allerdings entfernt man sich dadurch von dem typisch männlichen Charakter. Du hast selbst die "Anhänglichkeit" angesprochen. Generell wird man einfach sensibler, hat vielleicht nicht die dickste Haut im Fußballteam und diese rein "männliche, pragmatische" Denkweise widerstrebt einem oft. Das merken auch Frauen. Für ein richtiges Alpha-Männchen ist man dann schnell mal "zu nett", "zu fürsorgend", "zu anhänglich", "ZU respektvoll".

Ich selbst bin inzwischen 29 Jahre alt und habe mich lange Zeit als "Frauenversteher" empfunden, gleichzeitig ist es aber nie zu Affairen oder schnellem Sex gekommen. Ich hatte immer nur lange Beziehungen. Das ist auch ziemlich verständlich, wenn man bedenkt, dass Frauen "auf dem schnellen Weg" eben eher auf Machos stehen, bei denen man sich selbst nicht einreihen kann. Die Stärke hat man dann eher innerhalb einer Beziehung oder in Freundschaften. Daher will ich die Partnerwahl auch nicht mit "Mutterersatz" bezeichnen, man wählt viel eher danach aus, was man eben gut kann und bei wem man sich wohl fühlt. Das macht letztendlich jeder Mensch.

Ich finde es aber sehr wichtig, trotzdem zu versuchen, eine männliche Bezugspersonen zu finden, die keinen "weichen Charakter" haben. Man lernt dort sehr viel für sich selbst. Ich selber hatte sowas leider nicht in meiner frühen Kindheit, aber kann bei meinem Cousin sagen, dass es ihm sehr viel in der Entwicklung gebracht hat.

Insgesamt ist das, hoffe ich, ein erster Überblick für Dich. Wenn Du noch Fragen oder ähnliches hast, kannst Du gerne schreiben.


Versuche, das Ganze nicht als Problem in Deinem Leben zu sehen, denn das ist es nicht. Es ist nichts anderes als eine "Richtung", in die man eben geht, eine latente Prägung, die aber nicht Dein Glück beeinflusst. Denn das alles da oben klingt so passiv, als hätte man darin keine Wahl. Aber Du kannst jeden Tag vor die Tür gehen und Dich selbst entwickeln, entfalten und erweitern. Du musst Dich weder dagegen wehren, aber wenn Du willst, kannst Du auch etwas gegensteuern.

Ein aktives, buntes Leben mit viel Menschen- und Freundeskontakt, Aufgeschlossenheit und Lust zu Neuem ist zehnmal wichtig, als ob Du jetzt ein bisschen sensibler bist oder nicht. Die Medaille hat, wie immer, zwei Seiten.

Einen schönen Tag wünsche ich Dir,
Balu


Kommentar von Robert7194 ,

schöne Antwort danke :)

Antwort
von spacibo, 61

ganz einfach: sie werden meistens eine Frau lieben, welche älter als er selbst ist;- oder sie werden große Schwierigkeiten haben, eine adäquate Frau zu finden. Sie klammern sich imme an eine Art -Mutter-, denn diese hat deren Leben geprägt! Zudem ist es so, dass viele Jungs diesbezüglich keinen Sinn für Ordnung haben, denn Mama hat ja alles für ihren Sohn getan:)( Die richtige Entfaltung unter dem weiteren Einfluss einer zwei Jahre älteren Schwester hat zur Folge, dass er sich in seinem Leben wohl kaum als Junge entfalten konnte. Es war kein Gleichgesinnter da, welcher ihm die klaren Regeln des Mannes vermitteln konnte. Es werden zwar immer wieder experimentelle "Ergebnisse" von unterschiedlichen Populationen suggeriert,- doch eine Suggestion ist die Wahrnehmung unter Ausschaltung der eigenen Interessen. Ein stereotypischer Junge hat das Vorbild seines Vaters und wird sich daran orientieren; doch wenn dieses fehlt ist es so, dass sich eigene Interessen nicht richtig entfalten können, denn ein Junge in dieser Konstellation wird immer nur einseitig erzogen,- leider!

Kommentar von Robert7194 ,

mh ok dann bin ich ja sozusagen benachteiligt

- mir wurde von einer leicht jüngeren Frau vor einigen Wochen gesagt ich sei anhänglich ( das hat sie zwar nicht negativ ausgesprochen sondern einfach erwähnt ) ich denke sie kannte es noch nicht von jungen Männern?

- ja sie macht viel für mich, dabei möchte ich das gar nicht, habe es ihr gegenüber aber nicht ausgesprochen, ich nutze es sozugagen aus .. ;/ bin mir darüber bewusst ( https://www.gutefrage.net/frage/wenn-eltern-den-kindern-zuviel-liebe-geben?found... )

- ich möchte zur Zeit unbedingt auf eigenen Beinen stehen, da ich mir auch im klaren bin, welche Rolle sie in meinem Leben aktuell spielt, früher oder später muss ich mich davon lösen

Kommentar von spacibo ,

stehe einfach zu dem, wie du bist und löse dich eindeutig von dieser Art "Hirarchie"; es ist dein eigenes Leben und niemand sollte darauf negativen Einfluss haben. Ich sehe da folgende Alternative (nicht Lösung, da ich dich nicht genau kenne und es vollkommener Quatsch wäre); sage deiner Mutter dass du sie von ganzem Herzen liebst; - und auch deiner Schwester; das schafft Frieden:) Aber mache denen bitte klar, dass du letzt mittlerweile ein Mann bist:) Wenn du willst, können wir uns ganz priavat als Freunde unter dem Aspekt/Option "Freundschaftsanfrage" unterhalten:) Mit freundlichem Gruß

krasiwoi

Kommentar von beangato ,

@krasiwoi

Ich weiß ja nicht, wie Du auf solche Behauptungen kommst.

Denn ich kann das alles widerlegen.

Kommentar von spacibo ,

na klar kannst du es versuchen; doch 999 Fälle gegen 1 Gegen-Fall beweisen rein überhaupt nichts:) Vertrauen ist gut; - Erfahrung ist besser; wem willst du folgen?

Antwort
von Finda, 69

Das ist schwer zu sagen, da es Familien gibt, die aus Mutter und aus Vater bestehen aber der Vater sich hinter der Zeitung oder im Hobbykeller versteckt oder immer erst spät von der Arbeit kommt und am Wochenend seine Ruhe haben möchte.
Ist das dann nur weiblicher familiärer Einfluss oder nicht?

Kommentar von Robert7194 ,

nein ich denke nicht, da solch Vater alleinig durch sein Rollenverhalten Einflüsse liefert

Kommentar von spacibo ,

wenn der Vater fehlt, ist einfach nur eine Bezugsperson/Meinung vorhanden; das ist aber definitiv einseitig:)!!! Mütter haben sehr oft Probleme mit ihren wahren Gefühlen; sind aggressiv den Männern gegenüber; das hat meine eigene und wahre Studie bewiesen. Meine Kinder sind von mir allein erzogen worden; sind TOP erfolgreich; mit Herz & Verstand:) Mütter gehören heutzutage zu 85 % zu meinen Klientiennen; leider darf ich auf diesen Portal keine gewerbliche Werbung dafür machen; da es verboten/oder viel zu teueer ist! 

Antwort
von LisanneVicious, 73

Ich glaube nicht, dass es da so große Unterschiede geben wird. Es ist ja auch geforscht worden,und es wurde gesagt, dass sich Kinder bspw. in Regenbogenfamilien nicht anders Verhalten oder entwickeln.

Kommentar von spacibo ,

das stimmt leider nicht; denn ich habe zahlreiche Menschen kennen gelernt. welche im höheren Alter fragen, wer sie wirklich sind.- Muss ich danach fragen, wenn ich genau weiß, wer ich wirklich bin?

Kommentar von LisanneVicious ,

Hm also das Fragen sich auch Menschen, die in "normalen" Familien aufgewachsen sind. Also das ist für mich keine Begrüngung. Tschuldigung :)

Kommentar von spacibo ,

was aus "normalen" Familien so alles entsteht, weiß ich ganz genau;)- Wenn es bei dir anders war; meinen herzlichen Glückwunsch:)- Aber sei bitte ehrlich; vor allen Dingen wegen der vielen Menschen (87 %), welche damit/dadurch ein gravierendes Problem in ihrem Leben haben;- okay?

Kommentar von LisanneVicious ,

Welche wodurch so ein gravierendes Problem haben? :)

Kommentar von spacibo ,

ja, leider:)!!

Kommentar von beangato ,

Ich glaub, k ist ein kleiner Angeber - oder ein Troll?

Antwort
von burnsteen, 68

Er wird Verstendnisvoller und einfühlsamer was im sicher einmal zu gute kommen wird

Kommentar von Robert7194 ,

thx

Antwort
von beangato, 58

Keine.

Mein Sohn wurde so erzogen.

Kommentar von Robert7194 ,

stark zweifelhaft

Kommentar von beangato ,

Kennst Du mich oder meinen Sohn?

Kommentar von Robert7194 ,

in und auswendig

Kommentar von beangato ,

Spinnpaul

Kommentar von Robert7194 ,

kein Wunder bei solch überragender "quantitativer" Antwort ^^ 

Kommentar von beangato ,

War eigentlich scherzhaft gemeint - entschuldige nur, wenn Du das nicht so verstehst.

Isi übrigens die Sprache, in der ich mit meinen Kindern geredet habe.

Kommentar von spacibo ,

egal; sein Alter will ich nicht ergründen; aber was meinst du wie viele Männer/Jungs gravierende Probleme in ihrem Leben haben? Gewalttäter/ Verbrecher/Vergewaltiger gehen heutzutage auf das Konto von Männern? Meine eigene Studie beweist eindeutig das Gegenteil:)!!

Kommentar von beangato ,

Deine eigene Studie? Ah ja ...

Nur bei mir ist es ERFAHRUNG.

aber was meinst du wie viele Männer/Jungs gravierende Probleme in ihrem Leben haben?

DAS hat mit Erziehung zu tun - auch in Familien mit Mutter und Vater.

Kommentar von spacibo ,

wow, was soll denn das? "ERFAHRUNG"? es ist mir vollkommen eagal; ich weiß, wie es in Wirklichkeit ist:))!!!-Fach wissen; konkrete Erfahrung, und immer wieder die Frage von den Müttern:-"was soll ich denn jetzt tun"?

Kommentar von beangato ,

Mhm, ich auch - sehs an meinem Sohn.

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