Frage von Headfreek, 45

Welche Objektive für Nikon d5300?

Hallo Ich möchte mir eine Nikon d5300 kaufen. Nur weiss ich noch überhaupt nicht welche objektive. Anfangs dachte ich würde mir das Nikon af 18-140mm Kit Objektiv und ein tamron 70-300 mm USD VR tele Objektiv nehmen. Doch dann las ich man sollte auch ein Objektiv mit Festbrennweite von ca. 35mm nehmen doch für was das hab ich doch schon im 18-140mm inkludiert. Und was hält ihr überhaupt von den Objektiven oder wisst ihr bessere Alternativen? MFG Norman

Antwort
von Airbus380, 38

Etwas allgemeiner:

Zunaechst mal ist der Markt der Digitalkameras nahezu unueberschaubar und fast taeglich gibt es neue Modelle; die Vorgaenger sind noch lange in den Regalen.

Um etwas "Ordnung in das Angebot" zu bringen sollte man sich zunaechst mal kritisch selbst fragen, was man ueberhaupt will und erwartet und wie viel man bereit ist zu schleppen und an Geld auszugeben..

Die ganz einfachen Kameras (50-200€) werden mehr und mehr von den eingebauten Smartphonekameras verdraengt.

Preislich im Anschluss (200-700€) kommen dann:

1.die Bridge- oder Superzoomkameras (mit kleinem Sensor)

2.hoeherwertige Kompaktkameras (mit kleinem, mittlerem oder auch APS-C-großem Sensor)

Vorteil der Bridge sind:

•der oft enorme Zoombereich,

•der Sucher

•die ueberschaubaren Kosten

•oft sehr ordentliche Makrotauglichkeit

Die Nachteile der Bridgekameras sind:

•bei wenig Licht sehr deutlich schlechtere Bildqualitaet als Kameras mit großem Sensor

•der Autofokus ist nicht sporttauglich

•schoene Hintergrundunschaerfe ist fast nur im Makrobereich oder mit Tricks und Koennen machbar

Ob man die Groeße eher als Vor- oder als Nachteil sieht ist Geschmacksache.

Kompaktkameras kauft man deshalb, weil man nicht viel schleppen will oder darf, oder weil man unauffaellig fotografieren will. Gute Kompaktkameras wie z.B. die Ricoh GR kosten nicht nur so viel wie eine Systemkamera, sondern liefern auch erstklassige Bildqualitaet. Schließlich haben sie Bildsensoren, wie sie auch in Systemkameras verwendet werden. Weitere herrausragende Kompaktkameras kommen von Olympus, Fuji und Sigma. Nachteile sind:

•oft kein (oder nur teurer Zubehoer-) Sucher

•nur eine Brennweite, die auch kaum erweiterbar ist

Dazwischen gibt es noch Kameras, die deutlich kompakter sind als eine Bridge, aber auch deutlich groeßer als eine kleine Kompaktkamera. Populaerer Vertreter ist die Canon Powershot G15. Zoombereich und Sensorgroeße liegen ebenso wie die Gehaesegroeße im Mittelfeld mit allen Vor- und Nachteilen.

Kommen wir jetzt zu den Systemkameras. Auch die gibt es vereinzelt mit winzigen Sensoren (Pentax Q und Nikon 1). Normalerweise sind aber Sensoren verbaut, die die Groeße von mindestens 1 Daumennagel (mikroFT und FT), 1,5 Daumennaegeln (APS-C) 3 Daumennaeglen (Kleinbild oder Vollformat) oder 5 und mehr Daumennaegeln (Mittelformat) haben. Ein Schaubild gibt es hier:

:

Kostenmaeßig kann sich das Hobby Fotografie als ein "Fass ohne Boden" entpuppen, wenn man sich fuer eine Systemkamera entscheidet. Dafuer bleibt dann auch kaum eine Aufgabenstellung unloesbar, wenn man genuegend Wissen und Geld hat. Allerdings kann man auch gut unter 1000 Euro bleiben und gluecklich werden. Lichtstarke Objektive gehen aber bei jedem System ins Geld (und ins Gewicht). Außerdem wachsen die zu schleppenden Kilos proportional zur Groeße des Sensorformats. Dabei stellen die passenden Objektive den Loewenanteil des Gesamtgewichtes.

Benutzer der "alten" Systeme wie Canon, Nikon, Pentax und Sony (Minolta) koennen nicht nur auf ein großes (Pentax und Sony) bis riesiges (Canon und Nikon) Neusortiment, sondern auch auf einen riesigen Gebrauchtmarkt zugreifen. Doch auch die neuen Systeme (Sony NEX, Olympus und Panasonic mFT, Samsung NX, Fuji X) bieten fuer die allermeisten ernsthaften Fotografen genuegend "Arbeitmaterial".

Mit welchem System man letztendlich gluecklich wird, kann hier (oder in anderen Foren) niemand entscheiden außer dem Kaeufer selbst. Der muss entscheiden, wie viel er schleppen, wie viel er ausgeben will, welche Geraetschaften sich in seiner Hand am ertraeglichsten anfuehlen, welches Menue er am besten versteht, mit welchem Sucher er am ehesten klarkommt. Man muss die Geraete gerne in die Haende nehmen. Nur dann nimmt man sie gerne mit und die Bedienung gibt nicht jedesmal neue Raetsel auf. Die erzielbaren Bildergebnisse liegen gar nicht so weit auseinander und sind mehr abhaengig vom Koennen des Fotografen, dem Licht und der Qualitaet des Objektivs als von der Wahl der Kamera.

Der Gang in einen gut sortierten Laden oder zu einem Fotostammtisch oder zu einem Fotoclub/VHS ist unabdingbar. Nicht um sich von Verkaeufern oder Usern einlullen zu lassen, sondern um mal ein paar Geraetschaften auszuprobieren und den persoenlichen Favoriten zu finden. Kameras sind etwas sehr individuelles, aber letztlich nur ein Werkzeug.

Eigenschaften wie Sucher, Haptik, Bedienlogik, Geraeusche, Wetterfestigkeit sollten wichtige Auswahlkriterien sein; nicht nur Zubehoerauswahl, Image, Preis, Empfehlungen oder gar Testberichte. Auch die Notwendigkeit von WiFi, Klappdisplay, GPS, Touchscreen usw. wird vollkommen unterschiedlich bewertet.

Wer Hallensport oder Wildlife (insbesondere kleine Voegel) fotografieren will, hat natuerlich ganz andere Anforderungen an die Ausruestung, sollte sich dann aber auch ueber die Kosten im Klaren sein.

Expertenantwort
von judgehotfudge, Community-Experte für Kamera, 30

Hallo Headfreek,

ich empfehle Dir, neben der Objektivwahl auch Deine Kamerawahl noch mal zu überdenken. Nicht, dass ich Dich von der D5300 abbringen will, aber Deine Fragestellung führt mich zu dieser Empfehlung. Die Wahl der passenden Objektiv-Brennweiten hängt von Deinen bevorzugten Motiven ab. Wenn Du da noch unsicher bist, dann spricht manches dafür, erstmal mit einer einfacheren Kamera Erfahrungen zu sammeln.

Auch bei der Kamerawahl werden Dir allerdings andere nur sehr begrenzt weiterhelfen können. Eine Kamera ist ein sehr persönliches Werkzeug, das zum Fotografen passen muss. Eine Kamera muß gut in der Hand liegen und Du musst mit der Bedienung gut zurecht kommen. Das auszuprobieren kann Dir keiner abnehmen. Und sie muss zu Deinen fotografischen Schwerpunkten und Ansprüchen passen, und die kennen wir nicht.

Was wir auch nicht wissen, ist, wie viel fotografische Erfahrung Du hast und warum Du Dich für eine DSLR interessierst. Solltest Du in diesem Punkt noch nicht festgelegt sein, so käme eventuell auch eine gute Kompakt- oder Bridgekamera in Frage. Diese sind gerade für Anfänger oft erstmal weniger verwirrend, und gute Bilder kann man damit auch machen. Weitere Pluspunkte: Du musst weniger schleppen und brauchst Dich unterwegs nicht mit Objektivwechseln zu plagen - und Du sparst Geld.

Bitte glaube nicht, dass Du mit einer DSLR automatisch bessere Fotos machen wirst als mit einer guten Kompakt- oder Bridgekamera. Eine DSLR bietet zwar mehr Potenzial, dieses können oder wollen viele Anfänger aber gar nicht nutzen. Ohne ein grundlegendes Verständnis der optisch-technischen Zusammenhänge geht es jedenfalls nicht.

Am besten gehst Du mal in ein Fotofachgeschäft (nicht Elektronikmarkt), lässt Dich dort beraten und probierst verschiedene Modelle aus, am besten auch draußen bei Tageslicht. Probieren geht über (Testberichte und Meinungen anderer) studieren!

Den größten Einfluss auf die Bildqualität hat der Fotograf und nicht die Kamera. Deshalb würde ich Dir empfehlen, mehr Zeit und Energie auf die Weiterentwicklung Deiner fotografischen Kompetenz zu verwenden als auf die Suche nach der "perfekten" Kamera.

Und den zweitgrößten Einfluss auf die Bildqualität hat das Objektiv. Deshalb solltest Du auch das mit Bedacht auswählen, falls Du Dich für eine Kamera mit Wechselobjektiven entscheidest.

In diese Kategorie fallen auch die neueren, spiegellosen Systemkameras. Auch die könntest Du in Betracht ziehen, falls Du auf ein kleines und leichtes Gehäuse Wert legst und Dich der z. T. kleinere Sensor, der fehlende optische Sucher und die teureren Objektive nicht stören.

Antwort
von PfrageXL, 43

Also die Festbrennweiten haben eine bessere Qualität der Bilder, da weniger Linsen verbaut sind. Dadurch sind sie auch viel lichtstärker

Kommentar von PfrageXL ,

allgemein musst du wissen für was du die zoom objektive brauchst. ich habe zB geschätzt 90% meiner Bilder mit nicht mehr als 3fach zoom aufgenommen. wenn du dich entschieden hast welche du brauchst, dann guck dir Bestenlisten an oder im Fotogeschäft. bei chip.de sind viele aufgelistet

Kommentar von Headfreek ,

OK danke sehr nett aber wenn ich dem. Hobby mässig fotografiere kann ich dann auch einfach den ISO etwas höher stellen und somit die Lichtstärke umgehen wenn ich auf das rauschen in Kauf nehme? Danke übrigens für so eine schnelle Antwort

Kommentar von PfrageXL ,

ja das sollte gehen mit iso, so wie ich das verstanden habe. bei meiner dslr damals konnte ich bis ISO 800 noch gute aufnahmen machen. aber trotzdem leidet die Qualität immer ein bisschen. da musst du gucken wie weit das für dich OK ist. wenn ich mir noch mal eine kaufe, dann kommt bei mir eine weitwinkel Festbrennweite drauf und ein zoom Objektiv bis 10 Fach zoom für manche Bilder wo man doch mal zoom braucht ;)

Antwort
von Headfreek, 27

Danke sehr für die Antwort ich werde auf jeden Fall nochmal in ein Foto Fachgeschäft schauen. mein Schwerpunkt wird auf Landschaft und Natur bin Viel unterwegs auch im Ausland liegen. das zweite was ich fotografieren möchte sind Sportaufnahmen (golf) hierfür benötige ich die kurze Verschlusszeit um scharfe Bilder zu bekommen

Kommentar von Airbus380 ,

Fuer Deine Schwerpunkte ist eine DSLR ueberhaupt nicht noetig, wenn Du nicht unbedingt einen optischen Sucher haben moechtest. Dann waere die D5300 aber auch eine schlechte Wahl. Mindestens genau so gut aber deutlich kompakter sind gute Systemkameras ohne Spiegel.

Antwort
von Headfreek, 20

Danke für alle Antworten habe mir endgültig mal die Kamera mit Kit objektiv gekauft aber vl gibt es zu Weihnachten ja noch andere Objektive

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