Frage von Katina1999, 46

Welche objektiv Marke ist besser?

Tamron, tokina oder sigma als objektiv für die D3300 von Nikon?
Würde es gerne für Landschaften auch nachts benutzen:)

Antwort
von MetalMaik, 15

Die Marke ist egal, wie FoxundFixy auch schon schrieb, gibt es von allen Herstellern sehr gute, aber auch schlechte Objektive. Ziemlich schlecht sind in der Regel irgendwelche Superzoomobjektive (auch Suppenzoom genannt) mit Brennweiten wie z.B. 18-250mm, 18-300mm und Lichtstärken von z.B. f/3.5-5.6, f/3.5-6.3, f/4-6.3 usw..

Die besseren Zoom Objektive haben in der Regel eine durchgehende Blende, da steht dann nur eine Zahl wie z.B. 2.8 bzw. f/2.8 oder f/1.4.  Umso kleiner dieser Wert ist, umso lichtstärker ist das Objektiv.

Für Landschaftsfotografie gibt es einige interessante Objektive. Es kommt natürlich auch darauf an, ob Du Zoomobjektive oder Festbrennweiten verwenden möchtest. Festbrennweiten sind meistens lichtstärker und auch schärfer. Es gibt aber auch gute und lichtstarke Zoomobjektive (z.B. Sigma 18-35mm f/1.8). Wenn Du Sterne fotografieren möchtest wäre auch ein Superweitwinkel interessant, als Zoomobjektiv z.B. ein Tokina 11-16mm 2.8 oder 11-20mm 2.8 oder als Festbrennweite ein Samyang (oder Walimex) 10mm 2.8. Evtl. auch ein Sigma 10-20mm 3.5 (das ist aber schon nicht mehr ganz so lichtstark).

Hast Du denn schon ein Stativ? Das ist für Nachtaufnahmen Voraussetzung.

Ich verwende für Nachtaufnahmen das Canon 16-35mm f/2.8L II USM auf einer Canon 6D. Vom Bildauschnitt ist das etwa wie ein 10-20mm Objektiv auf einer APS-C Kamera. Aber durch den Vollformatsensor geht da noch einiges mehr bei Nachtaufnahmen (bessere ISO Performance). Ich hänge mal ein paar von meinen Bildern ran, die ich bei 16mm fotografiert habe (das würde auf Deiner D3300 dem Bildausschnitt eines Objektivs mit 11mm Brennweite entsprechen).

Kommentar von Katina1999 ,

Wahnsinnige Bilder !
Genau sowas will ich nachts auch schaffen😍

Kommentar von MetalMaik ,

Danke 😊 Da gehört dann natürlich auch noch einiges an Nachbearbeitung dazu. Wichtig ist dafür, dass man die Bilder in RAW speichert. Das ist das Kamerarohdatenformat, in dem stecken noch sämtliche Bildinformationen, die die Kamera auch aufgenommen hat. Wenn man nur in JPG/JPEG speichert werden die Bilder schon von der Kamera "bearbeitet" und komprimiert. Daher sehen die JPGs auf den ersten Blick zwar meistens besser aus, aber aus einem Raw kann man in der Nachbearbeitung wesentlich mehr rausholen (z.B. Bildbereiche aufhellen, die auf dem Originalbild im Schatten liegen). Um die RAWs zu entwickeln braucht man noch einen Raw Konverter (z.B. Lightroom, Capture One oder Photoshop Camera Raw).

Für die ersten drei Bilder hab ich außerdem die HDR Technik verwendet. Für jedes Bild wurden also mehrere Belichtungen angefertigt (von über- bis unterbelichtet), die ich in einem HDR Programm (Photomatix Pro 5) zusammengefügt habe. Durch die HDR Technik kann man viel größere Helligkeitsunterschiede darstellen, als es auf einem einzelnen Foto möglich ist (z.B. bei Sonnenuntergängen, damit man Sonnenuntergang und Landschaft gut sehen kann).

Hier noch der Link zu meiner Fotografieseite auf Facebook:

https://www.facebook.com/maikrichterfotografie

Wenn Du weitere Fragen zur Fotografie oder Bildbearbeitung hast, kannst Du mich da auch gerne anschreiben.



Kommentar von JuergenWB ,

HDR ist immer Geschmackssache - mir persönlich gefällt das bei Bild 1, nicht aber bei Bild 2 und 3: Der Vordergrund ist für meinen Geschmack zu sehr aufgehellt und lenkt damit vom Hauptmotiv ab. Ich würde vielleicht gar HDR lassen, aber diese bildunwichtigen Bereiche etwas abdunkeln.

Für APS-C gibt es diese Top-Linsen, ich habe das 16-35/f4 von Nikon, leider nicht. Das war für mich einer der Gründe im Vollformat einzusteigen. Da ist er tatsächlich auf die "einfacheren" Zooms  angewiesen.

Einfacher in " ", weil die soo schlecht nun auch wieder nicht sind. Was ich da im Laufe der Jahre gesehen habe, lässt mich zweifeln ob das wirklich nötig war? Bei Ausdrucken bis 40 x 60 sicherlich nicht! Mein Fazit: größere Kamera für größere Ausdrucke! Nur wenn ich ganz extrem mit der Schärfentiefe spielen will, dann macht das auch vorher Sinn.

ISO-Performance brauche ich bei solchen Aufnahmen nicht! Da bin ich bei ISO 100, Blende 8-16, und schraube den ND-Filter drauf. Bei 8 Minuten Belichtungszeit in der blauen Stunde sind dann garantiert alle Fußgänger weg und der Rhein ist glatt.

Nee, Iso brauche ich beim Fotografieren meines Sohnes, wenn er als Gerätturner in der Halle bei schlechtem Licht in Bewegung fotografiert werden will. Da habe ich dann das 50er oder 85er drauf, je nach Halle und Gerät, muss der ausreichenden Schärfentiefe wegen auf Blende 4 bis 8 gehen, und je nach Gerät die Belichtungszeit auf 1/500 begrenzen. Dann hilft nur ISO rauf!

Kommentar von MetalMaik ,

Für Aufnahmen des Sternenhimmels ist gute ISO Performance schon ein großer Vorteil. Mit ISO 100 und Blende 8-16 wird vom Sternenhimmel kaum etwas bis gar nichts zu sehen sein. Und bei 8 Minuten Belichtungszeit haste Startrails, aber keinen "normalen" Sternenhimmel mehr. Man könnte zwar mit etlichen Belichtungen und Stackings arbeiten oder sich eine Astro Nachführung anschaffen, aber solange man die nicht hat und einem Stackings zu aufwendig sind, sind gute ISO Performance und ein lichtstarkes Objektiv schon fast Vorraussetzung, für solche Aufnahmen.

Antwort
von JuergenWB, 7

Wenn Du günstig an Top-Objektive kommen willst, würde ich mich auf zwei oder drei Festbrennweiten einschießen. Mach also zuerst mal Deine Aufnahmen mit der vermutlich vorhandenen Kitlinse, und dann schau nach mit welchen Brennweiten Du die gemacht hast.

Gruppiere die in Aufnahmen mit (10), 16, 24, 35 mm. Ist es etwas mehr gewesen, dann immer die kleinere Brennweite nehmen. Beschneiden kannst Du nachher immer noch, dranschneiden wird schwieriger. Damit weißt Du, welche Brennweite für Dich am wischtigsten ist.

Mit dieser Erkenntnis kannst Du auf die Suche nach entsprechenden Gebrauchtlinsen gehen. Nikon hat den Vorteil, dass alle Linsen an alle Kameras passen. Deine D3xxx hat leider noch keinen AF-Motor, weswegen manche nur manuell fokussiert werden können - bei den Aufnahmen kein Problem!!!

Für APS-C gibt es glaube ich im unteren Bereich keine Festbrennweiten. Da würde ich mir zwangsweise ein Zoom im Bereich 10-24 zulegen, kenne mich da aber nicht wirklich aus. Darüber dann nach und nach ein 35er, ein 50er und ein 85er, und auch in der Reihenfolge!

Als 35er gibt es ein hochgelobtes und sehr günstiges Nikon DX-Objektiv, liegt jung gebraucht irgendwo um die 120 -150 Euro. Dafür gibt es auch das FX-taugliche und sehr gute 1,8/50 G.Um 300 Euro musst Du für das 1,8/85 kalkulieren.

Es gibt zwar da für viel mehr Geld auch jeweils 1,4er Versionen, aber das lohnt nur wenn Du ganz extrem auf die geringe Schärfentiefe Wert legst. Optisch sind die meist sogar noch leicht schlechter.

Damit Du siehst, was mit Gebrauchtlinsen geht, im Anhang ein Foto das ich mit einem 30 Jahre alten 1,8/85 gemacht habe (an der D610, entspricht vom Bildwinkel ungefähr einem 55 mm - Objektiv an Deiner Kamera)

Kommentar von MetalMaik ,

Von Samyang gibt es eine 10mm Festbrennweite, sogar mit Lichtstärke f/2.8 (ca. 400,- €). Hat zwar keinen Autofokus, aber den braucht man bei einem UWW nicht unbedingt. Der AF würde einem ja bei Nachtaufnahmen eh nicht viel bringen.

Kommentar von JuergenWB ,

Da gibt es Mittel und Wege, dass der auch in der Nacht arbeitet: eine Laterne mit dem Messfeld anpeilen oder eine Taschenlampe beim Fokussieren zu Hilfe nehmen, ... aber überflüssig ist es trotzdem. Denn bei den UWW kommt nach 2 m gleich unendlich, und das schon bei Offenblende! Ich stelle einfach nur den AF aus (dann pumpt der auch nicht hilflos hin und her) und stelle manuell auf unendlich. Mit Blende 8 bis 13 ist dann eh alles scharf.

Wenn das 10er Samyang brauchbar ist und Du auch noch ein 15/16er und ein 24er bezahlbar findest, würde ich dem den Vorzug geben, eindeutig!

Antwort
von FoxundFixy, 26

Jeder Hersteller hat Gurken und Topobjektive im Angebot. Danach kann man nicht gehen,man muß da schon direkter werden.

Für Nachts und Landschaft empfehle ich immer gerne wieder das Sigma 18-35mm f1.8.

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