Frage von STAGEOFLlFE, 143

Welche Nebenwirkungen hat Schlafmangel?

Ich habe Depressionen und aufgrund dessen eine Schlafstörung entwickelt. Mittlerweile kann ich vor 3 Uhr morgens nicht mehr einschlafen, ich schlafe nicht wirklich gut, habe Albträume und schlafe außerdem mindestens bis 12 Uhr und somit viel zu lange. Mein Schlafrhythmus ist komplett aus dem Gleichgewicht und in den letzten Tagen hat sich das noch verschlimmert. In der Nacht von Sonntag auf Montag habe ich durchgemacht und erst geschlafen, als es draußen langsam hell wurde. In der Nacht von Montag auf Dienstag war es genauso; und von Dienstag auf Mittwoch habe ich ungefähr 3 Stunden geschlafen, bin dann wieder aufgestanden und konnte erst weiter schlafen, als es wieder hell wurde. Letzte Nacht war ich wieder durchgehend wach, bin gegen 7 Uhr eingeschlafen und habe knapp 4 Stunden schlafen können. Außerdem habe ich seit Sonntag nicht im Bett, sondern auf der Couch geschlafen und nebenbei ferngesehen. Ich fühle mich jetzt total komisch; ich bin müde und habe Kopfschmerzen, bin verspannt, mir ist schlecht und auch psychisch geht es mir nicht wirklich gut. Das Problem an der Sache ist meine Hypochondrie, die mir suggeriert, dass hinter meinem Unwohlsein eine Krankheit steckt. Ich kann nicht glauben, dass der Schlafmangel meine Symptome verursacht, weil ich grundsätzlich zwanghaft an eine Krankheit glaube - in erster Linie an Magenkrankheiten bzw. Infekte. Und ich kann leider nicht rational beurteilen, woher meine Symptome tatsächlich kommen. Frage: Welche Nebenwirkungen hat Schlafmangel? Kann der beschriebene Schlafrhythmus bestimmte Nebenwirkungen verursachen? Entsteht Übelkeit durch Schlafmangel? Und: was sind die häufigsten Nebenwirkungen des Schlafmangels? Hat jemand Erfahrung?

Antwort
von user8787, 80

Allg. Unwohlsein trifft schon zu, Konzentrationsschwäche und emotionale Instabilität machen den Leuten das Leben schwer.

Kommentar von Hideaway ,

Wirklich schwer wird es aber erst, wenn man sich gehen lässt und den normalen Lebensrhythmus verlässt.

Kommentar von user8787 ,

Die Kombi von Depression und chron. Übermüdung macht es sicher sehr schwer aus der Spirale zu kommem.

Ich denke da ist Hilfe von außen wichtig. 

Kommentar von Hideaway ,

Richtig, ohne Hilfe von außen geht es nicht. Aber das kann nur Wegweisung, Aufklärung und Hilfe zur Selbsthilfe sein. Die eigentliche Veränderung muss der Patient vornehmen.

Expertenantwort
von samm1917, Community-Experte für Depression, 61

mir ging es genau so. ich konnte bis morgens um 6 nicht einschlafen und dann schlief ich entweder nur 3h oder bis nachmittags um 13h. mit der zeit geht man damit echt vor die hunde.

bei hypochondrie ist es normal, dass man angst vor krankheiten hat. diese haben mit der wirklichkeit jedoch wenig zu tun. das problem ist bei einer krankhaften hyprochondrie, dass man nicht glauben kann, das der schlafmangel psychisch bedingt ist, auch wenn einem das alle sagen.

schlafstörungen können so ziemlich alle beschwerden auslösen. von übelkeit über schwindel bis hin zu schmerzen und anderen beschwerden. zudem war ich immer wie "benebelt".

ich persönlich kriegte das ganze nur noch mit medikamente in den griff. am anfang einige tage benzos (lorazepam) und anschliessend opipramol. mit der zeit wechselte ich von opipramol auf seroquel. ich fand es überhaupt nicht lustig medikamente zu nehmen, doch es war immer noch besser als jede nacht die wände hoch zu gehen.

als weiteres vorgehen ein ratschlag:

- lass dich von einem arzt untersuchen, ob du irgendwelche infekte oder viren hast.

- falls nicht, geh zum psychiater oder neurologen. mache eine psychotherapie (bis diese wirkt geht es jedoch monate). wenns gar nicht anders geht versuchs mit medikamenten, welche nicht abhängig machen (z.b. imipramin, opripramol, seroquel etc). ich will dich nicht überzeugen medikamente zu nehmen, nur wenns nicht besser wird. du musst sie auch nicht ewig zu dir nehmen.

Kommentar von STAGEOFLlFE ,

Opipramol habe ich schon mal nehmen müssen und habe noch Tabletten übrig. Hast du davon zugenommen? Es heißt nämlich, dass besonders Opipramol eine Gewichtszunahme begünstigen.

Kommentar von samm1917 ,

ja, habe ich habe auch zugenommen. leider ist es mit alles sedierenden antidepressiva und neuroleptika so. am wenigsten noch mit trimipramin, doch auch da gabs ein paar pfunde mehr.

eine alternative ohne gewichtszunahme gibts leider nicht. benzodiazpine und z-drugs führen nicht zu gewichtszunahmen, machen jedoch bei längerem bzw. regelmässigem gebrauch abhängig. benzos (z.b. lorazepam) empfehle ich dir nur für kurze zeit um wieder mal luft zu schnappen bzw. durchschlafen zu können. würde dir gerne bessere nachrichten senden.

Kommentar von voayager ,

ggf. sind dir temporär SSRI-Hemmer anzuraten, damit eine Psychotherapie auch wirklich klappt!

Kommentar von samm1917 ,

eine der häufigsten nebenwirkungen von SSRI's ist schlaflosigkeit... es ist allerdings eine überlegung wert, da die hypochondrie dadurch bekämpft wird und so zu besserem schlaf führen kann. der Vorteil einiger SSRI's (nicht von allen) ist, dass sie nicht zu einer gewichtszunahme führen.

Antwort
von Sabiatrenborns, 59

Körperliche Beschwerden, wie Schmerzen z.B. in den Beinen, Kopfschmerzen etc.

Antwort
von Hideaway, 37

Ich habe Depressionen und aufgrund dessen eine Schlafstörung entwickelt

Anders herum wird eher ein Schuh draus. Es ist bekannt, dass Depressionen durch Schlafmangel und auch durch ungewöhnliche Schlafzeiten sehr verstärkt bzw. erst richtig manifestiert werden.

Das Problem an der Sache ist meine Hypochondrie

Nein, das wäre eine zu einfache Erklärung, die auch vom eigentlichen Problem ablenkt. Was dir wirklich Probleme bereitet, ist deine Antriebslosigkeit, d. h. deine mangelnde Bereitschaft, aktiv eine Lösung herbei zu führen. Nur wenn du den Willen entwickelst, deine Lebens- und Schlafgewohnheiten langsam zu normalisieren, kommst du da wieder raus.

Bist du wegen der Depression in Behandlung? Falls ja, wie sieht diese Behandlung aus?

Kommentar von STAGEOFLlFE ,

Ja gut, ehrlich gesagt weiß ich nicht mehr, welche psychische Erkrankung zuerst da war. :-D Spielt auch keine Rolle. Und nein, ich bin nicht in Behandlung.

Kommentar von voayager ,

in etwa 2 Wochen oder so, fällt dsbzgl. der "Hammer", vergiß das nicht!

Antwort
von voayager, 50

Erst wenn der Leidensdruck eine gewisse Größe erreicht hat, ist der Wille zur Veränderung vorhanden. Ist dieser nicht groß genug, kann es zum Krankheitsgewinn kommen, das abgemilderte Leid wird dann regelrecht konserviert. Wie nun kann sich der Krankheitsgewinn nutzbringend Bahn verschaffen?

1. man umschifft so Verantwortung

2. Leidensstolz

3. die Welt/die Menschen/das Leben auf der Anklagebank (dies hat dann nix mit Gesellschafts,- oder Kulturkritik zu tun, sondern alles erschöpft sich in einem bloßen Nihilismus!

4. Alibi für Lebensverweigerung

5. Exklusivität des Anderssein gegenüber der Masse

Kommentar von STAGEOFLlFE ,

Ich weiß ehrlich nicht, was diese Antwort soll. :-D Bullsh*t. Mehr kann ich dazu nicht sagen.

Kommentar von Hideaway ,

Liebe(r) STAGEOFLlFE, es ist -in anderen Worten und inhaltlich viel besser, als ich es vermag- was ich auch schon versucht habe, dir nahe zu bringen. Du kannst versuchen, dich (mit Hilfe einer fachkundigen Therapie!!!!!!!) selbst aus der Sch°°°e zu ziehen oder drin stecken zu bleiben und die Schuld dafür im Schicksal und bei den Anderen zu suchen. "Ach, was bin ich armes Schindluderchen wieder so marode" (Heinrich Heine: Harzreise)

Kommentar von voayager ,

"die Harzreise" ist gut und sollte von der Fragestellerin mal gelesen werden, vielleicht reißt sie dann endlich mal das Ruder rum!!!

Kommentar von STAGEOFLlFE ,

Ja natürlich, ein gottverdammtes Buch wird mich heilen. Merksch selbst, ge?

Kommentar von voayager ,

Es dient nicht zum Heilen, wohl aber zum Nachdenken und Beflügeln, sic!

Kommentar von voayager ,

Stageoflife, du wehrst einfach nur ab und verfällst dabei ins Plumpe und Gedankenbefreite!

In der Psychoanalyse spricht man vom Ich und seinen Abwehrmechanismen. Anna Freud, die Tochter von Sigmund F. hat darüber ein hervorragendes Buch herausgebracht mit dem Titel. "das Ich und seine Abwehrmechansimen" - das mal lesen!

Kommentar von voayager ,

Abwehrmechanismen

Antwort
von TheJoschi2000, 46

Schlechte Konzentration

Antwort
von Tortuga240, 27

das kannst dir doch selbst beantworten oder ?

warum schläft der mensch? was passiert wenn er nicht genung schläft?

ist doch alles nur Logisch

Kommentar von STAGEOFLlFE ,

Eben. Es ist eigentlich vollkommen logisch, aber mit Hypochondrie kannste dir logisches Denken abschminken. 

Kommentar von Tortuga240 ,

ahja...

Kommentar von voayager ,

Du solltest dennoch entgegensteuern, also nicht einfach nur konstatieren, als auch interpretieren. Es gilt allemal der Grundsatz von Marx: "Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert ; es kommt aber darauf an, sie zu verändern." (11. Feuerbach These) Hier nun die Modifikation: Hypochonder haben ihr Leid nur verschiedentlich interpretiert, es kommt aber darauf an, das eigene Leid zu verändern !

Kommentar von Tortuga240 ,

was hatt das mit seiner Krankheit zu tun?

Kommentar von voayager ,

Du solltest nun weniger feststellen, als vielmehr deine Erkrankung bekämpfen und genau da hapert es noch!

Kommentar von Tortuga240 ,

was ? das hatt doch garnix mehr mit dem zu tun was ich oben geschrieben hab...

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