Frage von Svergie20, 77

Welche Nachteile und Vorteile gibt es, wenn man im Internat wohnen und dort Schule/Ausbildung gehen?

Hey, als erstes möchte ich euch mitteilen, dass ich Grammatikprobleme habe und ich schwerhörig bin, nicht dass ihr euch dann wundert.

Wenn mein Text unlesbar ist, kannst du mein Text korrigieren?

Welche Nachteile und Vorteile gibt es, wenn man im Internat wohnen und dort Schule/Ausbildung gehen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Annsox, 56

Huhu!! Ich bin auch schwerhörig und war sechs Jahre auf einem Internat mit Schulen.  Welche Vorteile es gibt ? Du hast keine Eltern im Nacken, viel mehr Freiheiten. Deine Freizeit kannst du mit AG's gestalten und durch das Internatsleben findest du schnell Anschluss und bindest dich an deine Internatsgruppe. Durch die kleineren Klassen, wird dir ein viel intensiver Unterricht geboten - die Lehrer sind auf Hörgeschädigte spezialisiert. Deine Noten werden demnach gut bis sehr gut sein, je nachdem wie schwer oder einfach dir die Schule fällt. Einziger Nachteil ist die Gerüchteküche, jeder kennt jeden und dementsprechend gehen manchmal Dinge rum, die nicht bis wenig der Wahrheit entsprechen.

Kurz; ich war rundum zufrieden und glücklich darüber.

Viel Spaß! (:

Kommentar von Svergie20 ,

Stimmt. Ich wollte mal die Meinungen von den anderen wissen. Ich war auch im Internat in einer Högeschädigten Schule. Ich weißt nicht wie bei dir ist.

Dort haben wir uns nur gebärden und wenig gesprochen. Weil meiner Klasse, Freunden und Guppe nur gebärden können. Dardurch wurde meine Sprache verschlechtern.

Deshalb gehe ich zu Logopädie, dass ich meine Grammatik verbessern kann. Nur 2 Freunden finden das gut.Sie sind einzige mit leichte Schwerhörigkeiten. Sie haben ich erst in der Ausbildung kennengelernt.

Die anderen Freunden (gemischt Gehörlos und Schwerhörige) finden das kindisch, weil ich zu Logopädie gehen. Sie unterhalten nur gebärden.

In der Ausbidung und in der Schule habe ich Freunde gehabt. Nach der Ausbildung wil keiner mich haben. Sie lästert über mich. Ich weißt nicht, was ich gemacht haben. Sie sagen mir nie, was ich gemacht haben. Sie tut zu, als kenne sie mich nicht. Ich weißt bis heeute nicht, warum. Sie sagen mir auch nicht. Wenn ich ehrlich sageen, glauben sie die Gerüchte als ich. In der Ausbildung waren nur gerüchte, die nicht mal stimmt.

Ich habe nur die 2 echte Freunde, die leider 50 km weitweg wohnen. Sie sind leicht hörende und können gut sprechen. Sie sind auch in eine andere Schule gegangen. Ich habe nur die 2 Kontakt. Sie sagen mir offen und ehrlich.

Wie war bei dir?

Kommentar von Annsox ,

Achso, ich dachte du wirst demnächst die Ausbildung beginnen und hast deshalb nach Erfahrungsberichten gefragt. Aber ist so auch interessant zu lesen, wie es bei anderen war.

Ich war in einer Klasse, in der alle sprechen und hören konnten. Bei uns gab es aber auch Förderklassen, in denen alle gehörlose untergebracht wurden, weil diese dann unter sich waren und die anderen Schüler nicht gestört werden konnten. Gehörlose, die weder sprechen noch hören können, sind nicht immer einfach zu fördern. Aber ja, ich verstehe was du meinst - hatte zeitweise auch Probleme mit der Aussprache und der Grammatik.

Es ist auch gut, wenn man gezielt daran setzt, etwas zu verändern. Für Gehörlose die nicht sprechen unverständlich, weil sie es nicht anders kennen.

Besuche derzeit eine Fachschule für normal-hörende und hatte es in den ersten Jahren echt nicht einfach - niemand hat mich beachtet oder wollte auf mich eingehen. Ich hatte das Gefühl, dass es an meiner hörschädigung liegt, weil es ihnen vielleicht zu anstrengend ist alles doppelt und dreifach zu wiederholen, weil das Verständnis ausbleibt. Zudem wissen viele nicht, wie sie mit uns umzugehen haben - würden alle gleich laut und deutlich und mit Blickkontakt mit uns sprechen... aber das tun sie nicht. Und die Lehrer auf meiner Schule genauso wenig und obwohl sie wissen dass ich ein Handicap hab. Es ist Ihnen egal und mir mittlerweile auch. Steh drüber, oder frag nach wenn du das Gefühl hast, dass eine Gruppe über dich spricht. Manchmal ist es wirklich nur das Gefühl und bildet man sich das nur ein. Und wenn sie dir den Grund nicht verraten wollen, dann musst du mit einem Spruch kontern. Sowas wie "dann geht doch das nächste Mal vor die Tür, damit ich euch wenigstens nicht dabei sehen muss"

Kommentar von Svergie20 ,

Darmal haben die Leute zu meiner Eltern gesagt, dass ich an diese Hörgeschädigt Schule gehen soll. Weil keine anderen Schule gibt.
Ich wohne in Sachsen. Ich werde auch wahrscheinlich nach Bayen umziehen. Ich  habe dort eine Job Option angebot. Weil in Sachsen ,ich keiner einstellen. Ich habe seit 4 Jahre nach der Ausbildung übere 700 Bewerbungen geschickt. Es war nur Absagen wegen meine Behinderung. Auch wenn ich meine Schwerbehindertausweis einmachen, kriege ich trotzdem eine Absage. In Sachsen war 3 Aussenstelle. Sie haben abgelehn. Ich habe eine Option aus Zentrale Bayern bekommen, ob ich in Bayern Zeeentrale arbeiten kann.

Ich weißt nicht wo du wohnt. Ich wil gerne wissen, ob die anderen Leute mit Hörgeschädigtung in anderen Bundesländer sofort einstelen und untestützunmgt bekommen.

Kommentar von Annsox ,

Das ist mega doof und entspricht ja mal überhaupt gar nicht den Werten, die hier in DE gelebt werden sollten: Gleichberechtigung, Akzeptanz und Toleranz. Meine schwester hatte aber das gleiche Problem, doch wurde jetzt von einem Betrieb genommen, der Menschen mit Handicap aufnimmt. Leider verläuft das alles über das Arbeitsamt und der Inhaber bekommt Geld dafür, dass er sie nimmt. Und das auch nur befristet für drei Monate. Wir kommen aus Baden Württemberg. Und ich als angehende Erzieherin, durfte noch nichts negatives erleben und wurde immer genommen und nie irgendwie anders  als "normale" Menschen behandelt. Bin aber auch nur 60% Schwerhörig.

Kommentar von Svergie20 ,

 Ich habe 100 % schwerhörigkeit. Ich habe 2 Hörgeräte.

Ich denke, dass ist Bundestland verschieden. Ich hab gehört, dass im Bayern oder Baden Württemberg mehr Behinderten Menschen einstellen als in Sachsen und in Sachsen Anhalt.

Von 700 Bewerbungen war ich 15 mal zu Vorstellungsgespräch. Trotzdem kriege ich eine Absage.

Arbeitamt schickt mir irgendwlche Maßnahme die bis jetzt Erfolglos war.

Ich konnte keine Ausbildung oder Weiterbildung machen, weil nicht gearbeit hat.  Ich habe meine Ausbidung als Büropkraft gemacht.

Ich war erstmal in der BVB im BBW für Hörgeschädigt. Ich musste 4 Berufe ausprobieren. Am ende war im Bürobereich geeignet.

Aber der Arbeitamt will, dass ich nochma BVB machen soll. Arbeitamt wissen, dass Büro schwer ist. Deshalb soll ich 2. BVB machen. Aber BBW haben nein gesagt und entschieden, dass ich Büokraft machen. Die Ausbilder aus Büro wissen ja schon lange, dass es im Büro schwer ist.

Antwort
von BIGPHIL28, 42

Das im Internat finde ich hängt sehr davon ab, wie alt du bist. Ich wahr selber kurzfristig ein Jahr in einem Internat und habe es erlebt, sehr eingeschränkt zu leben und sehr frei. So älter du wirst, desto ruhiger und entspannter wird dein Leben dort. Als ich noch bei den 5-8 Klässlern (war 8te) war, gab es jeden Tag gebrüll auf dem Gang, die Handys mussten abgegeben werden, Aufweckservice und mehr Strenge. Wegen einem Personalproblem kamen wir dann aber zu den 9.Klässlern. Dort ging es ruhig zu, 1er und 2er Zimmer, keine Kontrollen, Abends konnte ich sogut wie selber entscheiden wann ich schlafen gehen wollte keine Handyabgabe und kein Aufweckservice, also der Betreuer war eher wie ein Ansprechpartner und Mitglied. Also ich würde dir sagen, in der Unterstufe hat man auf vielen Internaten Nachteile und in den oberen Klassen viele Vorteile.

Antwort
von k021t, 23

Die Vorteile die ich kenne wurden alle eigentlich schon unten erwähnt aber ein ganz großer Nachteil ist das du halt nicht jeden Tag deine Familie oder andere Freund seihst und dir auch ab und zu langweilig sein wird  das heißt du wirst Heimweh haben aber das kommt natürlich auf dein Alter an oder wie gut du damit umgehst

Antwort
von Volkerfant, 28

Vorteile: Gemeinschaftserfahrungen, ansprechende Freizeitgestaltungen, geregelter Tagesablauf, genügend Zeit zum Lernen....

Nachteile: sehr teuer, konsequente Regeln, Einhalten der Hausordnung - wichtig! Kein eigenes Zimmer, Essen was auf den Tisch kommt.....

Kommentar von Annsox ,

Regeln gibt es überall und die sind auch nicht gerade unwichtig. Wenn jeder machen könnte was er will, wo kommen wir da hin bitteschön? Zu den Kosten, je nachdem wie viel die Eltern verdienen können sie sich das durchaus leisten oder wird das je nach Notwendigkeit vom Staat finanziert. Ne' Freundin besucht derzeit das Internat "Schloss Salem" und deren Kosten im Monat betragen um die 1000 Euro aufwärts, also da überlegt man sich das lieber doppelt und dreifach.

Ist wohl Ansichtssache, ich fand Einzelzimmer immer sehr doof und langweilig. Mit einer Zimmerpartnerin, mit der man sich auch gut versteht, lässt es sich leben.

Und das mit dem Essen, oft ist es so dass man zwischen mehreren Gerichten wählen kann. Wir hatten damals eine Bestellliste. Also ich weiß ja nicht welches Internat du meinst und ob du überhaupt irgendwelche Ahnung hast but okay. 

Kommentar von Annsox ,

Ich korrigiere, Tagesheimkinder (wahrscheinlich die die am Nachmittag wieder nach Hause gehen) bezahlen minimum 1300 Euro und interne Schüler (Internatskinder) sogar 2000 Euro aufwärts im Monat und bis zu 36.000 im Jahr. Das ist sowas von abnormal - in dem Fall gibt's aber auch Stipendien. Bei meinem Internat betrugen die Kosten zwischen 250-400 Euro im Monat.

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