Ein Freund sagte mir, dass ich als Anleger beim kurzfristigen Verkauf von Anteilen höllisch auf das Fifo-Verfahren achten müsse. Ich müsse dann ggf. mehr Steuern zahlen und sollte darauf achten, aus welchem Depot ich Fondsanteile oder Aktien verkaufe. Ich habe als Laie noch nicht sehr viel vom Fifo-Verfahren gehört. Was ist jetzt genau zu beachten, wenn ich meine Anteile verkaufen möchte?
Die Abgeltungssteuer mußt Du demnächst beachten. Momentan halt die Spekulationssteuer. Wenn Du jetzt Aktien kaufst am 1.01.2007 sagen wir 100 Stück und am 15.07.2007 nochmal 100. Jetzt willst Du am 30.12.2007 und am 02.01.200 jeweils 100 Aktien verkaufen, werden auf die Gewinne von 200 Aktien Steuern (Spekulationssteuern) fällig, obwohl man sagen könnte die Aktien vom 01.01.2007 waren ja bis 02.01.2008 im Depot. Aber es gilt First in First out. Ein Grund warum halt viele Leute 2 Depos haben. Wenn Du bei LIFO Last in First out rechnest wären nur 100 Anteile Steuerpflichtig.
Wenn Du einen Sparplan auf einen Aktienfonds hast, wird das ab nächstem Jahr wegen der Abgeltungssteuer wichtig. Fondsanteile, die bis zum Jahresende 2008 gekauft wurden, können nach einer Haltedauer von einem Jahr steuerfrei verkauft werden.
Neue Anteile, die ab 1.1.2009 erworben werden, sind generell, egal wie lange Du sie hast, steuerpflichtig.
Verkaufst Du jetzt, sagen wir Mitte 2009, Anteile, werden zuerst die "alten" Anteile verkauft (ggf. steuerfrei - s.o.).
So wird die steuerfreie Anlage evtl. aufgebraucht und übrig bleibt die steuerpflichtige (Anteile ab 1.1.09).
Deshalb istes sinnvoll, die Sparanlagen auf zwei Depots zu verteilen:
Depot mit den alten Anteilen, die Du hälst
Depot mit den neuen Anteilen, die Du nach Bedarf verkaufen kannst.

Das Fifo -Verfahren ist kein Verfahren mit Nachteilen.
Es bedeutet bloss, das zuerst die Anteile verkauft werden, die auch als erste gekauft wurden u.s.w.