Welche Nachteile habe ich als Arbeitnehmer, wenn ich vor Auslaufen des Vertrags mein Arbeitsverhältnis kündige?

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4 Antworten

Wenn Du ein von vornherein befristetes Vertragsverhältnis hast, so musst Du im Arbeitsvertrag erst mal nachsehen, ob dort ein besonderes Kündigungsverhältnis für Probezeiten vorgesehen ist. Denn gänzlich ohne Sonderregelungen ( Probezeit und Sonderregelungen für Kündigungsfristen allgemein ) kommst Du ansonsten nicht "ordentlich" aus einem befristeten Arbeitsverhältnis raus. Dann blieben als Möglichkeiten nur noch ein "Aufhebungsvertrag" ( AG & AN vereinbaren in beidseitiger Zustimmung die vorzeitige Auflösung des Vertrages ), oder eine "ausserordentliche Kündigung". ( z.B. wegen unzumutbarer Härte in Argumentation der Weiterführung des Beschäftigungsverhältnisses )

In beiden Fällen benötigst Du aber dann wirkllich "zwingende" Gründe der Anerkennung Deiner Entscheidung, dass ein Arbeitsverhältnis bei diesem AG zu bestimmten Bedingungen für Dich als Arbeitnehmer nicht mehr zumutbar ist / war. 

Ansonsten hast Du später Probleme gegenüber der Agentur für Arbeit ( ALG I ) oder dem Jobcenter ( ALG II ) mit der Darlegung "wichtiger Gründe" und somit Vermeidung einer Sperrfrist ( ALG I = bis 12 Wochen Sperre ) oder Sanktionierung ( ALG II = bis zu 100 % Vollsanktion für 3 Monate ).

Du brauchst also entweder finanzielle Reserven für diese Zeit, oder aussagekräftige Argumentationen / ärztliche Atteste um aus eigener Sichtweise eine eigen initiierte Kündigung hinreichend stichhaltig für eine Anerkennung durch diese Behörden ( und ggf. des Arbeitsgerichtes für den Fall "ausserordentlich" ) argumentieren zu können bzgl. " Unzumutbarkeit der Fortführung ".

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Kommentar von Flummy86
03.10.2016, 18:39

Danke, aber wie gesagt, Arbeitslosengeld kann ich eh keines erhalten, ich werde mir also umgehend einen neuen Job suchen müssen, einen, der mich psychisch weniger auslaugt. Die Frage ist, ob ich anderweitige Konsequenzen zu befürchten habe - weil in meinem Arbeitsvertrag etwas von Strafen steht, die ich bei vorzeitiger Beendigung zu entrichten hätte (Zeitarbeit). Ungefähr in Höhe meines Stundenlohns.

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Wenn Du psychische Probleme hast, solltest Du Dich in ärztliche Behandlung begeben, dort wird festgestellt, ob Du arbeitsfähig bist oder nicht.

Kündigst Du selber, wirst Du vom Arbeitsamt/JobCenter gesperrt und bekommt über einen gewissen Zeitraum keine Leistung.

Wenn Du selber über genügend Vermögen verfügst, kannst Du natürlich kündigen, bringt aber Probleme, da Du dann nirgends kranken- und rentenversichert bist über längere Zeit.

Ich vermute mal, Du "Arme" hast keine Lust auf Deinen Job, wenn es da wirkliche Gründe gibt, gibt es Lösungen, aber nur aus Lustlosigkeit den Job schmeißen, das ist schön dumm.

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Kommentar von Flummy86
03.10.2016, 18:17

Wie gesagt, ALGI/II-Regelungen sind hier unwichtig, da ich als Studentin auch auf der Straße enden könnte, ohne dass es irgendjemanden interessiert. Mich interessiert einzig die Arbeitgeberperspektive.
Als Nichtstudentin reichten meine diversen Erkrankungen zum längerfristigen Sozialhilfeerhalt, also bitte Vorsicht mit vorschnellen Urteilen.

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Du hast einen befristeten Vertrag?

Den könntest du nur kündigen wenn es vertraglich auch so vereinbart ist, ansonsten ist die Beendigung ja schon vereinbart.

Allerdings wird dein AG mit sich reden lassen und dich auch vorher aus dem Vertrag entlassen. Was nützt ihm ein AN der krank ist und dem er vermutlich Entgeltfortzahlung zahlen muß.

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Kommentar von Flummy86
03.10.2016, 18:43

Gut, danke, dann werde ich mich notfalls mit ihm in Verbindung setzen...

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Ohne Krankschreibung ist das eine ganz schlechte Idee.

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Kommentar von Flummy86
03.10.2016, 18:13

Das heißt, ich kann mich auch einfach die letzten zwei Monate krankschreiben lassen, oder wie ist das? Wenn ich den Job nicht ausüben kann und unter Zwang/Nötigung auf der Arbeit zusammenzubrechen drohe, kann man mich ja schlecht zur weiteren Ausübung nötigen.
Ach ja, ein eventuell verlorengehender Anspruch auf ALG I / II ist hier nicht von Relevanz, da ich diese Sozialleistungen ohnehin nicht beziehen könnte.

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