Welche Musterprotokolle zur Gründung einer GmbH verwenden?

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3 Antworten

Die Musterprotokolle erfüllen die gesetzlichen Mindestanforderungen. Sie sind von staatlicher Seite genau dafür aufgestellt.

Das ist ihr Sinn und der Zweck. Und mehr leisten die auch nicht. Übrigens: Selbst mit den Mustern kann eine Gründung versagt werden - Wegen Formfehlers. Wenn man nämlich ein altes Muster verwendet.

Das bedeutet wieder eine Beurkundung und wieder Gebühren beim Gericht.

Du heulst hier unter dem Strich dauernd wegen 300 Euro oder wie viel es in der Summe sind rum. Dir ist überhaupt nicht klar, was die eigentlichen Gründungskosten sein werden.

Also Gründungskosten im weiteren Sinne, da geht es um Anlaufkosten. Für 300 Euro schaltet man ja kaum eine Anzeige in einem Anzeigenblatt. Und die ist dann in einer Ausgabe und wird von tausenden EmpfängerInnen achtlos ins Altpapier gegeben.

Wenn Du bei solchen Experimenten auch sparen willst, dann viel Vergnügen mit der Gründung. Bei Deiner Geiz-ist-meine-Passion-Einstellung kannst Du als Sandwich-Mann durch die Straßen ziehen und Zettel verteilen.

Bis nur, wenn mal ein Kunde anruft nicht zu erreichen, malst ja gerade eine neue Pappe, weil der Regen hat die Farben verwischt und der Folienüberzug war Dir zu teuer.

Also wiederholter Rat: Dein Herangehen an die Gründung ist Mist. Du musst die Grundlagen planen. Und ob da eine GmbH raus kommt oder nicht spielt keine Rolle. Das ist eine Ableitung aus anderen Dingen, die Du gar nicht beachtet hast.

Noch eines: Wer mit der Hälfte gründet, der verpflichtet sich bei Einforderung weiterer Beträge diese zu leisten und der Geschäftsführer muss das in bestimmten Situationen tun.

Das bist Du dann selber. Du stehst also doppelt vor Zwangsgeldern. Weil Du Dich nicht auffordern kannst die zweite Hälfte zu bringen oder weil Du Dich aufgefordert hast und nicht gezahlt hast.

Da sind die echten Probleme. Da geht es dann mal um 5.000 Euro Ordnungsgeld, die in der Krise auch noch gebracht werden müssen.

Aber das ist nur eine Konsequenz aus Deiner Geiz-ist-mein-Geschäftskonzept-Einstellung. Du glaubst es noch nicht, es wird bei Dir aber schneller gehen als bei anderen: Wer so viele Risiken provoziert, der holt sich deren Eintritt ins Haus.

Und jetzt verrate ich Dir noch ein echtes Geheimnis: Die Notare verwenden alle aufgrund ihrer Erfahrungen gewachsene Gründungsverträge usw. Wer die ungeprüft übernimmt, ist auch selber an seiner Misere Schuld.

Da braucht man nämlich noch mal einen Anwalt und einen Steuerberater. Die dann wirklich allein das Ding durchgehen. Jeden einzelnen Abschnitt und alles in der Gesamtschau.

Erst mit deren Informationen kennst Du die schlimmsten Risiken.

Passt dann aber die Geschäftsidee nicht zum Vertrag - gepriesen seien die Heiligen der Betriebswirtschaft und der Rechtsberatung - hast Du immer noch ein teures Grab geschaufelt.

Billig ist eben billig und in der Regel nicht preiswert. Ein Sprichwort sagt auch: Wer billig kauft, kauft doppelt. Ich füge an: Hat aber die Folgeschäden aus dem ersten Kauf auch noch. Zum Beispiel weil der zweite Kauf oft nicht nahtlos möglich ist.

Konkret: Wenn Du aus vorgenannten Gründen eine GmbH eingehen lassen musst, dann kannst Du für die keine Geschäfte mehr machen. Die Kunden laufen dir über Wochen weg. Das kostet richtig Asche.

Also: Plane richtig. Planungskosten halbwegs großzügig mit 3.000 - 5.000 Euro annehmen. Dann findest Du sogar erste Probleme im Notarvertrag selber, die braucht keiner mehr finden, nur noch die Lösung.

Sparst Du Folgekosten und in den Gründungskosten.

Die Planungskosten rechnen sich übrigens dadurch, dass Du Fehler in der Gründungsphase nicht machst um ein Vielfaches.

Sollte die Planung ergeben, dass eine GmbH gar nicht nötig ist oder wegen Deiner kaufmännischen Kenntnisse sogar gefährlicher ist, dann sparst Du an den Gründungskosten. Von den Risiken ganz zu schweigen.

Für die Gründungskosten rechnest Du mal mit ebenfalls 3.000 Euro. Wenn es hinterher günstiger wird beschwert sich auch niemand.

Dann hast Du aber dafür auch ein Paket, dass Du nur noch abspulen musst. Was wieder bedeutet, dass zum Beispiel Werbung nicht verpufft. Die darf nämlich auch nur in Phasen laufen. Da kann man auch nicht heute einen Schritt machen und zwei Wochen auf Reaktionen warten um den nächsten durchzuführen.

Weil wenn Du nach dem Warten den nächsten Schritt durchführst, dann ist der erste Schritt bei potentiellen Kunden schon vergessen. Das ist das eine. So verpufft Geld.

Der andere Grund macht die Verpuffung noch sicherer: Wenn Du jetzt nach zwei Wochen den nächsten Werbeschritt in Auftrag gibst, dann vergehen mindestens zwei weitere Wochen (wenn die mal reichen), bis dieser zweite Schritt erfolgt.

Da Kunden aber sechs positive Produktkontakte zeitnah benötigen und sich dann auch immer an die vorhergehenden noch erinnern können müssen wird Dir vielleicht deutlich: Wie Du vorgehst ist vollkommen ungeeignet ein Unternehmen zu führen.

Drei Möglichkeiten hast Du:
1. Du veränderst grundlegend Deine Einstellung und baust Deinen Geiz in einen zielführenden Rentabilitätsgedanken da ein. Oder
2. Du machst so weiter und fliegst mit vielfacher Ansage so etwas von auf die Nase, dass Du nie wieder Lust hast Unternehmer zu werden. Oder
3. Du verabschiedest Dich vom Thema Gewerbe.

Drei ist unwahrscheinlich. Zwei ist am Wahrscheinlichsten. Und erstens ist die einzige Chance auf Erfolg.

P.S. meine Trefferquote ist bei solchen Dingen enorm hoch. Darum kann ich nämlich von Krisen, falsch angefassten Gründungen und anderen Krisen mein Unternehmen schon länger halten. Übrigens auch Unternehmensberatungen machen aus verschiedenen Gründen dicht und dabei musste ich noch wegen Krankheit nebenbei in Rente gehen.

P.P.S. Wenn also einer Probleme vor deren Entstehung erkennt, dann jemand wie ich. Mit mehreren Jahrzehnten beruflichem Erfolg.

P.P.S. Und wfwbinder und Helmuthk haben hier schon so viele Beiträge geschrieben, dass ich mir über deren Aussagen ein Urteil erlauben kann: Und wer deren Ratschläge nicht beachtet, der hat sogar mit Dummheit zu kämpfen.

Also: Sei schlau, schaffe Dir ein entsprechendes Umfeld und dann mache es richtig. Weil - Dumm bist Du jedenfalls nach Deinen Texten hier nicht. Aber Dir fehlt es an vielem um ein erfolgreiches Unternehmen zu bauen und oder zu führen.

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Kommentar von B4byf4ce
17.03.2016, 11:01

Danke für die umfangreiche Antwort ich werde in jedem Fall die GmbH eröffnen, mir ging es nur eben da drum wenn die Möglichkeit besteht Kosten einzusparen das eben dann auch zu nutzen, der Notar wird mir da keine zauberei auf den Tisch legen.

Meine Unternehmensphilosophie wird nicht aus Geiz bestehen, das steht klar es geht nur um den Antrag beim Notar.

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Die Sache mit dem Musterprotokoll gilt für die UG.

Wenn Du eine GmbH gründest nennst Du Deine Wünsche dem Notar udn der macht den Vertrag. Das gilt auch für die Gründung einer UG nach Musterprotokoll.

Durch eigene Recherche im Internet, sparst Du keine Gebühren.

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Diese Mustersatzungen sind für 08/15 GmbH´s.

Für eine normale GmbH sind diese Satzungen nicht geeignet und daher sehr gefährlich.

Und erwartest Du tatsächlich, dass Dir jemand aus dem Netz unentgeltlich Deine beiden Formulare zur Verfügung stellt?

Hast Du schon mal etwas vom Rechtsberatungs- Missbrauchsgesetz gehört?

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Kommentar von B4byf4ce
17.03.2016, 11:04

Wo bitte besteht der Unterschied von einer 0815 GmbH und einer "normalen" GmbH ?

Das Formular ist öffentlich bereit gestellt auf der IHK Homepage, ich wollte nur eine "Bestätigung".

Ich bin jederzeit bereit Arbeit zu entlohnen!

Ich werde Personenbeförderung betreiben und zusätzlich ( für die Zukunft )

Handel von Waren aller Art die keine besondere Genehmigung benötigen mit ins Gewerbe eintragen lassen.

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