Frage von Leea3010, 44

Welche Möglichkeiten gibt es (jugendamt, hilfe)?

Ich bin 15 Jahre alt und bin jetzt an diesem Punkt, wo ich sage das ich nicht mehr mit meiner Mutter kann. Sie hat ein Alkoholproblem, sie schlägt, depressiv, alleinerziehend und arbeitslos. Ich denke irgendwann ist jeder an einem punkt wo er nicht mehr kann. Meinen vater kenne ich nicht. Was für Möglichkeiten stehen mir zu?

Antwort
von Dahika, 14

Geh zum Jugendamt und erzähle dort, wie es dir ergeht. Sag, dass du es zu Hause nicht mehr aushältst. Das Jugendamt wird dich dann erst mal unterbringen. Jugendheim. Und dann wird weiter geschaut, was man machen kann. D.h. deine Mutter wird zu Gesprächen eingeladen, du auch, andere Fachleute. Es werden Hilfsmöglichkeiten entwickelt, wie du doch wieder zu Hause wohnen kannst. Eine Fremdunterbringung ist nämlich sehr teuer für den Staat und man schaut immer zuerst, welche Alternativen man hat.

Erziehungsbeistandschaft, Erziehungsberatung und Familienhilfe. Erst wenn das alles scheitert, wirst du dauerhaft untergebracht. In einem Jugendheim, in einer Pflegefamilie etc...

Antwort
von djcore, 8

Hi Leea,

zunächst mal kann ich dir versichern, dass das was Du schilderst definitiv ausreichen würde, um dich in Obhut zu nehmen, solltest Du das wollen. Von dort aus kann man sehen, ob Du wieder nach Hause gehst, sollte sich Deine Mutter auf ambulante Hilfen einlassen und Du das auch wollen. Willst Du das nicht, müsste man schauen, ob Deine Mutter einer Unterbringung zustimmt. Im härtesten Fall müsste das über das Gericht geklärt werden. Fakt ist, dass nichts gegen Deinen Willen getan wird, insofern Du dich natürlich auch an die Regeln hälst. Wenn Du nicht mehr zu Hause bleiben möchtest, kannst Du dich selber jederzeit ans Jugendamt oder eine für dein Jugendamt aufnehmende Einrichtung wenden, und um Inobhutnahme bitten. Als sogenannter Selbstmelder geht das erst mal ohne konkrete Klärung, die erfolgt dann umgehend danach über das Jugendamt.

Wenn Du dazu Fragen hast kannst Du dich jederzeit an mich wenden. Ich kontrolliere meine Emails ständig und werde benachrichtigt. Gerne kann ich Dir auch weitere Tipps geben. Bedenke, dass es bei den Vorgehensweisen regionale Unterschiede gibt, daher kann ich nicht noch mehr ins Detail gehen. Ich wünsche Dir alles Gute!

Antwort
von hertajess, 5

Abgesehen von der 

116 111

welche ohne Vorwahl kostenlos genutzt werden kann und in Deinem Fall sollte zur Vorbereitung auf das Gespräch mit dem Jugendamt

möchte ich Dir dringend empfehlen nachzusehen wo die Landesstelle für Suchtgefahren Deines Bundeslandes die nächste Beratungsstelle hat. Da gehe bitte für DICH hin. Alkoholismus ist eine Familienkrankheit. Wenn sie einen Kurs für Angehörige anbieten nehme unbedingt an ihm teil denn er wird Dir sehr nützlich sein. Weiter frage nach dem Blauen Kreuz. Diese Selbsthilfegemeinschaft arbeitet seit vielen Jahren mit Fachmenschen zusammen die Kindern von Alkoholikern helfen.

Antwort
von Snake34, 20

Wende dich bitte an das für deinen Wohnort zuständige Jugendamt oder an die Caritas . Ggf kannst du auch die Nummer gegen Kummer kontaktieren. 116111 ist die Nummer. Alles Gute 

Kommentar von hertajess ,

Wieso Caritas? Die soll erst mal ihre Vergangenheit diesbezüglich aufarbeiten. Nur Geld zahlen reicht mir da auf gar keinen Fall für all die Schäden die sie bis 2002 im Westen angerichtet haben. 

Und nicht gegebenenfalls die 116 111 sondern bestenfalls bevor das Jugendamt kontaktiert wird um dort möglichst gut vorbereitet erscheinen zu können. Denn deutsche Jugendämter sind einfach unterbesetzt und auch sonst finanziell sehr prekär ausgestattet. 

Antwort
von Schocileo, 15

Geh zum Jugendamt und informiere dich da.

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