Frage von dEEkAy2k9, 110

Welche Möglichkeiten gibt es, den WLAN-Empfang und den DECT- bzw Schnurlostelefon-Empfang zu verbessern?

Bei meinen Schwiegereltern (Haus mit Keller/Partykeller, Erdgeschoss, 1. und 2. Stock) gibt es Probleme sowohl mit dem WLAN Empfang als auch mit dem Empfang der Schnurlostelefone.

Als Router setzen sie einen Speedport W724V Typ A ein. Zusätzlich dazu Schnurlostelefone von Philips, 1 Basisstation mit Mobilteil und 2 weitere Mobilteile mit eigener Ladestation. Philips D455 Trio. Baubedingt, steht der Router im Arbeitszimmer welches in einer der vier Ecken des Hauses ist. Direkt daneben steht die Basisstation für die Telefone, diese ist per Kabel am Router angeschlossen.

Nun gibt es im gesamten Haus (mal vom Erdgeschoss abgesehen) Probleme mit dem WLAN-Empfang. Wie nimmt man dieses Problem am besten in Angriff? Sowohl im ersten Stock wie auch im zweiten Stock wird eine WLAN Verbindung benötigt. Einfach mit Repeatern erweitern? Welche Repeater könnt ihr mir empfehlen?

Neue Kabel verlegen kommt leider nicht in Frage, daher muss es irgendwie per Funk realisiert werden.

Bei den Telefonen das gleiche Problem. Im Erdgeschoss steht ein Mobilteil, im ersten Stock steht eins und im Keller steht eins. Die beiden Mobilteile die nicht im Erdgeschoss stehen kann man fast nicht zum telefonieren benutzen, da dort ständig die Verbindung schlecht ist oder komplett abbricht.

Gibt es eine Art Repeater für diese Telefone? Muss da eventuell ein neues Telefon her? Eventuell eins, dass man direkt per DECT am Router betreiben kann (ohne Kabel)? Gibt's auch Repeater für DECT?

Wie sieht es aus, gibt es vielleicht auch eine Art Kombirepeater der sowohl WLAN als auch DECT erweitert?

Wie ihr seht, ich bin mit meinem Latein am Ende. Bezüglich des WLANs denke ich wäre ein Repeater die einfachste Lösung, allerdings ist das Telefon-Problem das wichtigere und da weiß ich absolut nicht weiter.

Antwort
von funcky49, 91

Du kannst mit WLAN-Repeatern arbeiten, allerdings reduziert sich im Funkbereich eines WLAN-Repeaters  die verfügbare Bandbreite um ca. 50%. Besser wären da Powerline-Adapter (LAN über die Stromleitung), das musst Du aber ausprobieren, funktioniert störungsfrei nicht in jedem Stromkreis (Geräte mit Rückgaberecht kaufen).

Kombirepeater der sowohl WLAN als auch DECT

Das gibt es nicht.

Aber es gibt DECT-Repeater. Bez. der Telefonie würde ich wie folgt vorgehen: alle DECT-Telefone werden an der DECT-Basis des Speedports angemeldet. Das Anschlusskabel der Philips-Basisstation an den Speedport entfällt, die Basisstation dient nur noch als Ladeschale (kann dann natürlich auch woanders plaziert werden). Wenn die DECT-Reichweite weiterhin nicht ausreicht, kannst Du einen DECT-Repeater benutzen.

ABER: m.W. nach hat der Speedport Problem mit DECT-Repeatern (seitens Telekom gibt es wohl keinen). Das Problem könntest Du dann mit einer FritzBox statt Speedport umgehen.

Neue Kabel verlegen kommt leider nicht in Frage,

Das Grundproblem ist eben, das in einem Privathaus oft eine vernünftige Datennetzverkabelung fehlt mit Datendosen in den gewünschten Räumen. 

Warum sollte denn eine nachträgliche Verkabelung nicht in Frage kommen? Das kann man professionell über Kabelkanäle oder auch Fußleisten mit integriertem Kabelkanal lösen. Der Aufwand lohnt sich, da man nie wieder Stress mit Verkabelung oder WLAN-/ DECT-Reichweiten hat.

Antwort
von Gluglu, 80

Hallo.

Sagen wir es mal so wie es ist: Schnurlos ist zwar bequem aber es geht halt nicht überall. Wenn es baulich nicht geht dann müssen Kabel gezogen werden weil DLAN eine störempfindliche und hochfreqeunte "Dreckschleuder" ist... daher nur als allerletzte Maßnahme genommen werden sollte.

Zum Thema der nicht in Frage kommenden Kabelverlegung: Warum nicht? Aus Bequemlichkeit oder weil ihr nur Mieter seid? Sollte es ein Privathaus sein wäre es unsinnig, sich dauerhaft mit faulen Kompromissen rumzuschlagen anstatt daß man einmal die Ärmel hochkrempelt und hinterher seine Ruhe hat... ganz abgesehen vom Geschimpfe, weil es grad halt wieder mal nicht geht!

Fangen wir einfach mal an: Es sollte doch an irgendeiner Stelle des Hauses möglich sein, einen einzigen Leitungsweg in Form eines 16er oder 20er Leerrohrs zu schaffen... wenn nicht schon welche da sind. Man kann auch durch Rohre mit durch, in denen sich bereits ein anderes Kabel befindet (SAT oder Antennenkabel). So... Ihr zieht vom Router im EG ein Ethernetkabel in den Keller und eines in den 1. Stock. Von dort aus in den 2. Stock. Dazu zieht ihr noch ein vieradriges Telefonkabel mit rein oder irgendwas Dünnes (notfalls auch ein flaches Kabel, was am Telefon selbst mit dran ist o.Ä.).

An das 4adrige Kabel kannst Du 2 Telefone anschließen. Somit hättest Du mit diesem einen Kabel Telefon im 1. und 2. Stock. In den Keller kannst Du ebenfalls mit einem dünnen 2adrigen Kabel runter... dann wäre das auch geklärt.

An das Netzwerkkabel im 1. bzw. auch im 2. Stock schließt Du je irgend eine alte Fritz!Box, Speedport o.Ä. an (gibts haufenweise im Wertstoffhof). Der Speedport hat beispielsweise schon mehrere Ethernetbuchsen, so daß Du das ankommende und das abgehende Kabel im 1. Stock anschließen kannst; im 2. Stock dann nur noch das Ankommende. Gleiches machst Du im Keller. Bei den Routern stellst Du jeweils den DHCP- Server ab, vergibst eine eigene IP- Adresse bei gleicher Subnetz- Maske... dann hast Du in jedem Stockwerk bzw. Keller auch noch einen WLAN- Accesspoint.

Diese Aussicht sollte es doch Wert sein, sich entweder einen noch nutzbaren Leitungsweg zu suchen oder einen Neuen zu schaffen... in jeder Etage Telefon und sauberen WLAN- Empfang. Brauchst Du noch einen Netzwerkanschluß so kannst Du meist noch in einen freien Ethernetanschluß am "Stockwerk- Router" anstecken.

Mfg

Kommentar von Telekomhilft ,

Hallo dEEkAy2k9,

ich hab mir gerade mal deinen Beitrag durchgelesen. Du hast schon die richtigen Lösungen genannt bekommen.

Der Ansatz mit dem Repeater ist auf jeden Fall eine Lösung, allerdings gehen dir dabei 30-40% Bandbreite verloren, darüber musst du dir bewusst sein. Der Vorschlag mit den Access Points gefällt mir persönlich sogar besser, weil diese per LAN angeschlossen sind und somit eine stabilere Verbindung haben. In Sachen LAN lege ich dir die Powerline Adapter ans Herz. Hier wird per Stromnetz das LAN verteilt. An die Adapter kannst du dann den oder die Access-Points anschließen.

Und jetzt zu deiner Frage mit dem DECT Repeater: Das ist zwar eine gute Idee, wird aber nicht funktionieren, da unsere Router dies nicht unterstützen. Bei deinem Problem mit den Telefonen kann ich dir nur sagen, dass du eine Schnur gebundene Möglichkeit in Betracht ziehen musst. Oder du versuchst den Router an einen zentraleren Ort in eurem Haus zu bekommen.

Es tut mir leid das ich dir keine bessere Möglichkeit anbieten konnte. Ich hoffe ich konnte dir trotzdem ein wenig weiterhelfen.

Viele Grüße

Alexandra J. von Telekom hilft

Kommentar von Gluglu ,

Dann haben wir ja schon eine recht ähnliche Meinung. Was das DLAN anbelangt ist es so, daß es zwar funktioniert aber Du hochfrequente Signale über ungeschirmte Leitungen schickst und damit irrsinnig viel Elektrosmog produzierst. Das führte bereits an einigen Stellen dazu daß DLAN- Anschlüsse von der Bunesnetzagentur stillgelegt wurden und in England werden sie gebietsweise wegen ihres hohen Störpotentials verboten. Das ist die Wirkung nach außen. Ansonsten lebt DLAN von einer hochfrequenten Aufmodulierung auf das Installationsnetz. Auf diesem Netz befnden sich immer mehr Störfrequenzen, verursacht durch unzureichend entstörte Billig- Schaltnetzteilen von Geräten. Irgendwann kann es halt vorkommen, das nur noch wenig funktioniert, ohne daß irgendwas gemacht wurde... und dann stellt man fest, das eine wunderschöne Lampe mit einem Dimmerschalter eingesteckt wurde... die DLAN stark beeinträchtigt! ... beispielsweise...

Daher würde ich DLAN auch nur im äußersten Notfall einsetzen. Zudem ist es so daß in der Hausinstallation drei aufgeteilte Phasen liegen. DLAN funktioniert nur innerhalb ein- und derselben Phase. Will man DLAN an einer Stelle haben, die auf einer anderen Phase liegt, benötigst Du einen teuren Phasenkoppler im Sicherungskasten. Das alles zusammen und das Risiko, das aufgrund irgendeinem Gerät DLAN nicht mehr richtig funktioniert, macht es, meiner Meinung nach, nur noch als letzten Notnagel interessant.

Natürlich können jetzt viele sagen: "Bei mir funktioniert das schon lange super"... und man kann auch viele Jahre lang mit NUR einer Wäscheleine die Zugspitze besteigen... aber irgendwann geht das in Zeiten von immer billiger werdenden Geräten aus Fernost wohl mal schief. Daher ein Kabel ziehen und gut isses. Notfalls geht man über ein Leerrohr erst mal auf den Dachboden und dann über andere Leerrohre in die Etagen... aber Kabel ist Kabel!

Mfg

Antwort
von Herb3472, 76

Nun gibt es im gesamten Haus (mal vom Erdgeschoss abgesehen) Probleme mit dem WLAN-Empfang

Ich hatte seit Jahren Probleme mit WLAN (3-stöckiges, sehr altes Haus mit dicken Steinmauern). Hab mir jetzt "Ubiquiti Unifi Access Points" installieren lassen - funktionieren bis dato sehr gut.


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