Frage von magicga, 60

welche mindest Vorraussetzungen an Ausstattung an Spiegelreflegkamera muß man haben um Naturgereu und ohne Bildrausch Bühnen/ Feuerwerk ect. zu fotografieren?

Antwort
von JuergenWB, 7

Dazu braucht man vor allem jemanden, der die Kamera bedienen kann! Das größte Problem einer jeden Kamera steht meist dahinter.

Einstellungen für Bühne: ISO automatik, begrenzen wie es der Sensor der Kamera zulässt, Blende auf (lichtstarke Festbrennweiten), WB auf ca 5600 festtackern, Belichtungszeit abhängig von der Aktion auf der Bühne.

Einstellungen für Feuerwerk: manuell, Blende 8, ISO 100, Belichtungszeit B oder bulb, und einen schwarzen Hut vor die Linse halten bzw. zur Belichtung wegnehmen (alternativ kannst Du auch mit 4 bis 8 Sekunden Belichtungszeit experimentieren)

Gut, die Kamera sollte für solche Aufnahmen manuell steuerbar sein, aber das kriege ich mit passender App auch mit meinem Smartphone hin! Wichtiger für Langzeitbelichtungen ist ein ordentliches Stativ, und dazu dann die Kamera mit deren Bedienung Du klar kommst.

Wenn du zu einer Kamera mit Wechselobjektiven greifst, achte darauf welche Wechselobjektive es überhaupt dafür gibt. Was nämlich vorne nicht reinkommt, kann auch hinten nicht mehr rauskommen. Und nein, ich meine hier nicht die Superzooms mit gigantischen Brennweiten (und mangelnder Bildqualität), eher die kleinen unscheinbaren Festbrennweiten mit gigantischer Lichtstärke! Dabei solltest Du keine Angst vor Staubeintritt in die Kamera beim Objektivwechsel haben: die dicken Zooms sind gigantische Luftpumpen und diesbezüglich viel schlimmer!

Zum Thema Stativ: es muss zur Kamera passen! Entscheidest Du Dich für eine Bridgekamera (fest verbautes Zoom), dann sind die in der Regel so leicht dass Du nicht auf die Gewichtsangaben der Stativhersteller achten musst. Mit Wechselobjektiven allerdings kann das schnell anders aussehen. Hinzu kommt, dass diese Angaben meist sehr optimistisch sind: meine Kamera, Vollformat mit Ultraweitwinkel, hat schon so manches Stativ zur Verzweiflung gebracht, obwohl es nominell doppelt so viel tragen konnte! Die Frontlinse ist einfach so groß und am langen Hebel. Aber egal ob große oder kleine Kamera: unter 80-100 Euro für das Stativ (Carbon 300-400 Euro) und 200 Euro für den Kopf kaufst Du in spätestens 2 Jahren neu und gibst dann doch das Geld aus - nix ist teurer als zu billig zu kaufen!

Für solche Aufnahmen empfiehlt sich auch ein externer Auslöser. Zwar kann man auch mit Selbstauslöser ohne Verwackeln auslösen, ist aber meist umständlich. Gute Fernauslöser gibt es schon für kleines Geld (unter 30 Euro).

Fazit: die Kamera ist zu vernachlässigen. Sie ist nur ein elektronsiches Bauteil, das Du in 3 - 7 Jahren durch eine Nachfolgegeneration ersetzt. Also hier nicht zu viel investieren! Der Wert einer Kamera sind die Objektive! Nikon und Pentax verbauen dabei seit Jahrzehnten den gleichen Anschluss, das heißt Dein altes Objektiv tut auch an der neuen Kamera noch gute Dienste! (Mein Lieblingsobjektiv, ein Nikon 1,8/85, ist jetzt 30 Jahre alt und arbeitet an der digitalen Vollformat wie früher an der Filmkamera, ohne Einschränkungen! Dabei bekomme ich Gebote, die den Neupreis von damals übersteigen.) Samsung hingegen hat die Kamerasparte in Europa ganz eingestellt, Sony verlässt sich auf ein kleines Sortiment eigener Objektive und verweist den Kunden auf Adapter für Fremdobjektive - die dann aber nur eingeschränkt funktionieren (mal geht der AF nicht, mal der Stabi,, mal müssen Blendenwerte manuell übertragen werden, ...). Canon bringt immer wieder mal was Neues raus, damit die Kunden auch fleißig in neue Objektive investieren! Beim Zubehör liegst Du wie immer im guten Mittelfeld richtig. Billigstative für 20 Euro reichen für die Laserwasserwaage, aber nicht für ein paar Jahre Fotografie! 300 Euro mit Kopf musst Du schon rechnen (Carbon 600 Euro), Luxus weit über 1000 Euro ist möglich.

Expertenantwort
von nextreme, Community-Experte für Kamera, 31

Das A und O an Spiegelreflexkameras ist das Objektiv. Für kurze Verschlusszeiten ist es absolut notwendig

Ansonsten wenn man hat: 1. ein Stativ 2. ein Lichstarkes Objektiv 3. einen rauscharmen Sensor.

Zum Stativ ist nicht viel zusagen ausser das es fest und vibrationsfrei stehen muss (manche schwören immernoch auf Holz). Zum Objektiv, F2,8 (Blende bzw Lichtstärke) bei allen Zoomobjektiven über die komplette Zoomweite - alles andere ist Müll. ISO, es gibt einen Grund warum viele eher weniger Megapixel empfehlen. Zum Einen braucht ein Pixel eine gewisse Größe und Platz um genügend Licht einzufangen. Zum Anderen, beeinflusst das auch die Dynamikumfang eines Fotos. Viel Sensorfläche kommt hier also noch weit vor Megapixeln. Nicht umsonst schwören so viele auf Sensoren in Kleinbildgröße (volles Kleinbildformat VF/FF) oder größer wie Mittelformat und Großformat.


Kommentar von magicga ,

Ist je größer Brennweite (bei Opjektiv) um so besser ?

Kommentar von nextreme ,

Nein, es verändert nur den Blickwinkel bzw den Bildausschnitt. Bei DSLRs kommt ausser bei Makro (hier ist eh meist ein Stativ angebracht) oder Weitwinkel (hier ist es meistens Wurscht) immer zuerst die Lichtstärke. Also F3,5-5,6 ist Müll, durchgehend F2,8 ist Gut. Bei Portraitobjektiven gehts dann noch weiter runter wie F1,8 besser F1,4 noch besser F1,2 - F0,85 extrem.

Kommentar von magicga ,

hab dir eine Fa gesendet.

Antwort
von christl10, 38

Das geht auch mit einer Einstiegskamera für 350€. Z. B. die Canon 1300D.

Man darf die ISO nicht höher als 400 stellen, die Kamera auf ein Stativ stellen und mit Selbstauslöser fotografieren. Zudem sollte die Verschlußzeit entsprechend lang sein. Ein paar Sekunden vielleicht. So genau weiss ich das nicht, da ich noch kein Feuerwerk fotografiert habe. 

Dennoch würde ich zu einer besseren Kamera raten, wenn das Budget es hergibt. Ich würde die Canon 700D nehmen für 480€. Damit solltest Du flexibler sein. Zudem kannst Du höhere Isowerte nutzen ohne zu rauschen. Wieviel weiss ich nicht, da müßtest Du Tests durchlesen. Ich denke es sollte bis ISO 800 kein Problem sein. Vielleicht weiss das ja jemand anderes besser. ..habe gerade gelesen, daß man dafür doch den niedrigsten ISO-Wert nehmen sollte, da die Belichtung ein paar Sekunden dauert und man mit Stativ fotografiert. 

Antwort
von 42656e, 46

Bei Feuerwerkfotographie ist es ratsam mit einem Stativ zu arbeiten, aber mehr dazu hier ... https://www.ddpix.de/feuerwerke-fotografieren/

Antwort
von Fragentierchen, 9

Bühne: f1.4 Objektiv

Feuerwerk: Stativ

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