Müssen Heilpraktiker eine fachliche medizinische Ausbildung haben oder welche Ausbildung ist Pflicht?
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Jeder darf sich Heilpraktiker nennen, egal welche Ausbildung er hat.
Nein. Der Heilpraktiker muss in einer Überprüfung durch das Gesundheitsamt nachweisen, dass er keine Gefahr für die Bevölkerung darstellt. Erst danach darf er sich "Heilpraktiker" nennen.

Eine Heilpraktikerausbildung.
Nein. Eine Ausbildung ist keine Voraussetzung.

Heilpraktikerausbildung reicht leider.
aristokrat am 17. Februar 2009 18:47 warum leider? Ich glaube, ein Heilpraktiker der seinen Job ernst nimmt, ist mindestens so gut wie ein Arzt. So einfach ist die Ausbildung nicht. Ausserdem gibt's auch genügend Ärzte die nichts taugen.
Das" mindestens so gut" möchte ich ernsthaft bezweifeln.Das es auch Ärzte gibt, die ihren Stand nicht gut vertreten, nicht. Die gibt es in allen Berufen.
Quatsch. Ein HP benötigt keine vorgeschriebene Ausbildung, um eigenständig tätig zu werden. Die angeboteten Ausbildungen dagegen sind einfach nur primitiv.
Der Arzt, der eigenständig tätig werden will, benötigt ein sechsjähriges Vollzeitstudium und eine anschließende Facharztausbildung.

es gibt keinen im einzelnen vorgeschriebenen ausbildungsweg. es gibt aber die vorschrift, dass bewerber für die zulassung überprüft werden vom gesundheitsamt, und zwar daraufhin, ob sie "einen schaden für die volksgesundheit" darstellen könnten. in der praxis gibt es heilpraktikerschulen, private mit gewinn-absichten, verbands-schulen von berufsverbänden mit dem ziel fundierter ausbildung. gute schulen sind verbandsschulen mit dreijähriger großenteils ganztägiger ausbildungszeit, das sind mehr als drei jahre medizinstudium = sechs semester, weil in den drei jahren nur knappe ferienzeiten liegen. normale medizinfächer sind alle dabei, außer sektionen an leichen, und zusätzlich alle die außenseiterfächer, die es praktisch an keiner uni gibt: homöopathie, phytotherapie, akupunktur, chiropraktik, irisdiagnostik, neuraltherapie, usw. geh mal googeln mit den stichworten heilpraktikerschule und vielleicht noch fachverband dh, ältester verband, gab es schon vorm 2. weltkrieg.
Um die Heilpraktiker-Überprüfung des Gesundheitsamtes zu bestehen, bedarf es nur minimaler Voraussetzungen. Diese erhalten die HP-Anwärter entweder an einer der unzähligen privaten HP-Schulen oder per Selbst- oder Fernlehrgang.
Mit fundierter Ausbildung hat das aber nichts zu tun. Jeder Medizinstudent lacht sich kringelig über die leichten Fragen, an denen jedoch etwa 9 von 10 HP-Anwärtern scheitern. Selbst ohne Vorbereitung kann man die schriftliche Überprüfung bestehen, die nur aus Multiple-Choice-Fragen besteht. In der mündlichen Prüfung trennt sich die Spreu vom Weizen.
Sichtzeichen am 7. Juli 2009 07:23 hier kann man sich die letzte Prüfung ansehen:
http://www.heilpraktiker-fragen.de/pruefungsfragen/fragen/maerz2009.html
Ich liebe diese selbst ernannten Experten... Kann nur Patron unterstützen. Nur wer die behördliche Überprüfung als Heilpraktiker bestanden hat, darf als solcher arbeiten. Eine bestimmte Ausbildung als Voraussetzung für die Teilnahme an der Prüfung gibt es nicht. Die Prüfungen sind in den letzten Jahren immer anspruchsvoller geworden und es gibt überall hohe Durchfalllquoten. Ohne eine vernünftige Ausbildung wird man die Prüfung heutzutage nicht bestehen. HP-Schulen gibt es viele, es gibt Präsenzschulen (die kann übrigens jeder aufmachen) und auch fernschulen. Fernschulen dürfen in d nur dann Ausbildungen anbieten, wenn die Lehrgänge vorher staatlich zugelassen wurden. Wenn du hp werden willst, mußt du erst mal anatomie, physiologie und eine menge anderen stoff für die prüfung büffeln. Und dann je nach interesse die naturheilkundlichen therapien, akupunktur, homöopathie, neuraltherapie und was es da sonst noch alles gibt. und wenn du dir das angeeignet hast, brauchst du erst mal praxiserfahrungen. Ach ja, und dann braucht man noch Patienten, die bereit sind, die Honorare aus eigener Tasche zu bezahlen. Alles nicht so einfach, aber ein toller und ein wichtiger Beruf!
Genau so isses!