Ich wollte demnächst an gewissen Meditationskursen für Entspannung teilnehmen und mich im Vorfeld schon einmal ein wenig mit der Sache befassen. Am besten würde ich gerne bereits einige Übungen machen, die für Anfänger geeignet sind und die man evtl. ohne Anleitung durchführen kann. Kann mir jemand da Tipps geben?

Ich empfehle besonders die einfache Mantra-Meditation. Das ist in unseren Meditation Einführungs-Seminaren die erste Meditationstechnik, welche die Teilnehmer lernen. Mit dieser Technik kann man sehr schnell und leicht entspannen. Verschiedene Meditationstechniken findest du beschrieben unter http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/meditati.htm Ich empfehle, die Meditation bei einem dafür ausgebildeten Meditationskursleiter oder in einem Yoga und Meditation Einführungsseminar zu lernen. Auch eine CD Meditation kann helfen (findest du im Shop, auf den du auf oberer Seite auch über die Titelleiste kommst). Ich wünsche dir gute Entspannung und neue Kraft durch Meditation.
Unter der Seite http://podster.de/view/3166/episodes#start findest du eine Menge von angeleiteten Meditationen und Tiefenentspannungstechniken als mp3. Zur Entspannung eignen sich die Tiefenentspannungstechniken besonders gut. Ich empfehle besonders 1) Kombinierte Yoga Entspannung, 8) Bodyscan, 17) Autogenes Training. Meditationen besonders für Anfänger sind unter der oben angegebenen Internet Adresse: 18) Einfache Mantra Meditation, 6) Ausdehnungsmeditation, 14) Mantra Energie-Meditation Aber du kannst auch die anderen Techniken mal ausprobieren - ist ja alles kostenlos... Michael
Für Anfänger wird regelmäßig die sog. Mantra-Meditation empfohlen. Dabei musst du dich mit geschlossenen Augen auf ein einsilbiges Wort konzentrieren, welches für dich möglichst Wertneutral ist, damit du dich durch damit verbundene Assoziationen nicht ablenkst. Dieses Wort sprichst du nun wiederkehrend vor dich zunächst laut hin, wobei beim Aussprechen ein konstanter Rhythmus wichtig ist. Mit der Zeit dämpfst du deine Lautstärke immer mehr, bis du zuletzt das Wort nur noch in Gedanken aussprichst. Zu dem Zeitpunkt solltest du leicht abschalten und dich erholen können.

Hallo, nouvellvaque
ich möchte dir etwas zu der methode der mantrameditation sagen: ich halte sie (habe selbst fast 40 jahre erfahrung) für die bei weitem effektivste methode, da sie bei korrekter anleitung - die ist allerdings dringend erforderlich - spontan zum überschreiten der gedanklichen aktivität zu einem zustand völliger nichtaktivität, kompletter stille im geiste führt. allerdings ist jegliche konzentration bei diesem sehr subtilen prozess kontraindiziert und führt NICHT zum gewünschten ergebnis. da muss ich also der gut gemeinten "anleitung" von isadora widersprechen. die auswahl eines geeigneten mantras ist sehr wichtig, da beim eindringen des bewusstseins in die lautliche feinststruktur eines klangwortes die "nebenwirkungsfreiheit" garantiert sein muss. andernfalls können unliebsame, nicht kontrollierbare nebeneffekte entstehen. die fenstruktur einer schwingung entfaltet immer grundlegendere, mächtigere wirkungen, ähnliche wie die feinstruktur der materie immer mächtigere energien enthält. das zweite element ist der korrekte umgang mit einem wirklich fürs Nervensystem kompatiblen klangwort. und dieser umgang muss nach meiner erfahrung dem übenden von einem ausgebildeten lehrer gezeigt werden. das ist ein - nur aus der sicht des lehrers - vielstufiger, komplexer prozess, den man kaum autodidaktisch erlernen kann. Wenn man nämlich sich das selbst beibringen wollte, müsste ein teil deines bewusstseins ständige kontrolle ausüben, ob denn der eingeschlagene weg auch richtig ist. allein schon diese kontrolle verhindert die absolute mühelosigkeit des eintauchens und überschreitens der geringsten aktivität des geistes und verhindert damit den erfolg grundsätzlich. es gibt keinen delikateren geistigen prozess, als den des überschreitens (transzendierens) des bewussten geistes. dieser vorgang ist verwandt mit dem einschlaf- und aufwachvorgang abends und morgens, aber er findet im zustand von völliger wachheit statt. aber keine angst, die sache ist für den übenden kinderleicht leicht zu erlernen, setzt allerdings einen fachmann (eine fachfrau) als lehrer voraus. du würdest ja auch nicht autodidaktisch eine computertomographie des gehirns bei dir vornehmen wollen und können, oder? ein etwas schräger vergleich, aber es trifft die komplexität des prozesses sehr wohl. am besten wendest du dich an einen lehrer, der diese kunst von einem meister erlernt hat. du wirst andernfalls sehr wahrscheinlich wegen nichterfolg die sache wieder hinschmeißen und glauben, sie taugt nichts. auf wunsch nenne ich dir gerne adressen. andere meditationsmethoden beruhen fast ausschließlich auf konzentration oder kontemplation und sind bei weitem weniger effektiv. man kann damit jahre verbringen und letzlich zeit und motivation vergeuden. ich sage es so, wie es ist.

Hallo Nouvellevague. Etwas, was ganz (relativ) leicht zu machen ist - beobachte einfach nur deinen Atem - das Ein- und Ausatmen - wie sich deine Naselflügel anfühlen, wie die Luft durch die Nase fliesst, wie sich deine Brust hebt und senkt, wenn du tief atmest, wie der Bauch sich weitet und zusammenzieht. Versuch, deine Gedanken kommen und gehen zu lassen und kehre immer wieder zur Beobachtung deines Atems zurück. Weiteres wirst du dann schon in deinen Meditationskursen lernen und entdecken. Viel Spass - und vor allem GEDULD!