Frage von NoLifeDLL, 341

Welche Linux Version ist die Sicherste?

Guten Tag,

wie bereits im Titel stehen, bin ich momentan auf der suche nach der Sichersten Linux Version. (Tails ausgenommen)

Expertenantwort
von Linuxhase, Community-Experte für PC, 242

Hallo

Welche Linux Version ist die Sicherste?

Sicherheit ist kein Zustand sondern ein Konzept!

  • Was ist zu sichern?
  • Vor wem will man sich schützen?
  • Vor was will man sich schützen?
  • Wieviel Ressourcen stehen zur Verfügung?
  • Wieviel Zeit darf das kosten?

Ohne regelmäßiges Update aller für die Sicherheit benötigten Komponenten (Logfiles auswerten, Patches einbingen ect.) ist alles nur ein temporärer Zustand!

(Tails ausgenommen)

Tails ist keine Sicherheitsrelevante Software, eher ein Anonymiserungspaket.

Linuxhase

Kommentar von mrlilienweg ,

Genau, das trifft den Nagel auf den Kopf.

Antwort
von PeterKremsner, 251

Prinzipiell ist jede Linux Version sehr sicher (so sicher wie es der Benutzer erlaubt), aber für den Heimgebrauch ist Ubuntu das "Sicherste". ( Auch wenn ich dadurch den Hass der Arch Linux Nutzer auf mich ziehe)

Wenn du dich natürlich gut mit Linux auskennst, dann kannst du Gentoo nehmen und ordentlich härten. Sprich Kernel hardening und nur Software verwenden die du auch brauchst, so bietet dein System sehr wenige Angriffspunkte.

Kommentar von Rynak ,

Hier kommt der Arch User: Ich finde die Ubuntu-Einstellungen *hust* Amazon-Spyware *hust* schlecht, wobei die von Mint noch schlechter sind (bzgl. Sicherheit) und rate daher von diesen Distros ab.

Kommentar von PeterKremsner ,

Naja ich finde die generellen Einstellungen nicht schlecht, klar das mit der "Amazon-Spyware" ist misst, kann aber leicht deaktiviert werden. Ich verwende derzeit Ubuntu mit der Gnome Oberfläche und da scheint die Amazon Software, automatisch deaktiviert zu sein, habs aber noch nicht mit einem Netzwerkscanner geprüft. Sonst sind die Standarteinstellungen für den Heimnutzer vollkommen in Ordnung.

Ich verwende Ubuntu auch gerne auf meinem Server und hab da eigentlich nur gute Erfahrungen bezüglich Sicherheit und Systemstabilität gehabt.

Alternativ kann man auch Debian verwenden.

Ich finde Ubuntu und Debian sind bezogen auf Einfachheit, Bedienerfreundlichkeit und Sicherheit, eine der besten Distros. Die beiden Distros sind nicht umsonst oft die Wahl wenn es um Server geht. Viele ISPs bieten bei Rootservern auch nur Debian und Ubuntu an, aber das vermutlich weil sie keine Lust haben ein anderes System aufzusetzen.

Also ich würde sagen für den normal Benutzer durchaus ausreichend. Die Sachen die man nicht braucht sollte man hald deaktivieren.

Kommentar von Rynak ,

PS: Würde aber auch nicht Arch empfehlen

Antwort
von Jack63G, 203

Du meinst nicht Version, ( denn Linux ist nur der Kern ),  sondern sicher Linux-Distribution !?

Die Formulierung deiner Frage ist so naiv und so pauschal, dass nicht wirklich eine qualifizierte Antwort möglich ist.  Denn sicher und Sicherheit ist ein sehr weiter Begriff.

Sicherheit !!??  Die Gegenfrage wäre sofort Wovor, Wogegen, für welche Aufgabe ?

Eine einzige Software, welche ein bestimmtes Kriterium für einen bestimmten Zweck nicht erfüllt, kann eine ansonsten uneinnehmbare Festung angreifbar machen....  Es kommt also weniger auf das Gesamtsystem an,  sondern auf die Umgebung,  den Einsatzzweck und die Zusammenstellung eines Systems. Manche Distributionen sind als Vorlagen besser ( so z.B. Debian ), manche weniger gut ( Kompakt- /Livedistributionen, wie Ubuntu & Co.) geeignet. In der Standartvorlage einer solchen Kompaktdistribution wird viel zu viel Software installiert, welche potentiell Sicherheitsprobleme verursachen kann und bei der großen Fülle vorinstallierter Software ist 100%-ige Übersicht und Kontrolle unmöglich...

Je kleiner, schlanker und modularer ein System ist, und je besser ich jede einzelne Komponente kenne und konfigurieren kann, desto besser kann ich sie an den Einsatzzweck anpassen.  Auch selbstverständlich, dass ein hochsicheres System NUR Komponenten und Software enthält, welche auch wirklich benötigt wird.   Klar auch,  dass ein solches Hochsicherheitssystem für allgemeine ( Client-) Arbeitsaufgaben nur eingeschränkt oder gar nicht verwendbar sein wird.

Man kann gern darüber weiterdiskutieren, aber das macht erst dann Sinn, wenn der Sicherheitsanspruch, die Arbeitsaufgabe und der Einsatzzweck genau bekannt ist....

Antwort
von David3103, 183

Die größte Sicherheitslücke sitzt 40cm vor dem Bildschirm.

Prinzipiell ist jede Distribution sicher, vorausgesetzt du überprüfst alle Einstellungen selbst und installiert nur die Software, die du wirklich brauchst.

Wenn du nicht genau weißt, wo Sicherheitslücken sein könnten, kann ich von Distributionen wie Linux Mint und Ubuntu abraten.

Für die ganz Paranoiden (wie mich) gibt es auch noch OpenBSD.

Antwort
von kloogshizer, 201

Viel entscheidender als das was auf dem Computer läuft, ist die Person die vor dem Computer sitzt. Man kann jedes Linux-System sicher konfigurieren

Antwort
von Rynak, 179

Es gibt verschiedene auf Sicherheit besonders ausgelegte Versionen (wie Tails), ich kenne die Namen aber gerade nicht alle.

Wenn es dir wirklich um Sicherheit geht rate ich dir von Ubuntu und insbesondere Mint ab, da die Standardeinstellungen nicht so sicher sind, dafür aber komfortabler und immer noch viel sicherer als Windows.

Wie die anderen kommt es natürlich auf den Benutzter an und minimalistische Systeme haben Vir- und Nachteile:
Vorteil: Du installierst nur was du brauchst, also kleine Angriffsfläche.
Nachteil: Du konfigurierst alles selber und kannst dabei (sicherheitsrelevante) Fehler machen.

Am sichersten ist vermutlich nicht Linux, sondern BSD, speziell OpenBSD, aber da kann man sich streiten.

Kommentar von Rynak ,

Bei Linux würde ich dir zu einer dieser speziellen Distros oder Debian raten. Oder Distros für Unternehmen, Red Hat, SuSE, CentOS, ...

Expertenantwort
von HenrikHD, Community-Experte für PC, 176

Also das Fort Knox ist immernoch ein Arch Linux, aber im prinzip sind alle sehr sicher

Kommentar von Rynak ,

warum soll Arch das Fort Knox sein? Die ganze Konfiguration ist doch recht fehleranfällig und Bleeding Edge != Sicher

Antwort
von Antonym, 186

Hallo,

Vom Prinzip her ist jede Linux Distru gleich sicher. Ich gehe aber davon aus das du bisher wenig Kontakt zu Linux hattest. Und empfehle dir daher Mint. Es ähnelt Windows sehr und ist damit Einsteiger freundlich. Alternativ kannst du dir auch Ubuntu angucken.

Natürlich ist die Wahl der Lieblings Ditru Geschmackssache, aber die von mir genannten sind Einsteiger freundlicher als andere. Von Sachen wie Kali Linux rate ich grundsätzlich jedem Einsteiger ab.

Linux ist so sicher da keine Programme installiert werden können ohne root Rechte, und diese auch nicht erschlichen werden können. Zumal sich das Programmieren von Viren für Linux nicht lohnt da es einen zu geringen Marktanteil hat. Viren die wie bei Windows durch das Laden von Webseiten verbreitet werden, sind bei Linux zur Zeit fast gar nicht vertreten bzw. mir persönlich ist keiner bekannt.

Mit freundlichen Grüßen

Kommentar von Rynak ,

Bitte nicht Mint! (Flash etc.)

Antwort
von multicrafter1, 144

Tails sollte recht sicher sein

Antwort
von burger3354, 171

Hallo,

Wie meinst du das ,, sicherste Linux"? Alle Linux Distributionen sind eigentlich Gegen Viren sicher. Aber für sehr unbekannte Linux Distributionen gibt es halt weniger Viren als für die Bekannten.

Gruß
Burger3354

Kommentar von guenterhalt ,

vielleicht benutze ich mit openSuSE so eine unbekannte Distribution, jetzt weiß ich auch, warum ich, solange ich Linux benutze ( seit 1995) noch keine Viren hatte.

Bitte nenne mir die, die bei bekannten Distributionen so herumschwirren.
Die Gemeinde der Außenseiter wir dir ewig dankbar sein.

Expertenantwort
von guenterhalt, Community-Experte für Computer & Linux, 141

da gehe ich mal von

"Latest Stable Kernel:"  4.4.1

aus.

https://www.kernel.org/


Antwort
von Walum, 137

Für paranoide Fortgeschrittene gäbe es z.B. Whonix.

Antwort
von ppatriks, 143

Ist kali Linux nicht total sicher ? Habe ich mal gehört

Ps: sry bin kein Linux Nutzer habe nur mal gehört.

Kommentar von Antonym ,

Kali Linux ist eine Pentesting Distribution, und somit nichts für den normalen Anwender.

Sie ist etwas für Server Administratoren oder Withe Hat Hacker. Da sie verschiedenste Programme enthält die Sicherheitssysteme prüfen können und gegebenenfalls Sicherheitslücken offenbaren kann. Natürlich ist dies auch nur mit entsprechendem Wissen über die Bedienung der entsprechenden Programme möglich.

Zum normalen Arbeiten reicht eine gewöhnliche Linux Disposition aus, wie eben Ubuntu oder  Mint. Die Programme die im Kali Linux enthalten sind können auch auf jeder anderen Distribution installiert werden. Der Vorteil von Kali Linux hingegen ist das dies nicht mehr gemacht werden muss ganz einfach. Mit freundlichen Grüßen

Kommentar von ppatriks ,

Achso ok danke ^^

Kommentar von Kerridis ,

Kali nun mal grad nicht. Wenn du das installierst, wird nichtmal ein einfacher Benutzer angelegt, sondern du bist root = hochgradig unsicher! Du musst schon selbst daran denken, dir einen Benutzer anzulegen, wenn du es als Arbeitssystem verwenden willst. Wobei Kali darauf nicht ausgelegt ist, es ist eine forensische Spezialdistribution für Penetrationstests usw.

Dann lieber ein Debian ohne Kali-Aufsatz...

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