Frage von flueueue, 15

Welche Leinwand (Material, Farbe, etc.) erzeugt in einer sehr hellen Umgebung die besten Ergebnisse?

Ich benötige eine Stativleinwand. Diese wird auf einer Bühne in Verwendung sein. Das heißt, sie steht direkt im weißen Scheinwerferlicht (4-5 kW)

Der Beamer selbst hat 4000 ANSI Lumen und jetzt bin ich mir nicht sicher, welche Leinwand dafür die beste ist. Es gibt ja verschiedene Oberflächenfarben, Material, Beschichtungen, etc.)

Ich möchte natürlich möglichst optimal die Leistung des Beamers auf die Projektionsfläche bringen und bitte um eure Hilfe!

Danke!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Pr3diXx, 12

Das Material an sich ist nicht für das Ergebnis verantwortlich, lediglich die Farbe bzw. Beschichtung ;) 

Wie schon geschrieben wurde, gibt es Stativleinwände meist nicht als High Contrast Varianten fertig zu kaufen, daher würde ich eine DIY Lösung empfehlen. Ich würde eine fertige Stativleinwand kaufen und diese mit einer Farbmischung bestreichen. 

In vielen Heimkino Foren wird die Black Widdow Farbmischung empfohlen, die zum einen aus einer neutral grauen Latexfarbe mit zugemischter Airbrush Aluminiumfarbe (silber Partikel) besteht. 

Vorteil der Farbe gegenüber einer Standard matt weisen Leinwand:

- Schwarzwert wird verbessert (durch das Grau der Leinwand) 

- Kontrast wird bei heller Umgebung gesteigert, da weniger Streulicht

- helle Anteile werden durch das beigefügte Aluminium wie bei einer High-Gain Leinwand verstärkt.

Falls du dich für die Farbe interessierst hier ein Forumslink, indem die Herstellung nochmal genau beschrieben wird: https://www.beisammen.de/index.php?thread/86692-black-widow-selbstbauleinwand/

Ergänzend sollte die Stativleinwand rundherum eine Maskierung aus schwarzen Velours besitzen, da hierbei Streulicht noch einmal geschluckt wird und der subjektive Kontrasteindruck nochmal gesteigert wird. 

Ansonsten hilft wirklich nur noch ein "noch" lichtstärkerer Beamer, wobei echte 4000 ANSI Lumen schon sehr gut sind. Die Größe der Leinwand ist natürlich auch sehr entscheidend! Je größer die Leinwand, desto mehr Lichtleistung wird benötigt, diese auch auszuleuchten, ist die Leinwand allerdings nur 2 Meter breit, dient als Infotafel etc. könnte man mit der Farbe und einem lichtstarken Beamer bereits gut fahren. 

Antwort
von k98765, 10

Diese Frage lässt sich nicht so einfach beantworten. 4000 Anis Lumen sind nicht gleich 4000 Anis Lumen; bei manchen Geräten kommt bei farblich korrekter Darstellung teilweise nur 1/3 der beworbenen Leuchtdichte heraus … Um ermitteln zu können, mit welchem Leinwandtyp unter den gegebenen Voraussetzungen ein mehr oder weniger sichtbares Bild oder ggf. sogar eine kontrastreiche Darstellung erzielt werden kann, müssen die Parameter Bildgröße, von wo kann der Projektor sein Bild auf die Leinwand projizieren, von wo wird wie per Scheinwerfer ausgeleuchtet, … bekannt sein. Generell gilt: Weiße Leinwände sind für komplett schwarze Räume – ohne jegliches Fremdlicht – gedacht, sind somit in über 90% der Fälle entscheidend für ein schlechtes Bild (mit-)verantwortlich. Für alle anderen Fälle (außerhalb des optimierten Kinoraums) gibt es eine Vielzahl anderer Lösungsansätze, dies können Hellraumleinwände bei sehr hellen Umgebungen, Wohnzimmerleinwände wie die Couchscreen Leinwand für Umgebungen mit wohntauglicher Beleuchtung, Hochkontrastleinwände wie die Supernova oder die STS sein, wenn es eher schummrig zu geht, spezielle Folien, Scheiben, etc. Kaum eine dieser „Streulicht-tauglichen“ Lösungen gibt es jedoch als Stativ-Leinwand. Ggf. einfach einmal die auf Hellraumprojektion spezialisierte Firma Revosoft kontaktieren und diesen alle erforderlichen Daten aufzeigen, die werden Dir nach meinen Erfahrungen genau aufzeigen können, mit welcher Technikkombination Du das Ziel erreichen kannst.

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