Frage von Pikachu2010, 60

Welche Krankenversicherung für das Neugeborene Kind?

Liebe Community, leider habe ich zu meinem Szenario unterschiedliche Äußerungen gehört. Vielleicht könnt ihr helfen?

Folgendes Szenario:

Vater - Beamter - Beihilfe + Private Restkostenversicherung Mutter - Selbstständig - Private Krankenversicherung - höheres Einkommen, Einkommen über JAEG Die Eltern sind nicht verheiratet.

Würden gerne das Kind über die Beihilfe mitversichern.

Ist dies möglich?

Expertenantwort
von Barmenia, Business Partner, 10

Hallo Pikachu2010,

unabhängig von dem Einkommen der Mutter, besteht für das Kind in jedem Fall ein Beihilfeanspruch. Voraussetzung dafür ist lediglich, dass das Kind im selben Haushalt lebt, wie die beihilfeberechtigte Person (also in diesem Fall der Vater). Ob ihr verheiratet seid oder nicht, spielt ebenfalls keine Rolle.

Bei welcher privaten Krankenversicherung ihr das Kind versichert, könnt ihr - unabhängig vom Beihilfeanspruch - frei entscheiden.

Zur Mitversicherung des Kindes ist es ausreichend, wenn ihr eure "Wunsch-PKV" innerhalb von zwei Monaten nach der Geburt informiert.

Das Kind wird dann ohne Risikozuschläge und ohne Wartezeiten ab Vollendung der Geburt in dem gleichen bzw. einem gleichartigen Tarif versichert wie der Elternteil.

Entscheidet ihr euch für die PKV der Mutter, sähe das dann zum Beispiel so aus, dass die Mutter einen 100%igen Versicherungsschutz hat und das Kind einen von Umfang her adäquaten, aber eben nur zu 20% (Restkostenabsicherung).

Voraussetzung für diese "Mitversicherung ab Geburt" ist - neben der 2-Monats-Frist -, dass ein Elternteil bereits seit mindestens drei Monaten bei der Versicherungsgesellschaft krankenvollversichert ist.

Oder ist euer Kind schon älter? Auch das kann ja durchaus sein. Dann könnt ihr euch trotzdem aussuchen, welche PKV ihr wählt, jedoch ist die Annahme dann von einer vollständigen Gesundheitsprüfung (Antrag) abhängig.

Ich hoffe, das hilft euch weiter :-)

Viele Grüße

Christina vom Barmenia-Team

Antwort
von DerHans, 46

Wenn beide Elternteile privat versichert sind, können sie frei wählen, in welcher KV sie das Kind anmelden. Der Beihilfeanspruch ist auch bei einer Versicherung über die Mutter zu realisieren. Alle Gesellschaften haben auch einen B-Tarif

BEIDE Gesellschaften müssten das Kind auch versichern, wenn es eine angeborene Krankheit hätte.

Kommentar von Apolon ,

@DerHans,

ich wundere mich in letzter Zeit sehr oft über deine fehlerhaften Antworten, bezüglich privater Krankenversicherung und Beihilferecht. 

Der Beihilfeanspruch ist auch bei einer Versicherung über die Mutter zu realisieren.

Nein - dies ist nicht möglich.

Nur der Beihilfeberechtigte, kann für seine Kinder eine Restkostenversicherung zur Beihilfe bei einer PKV abschließen.

Die Mutter des Kindes selbst hat keinen Beihilfeanspruch!

Wenn die Mutter in einer PKV wäre, müsste sie die Kinder zu einem 100 % Tarif mitversichern.

Kommentar von Dickie59 ,

stimmt.

Antwort
von DolphinPB, 23

Ja, das geht. Einfach sich an die PKV des Vaters wenden.

Bitte die Frist für die Kindernachversicherung (einfache Anmeldung ohne Gesundheitsprüfung) nicht versäumen. Nur dann wird das Kind ohne Gesundheitsprüfung ab Geburt und inkl. möglicher Geburtsschäden versichert.

MB/KK § 2 (2): "Bei Neugeborenen beginnt der Versicherungsschutz ohne Risikozuschläge und ohne Wartezeiten ab Vollendung der Geburt, wenn am Tage der Geburt ein Elternteil mindestens drei Monate beim Versicherer versichert ist und die Anmeldung zur Versicherung spätestens zwei Monate nach dem Tage der Geburt rückwirkend erfolgt. Der Versicherungsschutz darf nicht höher oder umfassender als der eines versicherten Elternteils sein."

In Sachen umfassenderer Versicherungschutz gibt es durchaus Unterschiede zwischen den Gesellschaften, manche sehen das enger als andere.

Natürlich können Sie das Kind auch bei einem anderen Versicherer versichern, wenn z.B. der Tarif des Vaters Lücken aufweist o.ä., aber - das geht nur mit Gesundheitsprüfung (i.d.R. min. U1 & U2) und es akzeptieren auch nicht alle Versicherer Kinder ab Geburt alleine.

Antwort
von TreudoofeTomate, 32

Da ihr beide privat versichert seid, wird auch das Kind privat versichert werden müssen. Es ist also egal, welche KK ihr wählt.

Kommentar von Apolon ,

Es ist also egal, welche KK ihr wählt.

Nein - ist es nicht!

Die PKV des Vaters - Beihilfetarife für das Kind.

Die PKV der Mutter - 100 %Tarife für das Kind.

Antwort
von Apolon, 22

Ja - das Kind kannst du über die PKV krankenversichern zu den entsprechenden Beihilfetarifen.

Kontaktiert den Versicherungsvermittler der PKV des Vaters, der hilft euch sicherlich.

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