Frage von cap44, 52

Welche Krankenkasse zahlt Marcumar?

Hallo zusammen,

ich suche nach einer Krankenkasse, welche die Gebühren für Marcumar (das "original", kein Alternativprodukt) übernimmt. Hat jemand eine Idee?

Vielen Dank vorab!

VG

Antwort
von klugshicer, 41

Das zahlt eigentlich jede Krankenkasse - bzw. der Arzt muss einen Haken auf das Rezept machen dass das Original-Medikament auszugeben ist und Du musst dann die Differenz zum günstigeren Medikament zahlen.

Kommentar von cap44 ,

Genau, das mache ich so wie Du es beschreibst. Ich habe mir sagen lassen, dass bei lebenslanger Einnahme die Differenz von auch von der Krankenkasse übernommen werden kann. Bin gerade dabei zu schauen ob da was dran ist. Meine derzeitige Krankenkasse stellt sich bisher ziemlich quer.

Danke Dir auf jeden Fall für den Beitrag!

Antwort
von Tiefseeschnecke, 33

nimm doch lieber Nattoplasmin, das ist natürlich und hat keine Nebenwirkungen. Marcumar ist Rattengift.

Kommentar von cap44 ,

Ich werde mich mal darüber informieren. Danke!

Kommentar von martin0815100 ,

Frag lieber den Arzt. Ein Medikament was nachweislich so extrem viele Leben gerettet bzw. verlängert hat als Rattengift zu bezeichnen disqualifiziert für mich jegliches Geschreibsel automatisch.

Dein Arzt kann das aber sicher einschätzen.

Kommentar von klugshicer ,

Eventuell hättest Du noch erwähnen sollen dass die Dosis das Gift macht.

Kommentar von holjan ,

Ich hab mal danach gegoogelt - es wird lediglich als Nahrungsergänzungsmittel gehandelt, das nicht nur die Gerinnung hemmt, sondern vor allem auch Blutdrucksenkend ist.

Auch wird in sämtlichen Beschreibungen des Produkts kein Wort davon verloren, das es als Ersatz für Gerinnungshemmer vorgesehen ist, da stets explizit darauf hingewiesen wird, das Nattoplasmin nur mit ausdrücklicher Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden darf, wenn man Gerinnungshemmende Medikamente einnimmt.

Kurzum - das Produkt scheint gar nicht als Medikament geführt zu werden.

In einigen der Berichte wurde auch darauf hinwiesen, das die Dosierung sehr schwierig sei, weil die Auswirkungen jeweils nicht verlässlich vorhersehbar sind.

Ich bezweifel zudem stark, das irgendeine Krankenkasse die Kosten dafür übernehmen würde.

Antwort
von martin0815100, 43

Marcumar ist ziemlich veraltet.

Die ganzen Generika sind chemisch identisch, daher müsstest Du eigentlich Privatpatient sein um das Original zu bekommen. Ansonsten musst du einfach den Arzt oder die Apotheke fragen.

Sofern der Betreffende aber nich so alt ist, dass Nierenprobleme zu erwarten wären macht Xarelto viel mehr Sinn. Das muss nicht eingestellt werden und wird nur gefährlich bei Nierenversagen, ansonsten ist es in jeder Beziehung besser als Marcumar.


Kommentar von cap44 ,

Xarelto kannte ich bisher nicht, werde mich mal darüber Informieren. Danke!

Kommentar von klugshicer ,

Ich wäre mir aber nicht sicher ob die Generika bei der Dosenberechnung dem selben Logarithmus folgen wie Marcumar.

Dann gibt es noch einen gewichtigen Punkt der gegen die Gerinnungshemmer neuerer Generation spricht:

Es gibt keine Möglichkeit um im Notfall (z.B. durch Vitatmin K) die Gerinnung kurzfristig anzuheben.

Kommentar von martin0815100 ,

Wieso noch einen?

Das genau ist doch der Grund warum ich davon gesprochen habe, dass es Menschen, die sehr alt sind und Nierenversagen befürchten müssen nicht nehmen sollen.

Da die Gerinnung nicht aufgehoben werden kann würde ein Weiternehmen des Medikaments nach einem Nierenversagen nämlich automatisch zum Tot führen.

Kommentar von klugshicer ,

Und was machst Du wenn jemand dringend operiert werden muss - Zahnbehandlungen sind bei Verwendung von Gerinnungshemmern auch nicht ohne weiteres möglich..

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