comarel am 23.09.2007 um 20:10 Uhr
.....werden bei euch wie gefeiert und was ist euch dabei besonders wichtig?
das einzige kirschliche fest, dass bei uns gefeiert wird ist weihnachten.
da ist die ganze familie vollzählig versammelt, das einzige mal im jahr, daher ist das das wichtigste an dem fest.

Eigentlich nur noch Weihnachten. Ostern und Nikolaus und was da sonst noch auf dem Kalender rot unterstrichen wird, wird nur noch dadurch gefeiert, dass man seinen freien Tag geniesst. Weihnachtsfest bei Familie Wandpilz: Nachdem man den ganzen Vor- und Teile des Nachmittags damit verbracht hat, herauszufinden, dass nun überhaupt nichts im Fernsehen kommt, fragt man sich, warum man eigentlich nirgends einen geschmückten Weihnachtsbaum sieht. Egal, man zuckt die Schultern und isst einen kleinen Schokoweihnachtsmann. Um 15 Uhr wird dann - um in Festtagsstimme zu kommen - "Das Leben des Brian" in den DVD Player geschmissen und zusammen mit meinem Erzeuger auf der Couch angeschaut. So gegen 17 Uhr macht man sich fertig, um die Schwester mit ihrem Sohn zu besuchen. Man fährt also hin, umarmt sich, setzt sich auf das Sofa und versucht verzweifelt diese peinliche Stille zu überbrücken, die entsteht, wenn man sich bewusst wird, dass man eigentlich nichts zu erzählen hat. Dann würgt man das Mahl herunter, welches die Schwester gezaubert hat (mit dem üblichen "das ist so lecker - nein, überhaupt nicht versalzen...das Fleich ist super...ähmmm...kann ich noch ein, zwei Gläser Wasser bekommen?") tauscht Geschenke aus, denkt sich "wow, wie kann man nur so daneben liegen" und fährt wieder zurück zur Wohnung meines Vaters. Dort angekommen, werfen wir uns unsere gegenseitigen Geschenke zu (ich bekomme Geld, er ein Buch - jahrelange Tradition halt) warten noch eine Stunde oder so und gehen dann abends noch ein wenig weg. Ich meist zu einem Bekannten, er in die Kneipe. Ho-Ho-Ho
krauthexe am 23. September 2007 20:27 :-))
comarel am 23. September 2007 20:29 Und was ist mit der eigentlichen Bedeutung des Festes???
wandpilz am 23. September 2007 20:39 Hmmm...die eigentlich Bedeutunug des Weihnachtsfestes hat sich mir noch nie so wirklich erschlossen. Ich war in meinem Leben zweimal in der Kirche - das waren jeweils Ausflüge mit meiner Schulklasse...einmal war ich in einer französischen Kathedrale, aber das war während meiner Studienfahrt und ich war nicht ganz nüchtern, also zählt das wohl nicht...ich wurde nicht christlich erzogen, da meine Mutter evangelisch und mein Vater katholisch war, haben die beiden beschlossen, dass wir (also meine Schwester und ich), wenn wir alt genug sind uns zu entscheiden, selber wählen können. Nun, wenn man damit nicht aufwächst und mit 12 die Frage gestellt bekommt, ob man in die Kirche will, tja...meine Schwester und ich sagten nein. Aber die Geschenke und die Süßigkeiten find ich dennoch in Ornung.

Da ich seit Langem keiner Kirche mehr angehöre und alleinstehend bin, sind für mich die kirchlichen Feiertage auch mehr oder weniger vom kirchlichen Sinn her in die Bedeutungslosigkeit abgerutscht. Ganz im Gegenteil: Gerade vor dem Weihnachtsfest überfällt mich immer das blanke Grausen und ich hoffe, daß diese Tage ganz schnell vorbei gehen. Dieses ständige auf die Tränendrüsen drücken -gerade Weihnachten- ist absolut nichts für mich.
comarel am 23. September 2007 20:34 Aber man kann sich doch gerade in dieser Zeit für so vieles engagieren, es gibt so viele Menschen und nicht nur aus Randgruppen, die gerade an diesen Festen gerne Unterstützung haben und sei es nur durch Beisammensein, sich kümmern. Es gibt viele Organisationen, die Hilfe brauchen. Du würdest auch aus deiner Einsamkeit herauskommen und du würdest sehen, wie schön es ist anderen eine Freude zu machen.

Keine. Ich halte es wie Hugh Grant in "About a boy": Weihnachten werde ich mich betrinken, mir ein paar Filme ausleihen und mich zudröhnen. Nach Weihnachten bin ich dann wieder verfügbar. Ich lehne dieses Fest kategorisch ab.
comarel am 23. September 2007 20:35 Die Bedeutung des Festes läßt dich kalt??
Kaffeesatz am 23. September 2007 20:59 Ich nehme mal an Du spielst auf den religiösen Aspekt an. Nun, ich bin Atheist und halte jede Form von Religion von infantil. Aber einen Mythos tötet man nicht. Ansonsten bleibt noch Geschenke verteilen übrig und das habe ich schon immer nach Lust und Laune gemacht. Wenn sich überhaupt ein spezieller Tag dafür eignet, dann der Geburtstag.
Kaffeesatz am 23. September 2007 21:02 von=für (bin wohl noch verkatert)

Ursprünglich sind Weihnachten und Ostern christliche Feste. Der Kommerz (wir) hat daraus den Kaufrausch gemacht.
Ich finde es äußerst Schade, dass Familien nur zusammen kommen, weil da ein Datum im Kalender steht. Ich verzichte darauf.
Ich möchte meine Lieben sehen und sprechen, weil mir oder ihnen danach ist, nicht weil mal eben zufällig der 24.12. ist.
Ich schenke sehr gerne und erfreuen mich an den erfreuten Augen (bei Kindern und wenigen Erwachsenen gibt es das noch, das Leuchten) aber nicht weil irgendein Datum ansteht. Ich sehe etwas und denke, das könnte abc (xy kann ich hier ja nicht nehmen) gefallen, dann kaufe ich es und schenke es. Und ich freue mich wahnsenig, wenn der Beschenkte sich wirklich freut.
Ich kaufe schon seit Jahren keine Geschenke mehr zu Weihnachten/Ostern oder zu Geburtstagen (Außnahme sind Kinder). Ich "muss" nicht schenken und niemand "muss" sich freuen.
Das christliche ist verloren gegangen, ich weiß nicht wann bei mir. Es kann keinen Gott geben, bei soviel Unheil das geschiet. Wenn doch, kann es nur ein einsamer, vergrämter, alter Zottelgreis sein.
comarel am 28. September 2007 22:41 Gott kann nichts dafür, was der Mensch aus seiner schönen Schöpfung gemacht hat!!!

Wir sind katholisch, und bei uns werden Weihnachten und Ostern gefeiert. Weihnachten mit Verwandtenbesuch, Geschenkeaustausch, eventuell Kirche. Ostern ist eher ein Frühlingsfest und lockerer.

Für mich ist Weihnachten ein ganz persönliches Fest, das ich leider erst in der Mitternachtsmesse nach dem familiären Pflichtprogramm beginnen kann. Ich verbinde damit eher das heidnische Julfest, der dunkelste Punkt des Jahres ist überschritten, es geht wieder dem Licht und einem Neubeginn entgegen. Die Messe und die Predigt erlauben mir einen Moment der Besinnung in einem feierlichen Rahmen, in dem ich auch das aktuelle Jahr Revue passieren lasse: was war gut, was war weniger gut, was sollte dankbar erinnert werden, was sollte verabschiedet, was entwickelt oder neu geboren werden.

Ich feiere keine kirchlichen Feste.
Ich denke auch nicht weiter darüber nach. Gelegentlich merke ich, daß Weihnachten ist, wenn ich zufällig genau an diesem Tag abends in eine Kneipe will und feststelle, daß sie geschlossen ist.
Nein; ich finde die freien Tage natürlich auch schön. Aber meinetwegen könnte man sie auch abschaffen und dem Urlaubsanspruch zuschlagen. Ich halte nichts von Kirchen, Religion und dem ganzen Unfug.
minister am 23. September 2007 22:41 Wenn hier einer konkret nach dem Umgang mit kirchlichen Festen fragt, dann interessiert er sich sicherlich nicht für die Ignoranz eines Nichtbetroffenen.
WolfRichter am 24. September 2007 06:50 Es geht bei einer Umfrage darum, ein repräsentatives Bild der Gemeinschaft zu erhalten.
Wenn die Frage nach dem Umgang mit kirchlichen Festen gestellt wird, gehört dazu auch der Nicht-Umgang. Ohne die entsprechenden Antworten wäre das Ergebnis der Umfrage verzerrt.
comarel am 8. Oktober 2007 19:44 @ minister: DANKE

Liebe(r) comarel,
gutefrage.net ist eine Ratgeberplattform. Obige Frage mag interessant sein, gehört aber hier leider nicht hin.
Wenn Du die Community besser kennen lernen möchtest, kannst Du diese Frage gerne im Forum unter www.gutefrage.net/forum unter der Kategorie "Community" stellen.
Viele Grüße
Paula vom gutefrage.net-Support
comarel am 23. September 2007 20:26 Danke für den Tipp!!

Für uns Protestanten sind Ostern und Weihnachten ganz besonders wichtig. Vor Ostern haben wir einen Kindergartengottesdienst mit Kinderabendmahl auf einem Aussiedlerhof. Am Ostermontag werden viele Kinder getauft.
Weihnachten haben wir einen Familiengottesdienst mit Krippenspiel, eine Christvesper bei Kerzenlicht, am zweiten Feiertag einen Taufgottesdienst. In unserer reformierten Gemeinde steht die Gemeinschaft im Vordergrund, wir haben oft nach dem Gottesdienst noch Zeit, um uns bei etwas zu trinken auszutauschen. Wichtig ist uns, dass Festzeiten, tatsächlich einen Unterschied zum Alltag ausmachen, dass sie etwas besonderes sind.
comarel am 23. September 2007 20:22 Ist euch dabei das kirchliche Fest wichtiger oder die Tatsache, dass es vielleicht eine von wenigen Möglichkeiten ist, dass die Familie zusammen ist?
minister am 23. September 2007 22:40 Wir feiern diese Feste als Familie, zusammen sind wir auch sonst. Christliche Gemeinde entsteht eben aus der Gemeinschaft und führt gleichzeitig zu Gemeinschaft.
Eigentlich nur sind mir nur Ostern und Weihnachten als christliche Feste wichtig. Die werden dann aber auch richtig traditionell gefeiert. Essen, Familie, Singen, Kirche. Jedes Jahr gleich, das muss sein. Alle anderen Feste bedeuten für mich nur: keine Arbeit. Ansonsten wird dann nicht gefeiert.
comarel am 23. September 2007 20:24 Ist dabei die Bedeutung des Festes relevant oder nr die Tatsache, dass die Familie beisammen ist?

Ich bin (nicht nur dem Namen nach) Agnostiker. Daher feiere ich keine christlichen Feste. Um manche kommt man aber nicht drumrum; gerade dann wenn man einen kleinen Sohn hat. Welches Fest könnte ich wohl meinen...

Die meisten Antworten hier bringen mich ehrlich auf die Palme.
Da fragt einer nach dem persönlichen Umgang mit kirchlichen Festen und erntet überwiegend Antworten von Leuten, die gar keine Praxis dazu haben.
Es ist auf GF immer dasselbe mit Fragen rund um Religion und Christentum: statt die Fragen so zu beantworten, dass sie dem Fragenden von irgendeinem Nutzen sind, würgen bestimmte Leute ihre Ignoranz hervor.
Wenn das alle zu jedem Thema so tun würden, wäre GF völlig nutzlos.
Und was ist mit der Bedeutung des Festes ansich?
Ist es nicht Bedeutung genug, daß sich wenigstens einmal im Jahr die ganze Familie versammelt?
@comarel: auch mir als atheistin ist die bedeutung dieses festes bekannt.
da aber das leben leider nicht immer so schön ist wie dieses fest, denn meine familie lebt hunderte km auseinander, ist mir persönlich das treffen einmal im jahr das allerwichtigste von allem an weihnachten.