Frage von Internetzugriff, 78

Welche Katastrophen, Apokalypsen, Unruhen wären wahrscheinlicher?

Ich frage mich schon länger welches von den ganzen Apokalypsen, Katastrophen, Unruhen, usw... in unseren heutigen Zeit wahrscheinlicher wäre.

  • Ein 3. Weltkrieg?

  • Weltweite massenhafte Demonstrationen bis hinzu Unruhen, Revolutionen und Bürgerkriege?

  • Ein religiöser Weltuntergang?

  • Eine Art "Zombieapokaypse" durch ein Virus?

  • Ein Kometenanschlag worin man die Laufbahn des Kometen durch Raketenabschüssen nicht verändern kann, weil es vllt. zu groß ist oder so und es die menschliche Spezies auslöschen könnte?

  • Tage- Wochen- Monatelange Naturkatastrophen (Erdbeben, Tsunamis, Vulkanausbrüche,...), die aber tausende bis Millionen Menschenleben kosten würde?

  • Atomarer Anschlag oder Unfall?

Usw...

Das sind nicht die einzigen Möglichkeiten, es gibt noch zig weitere.

Oder eben das was euch Sorgen bereitet.

Es ist nicht auszuschließen, das nichts passieren könnte. Es wäre auch naiv daran zu glauben, das alles ist Friede Freude Eierkuchen sei.

Wäre es also sinnvoll ein "Prepper" zu sein?

Prepper (abgeleitet von englisch: to be prepared, deutsch: bereit sein bzw. dem Pfadfinder­ gruß: Be prepared, deutsch: Allzeit bereit) bezeichnet Personen, die sich mittels individueller Maßnahmen auf jedwede Art von Katastrophe vorbereiten: durch Einlagerung von Lebensmittelvorräten, die Errichtung von Schutzbauten oder Schutzvorrichtungen an bestehenden Gebäuden, das Vorhalten von Schutzkleidung, Werkzeug, Waffen und anderem. Dabei ist es unwichtig, durch welches Ereignis oder wann eine Katastrophe ausgelöst wird. Viele Themen der Prepper überschneiden sich mit denen der Survival-Szene.

  • Wikipedia
Antwort
von OlliBjoern, 26

Sagen wir mal so: in manchen Teilen der USA ist es sicher nicht verkehrt, auf Wirbelstürme und deren eventuelle Auswirkungen (Überschwemmungen) vorbereitet zu sein (Erdbeben mancherorts auch).

Dennoch denke ich, dass bei vielen Menschen die "Lust an der Bedrohung" eine Rolle spielt. Dies ist ein psychologisches Phänomen, das auf den ersten Blick paradox erscheint (man wird nicht real bedroht, fühlt sich aber dennoch bedroht, weil es eine positive psychologische Reaktion auslöst).

Die gefühlte Bedrohung wird als sinnstiftend erlebt. Aus der Passivität heraus gelangt man zu einer Lage, in der man sich als aktiv handelndes Individuum versteht (das sich gegen die "Bedrohung" zur Wehr setzt). Statt gemütlicher Langeweile lieber einen spannenden Bunker bauen.

Nicht nur in den USA sieht man dieses Phänomen, auch hierzulande sehen sich Menschen als bedroht an, bei der nur wenig Entsprechung dieser Bedrohung in der Realität zu finden ist. In Mecklenburg-Vorpommern konnte die AFD sehr erfolgreich diese Lust an der Bedrohung mobilisieren.

Gerade in diesem Land, das kaum Flüchtlinge aufweist, haben offenbar viele Menschen ein hohes Gefühl einer Bedrohung (obwohl aufgrund mangelnder Zahlen gar nicht so viele Leute dort viele direkte Kontakte mit Flüchtlinge haben können). Hier wirkt ein ähnlicher Mechanismus: in dem man sich einer teils fiktiven Bedrohung ausgesetzt fühlt, fühlt man sich aktiviert (sieht man an höherer Wahlbeteiligung)

Dass es ein geringes tatsächlich vorhandenes Risiko gibt, würde ich gar nicht mal bestreiten wollen (aber jeder, der morgens in sein Auto steigt, geht ein höheres Risiko ein). Aber für viele Menschen ist es anscheinend psychologisch wichtig, die Bedrohungssituation als sehr hoch einzuschätzen ("Deutschland steht vor dem Untergang"), da nur dies ihre Aktivierung und Motivation zum Weitermachen gewährleisten kann.

Positive Nachrichten sind für solche Menschen unangenehm, da sie ihr Weltbild angreifen. Ohne Bedrohung fällt der Sinn dieses Bildes in sich zusammen. Ergo muss die Bedrohung als sehr hoch dargestellt werden.

Antwort
von Tellensohn, 27

Salue

Vor dem 3. Weltkrieg, Zombies u.s.w. müssten wir uns wohl weniger Sorgen machen.

Da reicht eine Hackergruppe, die die AKW oder die Smarthomes angreift, eine längerer Stromausfall (des Europa weit vernetzten Stromnetzes), ein aggressiver Virus (der sich innert 24 Stunden auf der ganzen Welt verbreitet) oder ein EMP (wie wir ihn um das Jahr 1857 mal hatten).

Wie wär's mit einem Währungscrash (des komplett aufgeblasenen Euros)? Oder die Leute merken plötzlich, dass ihr Geld nur Buchgeld ist und keine reeller Wert dahinter steckt. Alle Kreditkarten sind wertlos, die Ersparnisse haben sich in Luft aufgelöst!

Am ersten Tag wollen alle noch (ohne Bargeld zu haben) alles zusammenhamstern. Nach drei Tagen bringen sich die Leute für 5 Liter Benzin oder eine Flasche Mineralwasser um.

Notvorrat kann da aber eine grosse Hilfe sein. Ebenfalls ein guter Wasserfilter gehört in eine Haushaltung. Ein gutes Verhältnis mit den Nachbarn ist bestimmt sinnvoll, den alleine kommt man da nicht weiter.

Ich habe allerdings so meine Zweifel ob die Amis mit ihren aufgemotzten V8-Pickups im Bigfood-Styl, auf die Zähne bewaffnet und mit einem Atombunker, da nicht die falschen Vorbereitungen getroffen haben.

Immerhin, es mag für unsere Spinner in den USA ein nettes Hobby sein.

Wir haben für jedes Lebensrisiko eine Versicherung. Nur dort wo es wirklich zu einer Katastrophe kommt, da können wir uns nur in Eigenverantwortung versuchen abzusichern.

Ich habe für meine Angehörigen und mich tatsächlich einige Vorsichtsmassnahmen getroffen, ohne gleich mein Leben einer Katastrophe zu widmen.

Es grüsst Dich Dein "Softprepper"

Tellensohn

Kommentar von Busverpasser ,

Guter Beitrag. Ich hoffe mal du behältst mit der Aussage "Vor dem 3. Weltkrieg, Zombies u.s.w. müssten wir uns wohl weniger Sorgen machen." recht!

Was den 3. Weltkrieg angeht muss ich sagen, bin ich mir nicht mehr so sicher. Wenn man mal über den Teich schaut, was Trump und Clinton so von sich geben! :-O

Und dann noch dieses einseitige Russlandbashing, was in den westlichen Medien z.T. betrieben wird, da wird es einem Angst und Bange...

Kommentar von PaddyOfficialLP ,

Du hast mit deinem Beitrag schon ganz recht, aber eine Hackergruppe wird zumindest an einem deutschen KKW (wie du es nennst: AKW) nicht viel anrichten können. Die komplette leittechnik ist analog, da wirst du mit keinem Computervirus der Welt was machen können ;)

Antwort
von HirnvomHimmel, 15

Meine Einschätzung zur

Wahrscheinlichkeit innerhalb der nächsten 100 Jahre und Mortalitätsrate in % der Weltbevölkerung beim Eintritt des Erignisses

3. Weltkrieg 25% | 95%

Globale Soziale Unruhen 50% | 25%

Religiöser Weltuntergang 0,0000001% | 100%

Zombie-Apokalypse 0,0000001% | 99%

Kometenschlag 0,01% | 99%

Naturkatastrophe, z.B. Supervulkan Yellowstone oder Eifel 0,01% | 95%

Einzelner Atomunfall oder Anschlag in einer Großstadt 75% | 1%

Und noch ein paar Bonus-Apokalypsen:

Kosmische Energieentladung (Gamma-Ray-Burst oder Supernova) 0,0001% | 100%

Krieg gegen technisch überlegene Aliens: 0,001% | 99,9%

Schwarzes Loch aus einem Teilchenbeschleuniger: 0,001% | 100%

Feindseelige Künstliche Intelligenz oder Nanobots: 3% | 95%
(im folgenden Jahrhundert deutlich höher)

Weltklimakatastrophe 60% | 30% (Aber nicht alle auf einmal, sondern nach und nach durch wegbrechende Wasser- und Nachrungsversorgung)

Antibiotika-resistente Pest oder ähnlicher Erreger 40% | 98%

FAZIT:

Menschengemachte Konflikte, Technologiefolgen und Krankheiten sind am gefährlichsten, aber zugleich ist es auch schwer, sich effektiv dagegen zu schützen. Der beste Schutz ist sicherlich, diese Ereignisse schon im Vorfeld zu verhindern, als nächstes ist ein Netzwerk von Menschen und Know-How wichtig, um bei Bedarf schnell von A nach B reisen zu können und nach einer Katastrophe den Wiederaufbau zu beginnen.

Kommentar von hobbybotaniker ,

Aliens hAhahahaha omg

Antwort
von Busverpasser, 39

Also Zombieapokalypse und Religiösen Weltuntergang halt ich für eher unwahrscheinlich. Der Rest ist schon wahrscheinlicher.

In Gebieten, in denen Erdbeben an der Tagesordnung sind, sollte man z.B. immer mehrere Liter Trinkwasser und Nahrungsvorräte parat haben, welche ein paar Tage reichen, bis die Versorgung wiederhergestellt ist.

Bei einer globalen Katastrophe dagegen (großer Meteorit z.B.) kannst du eh nix machen. Dann kauf dir lieber ein bissl was zu Rauchen, damit du noch paar schöne Tage hast. Wenn es soweit kommt, gehen sowie so die übrigen Menschen mit Knüppeln auf einander los...  ;-)

Antwort
von Enzylexikon, 32

Oder eben das was euch Sorgen bereitet.

Mich beunruhigt keine der von dir genannten Szenarien.

Zum einen, weil das alles Entwicklungen sind, auf die ich höchstens sehr beschränkt Einfluss hätte, so dass ich sie ohnehin nicht verhindern kann.

Zum Anderen, weil es hypothetische Ereignisse sind und ich keinen Grund sehe, mir wegen irgendwelcher Phantasien ernsthaft Sorgen zu machen.

Also fühle ich mich weder durch Naturkatastrophen, noch durch menschliches Versagen oder Science Fiction Szenarien bedroht.

Wäre es also sinnvoll ein "Prepper" zu sein?

Ich persönlich fände es lächerlich, einen Atombunker in meinem Vorgarten auszuheben, ABC-Schutzkleidung zu kaufen oder Waffen zur Selbstverteidigung zu horten.

Haltbare Grundnahrungsmittel, Kerzen, Trinkwasser und eine Taschenlampe habe ich ohnehin im Haus, da brauche ich mich nicht besonders einzudecken.

Antwort
von amike, 31

Was immer auch passiert - du wirst es kaum ändern können ;)

Also genieße jeden Tag als ob es dein letzter wäre und erfülle dir deine Wünsche und Träume.

Habe Spaß und versuche Liebe zu geben.

Kommentar von lesterb42 ,

Kein schlechter Kommentar, aber vieleicht hat man Pech und lebt morgen auch noch.....

Antwort
von Fuchssprung, 28

Die Katastrophe ist doch längst da. Pro Sekunde wächst die Bevölkerung der Welt um 2,7 Menschen, mit zunehmender Tendenz. Die Welt wächst jedoch nicht mit, sie wird nicht größer. Es gibt nicht mehr sauberes Wasser oder mehr saubere Luft. Es gibt auch nicht mehr Ackerland oder mehr Öl. Alles geht einmal zu Ende und wir sind auf dem besten Weg uns selbst auszulöschen, allein durch unser gigantisches Wachstum. Du wartest auf eine plötzliche, heftige Katastrophe. Diese Katastrophe passiert jedoch langsam und schleichend. Aber eines Tages wird sie niemand mehr leugnen können. Irgendwann wird sie uns alle betreffen. 

Kommentar von ThadMiller ,

Schau mal: https://www.youtube.com/watch?v=yS_-HAFDJqg

Nicht alles wird schlechter.

Antwort
von RicSneaker, 24

Ganz gerne sind die eingefleischten Prepper einfach Menschen, die Sachen horten :D Natürlich sollte das in einem gesunden Maße passieren. Am besten auch noch, dass man den Vorrat mit und mit aufbraucht immer wieder neu kauft. Die Lösung für Notfälle ist für mich eine Mischung aus Prepping und Bushcraft. Also, Nahrung und Trinkwasservorrat anlegen aber auch die Technik und Taktik wissen, um sich Nahrung und Trinkwasser aus der Natur besorgen zu können.

Antwort
von gxrlxgxrl, 10

Ich bin eine Prepperin, hab zwar erst angefangen und bin erst 14 und ein Mädchen.

Aber mir ist nicht so ganz wohl bei der jetzigen Lage, auch wenn meine Familie auch immer bei mir den Kopf schüttelt wenn ich mich sehr für die Weltlage interessiere, aber ich bin halt so.

Ich denke das alles möglich ist. Es gibt so viel verschiedenes was die Menschen nicht lösen können, geschweige denn wir vernichten und selbst (zB Atomkrieg, 3Weltkrieg ich denke das dies ein Atomkrieg werden könnte)

Ich wurde so gern etwas ändern, aber ich als “kleines normales“ Mädchen kann leider noch nicht viel machen, aber die Zeit wird kommen.

Ich hoffe, dass wir alle zur Vernunft kommen und die Welt verbessern und nicht zerstören

LG gxrlxgxrl

Antwort
von atzef, 24

Du meinst, so ein Prepper hätte z.B. bei einem Kometeneinschlag, der die Menschheit auslöschte, eine signifikant höhere Lebenserwartung?

Antwort
von JustusMorgan, 32

Bill Bryson hat mal ausgerechnet, wenn man einen gefährlichen Meteoriten entdecken würde, hätte die Menschheit noch 2-4 Tage bis zum Aufprall. Toller Gedanke.

Antwort
von lesterb42, 21

Spaß macht so etwas nicht. Es gibt doch erfreulichere Dinge mit denen man sich beschäftigen kann.

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