Frage von megafun, 131

Welche Kampfkunst passt zur Beschreibung?

Ich suche eine Kampfkunst mit folgenden Elementen :

Erstrangig - Waffen (vor allem Schwert) - Vielseitig (Schläge/Tritte/Hebel/Würfe usw.) - Akrobatik (Flick Flack, Salto, Kip Up, Handstand) - Selbstverteidigungstechniken

Zweitrangig - Wettkampf - ästhetische Formen wie z.B bei Kung Fu nicht wie bei TKD oder Karate

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von volker79, 37

Mit Kung Fu hast du ja schon einen potentiellen Kandidaten genannt. Die Auslegungen sind sicher unterschiedlich, was den Schwerpunkt auf waffenlosen Kampf, Waffenkampf, Akrobatik und Formen angeht.

Wettkämpfe gibt es in Kampfkünsten eh nicht.

Ich selbst mache Ninjutsu und es würde in bestimmten Belangen passen, aber... (jetzt kommt das Aber)

Generell ist es so, dassim Bujinkan Budo Taijutsu, dem größten Ableger der "Ninjutsu-artigen" Kampfkünste, ähnlich auch in den anderen Ablegern wie Genbukan oder Jinenkan, das Taijutsu eher im Vordergrund steht. Die Basis ist immer waffenlos. Das hat auch gute Gründe, Waffenformen und waffenlose Formen sind sehr ähnlich. Schlägst du z.B. aus der Grundposition Ichimonji No Kamae (eine Schutzposition, bei der eine Arm zur Distanzwahrung mit einer speerförmig geformten Hand nach vorne gehalten und der andere Arm den Brustbereich schützt) mit einem Omote Shuto (außen geführter Handkantenschlag), so ist der Bewegungsablauf genau der gleiche, wie bei einem diagonalen Schnitt das zweihändig gehaltene Katana zu führen. Solche Bewegungen müssen erst mal einigermaßen sitzen.

Wann und wieviel Waffen unterrichtet wird, hängt vom Dojo und der Mentalität dort ab. Manche machen Waffen stur nach Prüfungsplan, manche führen sie auch schon früher ein, da aufgrund der gerade erklärten ähnlichen Bewegungsformen Waffen auch Fehler in waffenlosen Bewegungen aufdecken und verbessern können, wieder andere drücken blutigen Anfängern (in der Hoffnung, dass es sprichwörtlich bleibt) in der ersten Stunde gleich ein Holzschwert in die Hand. Der Mittelweg scheint mir persönlich der Sinnvollste.

Insgesamt kann man über Ninjutsu-Systeme wie Bujinkan, Genbukan und Jinenkan aber (vielleicht leicht abgewandelt) auch Kung Fu Formen sagen:

- Die absolute Basis bildet die Fallschule. Diese enthält auch diverse Fluchtrollen aus der überhaupt erst akrobatische Turnfiguren entstanden sind. Rad, Handstandüberschlag, jeweils beidhändig, einhändig, freihändig, ... Sprungrollen... Alles mit drin.

- Die wichtige Basis und Kern des Trainings ist waffenloses Training: Schläge, Tritte, Hebel, Würfe... alles dabei.

- Waffentraining gibt es. Es ist ein wenig vom Dojo abhängig, wann und wie viel davon trainiert wird. Wenn Waffen nicht gerade das absolute Steckenpferd des Trainers sind, wirst du eher spät und selten damit in Berührung kommen, und selbst bei denen, die es gerne und oft unterrichten wohl erst mal, was auch Sinn macht, ein, zwei Graduierungen warten müssen. Gängige Waffen, die auch im Prüfungsplan bis zum 1. Dan stehen, sind Schwert bzw. Katana (geübt wird mit einem Bokken, einem Holzschwert), Hanbo (90cm Stock), Jo (1,20m Stock) und Bo (1,80m Stock). Optional sind Sai (Klingenbrecher), Messer, Tonfa (Schlagstock), Naginata (eine Art Mischung aus Speer und Messer) und diverse Andere. Unter dem optionalen Waffen finden sich auch diverse, die von irgendwelchen Spinnern in der Bundesregierung ohne Ausnahme verboten wurden, wie bestimmte Formen des Shuriken (die sternförmigen - die stiftförmigen Bo-Shuriken sind nämlich nicht verboten - Shuriken werfen trainieren wir mit Bierdeckeln) oder Kettenwaffen wie Kusari Fundo oder Nunchaku (im Zweifelsfall verknotet man ein Springseil so lange bis man was hat, dass man damit sowas trainieren kann und knotet es nach dem Training wieder auseinander).

- Zur Selbstverteidigung sind die Techniken zwar geeignet, aber nur, wenn man viel Erfahrung hat und nicht starr die Katas (Formen) abläuft. Das oftmals etwas zeitlupenartige Training und die komplexen Formen sind ohne Erfahrung, diese abzuwandeln, einfach zu unhandlich. Wenn du schnell lernen willst, dich effektiv zu verteidigen willst, vergiss Waffen und Akrobatik und lern Krav Maga. Wenn Selbstverteidigung eher schmückendes Beiwerk ist, da du eh nicht der Typ bist, der Schlägereien magisch anzieht, erlernst du in ein paar Jahren auch verteidigungstaugliche Techniken.

Antwort
von Rottx1512, 18

Du hast dir die Frage soeben selbst beantwortet. Ich frage mich warum du sie dennoch stellst. Kung Fu erfüllt eigentlich fast alle von dir angegebenen Kriterien. Ninjutsu kann ich dir auch ans Herz legen. Ich habs nie probiert, glaubt man aber den Reportagen so ist es die uralte Kampfkunst der Ninjas. Da lernt man nicht nur Schläge, Tritte, Hebel, Würfe, SV und Akrobatik sondern auch wie du in der Umgebung leise zurrecht kommst. Schwertkampf ist natürlich auch dabei.

Antwort
von InsidesCrying, 48

Hm da könnte ich dir glatt Tatsu Ryu Bushido empfehlen, die Kriegskünste der Samurai.

Traditionell, mit Waffen (Katana, Tanbo, und noch viele mehr vom kurzem Messer bis hin zu 2 Meterlangen Sensenwaffen(weiß den Namen leider nicht... x.x)) auch die 2 Himmels Schule von Myamoto Musashi welche bis heute nicht perfektioniert wurde ;)

Dort werden mehrere Kampfkünste in eines gepackt und dir mithilfe der Elemente (Erde, Wasser,Luft und Feuer) beigebracht.

Als allererstes allerdings lernst du die Fallschule, hört sich doof an, ist aber sehr wichtig und gut. Selbst im normalen Leben

Du lernst die Waffenlose Selbstverteidigung und die Moderne Selbstverteidigung:
Schlagtechniken Stoßtechniken Tritttechniken Wurftechniken alles.

Du lernst Japanische Traditionen etc.

Allerdings: Keine Flik Flak's und keine Wettkämpfe.(Kampfkunst eben, kein Kampfsport.)

LG

Antwort
von OnkelSchorsch, 19

Was du suchst, ist keine Kampfkunst, sondern Artistik.

Antwort
von howelljenkins, 18

teukkong musul - ist eine koreanische militaer-kampfsportart. wirst du bloss in deutschland kaum finden koennen, passt aber perfekt auf deine beschreibung.

Antwort
von gandalf8989, 19

Spin jitsu

Antwort
von Hamburger02, 66

Ninjutsu

Kommentar von Derboi03 ,

Rasegan

Kommentar von megafun ,

Ich schaue es mir an sieht aufjedenfall intressant aus :)

Kommentar von Hamburger02 ,

Es gibt aber nicht viele Schulen. Eigentlich waren die Ninjas bzw. ihre Kampfkunst praktisch ausgestorben, aber einige Japaner haben sie rekonstruiert. Viele Meister, die die vielen Facetten beherrschen, soll es wohl auch nicht geben.

Auf jeden Fall waren die Ninjas mit Abstand die allerbesten Kämpfer ihrer Zeit und ihre Kampfkunst gilt als die schwierigste von allen. Die sind am ehesten mit heutigen Elitesoldaten in Sondereinsatzgruppen vergleichbar.

Antwort
von judgehotfudge, 33

Wushu.

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