Welche Kamera wäre gut?

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7 Antworten

Hallo spreewalder,

eine Kamera ist ein sehr persönliches Werkzeug, das zum Fotografen passen muss. Deshalb empfehle ich Dir, nicht zu sehr auf andere zu hören bei der Kamerawahl. Meistens empfiehlt jeder seine eigene Kamera, ohne überhaupt andere aus eigener Erfahrung zu kennen. Eine Kamera muß gut in der Hand liegen und Du musst mit der Bedienung gut zurecht kommen. Das auszuprobieren kann Dir keiner abnehmen. Und sie muss zu Deinen fotografischen Schwerpunkten und Ansprüchen passen, und die kennen wir nicht.

Auch wissen wir nicht, wie viel fotografische Erfahrung Du hast und warum Du Dich für eine DSLR interessierst. Solltest Du in diesem Punkt noch nicht festgelegt sein, so käme eventuell auch eine gute Kompakt- oder Bridgekamera in Frage. Diese sind gerade für Anfänger oft erstmal weniger verwirrend, und gute Bilder kann man damit auch machen. Weitere Pluspunkte: Du musst weniger schleppen und brauchst Dich unterwegs nicht mit Objektivwechseln zu plagen - und Du sparst Geld.

Bitte glaube nicht, dass Du mit einer DSLR automatisch bessere Fotos machen wirst als mit einer guten Kompakt- oder Bridgekamera. Eine DSLR bietet zwar mehr Potenzial, dieses können oder wollen viele Anfänger aber gar nicht nutzen. Ohne ein grundlegendes Verständnis der optisch-technischen Zusammenhänge geht es jedenfalls nicht.

Am besten gehst Du mal in ein Fotofachgeschäft (nicht Elektronikmarkt), lässt Dich dort beraten und probierst verschiedene Modelle aus, am besten auch draußen bei Tageslicht. Probieren geht über (Testberichte und Meinungen anderer) studieren!

Den größten Einfluss auf die Bildqualität hat der Fotograf und nicht die Kamera. Deshalb würde ich Dir empfehlen, mehr Zeit und Energie auf die Weiterentwicklung Deiner fotografischen Kompetenz zu verwenden als auf die Suche nach der "perfekten" Kamera.

Und den zweitgrößten Einfluss auf die Bildqualität hat das Objektiv. Deshalb solltest Du auch das mit Bedacht auswählen, falls Du Dich für eine Kamera mit Wechselobjektiven entscheidest.

In diese Kategorie fallen auch die neueren, spiegellosen Systemkameras. Auch die könntest Du in Betracht ziehen, falls Du auf ein kleines und leichtes Gehäuse Wert legst und Dich der z. T. kleinere Sensor, der fehlende optische Sucher und die teureren Objektive nicht stören.

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Kommentar von spreewalder
29.11.2015, 05:09

Vielen Dank judgehotfudge für deine sehr ausführliche Antwort ! :-)

Ich werde dein Rat befolgen, danke für die vielen Tipps und das Wissen. :-)

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Kommentar von spreewalder
29.11.2015, 08:51

Danke ! :-)

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Etwas allgemeiner:

Zunaechst mal ist der Markt der Digitalkameras nahezu unueberschaubar und fast taeglich gibt es neue Modelle; die Vorgaenger sind noch lange in den Regalen.

Um etwas "Ordnung in das Angebot" zu bringen sollte man sich zunaechst mal kritisch selbst fragen, was man ueberhaupt will und erwartet und wie viel man bereit ist zu schleppen und an Geld auszugeben..

Die ganz einfachen Kameras (50-200€) werden mehr und mehr von den eingebauten Smartphonekameras verdraengt.

Preislich im Anschluss (200-700€) kommen dann:

1.die Bridge- oder Superzoomkameras (mit kleinem Sensor)

2.hoeherwertige Kompaktkameras (mit kleinem, mittlerem oder auch APS-C-großem Sensor)

Vorteil der Bridge sind:

•der oft enorme Zoombereich,

•der Sucher

•die ueberschaubaren Kosten

•oft sehr ordentliche Makrotauglichkeit

Die Nachteile der Bridgekameras sind:

•bei wenig Licht sehr deutlich schlechtere Bildqualitaet als Kameras mit großem Sensor

•der Autofokus ist nicht sporttauglich

•schoene Hintergrundunschaerfe ist fast nur im Makrobereich oder mit Tricks und Koennen machbar

Ob man die Groeße eher als Vor- oder als Nachteil sieht ist Geschmacksache.

Kompaktkameras kauft man deshalb, weil man nicht viel schleppen will oder darf, oder weil man unauffaellig fotografieren will. Gute Kompaktkameras wie z.B. die Ricoh GR kosten nicht nur so viel wie eine Systemkamera, sondern liefern auch erstklassige Bildqualitaet. Schließlich haben sie Bildsensoren, wie sie auch in Systemkameras verwendet werden. Weitere herrausragende Kompaktkameras kommen von Olympus, Fuji und Sigma. Nachteile sind:

•oft kein (oder nur teurer Zubehoer-) Sucher

•nur eine Brennweite, die auch kaum erweiterbar ist

Dazwischen gibt es noch Kameras, die deutlich kompakter sind als eine Bridge, aber auch deutlich groeßer als eine kleine Kompaktkamera. Populaerer Vertreter ist die Canon Powershot G15. Zoombereich und Sensorgroeße liegen ebenso wie die Gehaesegroeße im Mittelfeld mit allen Vor- und Nachteilen.

Kommen wir jetzt zu den Systemkameras. Auch die gibt es vereinzelt mit winzigen Sensoren (Pentax Q und Nikon 1). Normalerweise sind aber Sensoren verbaut, die die Groeße von mindestens 1 Daumennagel (mikroFT und FT), 1,5 Daumennaegeln (APS-C) 3 Daumennaeglen (Kleinbild oder Vollformat) oder 5 und mehr Daumennaegeln (Mittelformat) haben. Ein Schaubild gibt es hier:

:

Kostenmaeßig kann sich das Hobby Fotografie als ein "Fass ohne Boden" entpuppen, wenn man sich fuer eine Systemkamera entscheidet. Dafuer bleibt dann auch kaum eine Aufgabenstellung unloesbar, wenn man genuegend Wissen und Geld hat. Allerdings kann man auch gut unter 1000 Euro bleiben und gluecklich werden. Lichtstarke Objektive gehen aber bei jedem System ins Geld (und ins Gewicht). Außerdem wachsen die zu schleppenden Kilos proportional zur Groeße des Sensorformats. Dabei stellen die passenden Objektive den Loewenanteil des Gesamtgewichtes.

Benutzer der "alten" Systeme wie Canon, Nikon, Pentax und Sony (Minolta) koennen nicht nur auf ein großes (Pentax und Sony) bis riesiges (Canon und Nikon) Neusortiment, sondern auch auf einen riesigen Gebrauchtmarkt zugreifen. Doch auch die neuen Systeme (Sony NEX, Olympus und Panasonic mFT, Samsung NX, Fuji X) bieten fuer die allermeisten ernsthaften Fotografen genuegend "Arbeitmaterial".

Mit welchem System man letztendlich gluecklich wird, kann hier (oder in anderen Foren) niemand entscheiden außer dem Kaeufer selbst. Der muss entscheiden, wie viel er schleppen, wie viel er ausgeben will, welche Geraetschaften sich in seiner Hand am ertraeglichsten anfuehlen, welches Menue er am besten versteht, mit welchem Sucher er am ehesten klarkommt. Man muss die Geraete gerne in die Haende nehmen. Nur dann nimmt man sie gerne mit und die Bedienung gibt nicht jedesmal neue Raetsel auf. Die erzielbaren Bildergebnisse liegen gar nicht so weit auseinander und sind mehr abhaengig vom Koennen des Fotografen, dem Licht und der Qualitaet des Objektivs als von der Wahl der Kamera.

Der Gang in einen gut sortierten Laden oder zu einem Fotostammtisch oder zu einem Fotoclub/VHS ist unabdingbar. Nicht um sich von Verkaeufern oder Usern einlullen zu lassen, sondern um mal ein paar Geraetschaften auszuprobieren und den persoenlichen Favoriten zu finden. Kameras sind etwas sehr individuelles, aber letztlich nur ein Werkzeug.

Eigenschaften wie Sucher, Haptik, Bedienlogik, Geraeusche, Wetterfestigkeit sollten wichtige Auswahlkriterien sein; nicht nur Zubehoerauswahl, Image, Preis, Empfehlungen oder gar Testberichte. Auch die Notwendigkeit von WiFi, Klappdisplay, GPS, Touchscreen usw. wird vollkommen unterschiedlich bewertet.

Wer Hallensport oder Wildlife (insbesondere kleine Voegel) fotografieren will, hat natuerlich ganz andere Anforderungen an die Ausruestung, sollte sich dann aber auch ueber die Kosten im Klaren sein.

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Kommentar von spreewalder
30.11.2015, 17:44

Danke schön ! :-)

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Jede Mutter liebt ihr Kind, deswegen wirst Du in dem meisten Antworten hören, wie gut die Kamera ist, die der Beantwortende benutzt und/oder die ihm gefällt! Neben der Tatsache, dass die Kamera bestimmte Funktionen ausführen muss, die man von ihr erwartet, ist für den Fragesteller die Frage wichtig, ob sie die erwarteten Funktionen besitzt und wie sie ihm optisch und haptisch gefällt.

Wichtig für erfolgreiches Arbeiten ist weniger der Body der Kamera, sondern in erster Linie derjenige, der den Auslöser betätigt und danach die Optik, durch die aufgenommen wird. Erst danach kommt die Kamera und ihre Fähigkeiten.

Welcher Typ Kamera es sein soll, hängt davon ab, welche Art von Aufnahmen der Benutzer damit realisieren will und natürlich auch, ob er professionell, semiprofessionell oder rein privat fotografieren möchte und wie viele Aufnahmen damit täglich gemacht werden sollen.

Also ist die erste Überlegung:

1.)Soll es eine kompakte Kamera sein, die man für Aufnahmen, die ins „Familienalbum“ sollen, benutzen will und wo keine Drucke im Posterformat von gemacht werden sollen?

2.)Soll es eine Bridgekamera sein, die etwas größer ist, Aufnahmen in etwas besserer Qualität macht und schon über ein paar Funktionen verfügt, die besondere Fotobereiche ermöglichen.

Bei diesen beiden vorgenannten Kameraarten muss man noch entscheiden, wie groß der Zoombereich des Objektivs und die Pixelanzahl des Aufnahmechips sein sollen. Auch muss sich der Käufer die Frage stellen, ob er mit der Kamera Videos aufnehmen möchte.

3.)Soll es eine semiprofessionelle Systemkamera mit oder ohne Spiegel sein und welche Erwartungen stelle ich an das zur Verfügung stehende Objektivsortiment in Beziehung auf Vielzahl, Qualität und Preisbereich? Welche Mindestanforderungen habe ich an Auflösung und andere Funktionen, wie ISO-Bereich, Serienaufnahmen, Videofunktionen u.v.m.?

4.)Soll es eine professionelle Systemkamera mit oder ohne Spiegel sein, welches Aufnahmeformat soll sie haben, Mittelformat, KB-Vollformat, APS-C oder MFT? Welche Erwartungen stelle ich an das zur Verfügung stehende Objektivsortiment? Welche Anforderungen habe ich an Auflösung und andere Funktionen, wie ISO-Bereich, Serienaufnahmen, Videofunktionen u.v.m.?

Also solltest Du besser ein Fachgeschäft aufsuchen, dort die ein oder andere Kamera in die Hand nehmen und Dich beraten lassen, welche Funktionen sie haben, welche Objektive es dafür gibt, was sie taugen und kosten und wie ausbaufähig sie sind! Ob Du sie dann dort auch kaufst, ist eine andere Frage.

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Kommentar von spreewalder
12.12.2015, 16:47

Okay, danke ! :-)

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Icvh kann Dir nur raten, die Tipps von JudgeHotFudge zu befolgen, volle Zustimmung.

Mein Tipp: Kaufe Dir erst mal eine Bridgekamera mit guter Optik, also einem Zoom mit hoher Öffnung (kleiner Blendenzahl) und möglichst geringem Zoombereich (großer Zoombereich = viele Kompromisse bei der Objektiv-Konstruktion und damit die schlechtere Optik).

Damit kannst Du dann fast alles fotografieren.

Und wenn Dir dann nach ein paar Jahren diese Kamera nicht mehr reicht, dann  wirst Du auch schon wissen, was Deine neuere Kamera alles zusätzlich haben muss.

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Kommentar von spreewalder
30.11.2015, 22:08

Okay, danke auch dir ! :-)

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Anmerkung zu der 750/760D.

Die beiden kamen am Anfang mit einem Sensorfehler auf dem Markt . Möglicherweise sind noch vereinzelte Kameras davon im Umlauf

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Kommentar von spreewalder
29.11.2015, 11:54

Jo, davon hab ich gehört, danke nochmal für den Tipp. :-)

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Ich würde dir eher die 760d raten damit machst du nichts falsch sie ist besser als die 750d aber kostet nur einen minimalen Aufpreis ABER GUTE BILDQUALITÄT MACHT NICHT DIE KAMERA SONDERN DAS OBJEKTIV

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Kommentar von spreewalder
29.11.2015, 08:50

Okay, danke ! :-)

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Das Preislimit wirst du nicht brauchen, Geh doch mal in ein Fachgeschäft und sieh dich mal um

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Kommentar von spreewalder
29.11.2015, 05:04

Okay, danke :-)

Ich habe mal gehört das Verkäufer oft falsche Aussagen (meist megativ) machen um so mehr Geld einzunehmen. :-/
Seitdem bin ich vorsichtig mit Meinungen von Verkäufern :-/

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Kommentar von ecki2000
29.11.2015, 10:14

Dann solltest du eher den Verkäufer wechseln.... Natürlich gibt es welche, die einfach nur verkaufen wollen, aber man bekommt ja schon das Gefühl, ob sie einen gut beraten. Wer sagt dir denn, das hier alle so Ahnnung haben.....? Für ganz klare Detailfragen kann dir hier vielleicht geholfen werden, aber so Allgemeines ist schwierig.

Einen Tipp geb ich dir mit, wenn du auf die 750 schielst, nimm lieber dir 760. Dieses zweite "Schulterdisplay" ist Gold wert, sobald du den Automatikmodus verlässt. Du wirst nicht mehr 'ohne' wollen.

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Kommentar von spreewalder
29.11.2015, 11:54

Okay, vielen Dank ! :-)

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