Welche Kamera kann ich mir anschaffen?

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7 Antworten

Etwas allgemeiner:

Zunaechst mal ist der Markt der Digitalkameras nahezu unueberschaubar
und fast taeglich gibt es neue Modelle; die Vorgaenger sind noch lange
in den Regalen.

Um etwas "Ordnung in das Angebot" zu bringen sollte man sich zunaechst mal kritisch selbst fragen, was man ueberhaupt will und erwartet und wie viel man bereit ist zu schleppen und an Geld auszugeben..

Die ganz einfachen Kameras (50-200€) werden mehr und mehr von den eingebauten Smartphonekameras verdraengt.

Preislich im Anschluss (200-700€) kommen dann:

1.die Bridge- oder Superzoomkameras (mit kleinem Sensor)

2.hoeherwertige Kompaktkameras (mit kleinem, mittlerem oder auch APS-C-großem Sensor)

Vorteil der Bridge sind:

•der oft enorme Zoombereich,

•der Sucher

•die ueberschaubaren Kosten

•oft sehr ordentliche Makrotauglichkeit

Die Nachteile der Bridgekameras sind:

•bei wenig Licht sehr deutlich schlechtere Bildqualitaet als Kameras mit großem Sensor

•der Autofokus ist nicht sporttauglich

•schoene Hintergrundunschaerfe ist fast nur im Makrobereich oder mit Tricks und Koennen machbar

Ob man die Groeße eher als Vor- oder als Nachteil sieht ist Geschmacksache.

Kompaktkameras kauft man deshalb, weil man nicht viel schleppen will
oder darf, oder weil man unauffaellig fotografieren will. Gute
Kompaktkameras wie z.B. die Ricoh GR kosten nicht nur so viel wie eine
Systemkamera, sondern liefern auch erstklassige Bildqualitaet.
Schließlich haben sie Bildsensoren, wie sie auch in Systemkameras
verwendet werden. Weitere herrausragende Kompaktkameras kommen von
Olympus, Fuji und Sigma. Nachteile sind:

•oft kein (oder nur teurer Zubehoer-) Sucher

•nur eine Brennweite, die auch kaum erweiterbar ist

Dazwischen gibt es noch Kameras, die deutlich kompakter sind als eine
Bridge, aber auch deutlich groeßer als eine kleine Kompaktkamera.
Populaerer Vertreter sind die Canon Powershot Modele. Zoombereich und
Sensorgroeße liegen ebenso wie die Gehaesegroeße im Mittelfeld mit allen
Vor- und Nachteilen.

Kommen wir jetzt zu den Systemkameras. Auch die gibt es vereinzelt
mit winzigen Sensoren (Pentax Q und Nikon 1). Normalerweise sind aber
Sensoren verbaut, die die Groeße von mindestens 1 Daumennagel (mikroFT
und FT), 1,5 Daumennaegeln (APS-C) 3 Daumennaeglen (Kleinbild oder
Vollformat) oder 5 und mehr Daumennaegeln (Mittelformat) haben. Ein
Schaubild gibt es bei Wikipedia---> Sensorformat 

Kostenmaeßig kann sich das Hobby Fotografie als ein "Fass ohne Boden"
entpuppen, wenn man sich fuer eine Systemkamera entscheidet. Dafuer
bleibt dann auch kaum eine Aufgabenstellung unloesbar, wenn man
genuegend Wissen und Geld hat. Allerdings kann man auch gut unter 1000
Euro bleiben und gluecklich werden. Lichtstarke Objektive gehen aber bei
jedem System ins Geld (und ins Gewicht
). Außerdem wachsen die zu
schleppenden Kilos proportional zur Groeße des Sensorformats. Dabei
stellen die passenden Objektive den Loewenanteil des Gesamtgewichtes.

Benutzer der "alten" Systeme wie Canon, Nikon, Pentax und Sony
(Minolta)
koennen nicht nur auf ein großes (Pentax und Sony A_Bajonett) bis
riesiges (Canon und Nikon) Neusortiment, sondern auch auf einen riesigen
Gebrauchtmarkt zugreifen. Doch auch die neuen Systeme (Sony E-Bajonett,
Olympus und Panasonic mFT, Fuji X) bieten fuer die allermeisten
ernsthaften Fotografen genuegend "Arbeitmaterial".

Mit welchem System man letztendlich gluecklich wird, kann hier
(oder in anderen Foren) niemand entscheiden außer dem Kaeufer selbst.
Der muss entscheiden, wie viel er schleppen, wie viel er ausgeben will,
welche Geraetschaften sich in seiner Hand am ertraeglichsten anfuehlen,
welches Menue er am besten versteht, mit welchem Sucher er am ehesten
klarkommt. Man muss die Geraete gerne in die Haende nehmen. Nur dann
nimmt man sie gerne mit und die Bedienung gibt nicht jedesmal neue
Raetsel auf. Die erzielbaren Bildergebnisse liegen gar nicht so weit
auseinander und sind mehr abhaengig vom Koennen des Fotografen, dem
Licht und der Qualitaet des Objektivs als von der Wahl der Kamera
.

Der Gang in einen gut sortierten Laden oder zu einem Fotostammtisch
oder zu einem Fotoclub/VHS ist unabdingbar. Nicht um sich von
Verkaeufern oder Usern einlullen zu lassen, sondern um mal ein paar
Geraetschaften auszuprobieren und den persoenlichen Favoriten zu finden.
Kameras sind etwas sehr individuelles, aber letztlich nur ein Werkzeug.

Eigenschaften wie Sucher, Haptik, Bedienlogik, Geraeusche,
Wetterfestigkeit sollten wichtige Auswahlkriterien sein; nicht nur
Zubehoerauswahl, Image, Preis, Empfehlungen oder gar Testberichte
. Auch die Notwendigkeit von WiFi, Klappdisplay, GPS, Touchscreen usw. wird vollkommen unterschiedlich bewertet.

Wer Hallensport oder Wildlife (insbesondere kleine Voegel)
fotografieren will, hat natuerlich ganz andere Anforderungen an die
Ausruestung, sollte sich dann aber auch ueber die Kosten im Klaren sein.

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Warum unbedingt eine Spiegelreflexkamera und wofür brauchst Du W-LAN, willst Du die Kamera über Smartphone fernsteuern?

Mit 500 Euro wirst Du da nicht weit kommen, schließlich brauchst Du auch noch mindestens ein Objektiv. Für gute Bildqualität ist das Objektiv wichtiger, als die Kamera, aber gute DSLR Objektive sind meistens auch ziemlich teuer.

Wenn die 500,- € Dein komplettes Budget sind und Du da nicht noch mehr investieren willst, solltest Du vielleicht eher über eine gute Bridgekamera nachdenken, da hättest Du für Dein Budget sicherlich mehr davon, als von einer Einsteiger DSLR mit Kitobjektiv.

Wenn es aber unbedingt eine Systemkamera sein soll (Systemkameras sind alle Kameras mit Wechselobjektiven, also DSLR, DSLT, DSLM und analoge SLR), solltest Du Dir mal die aktuellen DSLMs anschauen. Mit einer DSLM hättest Du lange nicht soviel Gewicht mit Dir rumzuschleppen, wie mit einer DSLR, aber eine Kamera, die genauso leistungsfähig ist. Einige DSLMs übertreffen die DSLRs sogar schon in einigen Bereichen und was die Bildqualität betrifft, können sie auch locker mit den DSLRs mithalten. Ich fotografiere zwar auch (noch) mit DSLRs, weil ich schon eine Menge Objektive dafür habe, aber würde ich heutzutage in die Fotografie einsteigen, würde ich mich sicherlich für eine DSLM entscheiden.

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Kommentar von MetalMaik
28.07.2016, 02:03

Ich gehe auch davon aus, dass es in einigen Jahren keine DSLRs mehr geben wird, denn im Prinzip ist das Spiegelsystem der DSLRs ein Stück veraltete Technik. Man "braucht" den Spiegel eigentlich nur, wenn man unbedingt einen optischen Sucher haben will, für die Bildqualität ist es völlig wurscht, ob die Kamera einen Spiegel hat oder nicht. DSLMs haben halt einen elektronischen Sucher.

Schaust Du in den Sucher einer DSLR, siehst Du das Bild so, wie es auch in Wirklichkeit ist. In einem elektronischen Sucher, siehst Du schon das "fertige" digitale Foto, wie es auch auf derKarte gespeichert wird. Beides hat seine Vor- und Nachteile und ist im Prinzip Geschmacksache. Allerdings bieten elektronische Sucher auch einige features, die optische Sucher nicht haben (z.B. fokus peaking, was genial zum manuellen fokussieren ist).


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Wenn WLAN das einzig erwähnte Kriterium ist, dann schließen sich DSLR/500€ vermutlich aus.

Nimm eine preiswerte Kompakte mit WLAN, nutze die Technik aus und Du kannst ordentliche Fotos in die Bildchen-Plattformen hochladen.

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Canon eos 100d oder die canon eos 700d welche besser als die 100 ist aber dafür über dein budget geht.

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Kommentar von MetalMaik
28.07.2016, 01:33

Die haben aber beide kein W-LAN 😉

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Warum eine DSLR bzw. Spiegelreflexkamera? Guck auch mal nach System- oder Bridgekameras.

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Warum muss es eine mit Spiegel sein
Schon mal über eine system Kamera nachgedacht

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Kommentar von MetalMaik
28.07.2016, 01:34

Eine Spiegelreflexkamera ist eine Systemkamera, aber ich denke mal, Du meinst eine DSLM.

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