Frage von isabellaisibell, 76

Welche Kamera ist am besten für einsteiger?

Hallo ich bin auf der suche nach einer guten Kamera (mit Objektiv!!!) die sehr schöne Bilder schießt: Sie sollte einigermaßen leicht, kompakt, leicht zu bedienen und nicht zu alt zu teuer sein, aber dennoch in nahezu allen fotografischen Situationen perfekte Fotos erzeugen. (Nicht weit über 550€) Ich würde mit der Kamera vor allem Bilder von Reisen (Natur, Straßen, Essen, Menschen, Tiere) schießen. Cool wäre auch wenn mal der Hintergrund verschwommen wäre und ein bestimmter Punkt ganz scharf. Aber natürlich hätte ich auch gerne Bilder die ganz scharf sind ;) Ich habe gehört das die Nikon D3300 & die Canon eos 700D gut sein soll. Stimmt das? Oder empfiehlt ihr mit etwas anderes? Danke :)

Antwort
von Airbus380, 5

Etwas allgemeiner:

Zunaechst mal ist der Markt der Digitalkameras nahezu unueberschaubar
und fast taeglich gibt es neue Modelle; die Vorgaenger sind noch lange
in den Regalen.

Um etwas "Ordnung in das Angebot" zu bringen sollte man sich zunaechst mal kritisch selbst fragen, was man ueberhaupt will und erwartet und wie viel man bereit ist zu schleppen und an Geld auszugeben..

Die ganz einfachen Kameras (50-200€) werden mehr und mehr von den eingebauten Smartphonekameras verdraengt.

Preislich im Anschluss (200-700€) kommen dann:

1.die Bridge- oder Superzoomkameras (mit kleinem Sensor)

2.hoeherwertige Kompaktkameras (mit kleinem, mittlerem oder auch APS-C-großem Sensor)

Vorteil der Bridge sind:

•der oft enorme Zoombereich,

•der Sucher

•die ueberschaubaren Kosten

•oft sehr ordentliche Makrotauglichkeit

Die Nachteile der Bridgekameras sind:

•bei wenig Licht sehr deutlich schlechtere Bildqualitaet als Kameras mit großem Sensor

•der Autofokus ist nicht sporttauglich

•schoene Hintergrundunschaerfe ist fast nur im Makrobereich oder mit Tricks und Koennen machbar

Ob man die Groeße eher als Vor- oder als Nachteil sieht ist Geschmacksache.

Kompaktkameras kauft man deshalb, weil man nicht viel schleppen will
oder darf, oder weil man unauffaellig fotografieren will. Gute
Kompaktkameras wie z.B. die Ricoh GR kosten nicht nur so viel wie eine
Systemkamera, sondern liefern auch erstklassige Bildqualitaet.
Schließlich haben sie Bildsensoren, wie sie auch in Systemkameras
verwendet werden. Weitere herrausragende Kompaktkameras kommen von
Olympus, Fuji und Sigma. Nachteile sind:

•oft kein (oder nur teurer Zubehoer-) Sucher

•nur eine Brennweite, die auch kaum erweiterbar ist

Dazwischen gibt es noch Kameras, die deutlich kompakter sind als eine
Bridge, aber auch deutlich groeßer als eine kleine Kompaktkamera.
Populaerer Vertreter ist die Canon Powershot G15. Zoombereich und
Sensorgroeße liegen ebenso wie die Gehaesegroeße im Mittelfeld mit allen
Vor- und Nachteilen.

Kommen wir jetzt zu den Systemkameras. Auch die gibt es vereinzelt
mit winzigen Sensoren (Pentax Q und Nikon 1). Normalerweise sind aber
Sensoren verbaut, die die Groeße von mindestens 1 Daumennagel (mikroFT
und FT), 1,5 Daumennaegeln (APS-C) 3 Daumennaeglen (Kleinbild oder
Vollformat) oder 5 und mehr Daumennaegeln (Mittelformat) haben. Ein
Schaubild gibt es hier: 

https://de.wikipedia.org/wiki/Bildsensor#mediaviewer/Datei

Kostenmaeßig kann sich das Hobby Fotografie als ein "Fass ohne Boden"
entpuppen, wenn man sich fuer eine Systemkamera entscheidet. Dafuer
bleibt dann auch kaum eine Aufgabenstellung unloesbar, wenn man
genuegend Wissen und Geld hat. Allerdings kann man auch gut unter 1000
Euro bleiben und gluecklich werden. Lichtstarke Objektive gehen aber bei
jedem System ins Geld (und ins Gewicht). Außerdem wachsen die zu
schleppenden Kilos proportional zur Groeße des Sensorformats. Dabei
stellen die passenden Objektive den Loewenanteil des Gesamtgewichtes.

Benutzer der "alten" Systeme wie Canon, Nikon, Pentax und Sony
(Minolta) koennen nicht nur auf ein großes (Pentax und Sony A_Bajonett) bis riesiges (Canon und Nikon) Neusortiment, sondern auch auf einen riesigen
Gebrauchtmarkt zugreifen. Doch auch die neuen Systeme (Sony E-Bajonett,
Olympus und Panasonic mFT, Fuji X) bieten fuer die allermeisten
ernsthaften Fotografen genuegend "Arbeitmaterial".

Mit welchem System man letztendlich gluecklich wird, kann hier
(oder in anderen Foren) niemand entscheiden außer dem Kaeufer selbst.
Der muss entscheiden, wie viel er schleppen, wie viel er ausgeben will,
welche Geraetschaften sich in seiner Hand am ertraeglichsten anfuehlen,
welches Menue er am besten versteht, mit welchem Sucher er am ehesten
klarkommt. Man muss die Geraete gerne in die Haende nehmen. Nur dann
nimmt man sie gerne mit und die Bedienung gibt nicht jedesmal neue
Raetsel auf. Die erzielbaren Bildergebnisse liegen gar nicht so weit
auseinander und sind mehr abhaengig vom Koennen des Fotografen, dem
Licht und der Qualitaet des Objektivs als von der Wahl der Kamera
.

Der Gang in einen gut sortierten Laden oder zu einem Fotostammtisch
oder zu einem Fotoclub/VHS ist unabdingbar. Nicht um sich von
Verkaeufern oder Usern einlullen zu lassen, sondern um mal ein paar
Geraetschaften auszuprobieren und den persoenlichen Favoriten zu finden.
Kameras sind etwas sehr individuelles, aber letztlich nur ein Werkzeug.

Eigenschaften wie Sucher, Haptik, Bedienlogik, Geraeusche,
Wetterfestigkeit sollten wichtige Auswahlkriterien sein; nicht nur
Zubehoerauswahl, Image, Preis, Empfehlungen oder gar Testberichte
. Auch die Notwendigkeit von WiFi, Klappdisplay, GPS, Touchscreen usw. wird vollkommen unterschiedlich bewertet.

Wer Hallensport oder Wildlife (insbesondere kleine Voegel)
fotografieren will, hat natuerlich ganz andere Anforderungen an die
Ausruestung, sollte sich dann aber auch ueber die Kosten im Klaren sein.

Antwort
von Schwoaze, 24

Ich empfehle Dir keine bestimmte Kamera.  Du weißt hoffentlich, dass es an Dir liegt, "sehr schöne Bilder" zu schießen. Die Kamera kommt erst an zweiter Stelle. Befasse Dich mit der Materie, wie alles zusammenhängt, Belichtungszeit, Blende, wie Du teilweise Unschärfe zuwegebringst etc...

Dann wirst Du mit vielen, auch günstigen Kameras gute Erfolge erzielen und viel Freude an Deinen Fotos haben. Alles Gute.

Antwort
von SaWiFoto, 23

Hallo Isabella,

Das was du suchst, die Eier legende Wollmilchsau die du gerne Hättest, die gibt es leider nicht.  
Aber es gibt Kameras die Nahe an deine Vorstellungen ran kommen.

Gernerell sind die Kameras die du genannt hast (Nikon 3200 und Canon 700D) nicht schlecht allerdings bräuchtest du um deine Vorstellungen umsetzen zu können mehrere Objektive und schon wird es an deinem Geldbeutel von so Ca. 550€ scheitern.

Deshalb würde ich dir für den Anfang eine Bridgekamera empfehlen.

Sollte noch etwas Spielraum sein, dann empfehle ich dir die Panasonic FZ 1000, auf Amazon bekommt man sie für Ca. 600€
Ist zwar etwas teuerer aber der Aufpreis lohnt sich da das Zusammenspiel zwischen Kamera und Objektiv den Entwicklern sehr gut gelungen ist, und sie mehr als man erwarten könnte aus dem Gerät heraus geholt haben.

Sollte der Preis dir aber dennoch zu viel sein, dann würde ich dir die Sony HX 400v empfehlen sie ist für 360€ wirklich der absoluten Preisleistungssieger, allerdings wirken die Bilder bei schlechtem Licht sehr schnell Verrauscht.

Meine Enpfehlung für dich währe deshalb die Panasonic FZ1000 die ich selber schon Ca. 6 Monate zufrieden mein Eigen nenne kann.

Noch ein Tipp, schau nicht so sehr auf die angegebenen Daten von den Herstellern im Bezug auf Mega Pixeln oder Brennweiten.
Das sind leider meist sehr realitätsfremde Werte.

MfG SaWi

Expertenantwort
von nextreme, Community-Experte für Kamera, 14

Ist günstig, passt in die Handtasche und hat den selben Sensor wie eine übliche Einsteiger-DSLR mit 20MP-Sensor.  http://www.amazon.de/Sony-Systemkamera-Megapixel-Schwenkdisplay-SEL-P1650/dp/B00... Unscharfen Hintergrund bekommst Du durch erhöhen der Brennweite, öffnen der Blende, Vergrößern des Abstands zwischen Motiv und Hintergrund sowie bei möglichst geringem Abstand zwischen Motiv und Kamera. <<< Letzte beiden Punkte gehen so auch mit dem Handy.  Besser und für jede Kamera gibt es ein relativ günstiges 50mm mit der Lichtstärke von F1.8, damit lässt sich für den Anfang schon hervorragend freistellen, also den Hintergrund unschärfen.

Antwort
von randomuser20, 13

Leicht, kompakt, 550€ --> Sony a6000. Kauf dir keine totale Einsteiger Kamera! Die haben immer oder jedenfalls meistens die Technik aus alten Kameras mit weniger Funktionen! Generell solltest du lieber am Body sparen, aber nicht am Objektiv! Den Hintergrund unscharf zu stellen bzw. Ein Bokeh bekommt man dadurch zustande das man eine größere Blendenöffnung nimmt.

Antwort
von Cazperrr, 39

Canon EOS 700D usw. sind schon gut,allerdings erhoffst du dir zuviel.

Mit einem Objektiv kannst du nicht für jede Situation gut gewappnet sein. Wenn du z.B nen Elefanten 200 Meter weiter siehst,wirste mitm Kit Objektiv sogut wie garnichts sehen. Abgesehen davon solltest du dich vielleicht mal in die Materie einarbeiten. "Cool wäre auch wenn mal der Hintergrund verschwommen wäre und ein bestimmter Punkt ganz scharf". Das ist Grundkönnen einer Kamera.

Antwort
von althaus, 18

Nicht die Kamera macht scharfe und gute Bilder, sondern in erster Linie derjenige der die Kamera bedient. Hierfür muss es nicht unbedingt eine Spiegelreflexkamera sein. Man kann auch mit Kompaktkameras und Systemkameras gute Bilder schießen und die sind nicht so teuer wie Spiegelreflexkameras. Zunächst lege erst einmal fest was Du am meisten fotografieren möchtest und ob es mehr Innenaufnahmen oder Aufnahmen drausen sein werden. Wenn von allem etwas, dann reicht zunächst eine günstige Einstiegskamera wie die Canon EOS 1300D mit Kit Objektiv. Die dürfte für 90% der Bilder gut sein. Viel mehr Geld würde ich zunächst nicht ausgeben, denn zuerst solltest Du mit der Einstiegskamera das Fotografieren lernen. Dazu solltest du Dich ein wenig mit Blende und Verschlußzeit auserandersetzen. Was mir gut geholfen hat war das Büchlein "Manuel belichten mit der Digitalkamera" von SAMJOST Fotografie. Damit habe ich manuel belichten gelernt. Wie man zu scharfe Fotos kommt, das kannst Du im Büchlein "Scharfe Fotos mit der Digitalkamera" von SAMJOST Fotografie nachlesen. Das erspart Dir viele unscharfe Bilder. Bezüglich der Kameras solltest Du auch mal ein Auge auf Fuji Systemkameras werfen. Die machen vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen noch rauschfreie Fotos, was man von der EOS 1300D nicht behaupten kann. Auch die EOS 700D kann da nicht mithalten. Erst die 70D ist auf Augenhöhe der Fuji Kameras. Aber die wird Dir schon zu teuer sein. Bei den Fujis kann ich Dir die 

Fujifilm X-T10 Systemkamera inkl. Fujinon XC 16-50 mm Objektiv 

ans Herz legen. Kostet aber um die 780€. Möglicherweise reicht aber auch die Fuji X30 Kompaktkamera. Schau Dir mal auf Youtube Videos dazu an, Du wirst begeistert sein. Diese stellen die Canon EOS 1300D bezüglich dem Rauschverhalten in den Schatten. 

Antwort
von thephil16, 30

Die EOS700d kann ich auch empfehlen. Gute Kamera, leicht zu bedienen und ein angemessener Preis

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