Frage von T4LH4, 84

Welche Kamera für's Fotografieren?

Ich will Hobbyfotografieren und damit bisschen Photoshoppen weil es mir Spaß macht.
Hierzu suche ich eine perfekt geeignete Kamera, ich kenne mich bisher nur mit Pc's, Programmierung, Hardware etc. aus.
Bei einer Kamera habe ich wenig Ahnung,
Was ist denn so wichtig an einer Kamera außer die Auflösung die sie fotografiert?
Und welche ist geeignet für's Fotografieren die auch die Minimalistischen Merkmale mit fotografiert wie es bei Produktbilder der Fall ist.

Antwort
von Airbus380, 38

Etwas allgemeiner:

Zunaechst mal ist der Markt der Digitalkameras nahezu unueberschaubar
und fast taeglich gibt es neue Modelle; die Vorgaenger sind noch lange
in den Regalen.

Um etwas "Ordnung in das Angebot" zu bringen sollte man sich zunaechst mal kritisch selbst fragen, was man ueberhaupt will und erwartet und wie viel man bereit ist zu schleppen und an Geld auszugeben..

Die ganz einfachen Kameras (50-200€) werden mehr und mehr von den eingebauten Smartphonekameras verdraengt.

Preislich im Anschluss (200-700€) kommen dann:

1.die Bridge- oder Superzoomkameras (mit kleinem Sensor)

2.hoeherwertige Kompaktkameras (mit kleinem, mittlerem oder auch APS-C-großem Sensor)

Vorteil der Bridge sind:

•der oft enorme Zoombereich,

•der Sucher

•die ueberschaubaren Kosten

•oft sehr ordentliche Makrotauglichkeit

Die Nachteile der Bridgekameras sind:

•bei wenig Licht sehr deutlich schlechtere Bildqualitaet als Kameras mit großem Sensor

•der Autofokus ist nicht sporttauglich

•schoene Hintergrundunschaerfe ist fast nur im Makrobereich oder mit Tricks und Koennen machbar

Ob man die Groeße eher als Vor- oder als Nachteil sieht ist Geschmacksache.

Kompaktkameras kauft man deshalb, weil man nicht viel schleppen will
oder darf, oder weil man unauffaellig fotografieren will. Gute
Kompaktkameras wie z.B. die Ricoh GR kosten nicht nur so viel wie eine
Systemkamera, sondern liefern auch erstklassige Bildqualitaet.
Schließlich haben sie Bildsensoren, wie sie auch in Systemkameras
verwendet werden. Weitere herrausragende Kompaktkameras kommen von
Olympus, Fuji und Sigma. Nachteile sind:

•oft kein (oder nur teurer Zubehoer-) Sucher

•nur eine Brennweite, die auch kaum erweiterbar ist

Dazwischen gibt es noch Kameras, die deutlich kompakter sind als eine
Bridge, aber auch deutlich groeßer als eine kleine Kompaktkamera.
Populaerer Vertreter ist die Canon Powershot G15. Zoombereich und
Sensorgroeße liegen ebenso wie die Gehaesegroeße im Mittelfeld mit allen
Vor- und Nachteilen.

Kommen wir jetzt zu den Systemkameras. Auch die gibt es vereinzelt
mit winzigen Sensoren (Pentax Q und Nikon 1). Normalerweise sind aber
Sensoren verbaut, die die Groeße von mindestens 1 Daumennagel (mikroFT
und FT), 1,5 Daumennaegeln (APS-C) 3 Daumennaeglen (Kleinbild oder
Vollformat) oder 5 und mehr Daumennaegeln (Mittelformat) haben. Ein
Schaubild gibt es hier: 

https://de.wikipedia.org/wiki/Bildsensor#mediaviewer/Datei

Kostenmaeßig kann sich das Hobby Fotografie als ein "Fass ohne Boden"
entpuppen, wenn man sich fuer eine Systemkamera entscheidet. Dafuer
bleibt dann auch kaum eine Aufgabenstellung unloesbar, wenn man
genuegend Wissen und Geld hat. Allerdings kann man auch gut unter 1000
Euro bleiben und gluecklich werden. Lichtstarke Objektive gehen aber bei
jedem System ins Geld (und ins Gewicht). Außerdem wachsen die zu
schleppenden Kilos proportional zur Groeße des Sensorformats. Dabei
stellen die passenden Objektive den Loewenanteil des Gesamtgewichtes.

Benutzer der "alten" Systeme wie Canon, Nikon, Pentax und Sony
(Minolta) koennen nicht nur auf ein großes (Pentax und Sony A_Bajonett) bis riesiges (Canon und Nikon) Neusortiment, sondern auch auf einen riesigen
Gebrauchtmarkt zugreifen. Doch auch die neuen Systeme (Sony E-Bajonett,
Olympus und Panasonic mFT, Fuji X) bieten fuer die allermeisten
ernsthaften Fotografen genuegend "Arbeitmaterial".

Mit welchem System man letztendlich gluecklich wird, kann hier
(oder in anderen Foren) niemand entscheiden außer dem Kaeufer selbst.
Der muss entscheiden, wie viel er schleppen, wie viel er ausgeben will,
welche Geraetschaften sich in seiner Hand am ertraeglichsten anfuehlen,
welches Menue er am besten versteht, mit welchem Sucher er am ehesten
klarkommt. Man muss die Geraete gerne in die Haende nehmen. Nur dann
nimmt man sie gerne mit und die Bedienung gibt nicht jedesmal neue
Raetsel auf. Die erzielbaren Bildergebnisse liegen gar nicht so weit
auseinander und sind mehr abhaengig vom Koennen des Fotografen, dem
Licht und der Qualitaet des Objektivs als von der Wahl der Kamera
.

Der Gang in einen gut sortierten Laden oder zu einem Fotostammtisch
oder zu einem Fotoclub/VHS ist unabdingbar. Nicht um sich von
Verkaeufern oder Usern einlullen zu lassen, sondern um mal ein paar
Geraetschaften auszuprobieren und den persoenlichen Favoriten zu finden.
Kameras sind etwas sehr individuelles, aber letztlich nur ein Werkzeug.

Eigenschaften wie Sucher, Haptik, Bedienlogik, Geraeusche,
Wetterfestigkeit sollten wichtige Auswahlkriterien sein; nicht nur
Zubehoerauswahl, Image, Preis, Empfehlungen oder gar Testberichte
. Auch die Notwendigkeit von WiFi, Klappdisplay, GPS, Touchscreen usw. wird vollkommen unterschiedlich bewertet.

Wer Hallensport oder Wildlife (insbesondere kleine Voegel)
fotografieren will, hat natuerlich ganz andere Anforderungen an die
Ausruestung, sollte sich dann aber auch ueber die Kosten im Klaren sein.

Antwort
von blackbirdsr71, 16

Ich würde die Sony RX100 II 2. Hand empfehlen. Wenn du erst jetzt in die Fotografie einsteigst, ist sie völlig ausreichend. Wenn du weißt in welcher Richtung du weiter fotografieren willst, kannst du schon eine DSLR oder spiegellose Kamera nehmen. Auf diese Weise sparst du auch ein bisschen Geld.

Antwort
von NoviosatioN, 39

Man fängt niemals mit einer ProfiCam an zudem jede Kamera besitzt ihre Vor- & Nachteile... mein Equipment sortiert sich (über die Jahre so angesammelt ...) in 183 Kameras und a-mass zweckgebundene Obkektive und sonstiges Klimbims ! Digis verwende ich selten da ich von überzeugt bin da kannste ooch 'en Handy nutzen ! Leika, Canon, Nikon und Friend's; mithin Unterw.Kameras ... alles im Sortiment... eine wirkliche Empfehlung gibbet nicht ! 

PS.: Canon 700D derzeit bei ebay für schlappe 375,- € ! Mehr Cash isse wahrlich nit wert ! Für Einsteiger allerdings völlig ausreichend !

Antwort
von althaus, 36

Es gibt so viele Kameras. Schreib uns doch lieber mal was Du so fotografieren möchtest und ob die Kamera hostentaschentauglich oder etwas größer sein darf, dann kann man Dir auch einen vernünftigen Rat geben. 

Kommentar von T4LH4 ,

Ich möchte Texturen fotografieren und dann mit denen Photoshoppen also soll es jedes kleine Detail mit ins Bild nehmen und stechend scharf aussehen

Kommentar von althaus ,



Canon EOS 700D SLR-Digitalkamera (18 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) Touchscreen, Full HD, Live-View) nur Gehäuse

für 430€ plus das unten  genannte Objektiv: 

 Tamron AF 18-200mm F/3.5-6.3 XR Di II LD Aspherical (IF) Macro für 155€ macht zusammen knapp 600€. Ist natürlich auch eine Möglichkeit. Ich würde sogar die 700D der 1300D vorziehen. 



Kommentar von MetalMaik ,

Gestochen scharfe Bilder bekommt er mit der Linse aber nicht, vor allem im Randbereich ist das Teil ziemlich schwach, dazu kommen noch Abbildungsfehler und tonnenförmige Verzeichnung im Weitwinkel. Ein preiswertes Objektiv, das lichtstark und auch scharf ist wäre z.B. das Tamron 28-75mm f/2.8, das hat zwar nicht so einen großen Brennweitenbereich (was bei einer DSLR auch nicht auschlaggebend sein sollte), aber es ist wesentlich schärfer und lichtstärker, als das olle Suppenzoom. Wenn es einem nur um viel Zoom geht, ist man mit 'ner Bridge- oder Superzoomkamera besser bedient.

Kommentar von althaus ,

Ich muss Dir recht geben. Habe selbst das Tamron 24-70mm f2,8. Das kostet aber schon alleine soviel wie die Kamera und der Fragende ist mit 600€ limitiert, deshalb kann man keinen besseren Vorschlag in dem Preissegment  machen. Es sei denn er ist bereit mehr Geld auszugeben. 

Antwort
von FragaAntworta, 48

Wieviel Geld steht zur Verfügung?

Kommentar von T4LH4 ,

Maximal 600€

Antwort
von EuleVanDark, 32

Ich habe mit einer Canon 700D angefangen und die ist super. Reicht völlig für den Anfang.

Antwort
von ninacookies, 40

Ich denke eine Canon Eos 700D passt da perfekt rein, will die mir bald zulegen. Ist ne tolle Einsteigerkamera

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