Frage von Buri93, 89

Welche Kamera eignet sich besser für Portraitfotografie?

Welche Kamera eignet sich besser für die Portraitfotografie, die Nikon d3300 oder die Canon 750d? Mir ist bewusst dass das 2 verschiedene Preisklassen sind, aber ich habe mal gehört dass Canon die bessere Farbwiedergabe haben soll und ob es sich lohnt diesen Aufpreis für so etwas zu bezahlen. Für mich würde es sich lohnen wenn man die Unterschiede mit bloßem Auge erkennen würde. Danke schonmal :)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von mbauer588, Community-Experte für Foto, Kamera, Spiegelreflexkamera, 15

Ich setze auf Nikon und zwar aus folgenden Gründen:

  • Der Gebrauchtmarkt und das Angebot an neuen Objektiven und Zubehör ist sehr gut und reichhaltig.
  • Diverse Objektive wie zB 50mm 1.8 oder 35mm 1.8 sind bei Nikon deutlich günstiger bzw. besser als die Canon-Gegenstücke. Und mir pers. ist die Bildqualität am wichtigsten. Als etwas längere Normalbrennweite mit 1:1 Makro-Möglichkeit (ideal für Gegenstände oder Pflanzen) gäbe es ein 40mm Nikkor - Canon hat nichts derartiges im Programm.
  • Die neuen Modelle von Nikon haben keinen AA-Filter mehr. Das sorgt für beeindruckende Detailwiedergabe und Schärfe. Mehr Bildqualität bekommst du nirgends für das Geld. 


Daher mein Tip:

  • Nikon D3300 + 18-55mm Kit-Optik
  • Nikon D5300 + 18-55mm Kit-Optik
  • Nikon D7100 + 18-55mm Kit-Optik

Zum Üben und erlernen der Kamera-Funktionen reicht ein 18-55mm. Um die Kamera auszureizen sollte man sich später bessere Objektive zulegen. Ein Objektiv ist ein Werkzeug und man muss wissen was man benötigt und was für den Einsatzzweck passt. Daher kann ich dir hier nichts konkretes empfehlen. Wenn du die Bedienung der Kamera und die Grundlagen der Fotografie erst mal erlernt hast wirst du auch selber wissen was du brauchst und was dir fehlt.
Licht muss damit es am Sensor ankommt mal durch das Objektiv. Im Objektiv ist einiges an Glas und was beim Weg des Lichtes durch diese verschiedenen Glas-Linsen kaputt geht kann am Sensor nicht repariert werden! - Also kurz um: Was die Linse verbockt kann der beste 5000 EUR Profi-Body nicht mehr hinbiegen. Ergo dessen sind gute Objektive wesentlich wichtiger als der Body an sich! Du kannst auch getrost am Gehäuse sparen und lieber ein oder zwei gute Objektive kaufen...

Wer seine Kamera nicht bedienen kann oder die Grundlagen der Fotografie nicht beherrscht wird damit auch mit einer DSLR keine vorzeigbaren Bilder erzeugen! Das wichtigste ist und bleibt der Fotograf. Dinge wie Bildgestaltung oder der richtige Einsatz von Zeit, Blende, etc. ist essentiell aber heutzutage leicht erlernbar...

Es gibt hunderte Bücher, zig Lern-DVDs von Video2Brain oder Gallileo Design und auf youtube gibt es hunderte gute Tutorials zu dem Grundlagen der Fotografie. Such einfach auf youtube nach "Fotografie Grundlagen" oder "Fotografie Basics"!

Exakte Hauttonwiedergabe bekommst du mit manuellem Weißabgleich + Colorchecker Passport hin. Und das bei jeder Kamera!
Kommentar von Buri93 ,

Vielen Dank für so viel Information erstmal :) ich habe mich allerdings gestern bei Media Markt beraten lassen und die Canon eos 750d war im Angebot und ich habe sofort zugeschlagen. Deinerseits eine Fehlentscheidung ?

Kommentar von mbauer588 ,

Du musst damit arbeiten... Die Modelle nehmen sich nicht viel - deutlich wichtiger sind die Objektive...

Schau mal auf mein Profil - ich hab ein Buch zum Thema Peoplefotografie geschrieben und da wird einiges erklärt. 

Die nächsten Tage gibt es das noch zum Einführungspreis von 16,90 EUR

Antwort
von Pudelwohl3, 69

Die wirklich wichtigeren Unterschiede machen im allgemeinen und in der Portraitfotografie insbesondere die Objektive.

Dabei geht es um die maximale Öffnung, die Lichtstärke. Hochgeöffnette Objektive erlauben in besonderem Maße die sogenannte Freistellung, das meint einen kontrollierten Verlauf der Schärfe oder besser gesagt der Unschärfe, die ein wichtiges Mittel zur fotografischen Gestaltung des Bildes sind.

Hochgeöffnette Objektive sind nebenbei gesagt ungleich viel teurer als die anderen.

Expertenantwort
von nextreme, Community-Experte für Kamera, 35

Es geht bei derlei Vergleiche immer um Messwerte in einem Bereich den man nicht sieht. Der optische Eindruck entsteht durchs Objektiv und die Nachbearbeitung.

Und wenn Du schon zwischen Canon und Nikon wählen musst, dann sicher daher, weil auch Profis entweder oder haben. Nur eiern die weder mit der d3300 noch mit einer 750d durchs Land. In der Preisklasse hat keine aktuelle Kamera von überhaupt irgendeinem Hersteller wirklich bedeutend Besseres zu bieten.


Antwort
von alexbeckphoto, 17

Wichtiger als die Kamera sind hier meist die Objektive, im Zweifel also lieber mehr Geld in gute Objekive stecken.

Es stimmt zware schon auch, dass Canon tendenziell weichere, gefälligere Bilder produziert die sich auch besser bearbeiten lassen und bessere Tonungen gerade auch in Haut-Partien (Gesicht) bietet während Nikon eher härtere, Kontrastigere Bilder macht. Viele Leute würden den Unterschied aber kaum sehen, erst recht nicht wenn sie nicht Bilder im direkten Vergleich sehen, die unter identischen Bedingungen aufgenommen wurden.

Für die Wahl der Kamera/Marke ist aber nicht zuletzt auch entscheidend, dass man für sich das System wählt, mit dem man ganz einfach besser zurecht kommt. Gerade Canon und Nikon unterscheiden sich im Bedienkonzept und in vielen Details sehr stark und vielen Leuten taugt da ganz einfach das Eine oder Andere vom einen oder Anderen Hersteller evtl. nicht. 

Antwort
von darkhouse, 20

Bei Portraitfotografie ist der Kameratyp recht Wurscht. Das Motiv als solches ist schon sehr wichtig, also die Bildkomposition. Das Objektiv ebenso. Entweder eine mittlere Brennweite um die 35 mm (APS-C) mit großer Blende (1.8 oder 2.0) für eine plastische Abbildung mit Freistellung vorm Hintergrund bzw. um schon Unschärfeeffekte am Kopf selbst schon zu realisieren. Mit geringerer Blende nutze ich z. B. 60 mm (APS-C) meines Zoomobjektivs. Damit gelingen auch schon gut Effekte, aber man ist schon weiter weg vom Motiv.

Antwort
von HDXFTGHF, 10

Hol dir eine festbrennweite mit Blende 2 oder besser dann ist die Kamera egal.

Antwort
von Skinman, 9

Tut sich in der Hinsicht nichts. Wenn du auf Farbwiedergabe wirklich Wert legst, musst du sowieso ein Kolorimeter kaufen, den gesamten Workflow kalibrieren und mit Farbprofilen arbeiten.

Kuck dir lieber den Sucher an, die Objektivpalette und ähnliche wirklich wichtige Faktoren. Und denk über eine Spiegellose nach.

https://www.gutefrage.net/frage/gute-kamera-zwecks-fotographie?foundIn=list-answ...

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