Frage von sunshine455235, 129

Welche Kamera (DSLR)?

Ich habe vor, mir eine Kamera zuzulegen, allerdings habe ich noch keine Erfahrung, wie teuer eine Kamera sein sollte und welche Marke/Modell ich nehmen sollte. Welche DSLR habt ihr bzw. würdet ihr mir empfehlen?

Antwort
von Airbus380, 54

Etwas allgemeiner:

Zunaechst mal ist der Markt der Digitalkameras nahezu unueberschaubar und fast taeglich gibt es neue Modelle; die Vorgaenger sind noch lange in den Regalen.

Um etwas "Ordnung in das Angebot" zu bringen sollte man sich zunaechst mal kritisch selbst fragen, was man ueberhaupt will und erwartet und wie viel man bereit ist zu schleppen und an Geld auszugeben..

Die ganz einfachen Kameras (50-200€) werden mehr und mehr von den eingebauten Smartphonekameras verdraengt.

Preislich im Anschluss (200-700€) kommen dann:

1.die Bridge- oder Superzoomkameras (mit kleinem Sensor)

2.hoeherwertige Kompaktkameras (mit kleinem, mittlerem oder auch APS-C-großem Sensor)

Vorteil der Bridge sind:

•der oft enorme Zoombereich,

•der Sucher

•die ueberschaubaren Kosten

•oft sehr ordentliche Makrotauglichkeit

Die Nachteile der Bridgekameras sind:

•bei wenig Licht sehr deutlich schlechtere Bildqualitaet als Kameras mit großem Sensor

•der Autofokus ist nicht sporttauglich

•schoene Hintergrundunschaerfe ist fast nur im Makrobereich oder mit Tricks und Koennen machbar

Ob man die Groeße eher als Vor- oder als Nachteil sieht ist Geschmacksache.

Kompaktkameras kauft man deshalb, weil man nicht viel schleppen will oder darf, oder weil man unauffaellig fotografieren will. Gute Kompaktkameras wie z.B. die Ricoh GR kosten nicht nur so viel wie eine Systemkamera, sondern liefern auch erstklassige Bildqualitaet. Schließlich haben sie Bildsensoren, wie sie auch in Systemkameras verwendet werden. Weitere herrausragende Kompaktkameras kommen von Olympus, Fuji und Sigma. Nachteile sind:

•oft kein (oder nur teurer Zubehoer-) Sucher

•nur eine Brennweite, die auch kaum erweiterbar ist

Dazwischen gibt es noch Kameras, die deutlich kompakter sind als eine Bridge, aber auch deutlich groeßer als eine kleine Kompaktkamera. Populaerer Vertreter ist die Canon Powershot G15. Zoombereich und Sensorgroeße liegen ebenso wie die Gehaesegroeße im Mittelfeld mit allen Vor- und Nachteilen.

Kommen wir jetzt zu den Systemkameras. Auch die gibt es vereinzelt mit winzigen Sensoren (Pentax Q und Nikon 1). Normalerweise sind aber Sensoren verbaut, die die Groeße von mindestens 1 Daumennagel (mikroFT und FT), 1,5 Daumennaegeln (APS-C) 3 Daumennaeglen (Kleinbild oder Vollformat) oder 5 und mehr Daumennaegeln (Mittelformat) haben. Ein Schaubild gibt es hier:

:

Kostenmaeßig kann sich das Hobby Fotografie als ein "Fass ohne Boden" entpuppen, wenn man sich fuer eine Systemkamera entscheidet. Dafuer bleibt dann auch kaum eine Aufgabenstellung unloesbar, wenn man genuegend Wissen und Geld hat. Allerdings kann man auch gut unter 1000 Euro bleiben und gluecklich werden. Lichtstarke Objektive gehen aber bei jedem System ins Geld (und ins Gewicht). Außerdem wachsen die zu schleppenden Kilos proportional zur Groeße des Sensorformats. Dabei stellen die passenden Objektive den Loewenanteil des Gesamtgewichtes.

Benutzer der "alten" Systeme wie Canon, Nikon, Pentax und Sony (Minolta) koennen nicht nur auf ein großes (Pentax und Sony) bis riesiges (Canon und Nikon) Neusortiment, sondern auch auf einen riesigen Gebrauchtmarkt zugreifen. Doch auch die neuen Systeme (Sony, Olympus und Panasonic mFT, Samsung NX, Fuji X) bieten fuer die allermeisten ernsthaften Fotografen genuegend "Arbeitmaterial".

Mit welchem System man letztendlich gluecklich wird, kann hier (oder in anderen Foren) niemand entscheiden außer dem Kaeufer selbst. Der muss entscheiden, wie viel er schleppen, wie viel er ausgeben will, welche Geraetschaften sich in seiner Hand am ertraeglichsten anfuehlen, welches Menue er am besten versteht, mit welchem Sucher er am ehesten klarkommt. Man muss die Geraete gerne in die Haende nehmen. Nur dann nimmt man sie gerne mit und die Bedienung gibt nicht jedesmal neue Raetsel auf. Die erzielbaren Bildergebnisse liegen gar nicht so weit auseinander und sind mehr abhaengig vom Koennen des Fotografen, dem Licht und der Qualitaet des Objektivs als von der Wahl der Kamera.

Der Gang in einen gut sortierten Laden oder zu einem Fotostammtisch oder zu einem Fotoclub/VHS ist unabdingbar. Nicht um sich von Verkaeufern oder Usern einlullen zu lassen, sondern um mal ein paar Geraetschaften auszuprobieren und den persoenlichen Favoriten zu finden. Kameras sind etwas sehr individuelles, aber letztlich nur ein Werkzeug.

Eigenschaften wie Sucher, Haptik, Bedienlogik, Geraeusche, Wetterfestigkeit sollten wichtige Auswahlkriterien sein; nicht nur Zubehoerauswahl, Image, Preis, Empfehlungen oder gar Testberichte. Auch die Notwendigkeit von WiFi, Klappdisplay, GPS, Touchscreen usw. wird vollkommen unterschiedlich bewertet.

Wer Hallensport oder Wildlife (insbesondere kleine Voegel) fotografieren will, hat natuerlich ganz andere Anforderungen an die Ausruestung, sollte sich dann aber auch ueber die Kosten im Klaren sein.

Kommentar von torfmauke ,

Vorteil der Bridge sind:

•der oft enorme Zoombereich,

Kann bei Billigoptiken auch schnell ein Nachteil werden!

Kommentar von Airbus380 ,

Der Zoombereich selbst ist ja kein Nachteil, die daraus resultierende Qualitaet natuerlich oft genug. 

Kommentar von torfmauke ,

Eben darum ist die Wahl eines kleinen Zoombereichs bei der unteren Preisklasse ein Vorteil für die Qualität der Fotos. Der Familienfotograf braucht leichtes WW bis leichtes Tele, der wird mit 300 mm und mehr auf 35 mm umgerechnet nicht glücklich.

Der ambitionierte Fotograf wird normalerweise immer eine Systemkamera bevorzugen.

Kommentar von prelude89 ,
Expertenantwort
von judgehotfudge, Community-Experte für Kamera, 39

Hallo sunshine455235,

eine Kamera ist ein sehr persönliches Werkzeug, das zum Fotografen passen muss. Deshalb empfehle ich Dir, nicht zu sehr auf andere zu hören bei der Kamerawahl. Die meisten empfehlen einfach ihre eigene Kamera, ohne überhaupt Vergleichsmöglichkeiten zu haben.

Eine Kamera muß gut in der Hand liegen und Du musst mit der Bedienung gut zurecht kommen. Das auszuprobieren kann Dir keiner abnehmen. Und sie muss zu Deinen fotografischen Schwerpunkten und Ansprüchen passen, und die kennen wir nicht.

Auch wissen wir nicht, wie viel fotografische Erfahrung Du hast und warum Du Dich für eine DSLR interessierst. Solltest Du in diesem Punkt noch nicht festgelegt sein, so käme eventuell auch eine gute Kompakt- oder Bridgekamera in Frage. Diese sind gerade für Anfänger oft erstmal weniger verwirrend, und gute Bilder kann man damit auch machen. Weitere Pluspunkte: Du musst weniger schleppen und brauchst Dich unterwegs nicht mit Objektivwechseln zu plagen - und Du sparst Geld.

Bitte glaube nicht, dass Du mit einer DSLR automatisch bessere Fotos machen wirst als mit einer guten Kompakt- oder Bridgekamera. Eine DSLR bietet zwar mehr Potenzial, dieses können oder wollen viele Anfänger aber gar nicht nutzen. Ohne ein grundlegendes Verständnis der optisch-technischen Zusammenhänge geht es jedenfalls nicht.

Am besten gehst Du mal in ein Fotofachgeschäft (nicht Elektronikmarkt!), lässt Dich dort beraten und probierst verschiedene Modelle aus, am besten auch draußen bei Tageslicht. Probieren geht über (Testberichte und Meinungen anderer) studieren!

Den größten Einfluss auf die Bildqualität hat der Fotograf und nicht die Kamera. Deshalb würde ich Dir empfehlen, mehr Zeit und Energie auf die Weiterentwicklung Deiner fotografischen Kompetenz zu verwenden als auf die Suche nach der "perfekten" Kamera.

Und den zweitgrößten Einfluss auf die Bildqualität hat das Objektiv. Deshalb solltest Du auch das mit Bedacht auswählen, falls Du Dich für eine Kamera mit Wechselobjektiven entscheidest. Am besten auch dies vor dem Kauf ausprobieren! Und vorher schon mal ein bisschen über Dinge wie Brennweite und Lichtstärke informieren.

In die Kategorie der Kameras mit Wechselobjektiven fallen auch die neueren, spiegellosen Systemkameras. Auch die könntest Du in Betracht ziehen, falls Du auf ein kleines und leichtes Gehäuse Wert legst und Dich der z. T. kleinere Sensor, der fehlende optische Sucher und die teureren Objektive nicht stören.

Antwort
von MetalMaik, 49

Das kann man so allgemein schwer sagen, es kommt darauf an, was Du damit machen / fotografieren möchtest, wie intensiv Du in die Fotografie einsteigen und Dich mit der Technik auseinandersetzen willst, ob Du schon Vorkenntnisse hast oder nicht und natürlich wie hoch Dein Budget ist. Eine DSLR ist ja ein System, das man zwar beliebig mit Objektiven erweitern kann, allerdings sind  gute Objektive hier auch sehr teuer (vor allem gute Teleobjektive). Wenn Du nicht soviel Geld zur Verfügung hast, käme sonst vielleicht auch eine Bridgekamera in Frage, da gibt es schon recht gute Modelle und die haben meistens Objektive mit einem sehr hohen Brennweitenbereich (Zoombereich) und den hast Du, bei einer DSLR mit Kit-Objektiv erstmal nicht, da wirst Du früher oder später in bessere Objektive investieren müssen.

Antwort
von prelude89, 50

Ja manche wissen genau was sie wollen. Selten genau wozu.

Als nächstes kommt dann die absolut wichtigste Frage, ob Canon oder Nikon.

Die Entscheidung dannach fällt dann auf eine 400€ DSLR mit 18-55er Objektiv, später kommt dann ein 18-200er dazu und noch etwas später finden wir eine weitere Einsteiger DSLR bei Ebay ;o))

Antwort
von Fragentierchen, 19

Ich hab eine Canon 10D, kann diese aber nur Leuten empfehlen, die wirklich nicht mehr als 150€ ausgeben können ( oder wollen ). Das Ding ist am Tag praktisch, kommt aber bei Einbruch der Dämmerung schnell an ihre Grenzen.

Außerdem passen keine EF-S und Pentax PK Objektive drauf, was bei allem ab 20D geht.

Antwort
von BurkeUndCo, 28

Wenn maan heute vor dem Einstieg in die Photografie steht, dann gibt es eine gute Basisempfehlung:

Kauf Dir anstatt einer DSLR-Kamera eine gute Bridge-Kamera,  damit kannst Du fast Alles fotografieren und viel lernen. Nach 2 bis 4 JJahren weißt Du dann genau, was Dir als Erweiterung fehlt, und dann kannst Du Dir die DLSR-Kamera kaufen, die genau zu Deinen Anforderungen passt.

Kommentar von BurkeUndCo ,

Warum willst Du überhaupt eine DSLR?

Heute braucht keiner den Spiegel, der noch aus den Zeiten des Analogfilms stammt. Wenn man also noch nicht ein ganzes Objektivspektrum einees DSLR-Systems bestitz, dann sollte man auf ein spiegelloses Systemkamera-Konzept setzen.

Die technische Qualitätsspitze wird hier von Sony mit den A7-Kamreras der zweiten Generation erreicht, die über Vollformat-Detektorchips verfügen. Profiqualität, leider aber auch Profi-Preise.

Billiger, kompakter und leichter (besser zu Tragen) sind die spiegellosen Systemkameras des MFT-Systems von Olympus und Panasonic/Lumix. Deren Qualität kann mit der von APS-Kameras durchaus mithalten, aber die Geräte sind kleiner, handlicher und generell bbesser für die Zukunft gerüstet.

Antwort
von Skinman, 37

Zur Not kann man es mit Micro Four Thirds versuchen, aber im Grunde brauchst du mindestens einen APS-Sensor, um mit selektiver Schärfe arbeiten zu können.

Und du brauchst einen ausreichend guten und großen 100% Sucher, um diese Schärfe beurteilen und gescheit manuell scharfstellen zu können.

http://www.dpreview.com/products/search/cameras?utm_campaign=internal-link&u...¶mSpecsCoreParamsBodyType=RangefinderStyleMirrorless%2CSLRStyleMirrorless%2CCompactSLR%2CMidSizeSLR%2CLargeSLR¶mSpecsEffectivePixelsMin=8¶mSpecsSensorSize=FourThirds%2CAPSCH%2CFullFrame¶mSpecsViewfinderCoverage=100

Aber du brauchst nicht unbedingt mehr als acht bis zehn Megapixel.

Kommentar von Skinman ,

(Mit dem 'klassischen' Weg meine ich das hier:

http://photo.net/equipment/35mm/building-an-slr-system#body)

Antwort
von soldanlar, 17

Hallo!

Ich selbst besitze seit ca. 2 Jahre die Nikon D3100. Sie eignet sich optimal als Einsteigermodell.

* 14,2 Megapixel
* leichte Bedienbarkeit
*7,5cm Monitor
*...

Generell sind die Spiegelreflexkameras von Nikon der 3000-Reihe sehr gut zum Einstieg in die Welt der Fotografie.

Da ich meine Kamera jetzt schon eine Weile besitze, möchte ich auf ein Modell für Fortgeschrittene wechseln.
Also wenn du noch auf der Suche nach einer DSLR bist, könnte dich ja vielleicht auch meine D3100 interssieren. ;-)

LG

Antwort
von jofischi, 40

Ohne zu wissen, wozu du die Kamera verwenden möchtest, ist eine Empfehlung nicht möglich.

Kommentar von sunshine455235 ,

Würde sie wahrscheinlich zur Landschafts- , Makro- und Personen fotografie benutzen

Kommentar von prelude89 ,

Ich sach mal so, für Landschaften wäre eine Weitwinkelobjektiv gut, für Macro und Personen ein Teleobjektiv. Das Problem dabei ist das man sich nun ja ein 18-55mm oder 18-70mm oder ein 18-105 mm Objektiv kaufen könnte, was deinen Themenbereich fürs ersten brennweitentechnisch abdecken würde. Aber, und das ist der Punkt, der Vorteil einer DSLR liegt darin, dass man besonders lichstarke Objektive verwenden kann, keins dieser Objektive ist aber Lichtstark und der große Sensor der Kamera wesentlich rauschfreier ist als bei kleineren.

Jedoch, nur zoomen können auch sog. Bridge-Kameras und oftmals sogar besser.

Kaufst Du dir nun eine DSLR, und weil du von weit bis nah alles Fotografieren möchstest eins der genannten Zoomobjektive. Hast Du am Ende nichts weiter als eine übergroße Brigde-Kamera, die du nach dem nächsten Urlaub nicht mehr aus dem Schrank holst, weil sie einfach zu klobig ist und kein Bild wirklich was besonderes. (warum soll man auch irgendwo hinlaufen, wenn man zoomen kann)

Die Frage müsste also lauten, welche guten Objektive empfehlt ihr mir für eine DSLR? ich möchte....

Die Kamera ist absolut zweitrangig bei deinen Themen.

Grüße

Antwort
von SimpleCorder, 49

Samsung NX500... preiswert, spiegelreflex, 4k, guter Sound, etc

Kommentar von sunshine455235 ,

Das ist keine Dslr

Kommentar von SimpleCorder ,

sry

Kommentar von Skinman ,

Die 4K sind aufgrund des zusätzlichen Cropfaktors von insgesamt dann 2,4 aber mehr so ein Witz.

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