Frage von Rosenblad, 186

Welche islamischen Textaussagen und Rechtsvorschriften würden bei "tätlicher" Umsetzung eigentlich gegen deutsche Strafgesetze verstoßen?

Vielleicht kennt sich hier jemand aus - für meinen Teil betrete ich an diese Stelle völliges Neuland.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von eleteroj3, 41

es geht wohl gar nicht um Einzelvorschriften und inwieweit diese verfassungskonform sind oder nicht.

Es besteht ein struktureller Antagonismus zwischen Scharia und der Rechtsschöpfung im säkularen Staat.

Scharia ist das Recht, das nach der Lehre des Mehrheitsislam (Sunniten/iranische Schiiten) das Gesetz Allahs darstellt. Dieses Gesetz Allahs ist unveränderlich, unwandelbar und unverhandelbar für alle Zeiten und Kulturstufen.

Da Allah natürlich nicht persönlich, historisch greifbar seinen Willen und seine Gesetze präsentiert, sind es Menschen, die sich als Gottesdolmetscher und Interpreten zu Wort melden. Sogar wenn wir zugäben, daß der Koran die Niederschrift göttlicher Offenbarungen sei, so ist ja die Scharia als Regelwerk erst Jahrhunderte nach der Kodifizierung durch Kalif Uthman kompiliert worden. Und zwar von selbsternannten religiösen Autoritäten, Imamen, Muftis, Rechtsgelehrten und anderen fatwamächtigen Autoritäten, die aus vagen, oft widersprüchlichen Koranversen das Gesetz Gottes konstruierten und als überhistorischen Willen Allahs zusammenphantasierten.

An der Scharia gibt es also nicht den geringsten Hinweis darauf, daß sie etwas anderes ist als Menschenwerk, auf der Grundlage zusammenphantasierter apodiktischer Behauptungen und gesamtgesellschaftlich verbindlicher Anordnungen von demokratisch nicht legitimierten Instanzen.

Die Rechtsschöpfung im säkularen, demokratischen Staat geschieht durch die demokratisch legitimierte gesetzgebende Gewalt, und zwar ausschließlich.

Die islamischen Staaten hingegen behaupten ein der gesetzgebenden Gewalt übergeordnetes 'göttliches' Recht. Sie haben, wie etwa in der Kairoer Erklärung, dies ganz deutlich und unmißverständlich erklärt, daß die allgemeinen Menschenrechte unter dem Vorbehalt der Scharia gelten.

Eine solche Rechtsauffassung ist im Geltungsbereich unseres Grundgesetzes verfassungswidrig und Personen bzw Organisationen mit solchem Rechtsverständnis sind als Verfassungsfeinde zu behandeln, und zwar unhabhängig, ob die eine oder andere Einzelvorschrift der Scharia verfassungskonform wäre oder nicht.

Kommentar von Rosenblad ,

Einen besonderen Dank für diese überragende und fachlich ausgezeichnete Antwort!

Kommentar von eleteroj3 ,

@Rosenblad  danke sehr für die Auszeichnung

Antwort
von 1988Ritter, 22

Man darf den Vergleich nicht nur auf das Strafgesetz begrenzen. Ich denke man muss den Vergleich auf das komplette deutsche (oder andere) Rechtssystem beziehen.

Nur wer hier den Grundsatz des Islam verstanden hat, kann fundamentale Differenzen und ein nicht lösbare Disharmonie erkennen.

Vorab muss man wissen, dass die legeslative (gesetzgebende) und judikative (richterliche/vollziehende) Gewalt sich im Islam in der Scharia findet.

Die Scharia

ist die Summe und Interpretation von Koran und Hadithen (Überlieferungen), die dann zur Sunna (Lebensweise zur Zeit des islamischen Propheten Mohammed) führt, die durch Rechtsgelehrte des Islam bestätigt wird, und/oder durch Fatwas (islamische Rechtsgutachten) ergänzt ist.

Die demokratische Rechtsordnung

ist mit dem Islam nicht vereinbar. Dies resultiert aus einem einfachen Umstand. In der Demokratie sind alle Menschen gleich. Der Islam verweigert sich dem Gleichheitsgrundsatz, und unterscheidet zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen, auch Kafir (Ungläubiger oder Gottesleugner) genannt.

Will man hinsichtlich des Islam in einen Vergleich gehen, dann scheitert dieser Vergleich schon an der mangelnden Kompatibilität.

Dieser Umstand wird nach meiner Ansicht sträflich außer acht gelassen, wenn man den Islam zu einem demokratisch geführten Staatssystem Zugehörigkeit verspricht oder bescheinigt.

Betrachten wir einige Differenzen islamischer Rechtssprechung und Rechtsansicht mit demokratischen Rechtssystemen. ( Da ich mir hier das BGB und StGB ersparen möchte, nehme ich nur ein paar einfache Beispiele im alltäglichen Leben zwischen Mann und Frau, die dann gegen eine Vielzahl von Gesetzen verstoßen)

Ehescheidung

Eine Ehe wird nach islamischem Gesetz durch den Mann geschieden, wenn er der Frau drei mal gesagt hat, "Ich verstoße Dich". Will sich die Frau scheiden lassen, so bedarf dies einer langen Prozedur mit Prüfungen durch den Imam (islamischer Geistlicher). Dies ist nach demokratischer Rechtssprechung nicht möglich, da die Demokratie keine Unterscheidung oder Vorteilnahme für ein Geschlecht ansieht.

Erbrecht

Nach islamischen Erbrecht erhält die Frau nur einen Bruchteil des Erbe. Männliche Nachkommen oder Begünstigte haben einer höheren Erbteil. Auch hier haben wir eine Belastung der Erbfolge durch die Gewichtung des Geschlechts. Dies ist in der demokratischen Rechtssprechung undenkbar.

Züchtigung

Dem Ehemann ist die Züchtigung der Ehefrau gestattet. Hierbei stuft man die Züchtigung in drei Phasen ab. Verbaler Kontakt wird eingestellt. Keinen sexuellen Kontakt. Schläge wenn bis dahin die Frau nicht gefügig wurde. Die Folgen der Schläge dürfen dabei für Außenstehnde nicht sichtbar werden.

Vergewaltigung

Wird eine Frau im Islam vergewaltigt, dann ist die Beweispflicht der Frau um ein vielfaches größer. Zudem muss die Gepeinigte nachweisen, dass sie nicht durch ihre Handlung die Vergewaltigung provoziert hat. In nicht seltenen Fällen wird das Recht dahingehend gesprochen, dass die Vergewaltigte mit der Todesstrafe bedacht wird, günstigsten Fall mit hundert Peitschenhieben.

Antwort
von JoJoPiMa, 11

Vielleicht findet sich jemand, der sich die Mühe macht, so eine Aufzählung zu erstellen.

Zusammenfassend gesagt: Alle Ausgangstexte und daraus abgeleitete Rechtsvorschriften verstossen dagegen.

Zwei Gründe:

01. Richtig betrachtet, ist die Unschuldsvermutung nicht vorgesehen. Eigentlich geht es immer nur um das Ausmass der Strafe.

02. Die Diskriminierung vor dem Gesetz und durch das Gesetz ist Rechtens - und zwar, nach Ethnie, Glaube, Herkunft.

Zwei Ereignisse, die in der Liste "Welche" vorkommen könnten:

In Deir ez-Zor verbannte der IS alle Fifa-Schiedsrichter. Sie würden der Gesetzgebung der Fifa und nicht der Allahs und der Sunnah dienen. Dann ging die Ausarbeitung weiter: Verletzter Spieler darf vom Gegenspieler eine Entschädigung fordern oder ihm die gleiche Verletzung zufügen.

Brunei, ein hervorragendes Muster für Glaubensbasierte Heuchelei - und zwar in Allem -, verfeinerte zuletzt die Diskrimierung:

Alle Menschen dort können der Kleidung wegen bestraft werden, wenn ihnen vorgeworfen wird, dass die Kleidung den Islam entehrt. Die Kopfbedeckung war eigentich schon Pflicht für Frauen - unabhängig vom Glaube.

Eltern des islamischen Glaubens dürfen die Kinder keine Personen überlassen, die nicht des islamischen Glaubens sind.

Wer zum Christentum konvertiert, dem können die Kinder entzogen werden.

Andersgläubige dürfen nicht mit Muslimen oder Atheisten über ihren Glaube sprechen.

In Schulen, unabhängig davon ob islamisch oder nicht, soll der Tag mit islamisches Gebet beginnen.

Insgesamt 19 Begriffe wurden als rein islamisch klassifiziert. Darunter Allah und Allahs Wort. Nicht-Muslime dürfen die Begriffe nicht verwenden.

Die Praktizierung der Verfeinerung wurde auf 2018 verschoben, aber nur weil das Land noch nicht über eine ausreichende Anzahl Richter verfüge, die der Sharia mächtig sei.

Antwort
von tinalisatina, 110

Da wirst Du jede Menge Punkte finden, weil der Text eigentlich nur in Verbindung mit der damaligen Zeit Bestand hat. Das gleiche gilt übrigens auch für die Bibel. Da gäbe es ebenfalls eine Menge Ansatzpunkte - das Halten von Sklaven, das Verkaufen der eigenen Kinder ... ;-)

Kommentar von Rosenblad ,

Die Frage zielt ja eigentlich auf die Lebenswirklichkeit und was in den verschiedenen inhomogenen islamischen Gesellschaften (im politischen wie auch religiösen Kontext) tatsächlich ausgeübt wird und somit zum "normalen" Rechts- und damit (Tat-) Handlungsgeschehen wird resp. vom Gläubigen so angesehen wird.

Kommentar von Enzylexikon ,

Richtig.

Im 5. Buch Mose (22,22) steht etwa zu Ehebrechern:

Wenn jemand dabei ergriffen wird, dass er bei einer Frau schläft, die einen Ehemann hat, so sollen sie beide sterben,

Im Buch der Sprüche (23, 13-14) steht zur Kindererziehung

Erspar dem Knaben die Züchtigung nicht; wenn du ihn schlägst mit dem Stock, wird er nicht sterben. Du schlägst ihn mit dem Stock, bewahrst aber sein Leben vor der Unterwelt.
Kommentar von Tennispl898 ,

@ Enzylxikon Lass' doch bitte das alte Testament aus dem Spiel. Ich bin mir sicher, dass du weißt, dass es für das heutige Christentum kaum noch eine Rolle spielt.

Kommentar von earnest ,

Darum geht es hier nicht.

Es geht um Textaussagen in einem "heiligen Buch", die heutzutage rechtlich relevant wären.

Genau so etwas hat Enzy am Beispiel der Bibel geliefert.

Kommentar von 1988Ritter ,

.....was dann trotzdem limitiert ist, da diese Stellen der Bibel ja wohl kaum noch praktiziert werden. Hinsichtlich der Lehren des Islam schaut es da anders aus.

Es geht also nicht nur um die Schrift, es geht auch um die Tat.

.....und die Tat ist es, die uns Heute beschwert.

Antwort
von AaronMose3, 45

Sure 2,216

Pa: Euch ist vorgeschrieben, (gegen die Ungläubigen) zu kämpfen, obwohl es euch zuwider ist.

Das sagt alles.

Antwort
von YassineB87, 37

Das hängt davon ab was du als "islamische Rechtsvorschriften" bezeichnest.
Einige halten sich nur an den Koran. Da spricht garnichts gegen die Gesetzgebung in keinem Land. 

Die Scharia, an die nicht alle islamischen "konfessionen" glauben, sieht da schon härter aus und ist menschengemacht und hat keinen bestand bzw wird mit der zeit verändert usw. 

Daher musst du deine Frage schon genauer stellen auf welche Konfession usw. ....

Antwort
von Nunuhueper, 50

Darüber  gibt es eine ganze  Menge im Internet zu lesen.

Hier darüber zu diskutieren, wäre müßig.

Kommentar von Rosenblad ,

Mit Verlaub, ich hoffe Du bekommst auf Deine Fragen nicht solche Antworten!

Kommentar von Nunuhueper ,

Solche Fragen wie Du stelle ich nicht. Man muss sich nicht dumm stellen.

Kommentar von Rosenblad ,

O.k.  - allerdings entsprang diese Frage tatsächlich einer Unwissenheit (oder eben "Dummheit" meinerseits) - und nicht nur einer. Zum Islam hatte ich bisher keinen "Zugang", nur wenige Informationen. Sorry!

Antwort
von kami1a, 9

Hallo! Ich beziehe mich mal auf eine Sure : 

Die Männer stehen den Frauen in Verantwortung vor, weil Allah sie (von Natur vor diesen) ausgezeichnet hat und wegen der Ausgaben, die sie von ihrem Vermögen (als Morgengabe für die Frauen) gemacht haben. Und die rechtschaffenen Frauen sind (Allah) demütig ergeben und geben acht mit Allahs Hilfe auf das, was (den Außenstehenden) verborgen ist. Und wenn ihr fürchtet, daß (irgendwelche) Frauen sich auflehnen, dann vermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie! Wenn sie euch (daraufhin wieder) gehorchen, dann unternehmt (weiter) nichts gegen sie! Allah ist erhaben und groß. (Sure 4:34) <

Und auf diese Sure haben sich übrigens auch oft vor Gericht Männer berufen die ihre Frauen geschlagen hatten, alles Gute.

Antwort
von herrIdefix, 120

kenn mich da auch nicht so aus, aber die sache mit dem Steinigen würde hier bestimmt gegen irgend ein gesetz verstoßen.

Antwort
von Klaraaha, 85

Kuppelei, Mehrehe, Heirat von Minderjährigen, Verbot von Heirat (nur Frauen) mit Andersgläubigen. Nachteile im Erbrecht für Frauen.

Antwort
von muhamedba, 72

Kommt ganz darauf an. Ich nehme das jetzige Beispiel "tötet Sie wo immer ihr Sie findet"...

Und kämpft um Allahs willen gegen diejenigen, die gegen euch kämpfen! Aber begeht keine Übertretung (indem ihr den Kampf auf unrechtmäßige Weise führt)! Allah liebt die nicht, die Übertretungen begehen.

2:190

Und tötet sie, wo (immer) ihr sie zu fassen bekommt, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben! Der Versuch (Gläubige zum Abfall vom Islam) zu verführen ist schlimmer als Töten. Jedoch kämpft nicht bei der heiligen Kultstätte (von Mekka) gegen sie, solange sie nicht (ihrerseits) dort gegen euch kämpfen! Aber wenn sie (dort) gegen euch kämpfen dann tötet sie! Derart ist der Lohn der Ungläubigen.

2:191

Wenn sie jedoch (mit ihrem gottlosen Treiben) aufhören (und sich bekehren), so ist Allah barmherzig und bereit zu vergeben.

2:192

Erst einmal musst du wissen, dass das nur eine ungefähre Übersetzung ist. Wenn du etwas genau wissen willst, dann musst du das Original verwenden (nur arabisch) oder einen Tafsir (dort wird es dir erklärt). Nicht-Muslime werden hier oft als Ungläubige übersetzt, weil es eben kein Wort dafür gibt (im deutschen Sprachraum).

Hier könnte man sagen "Selbstjustiz" aber im Verteidigungsfall.

Kommentar von YassineB87 ,

da musst du aber noch ein bisschen mehr mit beschäftigen bruder. 

Das ist KEIN GEBOT AN UNS

das ist rein an Mohammed saw gerichtet und nicht an uns (also die Umma)

Das bezog sich auf die menschen die Ihn vertrieben und gejagt haben und töten wollten. das ist ein ganz wichtiger Punkt. weil der Koran für uns nämlich vorschreibt:

Sure 5, Vers 32

(...) Wenn jemand einen Menschen tötet (...), so ist es, als hätte er die ganze Menschheit getötet; und wenn jemand einem Menschen das Leben erhält, so ist es, als hätte er der ganzen Menschheit das Leben erhalten.

Die von dir genannten stellen galten nur dem Propheten wie auch sura al masad oder al kauthar....

des weiteren gibt es ein Wort für christen und juden etc - sie werden leute der Schrift genannt im Koran. wenn du noch fragen hast meld dich

Kommentar von earnest ,

Das ist, was diese Verse betrifft, sachlich wohl richtig.

Das Entscheidende ist aber, dass die verbrecherischen "Gotteskrieger" sich auf solche gewaltheischenden Suren bei ihren Schandtaten berufen.

Kommentar von YassineB87 ,

Und ich weiß, dass sie dafür Ihre gerechte Strafe erhalten werden im Jenseits. Und ich hoffe dass sie die gerechte strafe dafür auch im diesseits bekommen. Umso wichtiger nehme ich meine freiwillige "aufklärungsarbeit" bei der ich nach bestem wissen, gewissen und absichten die menschen und vor allem muslime versuche möglichst aufzuklären. Wie zuvor schonmal erwähnt in anderen disjkussionen wäre es echt mal Zeit für ein zeitalter der aufklärung, da diese Propaganda heutzutage in fast allen bereichen einfach zu krass, einflussreich geworden ist. sei es religion oder politik oder sonstiges

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Religion, 91

Mir fallen spontan nur zwei Beispiele ein

Auspeitschung und Todesstrafe für homosexuellen Sex

Schwuler Geschlechtsverkehr soll nach islamischen Recht mit körperlicher Züchtigung durch 100 Peitschenhiebe (Sure 24,2),  oder sogar mit dem Tode bestraft werden, wenn die Männer mit Frauen verheiratet sind. Bei lesbischem Sex sieht man meines Wissens nach nur die Prügelstrafe vor.

Auspeitschung, Freiheitsberaubung und Todesstrafe für unerlaubten Sex

Bei Frauen, denen unerlaubter Geschlechtsverkehr (Unzucht) vorgeworfen wird, müssen vier Männer gegen sie Aussagen. Dann soll sie so lange im Haus festgehalten werden bis sie stirbt, oder sich "ein Ausweg für sie ergibt" (Sure 4, 15).

Dieser nicht näher definierte "Ausweg" wurde später im "Tafsir al-Jalalayn" für Unverheiratete  als "100 Peitschenhiebe und ein Jahr Verbannung" und für Verheiratete als "100  Peitschenhiebe und Tod durch Steinigung" genauer festgelegt.

Weitere Beispiele müsste ich selbst erst recherchieren.

Kommentar von KarlKaram ,

Ganz so einfach ist es nicht, weil auch im Islam ein weites Feld von Auslegungen besteht. Schon die Bezeichnung "islamisches Recht" ist mehrdeutig. Für einige ist nur das Wort Gottes und damit der Koran ausschlaggebend. Im Koran findet sich aber nicht mal die klare Erwähnung von Homosexualität. Hier ist das mal erläutert:
https://www.lsvd.de/homosexualitaet/homosexualitaet-religion/homosexualitaet-und...
Neben dem Koran gibt es noch die Sunna und den Hadith, also Überlieferungen, Aussprüche und Handlungen des Propheten. Die Schriften der islamischen Gelehrten zu diesen Themen füllen riesige Bibliotheken. Daher gibt es auch zu vielen Themen unzählige Meinungen, die sich alle auf den Islam berufen.
Daher sind Islam und Christentum gar nicht so weit voneinander entfernt, wie man zur Zeit oft glauben mag. In der Geschichte des Christentums gab es ganz radikale Zeiten mit Todesstrafen für unzählige Delikte, selbst für völlig Unschuldige wie sog. Hexen. Dann gab es wieder liberale Epochen wie heute.
Im Islam ist es ähnlich. Zur Zeit stehen die Radikalen und Fanatiker im Blickpunkt, der Islam kennt aber auch Epochen und Regionen großer Toleranz und Freiheit.

Kommentar von earnest ,

Deine Parallelsetzung von Islam und Christentum übersieht, dass die Zeit der grausamen Verfolgung von Kritikern durch die (katholische) Kirche längst vorbei sind.

Im IS-"Gottesstaat" ist das aber grausame, gegenwärtige Realität.

Und die Epochen "großer Toleranz und Freiheit" im Islam sind Geschichte. Das Emirat von Córdoba ist untergegangen. 

Wenn schon Analogien, dann aber bitte bei der historischen Wahrheit bleiben...

Kommentar von YassineB87 ,

wie gesagt muss man zuerst islamisches recht definieren.... und überhaupt erstmal fragen wer es definiert

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