Frage von Neolardo, 45

Welche Infos stecken in einem Barcode bzw. der EAN im Textil-Handel?

Hallo Zusammen!

Ich forsche gerade für mein Startup an Barcodes herum. Jetzt ist es ja so dass in der Mode ein Produkt, z.B eine Jeans von Boss in mehreren Größen, mehreren Schnitten, und mehreren Waschungen vorhanden angeboten wird.

Daher gibt es ja die -Artikelnummer -Stylenummer (Schnitt z.B Slim, Regular, Extra-Slim ) -und die Farbnummer ( hier Waschung z.B used, Indigo etc. )

Meine Frage ist ob alle diese Infos auch im Barcode bzw. EAN-Code stecken. Wenn nicht, wie macht z.B ein online-Shop dass dann mit den Warenbeständen? Wie kann ich elektronisch erfassen welche Jeans ( also in welcher Ausführung ) Ich gerade in meinem Laden verkauft habe,nur durch scannen des Barcodes?

Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen! Viele liebe Grüße und einen schönen Abend in die Runde!

Greets, Neolardo

Antwort
von metodrino, 19

Du vergibst in deinem Warenwirtschaftsystem eine (frei gewählte) Artikelnummer. Dies ist Datenbanktechnisch der "Primärschlüssel".

Damit werden dann alle Informationen verknüpft, also deine Mode oder auch die EAN. Die EAN bzw der Barcode ist dann nur Hilfsmittel um das ganze an der Kasse zu erfassen.

Sicherlich könnte man auch direkt die EAN als Primärschlüssel deklarieren - sollte sich aber mal eine EAN ändern obwohl der Artikel gleich bleibt (z.B. neue Verpackung) musst die das ganze neu anlegen.Solltest du aber eine Artikelnummer haben fügst du einfach ein weitere EAN hinzu oder änderst diese ab.

Auch kann man Artikelnummern dazu verwenden für das Personal im Laden "codiert" Informationen bereit zu halten. Also z.B. Hersteller/Lieferant.

Bei einem eigenen Onlineshop würde ich mir auch gut überlegen ob ich die EAN "offenlege" da der Kunde dann relativ einfach das gleiche Modell bei der Konkurenz finden kann. Sollten wir hier über Plattformen wie Amazon reden so kann es durchaus Sinn machen eigene Produkte zu kreieren indem man die Jeans mit einem Zusatzprodukt als Kombiartikel verkauft.

Damit man dieses dann verkaufen kann benötigt man zwar eine eigene EAN (bitte bei GS1 kaufen, nicht wie weiter unten bei Billig Anbietern) aber an diesen Artikel sollte sich kaum einer dranhängen können was einem ein wenig den Preiskampf vom Leibe hält.

Antwort
von Cokedose, 18

In einem Stecken keinerlei Infos. Die Balken dienen sozusagen nur als Lesehilfe für die Technik. Hinter einem Strichcode verbirgt sich nichts weiter als die Nummer die i.d.R. auch darunter steht.

Diese Nummer pflegst du dann in dein System ein. Welche Informationen du dann damit verknüpfst bleibt dir überlassen.

Wenn der Strichcode auf dem Produkt also beispielsweise "4 012345 678901" lautet, dann kannst du in deinem System hinterlegen was sich hinter der Nummer verbirgt. Das kann dann sein: "Damenjeans, L38-W40, blau" oder auch "gegrillte Putenbrust, hauchfein, 125g".

Das System muss also erst mal mit den Informationen gefüttert werden die du als relevant für den Artikel betreffend hälst.

Kommentar von metodrino ,

Ganz so wenig Informationen stecken dann doch nicht in der EAN.

Sicherlich, Produktmerkmale finden sich dort nicht. Über den Aufbau der Nummer lassen sich aber rauskriegen woher das Produkt kommt (z.B. Startziffer 4= Deutschland) und über Suchdienste(zb Gepir) auch wer diese EAN bei GS1 bezogen hat - sprich der Hersteller.

Kommentar von Cokedose ,

Da hast du im Grunde recht. Ja, diese Info verbirgt sich im Strichcode.

Allerdings hast du mit der Herkuftsnummer nicht ganz recht. Die 2-3 (!) Anfangsnummer stehen nicht für das Herkunftsland des Produktes, sondern lediglich von welchem Land die Nummer vergeben wurden. 400-440 steht somit für GS1 Deutschland. Wenn du dir jedoch beispielsweise mal die Produkte von Coca-Cola vornimmst, die definitiv aus Deutschland kommen, die beginnen trotzdem allesamt mit 50... (UK) oder 54... (Belgien) weil hier die Unternehmesbereiche von CC ihren Sitz haben die das für die meisten europäischen Länder koordinieren.

Richtig ist natürlich, dass jeder Code nur einmal vergeben wird und, dass man anhand dessen auch das Unternehmen herausfinden kann den dieser zugewiesen wurde. Aber auch das nur dadurch, dass entsprechende Daten in Datenbanken hinterlegt wurden. Wenn jemand in seiner Datenbank die Nummer einer Cola Dose als Waschmaschine hinterlegt, dann erkennt das System die Dose halt als Waschmaschine.

Und auch für jedes Kassenssystem ist es ohne Relevanz von welcher nationalen Vergabestelle der Code vergeben wurde und an welchen Auftraggeber. Dem System interessiert nur welcher Artikel es ist und wieviel er kosten soll. Und diese Daten muss jeder Händler selbst einpflegen.

Ach ja, und dann haben ja auch noch viele Händler eigene Codes für ihre Eigenmarkenprodukte. Darüber kann man auch weder Herstellungsland noch Hersteller ermitteln.

Antwort
von Zyrober, 20

Je nachdem wie du's willst. Die Nummer muss ja nur für dein eigenes Warenwirtschaftssystem sinnvoll sein. Wenn du für verschiedene Styles verschiedene interne Artikel pflegen willst, hält dich sicher niemand davon ab.

Kommentar von Neolardo ,

es geht eher darum online einen Artikel aufzuzeigen, der aber in mehreren Läden lokal erhältlich ist. Ich suche eine Lösung meinen Warenbestand so anhand der Abverkäufe (EAN-Scans) in Echtzeit darzustellen.

Vielen Dank für deine Antwort :)

Beste Grüße,

Neolardo

Antwort
von Midgarden, 19

Google hat noch geöffnet

Kommentar von Neolardo ,

Du gleich nicht mehr! Wenn ich über Google was finden würde ich mir wohl kaum die Mühe machen hier ne Frage zu stellen oder? 

So jetzt geh mal ins Bett und lass mich hier mit den motivierten und engagierten Leuten über mein Problem diskutieren allright?

Kommentar von Midgarden ,

Stimmt - Google nutzt nur, wenn man es auch bedienen kann, ich helfe da gerne mal aus:

http://www.eancode.net/EAN-13-barcode.php?keyword=ean&matchtype=e&positi...

Kommentar von metodrino ,

Googel hat geöffnet, korrekt.
Bedient hast du es aber auch nicht "richtig". Der einzig richtige Link neben meinetwegen Wikipedia hier wäre der Verweis zu GS1 gewesen.

Auf deiner Seite wird lustig vor Fake-EAN gewarnt, bieten "ihre" EAN aber auch nur überteuert an. Vorallem die Begründung stinkt zum Himmel. Die an den Umsatz gekoppelten Gebühren die GS1 erhebt sind lächerlich. Da tut einer Firma ja die Gema mehr weh..oder die IHK...

Überhaupt: GS1 ist bei EAN Fragen eigentlich der einzig richtige Ansprechpartner da die dafür verantwortlich sind. Von irgendwelchen anderen Anbietern würde ich großen Abstand nehmen...

Auch kriegt man dort einen Nachweis welcher Block dir gehört...Das ist z.B. Hilfreich wenn man Produkte bei Amazon vertreibt und sich irgendwelche Trottel widerrechtlich "dranhängen" obwohl sie das Produkt gar nicht haben können. (ASIN von Amazon und EAN sind im übrigen verknüpft bzw nur eine andere Schreibform)

Kommentar von Midgarden ,

Das mag ja alles sein, aber bei der Frage ging es lediglich darum, wie eine EAN aufgebaut ist und ob z.B. für jede Größe auch eine eigene EAN nötig ist - das wird in dem Abschnitt recht übersichtlich erklärt.

Über Deine weiterführenden Infos wird sich der Fragende sicher freuen

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