Frage von Shxnixn, 160

Welche Hilfszügel für bessere Kopfhaltung?

Hey :)

Mein Pony hat eine schreckliche Kopfhaltung, viel zu weit oben.

Ich möchte ihr Hilfszügel kaufen, am besten billig und so, dass sie noch Alles sieht. Ist ein Halsverlängerer oder ein Ausbinder besser? Oder was ganz Anderes? :) Danke schonmal :D

Spart euch dumme Kommentare, ich hab Unterricht und ich kann such reiten. Aber mein Pony wurde auch schon von Profis geritten und das hilft auch nicht .

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von WinniePou23, 74

Huhu,

warum willst du denn überhaupt, dass der Kopf unten ist?

Das ergibt doch gar keinen Sinn. Bindest du den Kopf mit einem Hilfszügel runter, blockierst du über den Kopf-Oberarm-Muskel die Vorderhand. Dann kann die Hinterhand nicht mehr drunter, weil vorne die Beine noch am Boden kleben und trippeln. Der Rücken wird von vorne und von hinten fixiert. Du sitzt dann auf einem fixierten Rücken. So ein Rücken kann nicht loslassen und schwingen. Er kann nicht nach oben. Und es hat schon seinen Sinn, dass die Losgelassenheit mit ganz am Anfang der Ausbildungsskala steht, ohne geht nämlich nix. Und loslassen kann nichts, was fixiert ist.

Guter Reitunterricht bringt dich in die Lage dein Pony so zu reiten, dass als aller erstes hinten die Hinterhand drunter kommt. Die hebt dann die Vorderhand und den Rücken ganz automatisch an und das Pferd kann sich loslassen. Die Hand beendet nur den Bogen und fängt den Schwung ab. Dann kommt ganz automatisch der Kopf runter und an die Senkrechte, ja nach Pferdekörper nah dran oder ein kleines Stück davor.

Mit diesem Weg reitest du den Kopf quasi von hinten nach vorne runter und den Rücken von hinten nach vorne hoch. Mit einem Hilfszügel holst du den Kopf von vorne nach hinten runter und sitzt auf einem festen Rücken, der nicht wiklich vorwärts kommt.

Lieber viel Arbeit für die korrekte Haltung und Bewegung, die dann auch gesund ist, als wenig Arbeit und ein Stück Leder für einen Kopf der nett an einem festen Pferd hängt, dass nach und nach verschließt.

Da hast du die Wahl.

Liebe Grüße

Kommentar von Baroque ,

Absolut korrekt!

Zumal durch jegliches Ausbinden auch noch das Risiko für Halswirbelarthrosen erheblich ist.

Kommentar von Shxnixn ,

Weil sie sonst einfach nicht auf Hilfen reagiert. Und Profis meinten, dass würde ihr keine Schmerzen bereiten, wenn ich nur lockerer Hilfszügel hätte.

Antwort
von Serendipity000, 54

Huhu


wenn du Hilfszügel benutzen willst, dann würde ich dir noch am ehesten Dreieckszügel empfehlen.


Allerdings sind Hilfszügel keine Lösung. Am besten ist es, erstmal ordentliche Muskeln aufzubauen. Das geht durch viel longieren, Spazieren gehen (gerne auch viele Berge mit einbauen) und und und.



Im Bezug aufs Reiten wäre natürlich guter Reitunterricht sinnvoll, aber ansonsten ist es erstmal wichtig, dass du dich mit der Ausbildungsskala befasst.


Zuerst ist der Takt an der Reihe, d.h. dein Pony sollte in allen Gangarten gleichmäßig laufen und den Takt auch auf Dauer beibehalten können.


Dann spielt natürlich noch die Losgelassenheit eine extrem wichtige Rolle, denn ein verspanntes Pferd wird nie in einer korrekten Anlehnung laufen können. Wie sich dein Pony am besten loslässt kann ich dir nicht sagen, das variiert oft. Allerdings gibt es hierbei auch sehr viele verschiedene Möglichkeiten. Das geht von Cavalettiarbeit über das Zügel aus der Hand kauen lassen und und und...

Große, gebogene Linien zu reiten ist allerdings schonmal ein guter Anfang, und dann kommt eben alles dazu, was unter die "lösenden Übungen" fällt. Das reiten in Dehnungshaltung (Vorwärts-Abwärts) ist sehr sinnvoll, wenn dein Pony den Kopf allerdings ständig oben hat wird das nicht möglich sein. Allerdings ist das keine Entschuldigung.

Löse dein Pony einfach mal in allen Gangarten, mache viele Übergänge und Richtungswechsel, stelle und biege es und reite auf großen gebogenen Linien, reite dein Pony anschließend in einem guten Tempo fleißig (aber nicht hektisch) vorwärts. Dann verlängerst du dein Zügelmaß langsam (der Zügel sollte nicht durchhängen - beim Vorwärts-Abwärts besteht immer eine feine Verbindung!). Anfangs wird dein Pony sich vermutlich noch nicht nach vorne unten dehnen, aber mit der Zeit kommt das. Hierbei musst du Geduld haben, denn das Aufwölben des Rückens ist ziemlich anstrengend für Pferde.


Wenn dein Pony dann irgendwann losgelassen genug ist, wird es beginnen, sich an den Zügel zu dehnen und eine Anlehnung zu suchen.

Allerdings sind zwei Dinge bei der ganzen Sache sehr wichtig:


1) Reite dein Pony immer (!) genügend von hinten nach vorne! Nur durch den Zügel wird man Pferde nie korrekt in Anlehnung reiten können oder ein Vorwärts-Abwärts erreichen. Das Pferd muss den Antrieb von hinten bekommen, um sich an den Zügel heranzudehnen.


2) Geduld ist das A und O. Ein unbemuskeltes Pferd aufzumuskulieren und irgendwann eine konstante Anlehnung zu erreichen ist ein langer Weg und ist nicht immer einfach. Man muss sich hierbei Zeit lassen und Geduld haben - innerhalb von zwei Tagen ist so etwas nicht erreicht. =)


Liebe Grüße und viel Glück =)


PS: Vorhin solltest du natürlich abklären, dass die Sache keine gesundheitlichen Ursachen hat (Rückenprobleme,...). Das könnte natürlich auch ein Grund für das Verhalten deines Ponys sein.


Kommentar von Shxnixn ,

Danke für die Antwort :) Mein Pony rennt einfach drauf los, was man aber echt nicht verhindern kann. Durch Paraden erzeugt sie nur mehr Gegendruck, aber wenn sie den Kopf senkt, was selten vorkommt, läuft sie super :D

Antwort
von kaltblueterin, 40

Was ganz anderes: Pferd mal dem Osteopathen vorstellund anschließend in Beritt geben und du nimmst guten und hochwertigen Unterricht dann brauch man auch keine Ausbinder oder Dreieckszügel.

Expertenantwort
von Dahika, Community-Experte für Pferde, 26

Hilfszügel sind scheinbare HIlfen für schlechte Reiter. Sie bringen dem Pferd gar nichts. Vielleicht wird der Schädel optisch runtergezerrt, aber das, was erreicht werden soll, nämlich, dass das Pferd über den Rücken geht und die Vorhand entlastet, wird nicht erreicht. Wenn das Pferd über den Rücken geht, etc... kommt der Kopp von alleine runter.

Das einzige Hilfsmittel, das du anwenden solltest, ist guter Reitunterricht. Oder eventuell für eine Zeitlang auch Korrekturberitt. Neben dem guten Unterricht, versteht sich.

Kommentar von Shxnixn ,

Ich habe Unterricht, und die zweite Besitzerin meinte, ich solle Hilfszügel besorgen :D

Antwort
von LyciaKarma, 41

Keine Hilf(losigkeit)szügel, sondern ein guter Trainer, der dir zeigt, wie du korrekt reitest und wie du ordentlich am Kappzaum longierst. 

Dein Pferd läuft so, weil es nicht anders kann, weil du es ihm so antrainiert hast bzw es bei dir nie lernen durfte, korrekt zu laufen. 

Ausbinder jeder Art sind enorm schädlich für das gesamte Pferd und helfen gar nichts. 

Expertenantwort
von ponyfliege, Community-Experte für Pferde, 43

ohne bild vom pferd kann man GAR NICHTS sagen.

ausser - dass man mit hilfszügeln nichts verbessern kann.

nimm bitte qualifizierten unterrricht, bei dem du lernst übers reiten das pony zu regulieren - und nicht über die hand mit dem zügel.

wenn dein pferd einen hoch angesetzten hals hat, bekommst du den mit keinem mittel der welt runter.

-------------------------

schnell und billig... schon klar.

die einzige abhilfe ist reiten. es liegt NICHT am pferd.

Kommentar von Shxnixn ,

Mein Pony wurde schon von Profis geritten. Nichts hilft, Paraden erzeugen nur Gegendruck und wenn man sie richtig reiten will, bleibt sie einfach stehen oder buckeln :/

Antwort
von Hjalti, 98

Weder noch! Erst mal sehen, ob der Sattel passt u. dein Pony als Hans-Guck-in-die-Luft rennt, weil es Schmerzen hat. Wie ist der Rücken bemuskelt? Wirkst du viel über die Hand ein? Es wird nicht helfen, dein Pferd mit Gewalt in eine bestimmte Haltung zu zwingen. Tainiere den Rücken (Bodenarbeit, Longieren - ohne Ausbinder!) und lerne, beim Reiten die Hinterhand zu aktivieren und dein Pferd in die Dehnungshaltung zu bringen. Also über den Rücken zu reiten! Zeig ihm den Weg v/a, anfangs gerne vom Boden aus. 

Kommentar von Shxnixn ,

Danke :) Sattel passt auch und sie hat auch keine Schmerzen. Das Problem ist nur, dass sie sich gegen alles Wehrt. Also Paraden oder so sind ünmöglich :/

Antwort
von Viowow, 44

am besten mal pferd checken lassen und reiten lernen.... dann braucht man auch so nen mist wie hilfzügel nicht..

Kommentar von Shxnixn ,

Ich kann reiten. Aber mein Pony wurde nicht ausgebildet und wit brächten die ja nur zum galoppieren. 

Kommentar von Dahika ,

nein, du kannst nicht reiten. Wenn du reiten könntest, würdest du diese Frage nicht stellen. Du kannst oben drauf bleiben und vermutlich dein Pferd etwas lenken und anhalten. Das ist aber kein Reiten.

Kommentar von Shxnixn ,

Ich reite jetzt seit 7 Jahren.  Ich kann das und hab auch schon Tuniere bestritten, mit Erfolg. Nur mit meinem eigenen Pony klappt alles nicht.

Kommentar von Viowow ,

turniere sind mal so gar kein indikator dafür, das man reiten kann. und 7 jahre sind ein witz...

Antwort
von TheFreakz, 69

Wie wäre es mit gutem Reitunterricht?!

Kommentar von Shxnixn ,

Ich habe seit 7 Jahren Unterricht, aber mein Pony steht im Privatstall und wir können sie nicht immer rumfahren. 

Kommentar von WinniePou23 ,

Dafür gibt es doch überall gute Trainer, die zum Pferd kommen und dafür auch mal 30-40km oder noch deutlich weiter kommen. Ein Privatstall ist kein Hindernis keinen Unterricht zu bekommen und auch keine Ausrede, um keinen zu nehmen.

Kommentar von krizzyyy ,

meine Worte !

Kommentar von Shxnixn ,

Ich hab dazu einfach kein Geld leute

Kommentar von LyciaKarma ,

Kein Geld für guten Unterricht, also muss dein Pferd drunter leiden? 

Dein Pferd hat deinetwegen Schmerzen und dir scheint es egal zu sein. Du reitest es kaputt! 

Wenn du kein Geld hast, um deinem Pferd gerecht zu werden, dann gib es an jemanden ab, der das kann. 

Kommentar von Shxnixn ,

Mein Pony hat keine Schmerzen! Sie hat einfahren keine Lust und wehrt sich gegen alles. Sie ist mir nicht egal. Ich hab sie jetzt seit 4 Jahren,  und auch Profis sind sie geritten. nichts hilft

Kommentar von TheFreakz ,

Dann gib dein Pferd in gute Hände ab. Wenn es so rumläuft, wird es später einige Schäden haben und das wird teuer werden.. was machst du, wenn Du auf einmal 10000€ Tierarztrechnung bezahlen musst?

Kommentar von Viowow ,

"und auch profis sind sie geritten" na, herzlichen glückwunsch. die "profis" die dir zu hilfszügeln raten? dann such dir mal lieber n richtigen profi. einen, der das pferd versteht, die ursache sucht, und nicht nur das symptom wegschnallen will....

Antwort
von netflixanddyl, 49

Ich hatte doch erst wirklich erwartet, dass die Frage ein Troll ist.. aber leider gibt es zu oft solche ernst gemeinten Fragen von Pferdebesitzern (!)😦

Dass dein Pony seinen Kopf falsch/zu hoch hält, muss einen Grund haben. Einen Grund, einen Fehler, den DU zu beheben hast. Diese Stellung einfach mit einem BILLIGEN Hilfszügel runterzuzerren sorgt für eine noch extreme Fehlstellung und/oder Schmerzen beim Pferd.
Fang nochmal bei 0 an mit dem Tier, zieh eine wissende Person hinzu und lass das Tier durchchecken, warum es den Kopf so trägt.

Kommentar von Shxnixn ,

Sie hat keine Schmerzen, wurde auch schon von Profis geritten, der Tierarzt meinte, sie hat nur einfach keine Lust und wehrt sich gegen alles. :/

Antwort
von dressurreiter, 34

Nimm am besten ein Ringmartingal.

Kommentar von Dahika ,

Das ist falsch. Das korrekt geschnallte Ringmartingal ist nicht dazu da, den Kopf des Pferdes irgendwie runter zu bekommen.

Kommentar von dressurreiter ,

Doch selbstverständlich!

Kommentar von Viowow ,

Dahika,in der Welt des "Dressurreiter's"schon, er bekommt es doch nicht anders hin. Das weist du doch...

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