Welche Hausmittel helfen gegen trockenes Haar oder spliss ?

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2 Antworten

Silikonfreies Shampoo. So wenig fönen wie möglich. Regelmäßig Spitzen schneiden beim Friseur.

Achja: vorher alles kaputte abschneiden. Was kaputt ist, geht nicht mehr heil. Das ist nur Verarsche in der Werbung.

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Kommentar von Andreas Schubert
06.11.2016, 22:53

Silikonfreies Shampoo hilft auch nichts, wenn die meisten sogenannten silikonfreien Chemieshampoos Polyquaternium enthalten. Die Industrie ist doch nicht dumm, wenn es darum geht, Konsumenten zu veräppeln. Polyquaternium ist um 85% günstiger als herkömmliche Silikone, nur noch übler für Haare und Kopfhaut und fällt aber nicht unter die Rubrik Silikone   ... deshalb gibt es plötzlich auch ein vermeintlich silikonfreies Produkt nach dem anderen.

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Wenn nach wie vor alle Menschen die Grundlagen der Haarpflege und des korrekten Umgangs mit Haaren beherzigen würden, gäbe es deutlich weniger Menschen mit trockenem Haar, fettenden Haaren, niemand bräuchte relativ sinnbefreite Produkte wie Haarspülungen oder einen Tangle Teezer, u.s.w.

Wenn Du die täglichen Bürstenstriche durchführst, verteilst Du damit automatisch das Talg von Deiner Kopfhaut gleichmäßig in die Haare, für die das Talg ja auch produziert wird, denn die Haare brauchen es für deren Schutz, Geschmeidig und den natürlichen Glanz.   Ergo sollten die Haare dann auch nicht mehr trocken sein.

Spliss lässt sich definitiv nicht 100%ig verhindern, aber die häufigsten Spliss-Ursachen lassen sich deutlich reduzieren, denn die generieren die meisten Menschen selbst  .... und das meist nur aus Unwissenheit hinsichtlich dem korrekten Umgang mit Haaren und wirklicher Haarpflege (hat nichts mit Shampos und Spülungen zu tun, denn das eine ist ein Reinigungsmittel und das andere sind reine Weichmacher).

Spliss ist nun mal mindestens 1 Spalt in den Haaren und der erweitert
sich immer mehr nach oben in die Haarlängen, wenn man die Haare nicht
bis kurz über dem bereits vorhandenen Spalt abschneiden lässt.

Es gibt nichts, was die Haare dort, wo sie gespalten sind, wieder
zusammenklebt/zusammenfügt, denn was einmal kaputt ist, ist einfach
kaputt und nicht wirklich reparabel  . . . ob Spliss oder Haarbruch.

Wer wirklich auf seine Haare achtet, sie sinnvoll, nachhaltig pflegt
und korrekt mit Haaren umgeht, kommt für gewöhnlich mit 2, 3 oder max. 4
reinen Spliss-Schnitten pro Jahr aus und bei einem reinen
Spliss-Schnitt verliert man so gut wie nichts an Haarlänge.

Bitte auch von Selbstversuchen absehen, denn auch wenn es dafür zig
Anleitungen im Web gibt  ... die falsche Schere, die falsche Scherenhaltung
und/oder -führung und Du züchtest ehr noch mehr Schäden.

Sogenannte Anti-Spliss Produkte können Spliss ebenso wenig beseitigen
oder "heilen" wie Öle oder sonstige Mittelchen, denn was kaputt ist ist
einfach kaputt und muss abgeschnitten werden.   Aber Haare wachsen ja
monatlich 0,8 bis 1,25 cm (und auch nicht mehr ... ob Coffein-Shampoo,
Lotionen, "Inversion Methode" oder sonstiger Humbug)

Spitzen stets geschmeidig halten, sorgt z.B. dafür, dass sie sich nicht gleich
bei jeder geringsten Reibung und/oder evtl. auch nicht gleich jedesmal,
wenn sie irgendwo anstoßen, sofort spalten. Auch der korrekte Umgang mit
Haaren nebst wirklicher, sinnvoller und nachhaltiger Pflege reduziert
zumindest die meisten selbst generierten Spliss-Ursachen.

Was sehr viele Menschen falsch machen, fängt oft schon dabei an, WIE
sie die Haare waschen und wie sie dann auch noch mit nassen Haaren
umgehen.

Aber es gibt ja sowas wie einen "Fahrplan" gegen die häufigsten
selbst  generierten "Spliss-Ursachen" und es ist kein wirkliches
"Geheimnis", dass sich z.B. stets geschmeidige Haarspitzen weniger schnell schon beim geringsten Anstoßen oder bei der geringsten Reibung gleich wieder spalten.

Schon alleine die wichtigen, täglichen Bürstenstriche und dazu noch
eines der 4 reinen Naturöle, die optimal für Haarspitzen geeignet sind,
sorgen für deutlich mehr Geschmeidigkeit, können pure Weichmacher
(Spülungen) überflüssig machen und geschmeidige Haarspitzen spalten
sichweniger rasch bei den kleinsten Berührugen, Reibungen, etc.

Mehr zu den Bürstenstrichen und den Ölen weiter unten.

Immer daran denken, dass Haare zwar "tote Hornschicht" sind und Horn eigentlich ein recht robustes Material ist, aber

1. sind Haare sehr dünn/fein
2. sind Haare in nassem/aufgequollenem Zustand extrem "verletzbar"

- beim Haarewaschen wirklich nur den Kopf/die Ansätze waschen und
massieren. Für die Haarlängen und -spitzen reicht der Schaum beim
Ausspülen völlig aus und wer mehr Schaum in den Haarlängen vermisst,
streicht den während dem Shampoonieren höchstens mal sachte und absolut
gradlinig mit den Fingern vom Kopf aus durch die Haarlängen.

- Niemals die Haarlängen und -spitzen rubbeln .... schon gar nicht in nassem Zustand

- nur Bürsten mit Naturborsten und echte Horn- oder Holzkämme verwenden

- nasses Haar auch nicht durchbürsten, sondern immer nur mit einem grobzinkigen Natur-Kamm vorsichtig/sachte durchkämmen

- nie zu heißes Wasser verwenden ... je kühler, desto besser

- übermäßige Hitze generell vermeiden (nicht heiß fönen, u.s.w.)

- Bürsten, Kämme, etc. auch regelmäßig reinigen

- keine Haargummis mit Metallstücken verwenden

- auf Seiden- und/oder Satinkissen schlafen. Darauf reibt sich das Haar im Schlaf nicht auch noch unnötig

- Vitamin- und Mineralienmängel vermeiden

- mind. 2 - 2,5 Liter Wasser pro Tag trinken

- Stress vermeiden

- regelmäßig nachschneiden lassen, dann müssen wirklich immer nur die
Spitzen oder eben eventueller Spliss geringfügig beschnitten werden und
nicht mehr.

Je trockener das Haar, desto anfälliger für Bruch und Spliss. Deshalb
empfiehlt sich auch spätestensab Schulterlänge die Haaransatzwäsche,
die dem Haar auf lange Sicht hektoliterweise austrocknendes Wasser
erspart.

Für das Verdünnen und die Haaransatzwäsche sind grundsätzlich
ausschließlich hochwertige Shampoos geeignet, die auch wirklich sowohl
richtig gute waschaktive Substanzen enthalten als auch echte,
konzentrierte Wirkstoffe. Durch das Verdünnenrelativiert sich aber auch
automatisch wiedet der Kaufpreis und viele hochwertige Naturshampoos
sind dann durch diese Anwendung in den effektiven Kosten plötzlich noch
günstiger als viele Chemieshampoos, die auf billigen Industriereinigern
und gesundheitsschädlicher Chemie basieren.

Ein hochwertiges Naturshampoo (z.B. "Shampoo & Duschbad Basis von
SANOLL) aus einer Auftrageflasche (1:10 mit Wasser verdünnt) bei
trockenem Haar scheitelweise den Ansätzen entlang auftragen und dann
ganz normal shampoonieren (und immer NUR auf dem Kopf!)

Durch das Verdünnen machst Du aus einem hochwertigen Naturshampoo für 8,50 EUR (200 ml) eines für 0,85 ... günstiger geht's schon nicht mehr
und mit einem Naturshampoo quälst Du Dein Haar (und auch Deine Kopfhaut)
weder mit chemischen Rückständen, die es auf Dauer nur stumpf, kraftlos,
fettend, spröde, bruchanfällig machen, noch mit chemischen Tensiden.

Wenn es Dir bei der Ansatzhaarwäsche zu wenig schäumt (ist nur Gewohnheitssache), emulgierst Du mit ganz wenig Wasser nach.

Es gibt natürlich auch noch andere, richtig gute, nachhaltige und
unbedenkliche Shampoos/Pflegeprodukte wie z.B. MARIAS Organic Care, Sante, Dr. Hauschka, Oliebe, Herbanima, CulumNatura, u.s.w. . . . an einem
konkreten Beispiel musste ich aber mal eben die Kalkulation vorrechnen.

Mischst Du auf Vorrat, dann koche das Wasser vorher ab und lass es
auskühlen. Dann sind die Keime darin abgetötet und können sich über Tage
in der Flasche nicht vermehren .... und sie kommen nicht auf die
Kopfhaut.

Zusätzlich (und eigentlich grundlegend) sorgen logischerweise auch die täglichen Brüstenstriche für geschneidiges Haar .... seitdem zig Millionen
Menschen denken (weil es die Werbung ja sagt), Chemieshampoos und
Spülungen hätten wirklich etwas mit Haarpflege zu tun, sind solche
Basics leider etwas "aus der Mode geraten" ... auch wenn gerade die
täglichen Bürstenstriche .... richtig durchgeführt .... den meisten
unserer Kundinnen haufenweise Produkt(e) ersparen.

Für die Bürstenstriche verwendest Du (und reinigst sie auch immer
gründlich) idealerweise idealerweise die "KOST Kamm Wildschweinbürste
mit 7 Reihen" (gibt es z.B.über amazon für 35,00 - 37,00 EUR. Nicht nur
die Borsten zählen zu den besten für Kopfhaut und Haare . .. die Bauweise
der Bürste lässt zu, dass Du sie direkt am Bürstenkopf führen kannst und
so den Druck auf den Kopf besser regulieren kannst. Außerdem entfällt
so die "Hebelwirkung" mit dem Anfassen am Griff und somit geht das bei
50 - 60 oder mehr Bürstenstrichen nicht auf die Handgelenke.

So verteilst Du das Talg von Deiner Kopfhaut in die Haarlängen und Haare
brauchen Talg für deren Geschmeidigkeit und Glanz ... unter Anderem
dafür produziert Dein Organismus diesen Stoff.

Wichtig! Immer mit Druck über die Kopfhaut bürsten ... vom Ansatz
über den Kopf bis zum gegenüberliegenden Ansatz und in die Haarlängen
hinaus ... und das in 2 - 3 Runden um den gesamten Kopf.

Mit reinen Naturölen lassen sich Haarspitzen selbstverständlich
zusätzlich absolut geschmeidig halten und je geschmeidiger die
Haarspitzen sind, desto weniger schnell spalten sie sich bei den
geringsten Berührungen und/oder Reibungen.

Die 4 für die Haarspitzen optimal geeigneten, reinen Naturöle sind: Macadamiaöl, Mandelöl. Jojobaöl und Arganöl.

Jetzt könnte man sagen "Öl ist doch gleich Öl, denn Ole sind de facto
nichts als Fette  . ..   aber unterschiedliche Fette/Öle haben z.B.
auch unterschiedliche Gewichte und die vier genannten Öle gehören im
gegensatz zu Olivenöl, Kokosöl, etc. schlicht und einfach mit zu den
leichtesten Ölen und beschweren dadurch eben die Haarspitzen nicht
unnötig zusätzlich.

Haare, deren Pflege und der Umgang mit Haaren  ... all das hat in der
Basis schlicht und einfach mit Biologie und Physik zu tun. 

Wirklich sinnvolle, wirksame, nachhaltige und effiziente Haarpflege fängt nicht
mit irgendeinem Shampoo an und schon gar nicht mit irgendwelchen
Chemie-Shampoos . . . und Spülungen sind auch nur Kämmhilfen.

Toi toi toi und ich drück' Dir die Daumen für schönes, gesundes Haar.

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Kommentar von Nachtpelz
07.11.2016, 01:47

Jetzt habe ich ein schlechtes Gewissen, denn du sagtest, dass man die Haarspitzen lieber noch selber schneiden sollte.
Ich habe eine (relativ gute) Haarschere und schneide mir damit den Spliss ab.(Oder was ist mit der 'Haltung' gemeint?) irgendwie passe ich wirklich auf meine Haare auf(Benutze nur ein Naturshampoo vom Alterra oder Alverde, lasse meine Haare Luft trocknen, föhne die nicht, Glätte sie seeehr selten danach habe ich direkt wieder spliss, als hätte ich alles umsonst abgeschnitten...)

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