Frage von Selina05, 64

Welche Gründe und folgen einer Sucht gibt es?

Wäre nett wenn jemand mir das sagen würde:)
Danke 😃

Antwort
von Bharidi, 33

Gründe:
Realitätsflucht, Wunsch nach Rauschzustand oder nach Extase, Wunsch nach mehr Leistung (Sport, Beruf, Anerkennung usw.) Neugier/Experimentierfreudigkeit bei Drogen usw.

Folgen:
Je nachdem, wonach man süchtig ist, körperliche und/oder physische Abhängigkeit und gesundheitliche Schäden

Zugegeben eine eher kurze Antwort, aber das Thema ist sehr weitläufig. Man kann ja nicht nur auf Drogen süchtig werden, sondern auf so ziemlich alles und sobald der Konsum oder das Verhalten ausartet, wird es in irgendeiner Form destruktiv und gefährlich.


Antwort
von WhiteWind, 26

Die Gründe die zur Entstehung einer Sucht führen, sind immer völlig unterschiedlich. Man kann vielleicht sagen, das der Konsument mit der Droge in den meisten Fällen versucht, eine Hemmung bzw. ein Defizit auszugleichen. Denn im Rausch ist man meistens wesentlich wagemutiger und Hemmungslos, also gelingen einem Dinge unter Drogeneinfluss leichter, die Folge ist dann halt eben die Sucht, die daraus entsteht und aus dieser Sucht wieder heraus zu kommen, kann in schwerwiegenden Fällen die Hölle sein. Eine Sucht zu bewältigen, ist immer extrem schwierig und es ist ein langer Prozess bis der Süchtige überhaupt erst einmal merkt, das er ein Problem hat... bis hin zur wirklichen Absicht die Sucht zu lösen, vergehen nicht selten Jahre und bis dahin sind dann auch die Folgen oft schon irreparabel.

Antwort
von BigQually, 31

Gründe:

  1. Soziale und/oder Kulturelle Probleme, Soziale und/oder Gesellschaftliche Ausgrenzung.
  2. Genetische Veranlagung zu einer Sucht bzw. Abhängigkeit.
  3. Der Konsum einer Substanz.

Alle 3 Kriterien müssen erfüllt sein. Falls auch nur ein Grund nicht erfüllt ist, dann spricht man nicht von einer sucht. Diese Gründe gelten für Legale/Illegale Substanzen, zB. die Sportsucht hat wiederum andere Gründe.

Antwort
von WhiteWind, 32

Die Folgen einer Sucht sind je nach Droge und Konsummenge über einen bestimmten Zeitraum unterschiedlich. Je härter bzw. stärker die Droge, desto schädlicher wirkt sie sich auch auf den Körper aus. Auch psychische Erkrankungen, wie z.B. Psychosen, Shizophrenie, Depression werden häufig durch chemische Drogen ausgelöst. Ausser den schwerwiegenden Erkrankungen verändern Drogen auch die Persönlichkeit und die Wahrnehmung des Konsumenten, entweder dauerhaft oder nur in Zeiten des Rausches, das ist unterschiedlich. Jeder Mensch reagiert auch wieder anders auf Drogen. Fakt ist, sie wirken immer auf destruktive Weise mit, egal wie toll ein Rausch vielleicht empfunden wird.

Kommentar von BigQually ,

Fakt ist, sie wirken immer auf destruktive Weise mit, egal wie toll ein Rausch vielleicht empfunden wird.


Fakt ist, du verallgemeinerst die Drogen zu stark und hast dich wohl noch nie mit Drogen befasst die nicht schädlich für den Körper sind. Es gibt viele nicht-toxische Stoffe die der Körper super abbauen kann und die auch keine Schäden hinterlassen. Außerdem liegen die Schäden meist daran, wie die Droge benutzt wird, wie oft sie konsumiert wird und ob es Streckmittel in den Substanzen hat. Jedoch sind sehr, sehr viele Substanzen nicht schädlich wenn sie richtig angewendet werden.

Drogen können Schizophrenie heilen, Depressionen nachhaltig beseitigen und den Körper & Geist heilen. Nicht alles ist so destruktiv wie du behauptest.

Kommentar von WhiteWind ,

Ich habe darüber schon etwas gelesen, das es da Studien zu geben soll. Aber ich halte es für gefährlich Leuten sowas zu empfehlen, bevor das unbedenklich Marktreif geworden ist.

Kommentar von BigQually ,

Ketamin, LSD und MDMA sind durchaus Marktfähig, jedoch werden diese Substanzen auch nur mit Professionell ausgebildeten Ärzten eingenommen. Einfach so empfehlen würde ich keinem Drogen, dafür muss man reif genug sein und sich informieren können.

Kommentar von alexberlinde ,

Hallo BigQually

Man kann den Beitrag von WhiteWind sicherlich kritisieren, weil er sich nicht auf die Lebensumstände der süchtigen Person bezieht, sondern "lediglich" auf die Wirkung von Substanzen. Auch benutzt er implizit die veraltete Einteilung in "harte" und "weiche" Drogen, die ebenfalls die Suchterkrankung als substanzverursacht zu erklären versucht. Und Du hast Recht, dass es sehr darauf ankommt WIE Drogen benutzt werden - also zu welchem Zweck und in welchem Zusammenhang.

Nehmen wir als Beispiel Heroin. Nachdem die Farbenfabriken (vorm. Friedrich Bayer & Co) das Medikament 1898 nach umfangreicher Erprobung im Tierversuch und am Menschen auf dem Markt brachten, gab es im damaligen Deutschen Reich keinerlei Hinweise auf eine Suchtkomponente und - das war überhaupt der Grund für den Siegeszug dieses Mittels -  es führte eben NICHT zu schwerwiegenden körperlichen Schäden, die z.B. bei Codeinkonsum auftreten konnten. Dieses freiverkäufliche Hustenmittel, das oral eingenommen wurde war ein zuverlässiges medizinisches Präparat.

... Bis 1910 in den USA restriktive Gesetze erlassen wurden, die einen legalen Erwerb praktisch unmöglich machten und dadurch einen florierenden Schwarzmarkt entstehen ließen. Dem Mittel wurde nachgesagt, teilweise für die sozialen Mißstände in der amerikanischen Unterklasse verantwortlich zu sein (was natürlich gesellschaftspolitische Augenwischerei war). Tatsächlich wurden viele vormalige Konsumenten des (ebenfalls nicht mehr leicht verfügbaren) Rauchopiums erst durch die staatliche Kampagne darauf aufmerksam, dass Heroin - in hohen Dosen gespritzt - realitätsdistanzierend und einschläfernd wirkt. Außerdem war das illegale Straßenheroin ausgesprochen 'dreckig' gestreckt und steckte bereits dadurch voller Gesundheitsgefahren. Die sozialen Umstände, in denen die meisten Süchtigen lebten waren aber nicht Folge, sondern Ursache des Problems. (Naja, natürlich bildet sich da ein Teufelskreis, in dem irgendwann die Frage nach Henne oder Ei nur noch schwer zu beantworten ist).

Abgesehen von der tötlichen Gefahr der Überdosierung, ist ungestrecktes Heroin wesentlich gesünder als z.B. Alkohol, der ja sämtliche Organe angreift und bei Abhängigen zu schwersten unheilbaren Folgeschäden v.a. an Gehirn, Leber, Verdauungstrakt und Haut führt. Außerdem ist die Alkoholsucht viel schwerer zu behandeln als die Heroinsucht, der Entzug u.U. lebensbedrohlich. Aber man sieht daran gut, wie sehr es darauf ankommt, WER unter WELCHEN Umständen und zu WELCHEM Zweck, WIE (Häufigkeit, Einnahmeform und Dosis) eine Droge konsumiert.

Fazit: Vorsicht beim Versuch Drogensucht durch Substanzwirkung erklären zu wollen.

ABER

Dein Satz: "Drogen können [...] den Körper & Geist heilen" stimmt nur sehr sehr eingeschränkt und beschränkt auf ganz bestimmte Medikamente, die unter ärztlicher Aufsicht und begleitend zu einer ganzen Reihe weiterer Maßnahmen verabreicht werden.
Wenn wir hier in der klassischen Definition von "Drogen" also von Mitteln sprechen, die vornehmlich wegen ihrer bewustseinsverändernden Wirkung eingenommen werden - dann stimmt Dein Satz überhaupt nicht.
Dann stimmt vielmehr der Satz von WhiteWind: "... psychische Erkrankungen, wie z.B. Psychosen, Shizophrenie, Depression werden häufig durch chemische Drogen ausgelöst." - auch wenn viele das immer wieder nicht wahrhaben wollen. Geh auf irgendeine psychiatrische Station und sprich mit den Ärzten, die tagtäglich damit zu tun haben - sie werden Dir alle dasselbe erzählen.

Übrigens ist gerade das so oft verharmloste Cannabis ausgesprochen gefährlich für Menschen, deren psychische Stabilität (aus welchen Gründen auch immer) gerade nicht in Hochform ist.

Was die Gründe, die beim Einzelnen dazu führen, dass er drogensüchtig wird, betreffen - da kann ich nur WhiteWind bestätigen: Das ist so unterschiedlich, wie die Menschen selber.

Antwort
von Nussbecher, 34

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