Welche Gründe gibt es, sich für eine Veränderung in der Gesellschaft zu engagieren, obwohl dieses Engagement aussichtslos erscheint?

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3 Antworten

Lieber Karsten, zwei Gründe und Sichtweisen möchte ich Dir gern zur Bestärkung auf den Weg geben: 

1. Gesellschaftliche Veränderungen werden meist von einer zunächst kleineren Gruppe in Gang gebracht. Beispiel: Ich war fünfzehn als der Reaktor in Tschernobyl explodierte. Ende der 80er hieß es: Die "alternativen Energien" würden nie mehr als 3 bis 5 Prozent zur Energie- bzw. Stromerzeugung beitragen. Dank einer starken Anti-Atom-Bewegung und leider auch erst angesichts einer weiteren Reaktorkatastrophe in Fukushima wurde für Deutschland der Atomausstieg beschlossen, die Regenerativen Energien lieferten 2015 zum ersten Mal mehr als 30 % des Stroms und 12,5 % des Primärenergiebedarfs. 30 Jahre mögen für uns Menschen auf den ersten Blick lang erscheinen, aber was ist das schon für eine Spanne im Vergleich zum Erdalter oder der Menschheit? Mittelfristig ändern sich Dinge sehr wohl, denke etwa an das Frauenwahlrecht, Demokratie in Europa usw.

M.E. wird das auch für Tierrechte und insbesondere sog. "Tierversuche" gelten. Die "Go Veggie"-Bewegung knüpft an verschiedene gesellschaftliche Trends an, die von der gesunden Ernährungsweise bis zur ethischen Grundhaltung gegenüber Mitgeschöpfen reichen. Vegetarierbund, Albert Schweizer Stiftung, Ärzte gegen Tierversuche usw. sind Möglichkeiten, sich zu engagieren. Denn:  

2. Wenn Dir etwas wirklich wichtig ist, folge diesem Ruf aus Deinem Herzen, wie auch das folgende kleine Gedicht von HC Flemming thematisiert:

Brandherd
Es gibt so viele Gründe,
alles beim alten zu lassen
und nur einen einzigen,
doch endlich etwas zu verändern:
Du hältst es einfach nicht mehr aus!

Hans Curt Flemming

Ich kann Dir das nur raten, ich konnte gesellschaftliches Engagement in gemeinnützigen Organisationen sogar zum Beruf machen und bereue das keine Sekunde. Nur Mut und viel Freude beim Engagieren, auch wenn das zuweilen mit einigen "Tälern" verbunden sein wird, Wandel findet statt!

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Ganz einfach:

wenn jeder denkt, dass man nichts tun braucht, da es sowieso aussichtslos ist, dann passiert nie etwas.

Wenn man für das kämpft, was einem Aussichtslos erscheint, dann erreicht man vielleicht nur wenig. Aber wenig kann schon besser sein als nichts. Und vielleicht lassen sich andere Menschen mitreissen und kämpfen auch mit und vielleicht erreitcht man dann doch irgendwann mehr.

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Um als Vorbild zu dienen für andere, die dir dann folgen, was zu einer großen Menge an Leuten führen kann, die sich dann engagieren, was dann schlussendlich doch zu einer Veränderung führt. Außerdem kann man ein reines Gewissen haben, nicht Teil des falschen Systems zu sein.

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