Welche Gründe gibt es, die SPD NICHT zu wählen?

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17 Antworten

Welche Gründe gibt es, die SPD NICHT zu wählen?

Es wäre einfacher und kürzer, Gründe anzugeben, warum man die SPD wählen sollte: Es gibt keinen, der mit Sinn und Verstand i. S. d. eigenen proklamierten Ziele zu begründen wäre.

... kann mich mit den Inhalten identifizieren.

Das Hauptproblem, das die SPD hat, ist der krasse Widerspruch zwischen "Inhalten" und "Realität". 

Das macht sie letztlich zur "unglaubwürdigsten & für die friedlich-demokratische Gesellschaft gefährlichsten Partei Deutschlands". 

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Nicht zuletzt auch deshalb, weil die Partei stets das gleiche Muster verfolgt: 

Kurz vor den Wahlen "entdeckt" sie ihr Klientel, als wäre sie gerade auf etwas völlig Neues gestoßen. Dann beginnt sie, ihrem Klientel Honig ums Maul zu schmieren und ihm all die Dinge zu versprechen, für die die SPD einst - also vor gut 100 Jahren - einmal stand. 

Doch bereits am Wahltag hat die SPD-Elite ihr Klientel wieder vergessen.

... nicht ganz: Im Regelfall schimpft die SPD-Elite nach den Wahlen noch eine Weile auf das eigene Klientel. Vor allem auf jene, die nicht mehr auf die Lügen der SPD-Elite hereinfallen... (Das wirst du auch 2017 wieder erleben.)

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Nur ein Beispiel aus einer schier endlosen Liste:

Unsere Geschichte ist geprägt von der Idee des demokratischen Sozialismus, einer Gesellschaft der Freien und Gleichen, in der unsere Grundwerte verwirklicht sind. 

Sie verlangt eine Ordnung von Wirtschaft, Staat und Gesellschaft, in der die bürgerlichen, politischen, sozialen und wirtschaftlichen Grundrechte für alle Menschen garantiert sind, alle Menschen ein Leben ohne Ausbeutung, Unterdrückung und Gewalt, also in sozialer und menschlicher Sicherheit führen können.

Dieses Zitat stammt nicht von der Linkspartei (DIE LINKE), sondern aus den "Grundwerten" der SPD, die du hier ( https://goo.gl/qVGrg5 ) nachlesen kannst: Die SPD schreibt in ihr "Grundwerte-Programm", dass sie den demokratischen SOZIALISMUS für erstrebenswert hält.

Ist dir das wichtige Wort aufgefallen? .... Richtig! ... "Idee".

Denn für die SPD-Elite bedeutet "Idee" so viel wie "Sowas schreibt man ins Programm, meint es aber nicht. Denn - Zitat Sigmar Gabriel - 'jeder Mensch hat viele Ideen, die er für erstrebenswert hält, aber nie erstreben will.'"

Ein Scherz? Nicht doch! Das sagte Sigmar Gabriel (SPD) vor einigen Jahren ernsthaft auf die Frage, warum der "demokratische Sozialismus" noch im Programm der SPD steht, wenn man sich doch von "ernsthaften Sozialisten" so vehement distanziert...

Besser kann man den Zustand der SPD kaum beschreiben: Diese Partei hält Ideen für erstrebenswert, die sie nie erstreben will. Mit anderen Worten: "Wir sagen, was gut ist. Doch andere sollen sich darum kümmern, es auch zu erreichen. Denn uns reicht es, zu erkennen, dass wir nichts taugen, wenn es darum geht, Ziele zu erreichen."

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Aber es kommt noch besser:

Der demokratische Sozialismus bleibt für uns die Vision einer freien, gerechten und solidarischen Gesellschaft, deren Verwirklichung für uns eine dauernde Aufgabe ist.



Auch dieses Zitat findest du in den "SPD-Grundwerten" unter der angegebenen Quelle.

Ist dir hier das wichtige Wort aufgefallen? ... Richtig! ... "Vision".

Auch dazu hatte Herr Gabriel, vom Journalisten gefragt, einen flotten Spruch auf den Lippen: "Lassen Sie es mich mit den Worten von Helmut Schmidt sagen: 'Wer eine Vision hat, sollte zum Arzt gehen.'"

Die SPD schreibt sich also eine Vision ins "Grundwerte-Programm". Und ihr eigener Partei-Vorsitzender deklassiert alle SPD-Mitglieder, die an das Grundwerte-Programm glauben, als "Patienten, die einen Arzt brauchen".

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Mit anderen Worten: Herzlichen Glückwunsch, bolzplatzkind!

Du bist der einzigen Partei in Deutschland beigetreten, deren Partei-Elite nicht die geringsten Skrupel hat, öffentlich auf die eigenen Mitglieder zu spucken und sie mit "Ha! Ha! Verarscht!" auszulachen. Vom Rest des Volkes ganz zu schweigen.

... das wäre, zumindest für mich, schon mal ein ziemlich wichtiger Grund, sie nicht zu wählen; ganz besonders, wenn ich selbst Mitglied dieser Partei wäre und nicht der Partei-Elite (die es sich auf Kosten des Volkes, aber auch auf Kosten der Mitglieder, gut gehen lässt) angehören würde.

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Ulrich Maurer ( https://goo.gl/fGF5ri ), einst selbst langjähriges SPD-Mitglied (1970 - 2005; also runde 35 Jahre), schrieb im Jahr 2005 einen verzweifelten "Brandbrief" an seine Partei, in dem er zahlreiche weitere Gründe nannte, warum er - trotz jahrelanger Mitgliedschaft und Mitarbeit in der Partei auf den verschiedensten Ebenen - keinen Grund mehr finden könne, die SPD weiterhin zu vertreten.

Ich erspare mir die Wiederholungen und verweise auf Maurers Brandbrief, den du in Auszügen hier nachlesen kannst: http://goo.gl/ZD5rrU

Es gibt keinen Bedarf für vier neoliberale Parteien in Deutschland. Wie gemäßigt fortschrittlich getüncht oder grün angestrichen sie auch sein mögen. Die Wut der Verlierer wird ihr Ventil suchen und finden bei braunen Rattenfängern oder in Selbstzerstörung und Gewalttätigkeit.

Dieses Zitat aus dem genannten Brandbrief halte ich jedoch für wichtig, denn es stellt einen weiteren - sehr zentralen - Grund heraus, warum man die SPD nicht wählen sollte:

Im Jahr 2005, also vor runden 10 Jahren, warnte Maurer die SPD eindringlich, dass ihr Verhalten - namentlich ihr Verrat am Wähler - die Menschen nach rechts zu den "braunen Rattenfängern" treiben würde. 

Damals gab es noch keine AfD und keine Pegida. Die wurden erst 2013 bzw. 2014 gegründet. 

Doch auch - und vor allem - Dank der SPD gibt es sie heute. Und auch - und vor allem - Dank des Verhaltens der SPD wachsen diese Gruppierungen immer weiter, findet die AfD nun auch Einzug in zahlreiche Landesparlamente und wird die AfD auch in den Bundestag einziehen.

Vor allem auch Dank der SPD rutscht Deutschland also immer weiter nach rechts. Weit über den - bereits allen eigenen Grundwerten widersprechenden - Neoliberalismus hinaus.

Und die Antwort der SPD-Eliten? ... Nachdenken? Reue? Kurs-Änderung? Wenigstens ein paar Minuten der Besinnung, was alte Weggefährten der SPD mitzugeben haben?

... Weit gefehlt! Nicht bei der SPD!

Dort heißt es "Unverdrossen weiter so! Auf in unseren Untergang, Genossen! Und lasst uns das ganze Land mitreißen." (und man möchte hinzufügen: "Damit haben wir schon zwei Mal grandiose Erfahrungen gesammelt. Wir sind quasi Experten in der Vergiftung und Vernichtung der deutschen Gesellschaft.")

Das wäre der nächste Grund, warum ich die SPD nicht wählen würde.

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Meine Einlassung ist - mal wieder - ziemlich lang geworden. Daher endet sie hier abrupt. Das heißt jedoch nicht, dass es nicht ZAHLREICHE WEITERE GRÜNDE geben würde, die SPD nicht zu wählen. Ich sagte ja: Es wäre weitaus einfacher und kürzer, wenn du die Frage anders herum gestellt hättest.

Denn es gibt eigentlich keinen einzigen mit rationalem Verstand erklärbaren Grund, warum man heute die SPD überhaupt wählen sollte...

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Hi.
Wenn du dich mit den Inhalten identifizeiren kannst liegt es sicherlich daran das du den kompletten Werdegang der SPD nicht kennst.

Ich hab sie früher auch gewählt und war seinerzeit entrüstet als sie damals offen gegen Helmut Schmidt Front machten und als dann die Wahlen anstanden alles beschwichtigten, denn spätetstens da war ihnen klar das sie Bockmist gebaut hatten, denn auch wenn sie mit einigen Standpunkten Schmidts nicht konforn gingen, gehört sowas nicht in die Öffentlichkeit.
Hätten sie das ganze hinter verschlossenen Türen gemacht wäre alles okay gewesen, denn dann hätte Schmidt deren Standpunkte ebenso "gehört" und vielelicht das ein oder andere nochmal überdacht und sich vielleicht für einen Mittelweg entschieden der für beide Seiten der SPD annehmbar gewesen wäre.
Mit dieser Hetzkampagne haben sie sich damals selbst ins Aus geschossen, denn das hörte erst kurz vor der Wahl auf. Fast täglich kamen Nachrichten wie der und der entschuldit sich bei Schmidt für das und das - d. h. "ganz plötzlich" demonstrierte man in der Öffentlichkeit wieder Geschlossenheit aber es war zu spät denn danach kam Kohl an die Macht. Ich hab ihn damals auch gewählt, denn er versprach ne ganze Menge was sich aber nicht erfüllte und deshalb hatte ich es bei diesem einen mal belassen.

Bei den Grünen hatte sich die SPD Anfangs auch lange gegen sie ausgesprochen - dabei waren es teilweise ihre eigenen Leute, denn es waren u. a. viele ehehemalige SPD- Mitglieder die sich zu den Grünen zusammenschlossen.
Es gäbe darüber noch mehr zu sagen aber das würde zu weit führen.

Seit dieser Zeit baute die SPD in ihrer Glaubwürdigkeit, was mich betrifft, mehr und mehr ab.
Als Schröder sich dann zur Wahl stellte und die reelle Chance bestand Kohl endlich abwählen zu können, bin ich nach Jahren wieder aus voller Überzeugung zur Wahl gegangen, denn er war wirklich ein fähiger Mann gewesen (die anderen Idioten bei der SPD hatten zwar oft von sich reden gemacht aber ebenso oft auf der Zielgeraden zur Wahl ins Klo gegriffen - waren so Typen a la Stoiber - und kamen daher als Kanzler nie in Frage).

Schröder wirkte stets souverän und kam ähnlich rüber wie seinerzeit Schmidt denn ihn schien ach nichts aus der Bahn zu werfen.
Ich kann mich weder bei Schmidt noch bei Schröder an irgendeine Aussage erinnern die sie als Vollpfosten outete (wie bei vielen anderen) und deshalb habe ich ihn letztlich auch gewählt. Und aus meiner Sicht war er ein guter Kanzler. Alles auf Schlag ändern konnte er ntürlich nicht aber er hatte sich den Problemen unseres Landes gestellt und z. B. die notwendigen Reformen in Angriff genommen wovon die heutige Regierung ohne Ende profitiert - das hätte übrigens schon unter Kohl passieren müssen aber er hatte Angst womöglich wieder abgewählt zu werden, was dann Schröder ja leider erfahren musste und Mutti Merkel dadurch an die Macht kam.

Die dummen Wähler sahen gar nicht was was diese Reformen bewirken sollten und fanden die Hartz4 Regelung unsozial usw., was ja auch Mutti Merkel ständig laberte und worauf sie dann von den dummen Wählern gewählt wurde.
Was danach passierte war z. B. der ominöse Aufschwung (wo Arbeitslose massenweise in 1.- € Jobs gesteckt wurde um die Arbeitslosenzahlen zu schönen).
Merkel hat im Grunde immer nur gelabert - vor ein paar Jahren bestand z. B. großer Unmut über Spitzenverdiener oder auch Superbonis wie sie damals u. a. Ron Summer bekam nachdem er vorzeitig entlassen wurde. Er hatte der Telekom Milliarden Gewinne ermöglicht (mit der T-Aktie die aber völlig überzeichnet war) und Millionen Anleger damit betrogen, denn sie war eine Blase deren Wert nach ein paar Wochen in den Keller abstürzte.
Er bekam am Ende eine Abfindung (da er vorzeitig entlassen wurde) und das regt die Bürger auf, denn seit Jahren (und noch bis heute) klagten seitdem etliche Anleger gegen die Telekom.

Die Merkel sagte dann (weil es kurz vor der Wahl war) dann das sie auch gegen Spitzegehälter usw. wäre aber getan hatte sich nach der Wahl mal wieder nichts.

Übrigens hatte die SPD, nachdem Schröder abgewählt worden war, sich mit der CDU/CSU zu einer Groko zusammengetan - mit Münterfering als Vizekanzler der dann nicht selten gegen Arbeiter und Arbeitslose oder auch Kleinunternehmer ausgesprochen hatte - die dann das ein oder andere als unsozial bezeichneten.
Schröder hatte übrigens den Supereichen verschiedene Steuern erlassen (also abgeschafft) und das interessante ist das danach niemand auf die Idee kam das wieder einzuführen (obwohl es ja auch so unzozial gewesen sei).

Im Grunde ist er und ie gesamte SPD uns ab diesem Zeitpunkt in den Rücken gefallen, denn anstatt was zu verbessern, begannen sie gemeinsam mit der CDU/CSU Soziale Errungenschaften abzubauen.

Einge achen sehe ich nicht so eng aber bei anderen Errungenschaften die abgebaut wurden, sind damals Menschen auf die Strasse gegangen und haben das u. U. mit ihrem Leben bezahlt.

Bei der Groko kam dann auch nict viel mehr dabei herum und als wieder Wahlen anstanden kam die SPD mit Sprüchen wie, das sie nie wieder eine Groko eingehen würden und alles anders (vermutlich besser) machen würden usw.
D. h. solange in der Groko ein paar Posten innehatten war alles gut aber sobald Wahlen anstanden kam ihre soziale Ader zum Vorschein?
Für mich hat das noch mal mehr an ihrer Glaubwürdigkeit gerüttelt, denn wenn denn alles so schlecht war, wieso sind sie denn überhaupt die Groko eingegangen?
Naja sie sind dann aber nicht gewählt worden und bauten danach nochmal ab.
Jetzt haben sie wieder eine Groko und anstatt sich für soziale Zile einzusetzen bauen sie weiterhin alles ab. - Zuletzt der Klopfer den Nales brachte mit der Regelung in Sachen Streikrecht.

Übrigens will die CDU/CSU seit langem eine Anhebung der Mehrwertsteuer durchziehen (auf 25%) der einzige Grund warum sie es noch nicht gemacht haben ist der, das unser Land noch nicht stabil genung ist.
Erst kam die Bankenkrise, dann die Rettungschirme, danach die Flut und jetzt die Flüchtlinge. Aber sobald all diese Probleme gelöst sind und wir zufridenen sind (was wir ja aktuell nicht sind) wird die Erhöhung kommen das ist sicher.

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die sPD steht für Kriegseintritt nach 1945 erstmalig, war und ist deren Kriegsöffner, sowie Partei der Sozialdemontage. (Einführung von Hartz IV, Rentenklau, Altersarmut, Einführung einer Rezeptgebühr, Ausweitung eines Niedriglohnsektors, der größte in Westeuropa, Ausweitung der Zeitarbeit, Kürzung der Krankenkassenleistungen usw.)

Fazit: die sPD ist nach der NPD und AfD die schlimmste Partei dieses Landes.


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Hallo,

an der SPD gibt es bestimmt viele Dinge, die kritisiert werden können -  das geht aber, meiner Meinung nach, bei jeder Partei.
Viele Junge Menschen (auch mich) stört, dass die SPD in Koalitionen immer auf die Anlegen der CDU achtet und sich selten durchsetzt.

Lange Zeit fand ich die SPD neutral und fand, dass sie meine Meinung zumindest ansatzweise vertreten. Inzwischen würde ich die SPD jedoch nie wählen, da einerseits die Umfragetiefs abschrecken und andererseits (wie bereits gesagt) das Durchsetzungsvermögen fehlt - für mich ein klarer Grund diese Patei nicht zu wählen.

Nach dem zweiten Weltkrieg setzte sich die SPD ein, um die Politikverdrossenheit der Jugend zu beenden; ein lobenswertes Ziel, welche auch recht gut klappte. Heute ist jedoch ein rückwirkender Prozess zu beobachten. Es gibt zwar Angebote der SPD an die Jugend, diese sind jedoch zu unattraktiv und wenig beeindruckend.

Wenn ich schon wahlberechtigt wäre, würde ich vermutlich garnicht wählen gehen, weil jede Partei meine Meinung garnicht oder nur verschwindend gering vertritt.

Beispiel:

Die Grünen setzten sich für die Umwelt ein (für mich ein Pluspunkt), aber sie sind auch für die Legalisierung einer Droge (für mich ein Minuspunkt), weshalb ich diese prinzipiell niemals wählen würde.

Um nicht vom Thema abzuschweifen: Der springende Punkt, der für mich die SPD negativ erscheinen lässt, ist, dass sie Dinge in ihren Wahlbroschüren groß versprechen und vor allem der Mittelschicht entgegen kommen (gut), dann aber sich einfach nicht durchsetzen können (schlecht).

Ich hoffe, dass die von mir gegebenen Informationen mal etwas am Kurs ändern.

Liebe Grüße

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Es kan ein Bericht über den Gabriel im TV!

Wohin der Steuerüberschuss gehen soll,Alleinerziehende!

Wieso nicht auch mal an Klein Verdiener oder Single schließlich haben Single oder Alleinstehende kein 2Einkommen müssen aber andere noch mitfanzieren .

Ist nicht richtig,sollten auch genügend Geld verdienen dürfen!Würde SPD Grüne Linke deshalb nicht wählen.

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Die SPD hat in ihrer langen Geschichte so ziemlich alles verraten und über Bord geworfen, wofür sie mal gegründet wurde und wofür sie behauptete einzutreten. Sie ist die Partei, bei der Politikinhalt und Politiklabel am weitesten differiert.

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Kommentar von Lazarius
20.08.2016, 12:58

Voll auf den Punkt gebracht, DH!

8

Mit der Agenda 2010 und Hartz IV hat es die SPD nachhaltig vergeigt.
Das ist ihre Fahrkarte in den Orkus der Geschichte.

Noch übler war der Abgang der Agenda-Einpeitscher.
Altkanzler Schröder (SPD) ging in den Aufsichtsrat der russischen Gazprom.
Wx-Wirtschaftsminister Wolfgang Clement (exSPDler, jetzt FDP) wechselte in den Aufsichtsrat einer Zeitarbeitsfirma.
Drunter machen es die Genossen der Bosse nicht.

Im Ergebnis ist die SPD nicht sozial, sondern neoliberal.

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Einiges was für die Terrorbekämpfung oder Überwachung von Flüchtlingen angebracht wird,wird von der SPD gestoppt!Finde ich nicht so gut gerade weil es jetzt wichtig wäre etwas zu tun oder?

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Gerhard Schröder hatte mal kurz bevor er Bundeskanzler wurde Werbekarten verteilen lassen mit Punkten die er auf jeden Fall durchsetzen wird,  wenn er Kanzler wird, mit dem Hinweis diese Karte aufzuheben um zu sehen das er seine Versprechen einhalten wird.  Ich habe diese Karte lange aufgehoben, sie erwies sich als Nullnummer. Damit begann für mich schon bald der Abstieg der Partei. Außerdem ist sie keine Arbeiterpartei mehr.  Bei der aktuell anstehenden Landtagswahl in MV versprach Sellering noch im letzten Jahr die Eltern um 100 Euro monatlich bei den Kitakosten zu entlasten,  jetzt nur noch um 600 EURO im Jahr. Außerdem,  warum muss für eine Entlastung erst bis zur nächsten Landtagswahl abgewartet werden? Erkauft man sich so Stimmen? Zudem hat die SPD Viel Geld bei der Werftenpleite verschleudert. Oder was ist mit dem neuen Flughafen in Berlin?

 

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Der wichtigste Grund der gegen die SPD spricht ist wohl das sie kaum noch einen Bezug zu ihren grundlegenden Werten hat.
Sie ist ursprünglich eine Partei der Arbeiter - diese Interessen hat sie aber schon lange aus den Augen verloren.

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Kommentar von bolzplatzkind
20.08.2016, 00:06

Ok, danke für deine Antwort!

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Ich bin selbst Mitglied in einer "linksgrünversifften Altpartei" und finde es daher sehr mutig, dass Du hier so eine Frage stellst, schließlich ist das Netz ein Ort an dem Anfeindungen an der Tagesordnung stehen.

Ich finde die SPD echt voll in Ordnung. Die Grundsätze, sich für die Schwächeren einzusetzten und für faire Arbeitsbedingungen. Gerade in hinblick auf die bewegte Geschichte dieser Partei kann man ins Schwelgen geraten.

Allerdings vermisse ich diese klare Kante für den kleinen Mann mittlerweile in der Politik der SPD. Die Supermarktfusion und die Freihandelsabkommen sind nur zwei Beispiele für eine Politik der Kompromisse, die leider häufig auch darauf ausgelgt ist, sich von den Linken zu distanzieren, so kommt es mir zumindest vor. Allerdings führt dieser nicht festgelgte Kurs und die gespaltenheit der Partei derzeit ja zu wirklich erschreckend niedrigen Umfragewerten.

Zu guter letzt fehlen mir auch ein paar charismatische Führungspersönlichkeiten. F.W. Steinmeier ist der einzige "Große", der mir wirklich zusagt. Trotz alledem freue ich mich, dass Du dich in einer demokratischen Partei engagierst und wünsche Dir alles Gute! :)

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Kommentar von Unsinkable2
20.08.2016, 08:55

Die Grundsätze, sich für die Schwächeren einzusetzten ...

Genau! Und deshalb sorgte die SPD-GRÜNEN-Regierung (ganz ohne die Konservativen) auch dafür, dass beispielsweise der "schwache Konzern Daimler-Chrylser" seinerzeit weniger Steuern zahlen musste, als jede einzelne Putzfrau in der Vorstands-Etage des Konzerns. 

Zum Dank erhielt die SPD dann von Daimler-Chrysler eine Millionen-Spende. Und der kleine Steuerzahler blickte - wie fast immer, wenn die SPD regiert - mal wieder in die Röhre und durfte noch mehr eigenes Geld zusammenkratzen, denn schon bald folgte der nächste Schlag gegen das SPD-Klientel: Die größte Steuererhöhung in der Bundesrepublik - die Mehrwehrtsteuererhöhung von 16 auf 19 Prozent, die vor allem die armen Schichten traf.

...  und für faire Arbeitsbedingungen.

Genau! Und deshalb schuf die SPD-GRÜNEN-Regierung (ganz ohne die Konservativen) auch die tollen Leiharbeits-Bedingungen, die miserabelste Entlohnungen kraft Sekundärbeschäftigungen erst so richtig ausufern ließen.

Und deshalb zögerte die SPD auch bis zuletzt die Einführung eines Mindestlohns hinaus und weigert sich BIS HEUTE, diesen Mindestlohn so zu gestalten, dass am Ende eines langen Arbeitslebens nicht auf fast jeden zweiten Arbeitnehmer die Mindest-Rente wartet...

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Das machen die Spezialdemokraten nur, weil so so tolle Grundsätze haben...

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Gerade in hinblick auf die bewegte Geschichte dieser Partei kann man ins Schwelgen geraten.

Und wie man ins Schwelgen geraten kann!

  • Nehmen wir beispielsweise die Zustimmung zu den Reichskriegsanleihen, die es Deutschland ermöglichte, in den Ersten Weltkrieg einzutreten, der letztlich rund 2,7 Millionen Deutsche - allen voran jene, die angeblich von der SPD vertreten werden - das Leben kostete.
  • Oder nehmen wir das von der SPD unterstützte Kommunisten-Verbot, das den Nazis den Weg in die Diktatur aufmachte, die ihrerseits erneut rund 6,3 Millionen Deutsche - allen voran jene, die angeblich von der SPD vertreten werden - das Leben kostete. 
  • Oder nehmen wir die Zeitspanne der letzten gut 65 Jahre, in der die SPD ununterbrochen in Regierung und parlamentarischer Kontrolle saß und tatkräftig an der Entwicklung der Bundesrepublik mitwirkte. Einem Erfolg, der sich damit beschreiben lässt, dass sich - wieder einmal - hauptsächlich das "klassische SPD-Klientel" verraten und verkauft fühlen darf: Seit Jahrzehnten stagnierende Kaufkraft, immer weniger "sozial(demokratisch)e Gesellschaft", dafür aber immer mehr "Neoliberalismus", der - Oh Mirakel! Oh Wunder! - erneut dem angeblich von der SPD vertretenen Klientel mehr schadet als nutzt.

... Es ist der SPD - wie keiner anderen deutschen Partei - in herausragender Weise gelungen, ihr eigenes Klientel systematisch, nachhaltig und ausgiebig zu verarschen, verraten und verkaufen. 

Da MUSS man geradezu ins Schwelgen kommen...

Die Supermarktfusion und die Freihandelsabkommen sind nur zwei Beispiele für eine Politik der Kompromisse, die leider häufig auch darauf ausgelgt ist, sich von den Linken zu distanzieren, so kommt es mir zumindest vor. 

Es geht der SPD-Elite nicht darum, "sich von der Linken zu distanzieren", sondern darum, den alten Traum der SPD-Eliten weiterzuträumen: Eines Tages von den Reichen & Schönen an deren Tafel geladen und auf Augenhöhe akzeptiert zu werden.

Dafür verriet die SPD stets alles und jeden, ganz gleich, ob Mitglied oder ohne. Allem voran ihre eigenen Ideale, die einst von Bebel, Liebknecht, Marx & Co formuliert wurden ... und von denen sie sich heute ausdrücklich distanziert...

Dafür senkte sie die Steuern für die Reichen mehr, als sich jede andere Partei - einschließlich der FDP - jemals gewagt hatte. Dafür erhöhte sie die Steuern für Arme und Mittelschichtler mehr, als sich jede andere Partei - einschließlich der FDP - jemals gewagt hatte. ... Nur die AfD kommt mit ihren aktuellen Forderungen annähernd an dieses Niveau heran.

Ich finde die SPD echt voll in Ordnung.

Du wirst es vermutlich nicht glauben: Ich auch. 

Sie ist ein Lehrbuch-Beispiel für den systematischen Verrat des vertretenen Klientels unter ausschließlicher Berücksichtigung der persönlichen Interessen einer Partei-Elite. 

KEINE ANDERE PARTEI in Deutschland ist imstande, das so plakativ und eingängig zu demonstrieren, wie die SPD. Und genau diese Eingängigkeit braucht es, um mehr Verständnis für Demokratie und die systemimmanenten Fehler einer "Parteien-Vertretungs-Demokratie" zu entwickeln...

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Wann war die SPD sozial? Wann war sie mal Arbeierpartei? Die Antwort heisst - nie. Sie ist die Quintessenz des bürgerlichen Opportunismus. Sie bedienen perfekt das Klischee der Alibipartei, die die Bürgerlichen unterstützen damit sie möglichst viele Menschen aus der Unterschicht wegfangen können von Parteien, die evtl. ensthaft deren Interessen vertreten würden.

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1.) das Personal: Gabriel, Maas, Nahles um die schlimmsten zu nennen

2.) die SPD hat mit Hartz IV ihr eigenes Klientel verraten und ist zum Mehrheitsbeschaffer für die Merkel-CDU verkommen

3.) für mich als Konservativer ist die SPD so oder so keine Option, ihre Pläne was Steuern und Markteingriffe angehen, gehen mir teils zu weit, oft entpuppt sich was gut gemeint ist, in der Realität als Gegenteil, z.B. die Mietpreisbremse, ich denke die SPD ist eine Partei die in einem Klassenkampfdenken von vor 100 Jahren gefangen ist und keine Lösungen für Probleme der modernen Zeit hat, während sie einige Mißstände selbst geschaffen hat durch die Agenda 2010. Als Linker würde ich LINKE wählen, aber nicht SPD.

Gruß von einem AfD Wähler ;)

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Grundsätzlich?  Gar nichts.

Konkret gibt es immer mal den ein oder anderen Grund, eine andere  Partei zu wählen.

Ich z.B. liebäugele auch mit einer SPD-Mitgliedschaft, werde aber bei den anstehenden Kommunalwahlen alle Stimmen der CDU geben.

Das sind die einzigen, die lokal ein vernünftiges und auch ökologisch sinnvolles Verkehrskonzept vertreten und mir freie Fahrt durch die Innenstadt gewährleisten. :-)

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Welche Gründe gibt es, die SPD NICHT zu wählen?

Allein der Name ist so verlogen, dass man die schon nicht wählen sollte...

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Stegner, Gabriel, Nahles, Schwesig, Oppermann

  und viele Kleindarsteller in den Ländern....

Und das "Verrat"-Geschreie, wenn "Genossen" es wagen, zu denken  AGENDA 2010....

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Die Grundsätze der SPD als klassische Arbeiterpartei sind natürlich wunderbar.

Aber vorallem, mit Gabriel als Parteivorsitzender werden diese Punkte nicht mehr beachtet.

War die Rentenkürzung nicht auch eine Idee Gabriels (?)

Und was ist mit TTIP und Ceta?
Wie kann man so etwas gut finden?

Glücklicherweise, wird dieses Abkommen höchstwahrscheinlich scheitern

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