carola111 am 30.10.2008 um 9:17 Uhr
(Bitte nur ernsthafte Ratschläge,Verdamnisse als Mutter,die hier ein großes Defizit selbst verursacht hat,überlese ich.)Ich weiß, dass das Hotel Mama meine Schuld ist, aber ich will etwas ändern. Es artet total aus. Drei super-hungrige heranwachsende Jungs und ein Papa dazu, der auch gerne isst. Die Kids nörgeln beim Essen, sortieren aus, was sie essen und was nicht. Nach einer Stunde stehen die Jungs wieder in der Küche und überlegen, was sie jetzt noch verdrücken könnten. Dann kommen ihre Kochphantasien ans Tageslicht: Milchreis, Waffeln, Popcorn, Kaiserschmarren, Pudding, sogar Kuchen bzw. Torten werden hergestellt ohne auf die Sauberkeit der Küche zu achten. Am nächsten Tag sind fast alle Töpfe und Pfannen dermaßen schmutzig, verklebt und angebrannt, das übrige Geschirr sowieso, der Boden krümmelig, die Ablagen verklebt. Es macht echt Arbeit, das wieder sauber zu machen und am Abend sieht alles wieder genauso aus. Genauso die Zimmer und der Wäscheschrank. Meine Wäschearbeit wird total missachtet, saubere Sachen werden einfach durchgewühlt und zerknittert. Ich finde sie im Schrank so wieder oder auf dem Boden. Ich habe aber auch schon sauber zusammengelegte Sachen im Wäschekorb vorgefunden. Diese ganze Nachräumarbeit nervt, und ich will sie ja zur Selbstständigkeit erziehen.Was kannichselber tun und wie bindeich den oft fernsehguckenden Papa mit zur Erziehungsarbeit ein?
liebe carola, mach das was ich auch gemacht habe. Geh 14 tage in urlaub, hinterlass deinen lieben einen noch lieberen Brief in dem du dies alles erklärst. Hat bei mir wunderbar geklappt. DU bist nicht die PUTZE deiner kids und deines Mannes. Probier es aus!! Viel erfolg!!
Du fährst einfach mal 4 Wochen in Urlaub. Den Papa kriegst Du ganz einfach durch Manipulation des Antennensteckers. Wenn die Klamotten ungetragen in die Wäsche kommen einfach den kompletten Wäschestapel ins Zimmer werfen. Falls im Zimmer nicht aufgeräumt ist alle Schranktüren öffnen und den Inhalt der Schränke mit im Zimmer verteilen. Es gewinnt immer der mit der höchsten Toleranzschwelle.
Ich habe ein paar Tage lang alle, wirklich alle Sachen, die auf dem Boden der "Jugendzimmer" lagen, einfach ins das Bett des Jeweiligen gepackt. Natürlich hatte ich erst vorgewarnt (die Chance vorher aufzuräumen, sollte schon gegeben sein). Da die Vorwarnung jedoch nix nützte, hab ich mir die MÜhe gemacht, aus allen Winkeln des Zimmers auch noch die letzte gammelige Socke und leeren, aber angeschimmelten (!) Joghurtbecher ins Bett zu räumen. Den Kids standen die Haare zu Berge. War sehr wirkungsvoll.
Und gegen frisch gebügelte Wäsche im Wäschkorb hat bei uns folgendes geholfen: Jugendliche ans Bügelbrett! Seeeehr effektiv! ;o)
Und wer bei uns das Essen nicht mag, das auf dem Tisch steht, kann sich ein Brot schmieren.

Das gleiche hatte ich auch, vielleicht nicht ganz so schlimm aber fast. Habe mich in ein Fitness Studio eingeschrieben und gebe 3x die Woche hin. Sie kochen ann diesen Tagen selber und muessen auch alles sauber machen ansonsten bleibt das, so wie es ist solange es nicht von ihnen gereinigt wird. Bei mir klappt's Papa wacht dann von selber auf.. und kann nicht mehr nur vor der Glotze sitzen. Er bekommt doch auch Hunger..

Konsequent handeln. Es fällt schwer, aber es lohnt sich. Ansagen, dass Du nicht die Putze bist und ab dann wirklich nicht mehr nachräumen. Dann lass sie doch in zerknüllten Sachen rumlaufen. Sie müssen sich schämen nicht Du. Du hattest ja alles fein gebügelt. Sachen selber wegräumen bzw. reinigen lassen. Wenn das nicht klappt, gibt es nichts Frisches. Genauso würde ich es in der Küche handhaben. Du kannst Dein Geschirr sauber halten. Die Kids können entweder nicht wieder kochen und backen, oder machen das Geschirr sauber. Dann noch ans Taschengeld bzw. Geld, wenn sie schon selber verdienen. Sagen, dass Du für Deine zusätzliche Arbeit auche eine zusätzliche Entlohnung willst. Der Urlaub ist natürlich auch ne gute Idee. Da siehst Du das Elend nicht.

wie alt sind die Jungs denn? Meine Meinung: zuerst mit deinem Gatten reden-schildere ihm das Problem genauso wie oben beschrieben.Stelle klipp und klar fest,daß du zwar die Mama aber nicht die Putzfrau bist! Ob er Lösungsvorschläge hätte.Wenn er bereit ist,dir zu helfen ist der erste Schritt schon getan.Wenn du dir seiner Unterstützung sicher bist:Familienkonferenz mit den Kids ausrufen.Den Kindern auch das Problem schildern und fragen was sie sich eigentlich dabei denken,dir soviel unnütze Arbeit zu hinterlassen (wer kochen kann sollte auch aufräumen).Du kannst dann auch einen "Speiseplan" zusammen mit deinen Kindern erstellen:ein Wunschzettel in der Hoffnung,das Essen bleibt nicht halbgegessen stehen und die Kids stehen hungrig vom Tisch auf.

Oh man das ist schwer,vielleicht solltest du einfach mal in den Streik treten. Das ist nicht leicht aber vielleicht hilft es . Viel Glück

Liebe Carola,
Ich unterstütze den Vorschlag von Kaffeetante123 voll und ganz. Du darfst so nicht mit Dir umspringen lassen. Du bist für die Deinen, die Dich freilich sicher sehr lieben, dennoch zum Selbstverständnis geworden und dies ist mehr als unfair Dir gegenüber. Zwei Wochen wirst Du nicht schaffen denk ich mir. Aber Du musst MUSST mal in den Streik treten, damit die Deinen den Unterschied erkennen. Das werden sie sonst nicht. Geistig werden sie sonst weiterhin dem "Ja ja" verhaftet bleiben.
Trau Dich.
Lege das System mal lahm. Nur kurz. Solange bis begriffen wird. Ich verspreche, und Du weißt es auch, es wird nicht kaputtgehen das System. Nur aufzeigen, das Du auch einen Wert hast... und Bedürfnisse. Und Wünsche.
Das Problem ist einfach dass Dir natürlich keiner Deiner Familie dabei was böses will, keiner WEIß das er Dich ausnützt und Du Dich deshalb nicht traust, gar das Gefühl beim Streik vielleicht hättest Unrecht zu tun.
Würdest Du nicht. Du stehst nur kurz auf,
für Dein Recht auf Respekt!!
...
Mach!
Gruß,
Soli

Lass alles liegen so schwer es auch fällt! Mach mal pause und denk nur mal an dich!!

aus Deinem Profil sehe ich, dass Du dich sehr für Glaubensragen interessierst; wie sieht es da mit dem Rest Deiner Familie aus; ich hoffe nicht, dass mit Deiner Beschäftigung mit Glaubensfragen die Familie und die Erziehung gelitten haben; hast Du im Umfeld der Joshuagemeinde niemanden, dem Du Dich anvertrauen kannst?
carola111 am 30. Oktober 2008 09:28 Ich war bereits in der Seelsorge, hab festgestellt, dass ich co-abhängig bin. Also immer die Probleme anderer übernehmen will, damit diese es gut haben. Ich muss mich ändern, sonst ändert sich nichts! Will einfach Erfahrungsberichte sammeln wie andere vorgehen -vielleicht kann ich das auch so machen.
Mach Dir einfach mal klar, daß man Dir später keinen Glaskasten bauen wird, um Dich als Märtyrer zu verehren!
Jeder Mensch muß seine eigene Schuld tragen!
Streike einfach. Ich sage meinen Kindern, ich sei gerne bereit, die Wäsche 1x für sie zu machen, aber nicht sinnlos mehrmals.
Führe ein, daß die Kinder die Waschmaschine bedienen, zeige ihnen aber vorher, wie man das macht, evtl. mit kleinen Plakaten, was nicht zusammen oder heiß gewaschen werden darf.
Wie wäre es mit einem Wochenplan, wo jeder Aufgaben bekommt?
Laß den saubermachen, der Dreck macht. Als drastische Maßnahme kannst Du die dreckigen Töpfe in die Betten stellen - dort werden sie vielleicht bemerkt.
Mach sie auf keinen Fall selbst sauber!
Wenn keine Töpfe mehr da sind, gibt es Rohkostplatten zum Essen. Wenn keine Teller mehr da sind, eßt Ihr vom Tisch!
Das hört sich verrückt an, und Du hast vielleicht Angst, falls Besuch kommt, aber sag Dir einfach: da mußt Du durch.
Lies mal die Bibelstellen zum Thema Erziehung! Du kannst ja ruhig alles, was Du liest, mal auf Deine Situation hin durchleuchten, da wirst Du erstaunliche Entdeckungen machen!
Gott möchte nicht, daß wir für die Kinder alles tun, sondern sie zum Selbsttun erziehen. Und dazu brauchen wir seine Hilfe.
Und denk dran: Wie man einen Knaben gewöhnt, so geht er seinen Weg (oder so ähnlich, mir fällt die Stelle grad nicht ein). Das bedeutet: Einüben.
Grundsätzlich: Arbeite mit den Kindern und nicht für sie.
Zum Schluß: Versuche, mehr Obst und Gemüse und mehr Rohes auf den Tisch zu bringen (notfalls irgendwo untermogeln, etwas in die Suppe raspeln), dann ist der Heißhunger nicht mehr so groß.
Super Idee, DH! Hoffe Carola hat die Kraft dazu.
ich fürchte, sie hat ohne fremde Hilfe die Kraft nicht dazu; siehe meine untere Antwort: sie ist co-abhängig, das heisst sie glaubt, dass die Bedürfnisse anderer Vorrang vor ihren eigénen haben und sie meint "wenn ich es nicht tue, dann tut es niemand":
ja das wird das grösste problem sein, sie hat die gesunde portion egoismus nicht, den sie hier dringend brauchen würde.