Welche Gesellschaftswissenschaft in der Oberstufe?

... komplette Frage anzeigen

2 Antworten

Hi,

also ich habe selbst Geo und Geschi; Geo als viertes Prüfungsfach, Geschichte als fünftes. Mathe und Chemie sind meine LKs, Latein habe ich als drittes :)

in Geschichte muss man echt viel analysieren. Ich kann dir ja mal sagen, was wir so im ersten und zweiten Semester in Geschichte und Geo alles gemacht haben und dann mag ich noch ein paar allgemeine Worte verlieren :)

ERSTES SEMESTER

  • Geschichte: Im ersten Semester haben wir uns in Geschichte mit der Antike beschäftigt. Wir haben geschaut, wie man den Begriff "Antike" definieren könnte; wir haben uns die Gesellschaft und Politik dieser Zeit auch etwas genauer angesehen, auch unter verschiedenen Gesichtspunkten. Zudem mussten wir in Gruppen längere Referate vorbereiten, meine Gruppe hat z.B. 60 Minuten über die Sklaverei in der Antike und Neuzeit ein Referat gehalten.Die Klausur im erste Semester war eine Quellenanalyse. Die war echt gut machbar, da wir auch probehalber solche Texte verfassen und abgeben sollten, sodass es Rückmeldung seitens der Lehrkraft gab. Es ist, denke ich, gut machbar, Genaueres sage ich nochmal am Ende.
  • Geografie: Hier haben wir uns mit der Raumordnung, vor allem der Berlins, beschäftigt. Wir haben uns angesehen, wie sich Berlin über die Jahrhunderte von einer Zwillingsstadt zu einer Metropole entwickelt hat. Zudem haben wir uns mit der Theorie der zentralen Orte beschäftigt; dies reichte bis ins zweite Semester. Zur Klausur komme ich auch hier am Ende.

ZWEITES SEMESTER

  • Geschichte: Ich bin jetzt im zweiten Semester. Hauptthema dieses Semesters bildet vor allem der Absolutismus zusammen mit der Französischen Revolution. Wir haben uns die Phasen angesehen und geschaut, was sich hier genau ereignet hat. Wir haben geschaut, welche Ursachen das Ganze hat und uns einige Blickwinkel sowohl aus damaliger Sicht (Beurteilung) sowie aus heutiger Sicht (Bewertung) angesehen.
  • Geografie: Dieses Semester haben wir, soweit ich mich erinnern kann, mit sogenannten MOE-Ländern begonnen. Wir haben uns steckbriefartig, später dann etwas genauer die politische und soziale Lage dieser Staaten angesehen und sind anschließend zu Deutschland übergegangen. Fracking war ein wichtiges Thema; auch vor allem das Ruhrgebiet haben wir uns genauer angesehen.

ALLGEMEIN

  • Geschichte: Allgemein kann man sagen, dass es echt MEGA auf die Lehrperson ankommt, die du bekommst. Ich hatte in der Mittelstufe NIE irgendwas in Geschichte auch nur ansatzweise im Einserbereich. Kaum komme ich in die Oberstufe, stehe ich erstmal auf einer 1-...momentan bin ich sogar auf einer 1. Wie auch immer ich das gemacht habe :DWichtig in den Klausuren ist, dass du dir die Zeit richtig einteilst. Klingt jetzt total dämlich, allerdings solltest du in das Nennen von irgendwelchen Dingen (AFB I) nicht so viel Zeit investieren wie in die Analyse der Quelle...den Fehler habe ich nämlich begangen. Ich habe bei 1 viel zu viel geschrieben, sodass mir für die Bewertung am Ende kaum noch Zeit verblieb und es deshalb etwas mau ausgefallen ist. Was ich geschrieben hab, weiß ich noch nicht. Schreibe nicht nach irgendeinem Schema, das klingt ziemlich gekünstelt. Es gibt aber Punkte, die man beispielsweise bei einer Quellenanalyse oder bei einer historischen Argumentation (das ist noch etwas mehr als Analyse einer Quelle) beachten sollte. Welche das sind, musst du dir dann von deinem Fachlehrer sagen lassen - es kommt teilweise ziemlich auf den Lehrer an, was er da drin haben will.Wichtiger als die Klausur ist das Mündliche. In Geschichte musst du eher bei den komplizierteren Dingen antworten, um eine gute Note zu bekommen - Qualität spielt eine große Rolle. Das merke ich ziemlich: Ich melde mich zwar nicht ununterbrochen wie z.B. in Chemie, aber das, was ich sage, ist immer richtig und ich arbeite in allen Bereichen laut meiner Lehrkraft sehr gut mit. Ich stehe auch oft an der Tafel und leite etwas den Unterricht, mache also Dinge, die über das erwartete Maß hinausgehen. Schau, was dein Lehrer erwartet und danach musst du auch etwas deine mündliche Mitarbeit richten. Das klingt schwierig, aber eigentlich ist es ziemlich simpel. Schreibe auch ALLES mit, was der Lehrer (oft ganz nebenbei) zur Klausur erwähnt. Das hilft einem wirklich, weil du dann genau weiß, as die Lehrperson in der Klausur hören möchte. Unsere Lehrerin steht zum Beispiel total auf franzäsische Fachbegriffe - wenn sie zum Beispiel im Rahmen der Französischen Revolution vorkommen, dann benutze sie auch. Der Lehrer mert auch so, dass du zugehört hast.
  • Geografie: Ist ziemlich ähnlich, nur, dass es auch hier total auf den Lehrer ankommt. Mein Geolehrer ist etwas strange :DAlso, bei uns in Erdkunde müssen wir sehr sehr materialgestützt arbeiten - noch mehr als in Geo. Mein Lehrer möchte, dass wir sehr genau arbeiten und alle möglichen Fachbegriffe vernetzt verwenden. An sich finde ich das echt gut, aber ich glaube ich habe schon mehrere Seiten voller Fachbegriffe. In Geschichte ist das noch überschaubar. Das Analysieren tut man in Geografie auch, allerdings etwas anders als in Geschichte. Man arbeitet mehr mit Material, d.h. mit Bildern, Grafiken u.s.w. ...diese musst du analysieren, auswerten und Schlüsse ziehen, was manchmal echt langwierig sein kann. Und wenn du da den falschen Lehrer erwischst, hast du verloren...ich mag Geografie eigentlich echt sehr und ich bin auch nicht sonderlich dumm, was Geografie angeht, da es auch seine spannenden Seiten hat. Aber bei unserem Lehrer weiß man trotzdem oft nicht, was er jetzt hören möchte. Leider hat sich unser Lehrer seine Lieblingsschülerin schon rausgesucht, was einem echt zum Nachteil werden kann. Dafür bin ich die Lieblingsschülerin meiner Geschilehrerin, da hat das Mädchen dafür die schlechte Karte gezogen ^^Also es ist extrem vom Lehrer abhängig, genau wie in Geschichte.In den Klausuren sollte man auch hier nicht zu viel Zeit in den AFB I verschwenden. Vor allem AFB II und III sind ziemlich wichtig, genau wie in Geschichte. Du musst schauen, dass du die Materialien, die du erhältst, in Zusammenhang bringen kannst und bereits gelerntes Wissen auf Neues anwenden kannst. Das ist in Geschichte nicht ganz so, da du da nichts "Neues" in dem Sinne hast; du kennst zwar auch in Geografie das Thema der Klausur meistens, prinzipiell musst du aber alles wissen und auch bei Bedarf hier verwenden können. Bei meinem Geolehrer müssen wir eigentlich alles wissen.

Ja, genau, das ist eigentlich im Wesentlichen das, was ich so dazu sagen konnte. Philo hab ich nicht, SoWi und Päda gibt es an meiner Schule nicht ;-)

Bei Frage melde dich, ich wünsche dir, dass du die für dich richtige Entscheidung triffst! :)

LG

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Halli hallo :), Ich kann dir leider nur etwas zu Geschichte, Philosophie und Erdkunde sagen. Die anderen Fächer werden bei mir leider nicht angeboten.

Erstmal zu deiner ersten Frage: Ja, man muss in Geschichte SEHR viel analysieren bzw. Quellenarbeit machen. An das Analysieren und Interpretieren gewöhnt man sich aber, meiner Meinung nach, relativ schnell. Ich finde, dass Geschichte in der Oberstufe ein bisschen zu Deutsch 2.0. geworden ist :D (Zusammenfassungen, Urteile schreiben, Thesen aufstellen). Ich persönlich fand Geschichte in der Mittelstufe eher langweilig, aber dafür jetzt in der Oberstufe ziemlich spannend :). Grundbedingung für Geschichte ist in mein Augen, dass du gerne liest, ansonsten bist du da völlig falsch. 

Philosophie bei uns so ein bisschen das ''wir quatschen ein bisschen nett zusammen'' Fach :). Erste Grundregel ist auch hier, dass du gerne lesen solltest. Das Analysieren und Interpretieren ist hier noch deutlich stärker vertreten als in Geschichte... Dafür ist das Unterichtsgespräch immer sehr viel netter, da man zu bestimmten Thematiken eben unterschiedliche Meinungen hat, über die diskutiert werden können und die dann eben mit dem Gedankengut von Autor xy verglichen werden.

In Erdkunde analysiert man auch..., aber man arbeitet deutlich mehr mit Diagrammen als mit Texten. Der unterschied zu den anderen beiden Fächern ist, dass du Grafiken analysierst, anstatt Texte, und die dann in ein größeren Zusammenhang einordnest. Die Texte sind in erster Linie reine Sachtexte. Diagramme zu Interpretieren ist aber in meinen Augen nicht unbedingt einfacher....

Wie stark du nachher in den einzelnen Fächern tatsächlich analysieren musst, henkt aber in erster Linie von deinem Lehrer ab! Aber vom Grundprinzip, ist der Faktor relativ identisch...; schließlich heiß der Oberbegriff Gesellschafts- WISSENSCHAFTEN. Ich würde an deiner Stelle, das Fach nehmen, dass dich am meisten interessiert, denn um das Analysieren wirst du nicht drum herum kommen.

Liebe Grüße, Julia

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung