Frage von Carala, 25

Welche geschichtlichen Entwicklungen haben dazu geführt, dass Menschen- und Bürgerrechte in modernen Verfassungen verbrieft sind?

Der Aufklärung und deren Aufklärer verdanken wir ja die Entwicklung und Ausdifferenzierung der Menschenrechte, aber was hat dazu geführt, dass sie in modernen Verfassung verbrieft sind? Ich bin mir bei dieser Frage nicht ganz sicher, ob man auf die feudal-ständische Sozialordnung, oder eben auf konkrete Beispiele wie z. B. den Nationalsozialismus eingehen soll, da es damals ja einen großen Einschnitt in die Bürgerrechte gab, bzw. zu Menschenrechtsverletzungen kam (Nürnbergergesetzte, Reichtagsbrandverordnung, Ermächtigungsgesetz). Oder bin ich gar ganz auf dem Holzweg?

Antwort
von EliasFelder, 5

Durch die Aufklärung im 18. Jahrhundert und der Armut der Bevökerung kam es 1789 zu der französischen Revolution. Diese endete aber letztendlich in einer Schreckensherschaft(Jakobiner) und einer neuen Monarchie(Napoleon). Fast alle europäischen Länder schlossen einen Pakt gegen die Revolution. Trotz anfänglicher Niederlagen konnte diese Koalition das revolutionäre Frankreich besiegen. Im Wiener Kongress wurde Europa dann wieder "monarchisiert". Der Pakt gegen die Revolution blieb erhalten. Um 1848 kam es in ganz Europa zu Revolution die großteils niedergeschlagen wurde. Die Revolutionen verursachten aber ein langsame Demokratisierung und Achtung der Menschenrechte. Bis zum heutigen Tage wurde Europa demokratisiert. Die Entwicklung ist in jeden Land anders verlaufen.

Deutschland: Nach der Märzrevolution(1848) wurden einige Gesetze zu dem Menschenrechten erlassen(Wahlrecht,Religions- und Pressefreiheit,ect.). Nach der Niederlage im ersten Weltkrieg wurde in Deutschland die Republik ausgerufen,die eine Verfassung hatte die alle Menschenrechte achtet. In der NS-Diktatur wurden die Menschenrechte geachtet. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde Deutschland geteilt. Die BDR achtete die Menschenrechte. In der DDR wurden einige Menschenrechte missachtet(keine Presse- Reise- und Meinungsfreiheit, Todesstrafe). Nach der Vereinigung wurden in ganz Deutschland die Menschenrechte in die Verfassung eingegliedert.

Österreich: Maria Theresia und Joseph II. führten im Zuge des aufgeklärten Absolutismus in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhundert unzählige Reformen zur Einhaltung der Menschenrechte ein(Abschaffung der Todesstrafe und Leibeigenschaft,Schulplicht,Religionsfreiheit). Diese wurden teilweise unter denn späteren Kaisern rückgängig gemacht. Nach den Märzrevolutionen wurde das Wahlrecht für Männer eingeführt. Als Österreich-Ungarn im ersten Weltkrieg zerfiel wurde in Deutschösterreich(heutiges Österreich) die Republik ausgerufen und das Wahlrecht für Frauen eingeführt. Nach dem Anschluss Österreichs wurden die Menschenrechte wie im 3. Reich stark missachtet. Nach 1955 wurde Österreich unabhängig und verkündete die Menschenrechte.

Schweiz: Die Schweiz war seit ihrer Gründung sehr auf die Einhaltung der Menschenrechte fixiert. Es wurden im 19. Jahrhundert bereits fast alle Menschenrechte eingehalten. Daran hat sich bis auf kleiner Änderungen(Frauenwahlrecht) bis heute nicht viel geändert.

1948 verkündete die UNO die Menschenrechte die nach und Nach von fast allen Staaten unterzeichnet wurden.

Ich hoffe ich konnte dir helfen. Falls du noch Fragen hast oder die Gesichte der Menschenrechte in anderen Ländern wissen willst dann helfe ich dir gerne.

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