Frage von Skoty23, 67

Welche Fristen muss man beachten um einen Unfallschaden privat zu regeln?

Ich habe vor ein paar Tagen einen Außenspiegel abgefahren. Die Polizei war vor Ort und hat den Vorfall aufgenommen. Der Geschädigte hat ein Gutachten machen lassen (300 Euro) und mich gefragt ob wir es ohne Versicherung regeln wollen. Ich war damit einverstanden und habe Vorgeschlagen das ich ihm das Geld gebe und er mir ein Einigungsprotokoll unterzeichnet. Er wollte jetzt aber doch erst noch die Reperatur abwarten und erst wenn er eine Rechnung hat wieder auf mich zukommen. Bis das ganze erledigt ist wird über eine Woche vergehen. Soweit ich weiß müsste ich mich innerhalb der ersten Woche bei der Versicherung melden.

Angenommen die Rechnung fällt jetzt doppelt oder dreimal so hoch aus. Habe ich dann noch die Möglichkeit das die Versicherung einspringt oder muss ich dann die Kosten auf jeden Fall selbst tragen da ich mich nicht innerhalb der ersten Woche gemeldet habe.

Antwort
von kim294, 44

Melde den Schaden deiner Versicherung und lass ihn auch zunächst darüber laufen. Zurückzahlen kannst du ihn dann immer noch.

Der Vorteil ist, dass du dann an die Versicherung nur die Reparaturkosten erstatten musst.

Die Gutachterkosten zahlt zwar auch die Versicherung, aber die werden in der Regel bei der Rückstufung nicht berücksichtigt.

Kommentar von qugart ,

Generell stimme ich dir zu.

Jedoch kann es dann schon sein, dass man beim Rückkauf des Schadens deutlich mehr bezahlen muss, als wenn man den Schaden komplett ohne Versicherung bezahlt.

Aber, das muss der Schädiger selber entscheiden.

Kommentar von Apolon ,

Sorry - aber ich bin weder der Meinung von dir noch von Kim.

Solche Schäden, wenn der Geschädigte erst mal eine Rechnung abwartet, sollte man generell seiner Kfz-Versicherung melden.

Man hat dann immer noch die Möglichkeit, die Kosten selbst zu übernehmen. Bedeutet die gesamten Kosten einschließlich eines erforderlichen Gutachtens.

Antwort
von Bleistein, 45

Du kannst den Schaden auch vorsorglich melden, um die Frist zu wahren. Der Schaden ist dann zwar aktenkundig, aber wenn die Versicherung nichts bezahlt, wirst Du auch nicht hochgestuft.

Wenn Du keinen totalen Billigtarif hast, bietet die Versicherung in der Regel auch an, einen Schaden zurückzukaufen. In dem Fall reguliert die Versicherung den Schaden wie gewohnt. Um dann die Hochstufung zur nächsten Hauptfälligkeit (i.d.R. 1.1.17) zu vermeiden, erstattest Du der Versicherung den Betrag zurück.

Damit kannst Du die finanzielle Belastung zeitlich nach hinten schieben und sollte der Betrag doch höher sein, dann brauchst Du nichts weiter veranlassen, sondern kaufst den Schaden einfach nicht zurück.

Kommentar von Skoty23 ,

Ich habe einen Billigtarif. Anrufen kostet mich schon 49 Cent pro Minute.

Kommentar von Apolon ,

Diese Info finde ich klasse.

Fazit: am falschen Ende gespart.

Kommentar von Skoty23 ,

Ohne eine genauere Begründung finde ich Ihren Kommentar sehr schwach. Vor allem da Sie als Versicherungsfachmann sicherlich daran interessiert sind teure Versicherungen zu verkaufen.

Antwort
von qugart, 44

In der Regel sind die Meldefristen für die eigene Versicherung eine Woche, für die gegnerische Versicherung zwei Wochen.

Generell gilt Schadensersatz in voller Höhe nach § 823 BGB.

Schäden unter ca. 1.000 Euro sollte man fast immer selber übernehmen und nicht über die Versicherung laufen lassen, wenn man deswegen hochgestuft wird. Genau kann man sich das vom eigenen Versicherungsmenschen ausrechnen lassen.

Ach ja...eine Unfallversciherung wird bei dir nicht aufkommen. Es betrifft die Kfz-Haftpflichtversicherung.

Kommentar von Skoty23 ,

Unfallversicherung ist natürlich falsch. Leider kann man das Thema nachträglich nicht mehr ändern.

Kommentar von kevin1905 ,

Ich kann das schon und hab ich auch getan.

Antwort
von wilees, 30

Melde den Schaden vorsorglich Deiner Versicherung und entscheide nach Rechnungszugang, ob Du diesen Schaden aus eigener Tasche bezahlen möchtest.

Bei den Dir vorab angekündigten Kosten wird es sich wohl um einen Kostenvoranschlag handeln und nicht um ein Gutachten.

Antwort
von schleudermaxe, 24

... eine Bestätigung für einen abgefahrenen Spiegel kostet aber doch keine 300 EUR.

Zudem hat ein Verursacher unnötige/unwirtschaftliche Kosten nicht zu bezahlen. Binde also schlichtweg Deine Versicherung ein und warte ab, wie die Endrechnung aussieht.

Der Betrag kann dann immer noch an die Versicherung zurückbezahlt werden.

... frage ggf. auch Deinen "Berater". Viel Glück.

Kommentar von Skoty23 ,

Nicht die Bestätigung kostet 300 Euro sondern die Reparatur.

Kommentar von schleudermaxe ,

... das hört sich dann ja gut an, es werden somit fällig die 300 EUR und die Kosten für das Gutachten werden nicht ersetzt.

Bei so einer kleinen Summe sind diese unwirschaftlich, so jedenfalls die Gerichte hier bei uns und auch der BGH, wenn ich es richtig lese.

Antwort
von Apolon, 21

Welche Fristen muss man beachten um einen Unfallschaden privat zu regeln?

Diese Frage solltest du deinem Online-Versicherer stellen!

Der ist dir mit Sicherheit auch behilflich!

Einen Versicherungsvermittler benötigst du ja nicht!

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