Welche Fragen kann man an DDR-Bürger stellen?

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9 Antworten

Ich geh mal davon aus, da es die DDR nicht mehr gibt, dass es darum geht welche Fragen hätte man damals stellen können. Ich werde jetzt nicht deine Hausaufgabe machen aber versuchen dich auf den richtigen Weg zubringen.

Um die Fragen stellen zu können solltest du erstmal herausfinden mit welchen ganz alltäglichen Problemen die Menschen zu kämpfen hatten und was das politische System der DDR ausmachte. Dann ergeben sich die Fragen von ganz allein. ;)

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Ein paar Fragen die ich als BRD-Bürger an den einfachen DDR-Bürger stellen gestellt hätte wären:

- Welche Vorstellung haben Sie von dem Leben in der BRD?

- Glauben Sie das die BRD jemals einen Angriffskrieg gegen souveräne Staaten führen wird oder auch in Zukunft faschistische Regime oder Terrorgruppen unterstützen wird?

- Was halten Sie davon, dass die DDR und die sozialistischen Länder als einzige die Apartheidsregime in Südafrika oder in Israel als faschistisch und unmenschlich betrachten?

- Halten sie Arbeit für alle, subventionierte Nahrungsmittel, günstige Wohnungen, staatlich verordneten Pazifismus und Antifaschismus für eine Selbstverständlichkeit oder sind das für Sie Errungenschaften des Sozialismus?

- Wie beurteilen Sie die Werke von Marx und Engels aus persönlicher Sicht?

- Glauben Sie, dass es in der BRD freier zugeht, insbesondere was die staatliche Überwachung angeht?

- Würden Sie das Recht auf Konsum bevorzugen auf die Gefahr hin unter sozialer Unsicherheit und Massenarmut zu leiden?

- Welche Einstellung haben sie dazu, dass ihr Land Flüchtlingen aus faschistischen Diktaturen wie Chile geholfen hat?

- Halten Sie die BRD für einen souveränen Staat oder ein Besatzungsgebiet?

- Welche Einstellung haben Sie zu Parteienverboten in der BRD wie der KPD oder der SED-West? Was meinen Sie zu den Berufsverboten für Sozialisten in der BRD? Was meinen Sie dazu, dass FDJler in der BRD als politische Gefangene im Zuchthaus landen?

- Wenn morgen eine geschickt fingierte Konterrevolution stattfinden würde, wie würden Sie sich verhalten?

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Kommentar von 666Phoenix
07.04.2016, 19:25

marinus, die meisten dieser gekünstelten Fragen beantwortet jeder ehemalige DDR-Bürger mit "links"!

- Welche Vorstellung haben Sie von dem Leben in der BRD?

Mehr und bessere als die BRD-Bürger über die DDR!

- Glauben Sie das die BRD jemals einen Angriffskrieg gegen souveräne Staaten führen wird oder auch in Zukunft faschistische Regime oder Terrorgruppen unterstützen wird?

Das hat nichts mit "glauben" zu tun, jedenfalls nicht mehr seit den völkerrechtswidrigen Einsätzen der Bundeswehr im Rahmen der NATO auf dem Balkan (1999).

- Was halten Sie davon, dass die DDR und die sozialistischen Länder als einzige die Apartheidsregime in Südafrika oder in Israel als faschistisch und unmenschlich betrachten?

So? Gibt es in Israel etwa ein Apartheidsregime?? Armes Pisa-Land! Und ist die Apartheid etwa nicht faschistisch - oder ist die Politik Israels in Nahost etwa nicht unmenschlich?

- Halten sie Arbeit für alle, subventionierte Nahrungsmittel, günstige Wohnungen, staatlich verordneten Pazifismus und Antifaschismus für eine Selbstverständlichkeit oder sind das für Sie Errungenschaften des Sozialismus?

Gibt es denn in diesem Land das Recht auf Arbeit? Was ist an Pazifismus und Antifaschismus in zivilisierten Staaten nicht selbstverständlich? Warum muss man darüber streiten, ob "günstige Wohnungen" sozial verträglich sind? Subventionierte Lebensmittel? - Das größte Schmuggelgut für Wessis zu Zeiten der DDR, die mit einem Umtauschkurs von 1:4 hier einkauften!

- Wie beurteilen Sie die Werke von Marx und Engels aus persönlicher Sicht?

Da sich die oberen Fürsten der ehemaligen DDR immer mehr von den Urvätern des Kommunismus entfernten, ist diese Frage komplett irrelevant.

- Glauben Sie, dass es in der BRD freier zugeht, insbesondere was die staatliche Überwachung angeht?

Siehe oben: es geht nicht um "glauben", sondern um "wissen"! Wer heute und hier noch nicht kapiert hat, dass die Stasi-Überwachung reiner Spaß war gegenüber der NSA-, BND-und Schufa-Überwachung, der zieht auch weiterhin seine Hosen mit der Kneifzange an!

- Würden Sie das Recht auf Konsum bevorzugen auf die Gefahr hin unter sozialer Unsicherheit und Massenarmut zu leiden?

Dieses "Recht" gab es auch in der DDR!

- Welche Einstellung haben sie dazu, dass ihr Land Flüchtlingen aus faschistischen Diktaturen wie Chile geholfen hat?

Die gleiche hätte ich, wenn dieses Land hier allen Flüchtlingen helfen würde, die aus Krisenländern kommen, deren Krisen mein Land (sprich BRD) erst verursacht und gefördert hat!

- Halten Sie die BRD für einen souveränen Staat oder ein Besatzungsgebiet?

Blöde Frage! Das ist keine Frage der persönlichen Einstellung! Dazu gibt es völkerrechtliche Vereinbarungen!

- Welche Einstellung haben Sie zu Parteienverboten in der BRD wie der KPD oder der SED-West? Was meinen Sie zu den Berufsverboten für Sozialisten in der BRD? Was meinen Sie dazu, dass FDJler in der BRD als politische Gefangene im Zuchthaus landen?

Na, da muss man eben verstehen, was Rechtsstaatlichkeit, Meinungsfreiheit und Demokratie bedeuten!

- Wenn morgen eine geschickt fingierte Konterrevolution stattfinden würde, wie würden Sie sich verhalten?

Wenn Du "Konterrevolution" nicht näher definieren kannst, dann ist diese Frage voll daneben!

Es gibt maoistische, faschistische, grüne, ..."Konterrevolutionen". Alle setzen voraus, dass es zunächst eine "Revolution" gegeben haben sollte. Von welcher Revolution redest Du??

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Du kannst z.B. fragen, was der Unterschied zwischen einer damaligen Kaufhalle und einem heutigen Supermarkt war. Oder was einem im Staatsbürgerkundeunterricht beigebracht wurde. Oder wie das war, wenn man ein bisschen Geld von Westverwandten geschenkt bekommen hatte und dann im Intershop einkaufen durfte. Was man empfunden hat, wenn man ein Westpaket von den Verwandten aus Westberlin oder Westdeutschland bekommen hat, kannst du auch fragen. Und natürlich auch, wie es war, als man nach der Grenzöffnung 1989 zum ersten Mal in Westberlin oder Westdeutschland war.

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Kommentar von Abahatchi
12.04.2016, 11:17

was der Unterschied zwischen einer damaligen Kaufhalle und einem heutigen Supermarkt war.

Ich hatte (habe) Verwandte in der DDR. Kaufhalle hin oder her, wo ist da der Unterschied zu Aldi, Netto mit oder ohne Scottie, Norma oder Penny? Supermärkte sind das auch nicht und fast in jedem Norma gib es den gleichen Kram wie im nächsten Norma.

Auch das Thema Schokolade habe ich nicht verstanden. Die werden ja nicht nur für mich beim einem Besuch einer Kaufhalle die Regale voll gestellt haben. Die hälfte eines Regales vom Gang voll mit Schokolade und Pralinen. DDR ist vermutlich genau noch Jammern auf hohem Niveau wie heute. Eine gute Tafel hatte wohl, soweit ich mich erinnern kann nur zwei Mark der DDR gekostet, das sind rund 28 bis 29 DM-Pfennige. In Euro nur 15 Cent. Also, wer da noch jammert.

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Zum beispiel: welche Konsequenzen hatten Meinungsäußerungen die nicht mit der SED übereinstimmten? Was haben DDR Bürger über BRD Bürger gedacht?

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Ich bin in der DDR aufgewachsen und ich kann dir sagen die Fragen hier sind gut und die würde dir jeder ehemalige DDR Bürger beantworten.

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Du kannst fragen, wie sie sozial abgesichert waren. Oder was sie an Arztkosten bezahlen mussten (Antwort: Nichts). Oder wie die Kinderbetreung gesichert war.

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War man bei den Jungen Pionieren und später in der FDJ?

Was war besser am Schulsystem?

Erinnert man sich noch an seine Kindergartenzeit?

Wurde in den Betrieben auch der Leistungsdruck empfunden, wie er heute herrscht?

Wie war der Umgang der Menschen?

Wo hat man seine Ferien und Urlaube verbracht?

Hatte man Beziehungen, um an sogenannte Bückware zu kommen?

Hat man die Jugendweihe empfangen?

Wie stand man zur Grenze und zum Schießbefehl?

Wer wusste, dass bis 1981 die Todesstrafe vollstreckt wurde?

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Frag mal Deinen Lehrer, ob er tatsächlich der Meinung ist, dass es noch DDR-Bürger gibt! Wenn, dann evtl. "ehemalige"!

Kannst ihn ja auch mal fragen, ob es noch Bürger des Deutschen Reiches gibt!

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Kommentar von Abahatchi
12.04.2016, 11:45

Nun, es gibt vielleicht noch Bürger der DDR. Tot auf dem Friedhof, oder erhielten die noch im Nachhinein die Staatsbürgerschaft der BRD ;-)

Ich denke, der Lehrer hatte die Frage auch anders formuliert, schlieszlich gibt es ja Deutsche die in der BRD lebten und in der DDR und jene die in der DDR lebten, könnte man auch Fragen stellen.

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Kommentar von Abahatchi
12.04.2016, 11:57

Interessant an diesem Thread finde ich, warum die Fragen unterschwellig politischer Natur sind, als ob ein Deutscher, nur weil er in der DDR lebte nur auf das staatliche reduziert werden müszte. 

Ich würde eher Fragen stellen wie: Gehst du gerne angeln, was ist deine Lieblingsmusik, spielst du ein Instrument, Was war dein lustigstes Erlebnis, Wie wichtig sind Dir Freunde. 

Müssen Deutsche, die in der DDR lebten immer nur mit Fragen wie. Honecker, Mauer, Stasi, Intershop, Trabant, Linksabbiegepfeil und FDJ - SED belästigt werden. Wer stellt denn mir ständig fragen zu Hindenburg, Adolf HitIer oder RAF und Hausbesetzungen usw.? 

Es wäre mal an der Zeit, sich für das Leben und die Interessen der Menschen zu interessieren und nicht "nur" für das, was sie nicht zu verantworten haben, den Staat, der über sich herrschte.

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Stimmt es wirklich, daß mann 10 Jahre auf einen Trabant warten mußte?

Wahr es Pflicht in die SED einzutreten?

Durfte mann den Wehrdienst verweigern?

So, in der Richtung?

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Kommentar von Abahatchi
12.04.2016, 11:40

Stimmt es wirklich, daß mann 10 Jahre auf einen Trabant warten mußte?

Nun, ich hatte (habe) Verwandte in der DDR. Einen gebrauchten Trabant hatte man wohl gegen "Aufpreis" sehr schnell bekommen. doch auf einen Neuwagen, muszte man durchaus recht lange warten. Reichtum zahlte sich wohl auch in der DDR aus, denn einer meiner DDR-Bekannten hatte genügend Geld und hatte sich einfach einen Wolga gekauft, ohne lange zu warten. Hatte selbst mal darin Platz genommen, der Wolga war eigentlich mit dem Ford Granada zu vergleichen. Viel Platz, Vorne wie hinten und ein normalen Motor. Da war nichts auszergwöhnlich ungewöhnlich, was beim Trabant durchaus der Fall war.

Also, alles eine Frage des Geldes. Egal ob BRD oder DDR aber nicht nur. Auf den Audi R8 hatten einige auch länger als ein Jahr warten müssen. 

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